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TARGUS THUNDERBOLT 3 DOCK

3. August 2018 | Technik

Heute soll es hauptsächlich um einen wirklichen Tipp bzgl. Ausrüstung gehen. Auf der Suche selbst habe ich total wenig darüber gefunden, welches Dock für Fotografen zu empfehlen ist und warum. Für uns war es lange Zeit das Belkin Thunderbolt 2 Dock und seit einigen Wochen ist es das Targus Thunderbolt 3 Dock. Sicherlich werden viele Kollegen und Kolleginnen über einen Laptop arbeiten. Und damit meine ich sowohl von unterwegs als auch zu Hause. Die Zeiten in denen ein Desktop-Computer für Fotografen notwendig war, weil Laptops zu teuer oder einfach zu schwach waren, sind längst vorbei. Für grundsätzliche Arbeit mit Lightroom und Photoshop genügt ein Laptop allemal, obgleich natürlich nach oben in Punkt Power noch Luft bleibt! Aber Genügen bedeutet ja nicht das Gleiche wie Brauchen!

Mit einem aktuellen Notebook hat man aber ein großes Problem… nie genügend Anschlüsse für die Peripherie und wenn in der Anzahl genügend, dann von der Art her falsch.

Das beste Bespiel ist das Apple MacBook Pro. Das Laptop hat zwar 2 Anschlüsse auf jeder Seite, dafür aber eben ausschließlich in der Form eines USB-C Thunderbolt 3 Typs.

Aufgepasst… UBS-C ist nur die Form aber nicht die Spezifikation. Das wird oft durcheinander gebracht. Man könnte auch ein USB-C Gerät machen mit 10MBit pro Sekunde Transferrate. Die Qualität bzw. Geschwindigkeit des Anschlusses ist nicht von der Form sondern von deren Spezifikation abhängig. Und da ist aktuell Thunderbolt 3 das Maximum.

Das wird uns übrigens nochmals später in Punkto Kabel begegnen. Nur soviel an dieser Stelle: USB-C ist nicht USB-C, auch wenn es USB-C ist. Universal Serial Bus – Type C ist nur die Form, nie die Geschwindigkeit. 🙂

Ich selbst arbeite aktuell auch über Laptop. Das hat auch was damit zu tun, wie viel wir unterwegs sind. Auf jeden Fall komme ich ins Büro und möchte dort meinen Laptop mit geringstem Aufwand und wenig Steckern an meine externen Platten und Monitore anschließen und dabei gleichzeitig noch freie Plätze haben für das eine oder andere Card-Readerchen.

Und genau dafür gibt es sogenannte Docking-Stations. Ursprünglich aus dem Workstation-Bereich waren das wirkliche Docks in denen das Laptop eingeschnallt oder aufgesetzt wurde. Heutzutage kann man eine DockingStation auch mit einem Kabel verbinden. Auch das gilt als Station. Man könnte die Station aber auch einfach nur als großen kombinierten HUB bezeichnen der die extreme Geschwindigkeit des USB-C Thunderbolt 3 nutzt und daraus alle möglichen Anschlüsse zaubert. Sei es Netzwerk, Mikrofon, AudioOut, USB3.0, USB-C, Displayport etc.

Lange Zeit hatte ich als Dock das Belkin Thunderbolt 2 Dock im Einsatz. Thunderbolt 2 gab es noch in Form des originären Thunderbolt 2 Steckers  am älteren MacBook Pro. Bis vor kurzem habe ich über einen Adapter das neue Thunderbolt 3 auf 2 gewandelt und damit die „alte“ Dockingstation angesteuert. Mit dem Nachteil, dass ich leider mit einem zweiten Kabel das Laptop laden musste.

Das ganze Chaos hatte endlich ein Ende, als der Postbote das Targus Dock vorbei brachte und aus den letzten Wochen im harten Einsatz während der Hitzewelle ergab sich dann die Idee, über diesen Beitrag hier andere Fotografen von meinen Erfahrungen profitieren zu lassen.

Ich selbst nutze die Docking-Station im Schreibtisch selbst verbaut, also in der Schublade des Schreibtisches ohne Frischluftzufuhr. Das ist schon eine extreme Belastung aber ich mag keine Kabel auf dem Tisch. 🙂 Und die ersten Wochen lief das Gerät absolut problemlos nonstop.

Das Dock hat zwei Seiten und ist eigentlich dafür gedacht auf dem Tisch zu stehen. Daher gibt es eine Front- und eine Rückseite. Die meisten Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Vorne gibt es nur eine Aktivitäts-LED, ein USB-C und ein USB3.0 Port.

Hinten gibt es dann richtig viele Anschlüsse. Ton, USB3.0, USB-C, DisplayPort, Netzwerk und Audio.

Das Besondere am Gerät ist unter anderem die vollständige Energieversorgung des über den USB-C Anschluss. Das Dock liefert also im Falle eine MacBooks PRO genauso viel Strom über den USB-C Port wie ein natives großes Netzteil. Das pumpt das MacBook innerhalb von Minuten voll mit Saft und ermöglicht auch performantes Arbeiten unter Volllast. Normalerweise liefert USB-C nämlich nur 15W, hier sind es bis zu 100W.

Ein USB-C Stecker mit dem kleinen Blitz drüber ist genau dieses besagte Thunderbolt 3. Thunderbolt 3 unterstützt natürlich Thunderbolt und daneben USB 3.1, Displayport 1.2 und PCIe-3.0-x4. Es gibt ein heilloses Chaos bei USB-C Steckern. Es gibt jede Kombination nämlich mit wenig und viel Strom, mit wenig und viel Daten, mit DisplayPort ohne Displayport, getarnt als USB3.0 Gen1 oder sonst was… Total verwirrend! 🙂

Das Targus Dock unterstützt das aktuell maximal Mögliche. Inklusive Strom, Display bis 5k und Audio. Und das mitgelieferte Kabel ist ebenfalls für diese Spezifikationen zugelassen. Im Handel würde ein solches Kabel nicht nur 50€ kosten!

Einziger kleiner Nachteil… das Netzteil ist riesig. Aber muss es wohl auch sein, wenn es so viel Strom liefert. Entschuldigung für die Fingerabdrücke, wir leiden hier ja gerade alle unter der Hitzewelle und ich wollte das Dock doch erst benutzten und dann darüber schreiben als anders herum.

Da mir die Anschlüsse an dem Gerät immer noch nicht für alle Festplatten, Mäuse, Cardreader und sonst was genügen, habe ich noch einen weiteren Mini-Dock* und dieser hängt Wiederrum am großen Dock. Läuft prima.

Also ich mache es kurz und knackig… wer nach einem soliden und äußerst performanten Dock für USB-C Laptops sucht, der wird mit dem Targus sehr zufrieden sein. Bei uns läuft es problemlos unter Vollast und trotz Hitzewelle und erreicht wirklich gute Datenraten selbst mit meinen bisherigen Thunderbolt 2 Festplatten.

Von aktuellen USB-C Geräten ganz zu schweigen.


*es handelt sich um Amazon Affiliate Partner Links. Das bedeutet, wir bekommen Miniprovisionen wenn jemand was kauft, das Produkt wird aber nicht teurer dadurch.

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