2.9.2015    59

TAMRON SP 35mm & 45mm f1.8 Di VC USD

2. September 2015 | Technik

ENGLISH VERSION


Den heutigen Testbeitrag habe ich lange erwartet und ich freue mich, heute so viele Infos und Erfahrungen über die beiden gerade angekündigten Objektive von Tamron publizieren zu dürfen. Vorab muss ich natürlich sagen, dass ich Nr. 2 weltweit war, der beide Objektive in der finalen, serienreifen Produktionslinie zur Verfügung gestellt bekommen hat. Ich möchte diese Tatsache ganz offen und klar kommunizieren, denn obwohl ich meine Hand dafür ins Feuer legen würde, hier nur meine ehrlichen Erfahrungen zu teilen, möchte ich jeden Anflug eines (in Schwaben sagt man) GSCHMÄCKLE vermeiden. Wir bekommen weder Gehaltschecks von Tamron, noch ist dieser Beitrag hier im Blog in irgendeiner Form bezahlt oder gesponsert. Auch die beiden Objektive gehen wieder nach Japan zurück und dürfen nicht von uns behalten werden. Wie ihr auch von unseren Technik-Sendungen wisst, kommunizieren wir klar und deutlich ein Sponsoring und daher auch hier diese offenen, ernsten Worte.

Klar, wenn ein Fotograf weltweit das erste oder zweite Objektiv bekommt, dann mag man an dessen Neutralität zweifeln. Würde ich sicherlich auch. ABER: Wir wären blöde gewesen eine solche Chance nicht zu nutzen und die Objektive nicht in Action auszutesten! Tamron hat uns keine Vorschriften oder Einschränkungen auferlegt. Anscheinend ist Japan so sehr von diesen beiden Linsen überzeugt, dass Sie sich nicht verstecken müssen. Dadurch bekamen wir eben die Chance, mit einem sehr frühen Testbeitrag weltweit die Neugierde vieler Fotografen zu stillen oder erst richtig zu wecken und daher gibt es heute auch so dermaßen viele Infos auf die Lese-Glotzer.

OBJEKTIV ODER SUBJEKTIV

Natürlich ist dies hier eine Art Objektivtest. Es geht schließlich um die Qualität und was die beiden Linsen leisten können. Wir sind aber kein Testlabor. Davon gibt es drei oder vier Stück in Deutschland und ich möchte an dieser Stelle nochmals explizit darauf hinweisen, dass wir keinen Labortest vornehmen. So blöde das klingt aber scheinbar muss ich es immer wieder dazu schreiben, dass es sich hierbei auch um unsere Meinung handelt und wir versuchen möglichst neutrale und praxisnahe Tests zu machen. Wenn wir das Objektiv auf ein Stativ packen dann kann es sein dass sich die Neigung des Stativs leicht verändert. Juckt mich aber nicht, denn in der Realität halte ich die Kamera auch nie gleich. In gewisser Weise testen wir auch mit einer gehörigen Portion Erfahrung denn im Unterschied zu einem Labor haben wir unsere Dinge wirklich in Verwendung. Während Labor X das Gerät auf einen Laser spannt, fahren wir 14 Tage durch Island und machen das, was ein Objektiv eigentlich machen soll. Fotos! Also bitte nochmals als Klarstellung. Das ist kein Labortest und wer die Fotos anguckt, der bekommt echte und reale Bilder zu sehen deren Ergebnis sich mit unserer Erfahrung decken.

OPTIONAL DAS VIDEO ANGUCKEN

Kurz zusammengefasst:

Um meine Meinung zusätzlich zu unterstützen und ein gutes Fundament zu meinen sehr subjektiven Äußerungen zu geben, haben wir am Ende des Beitrags einen Rohdaten-Download eingebaut. Dort kann sich jeder Leser selbst über die Qualität erkundigen, indem er die Dateien in Photoshop ganz genau anschaut. Sicherlich fragen sich viele Fotografen, ob Tamron die Qualitätsleiter weiter hoch steigen kann (entsprechend der letzten Objektive) oder ob irgendwo dann die Entwicklung einbricht. Kann man so ein Objektiv wie das 15-30mm oder das legendär günstige 24-70 2.8 VC überhaupt noch toppen?

Die Antwort kann ich gerne vorweg nehmen. JA! Es geht weiter hinauf mit Tamron und es wird immer besser. Mit den beiden neuen Objektiven könnte Tamron der ganz große Wurf gelungen sein. „Könnte“ deshalb, weil aktuell noch kein Preis feststeht (Stand: 2.9.2015) und der voraussichtliche Kaufpreis im oberen dreistelligen Bereich liegen wird. Also Straßenpreis zwischen 699 und 999 ist alles irgendwie drin und je nach finalem UVP, der sicherlich 100-200 € über Straßenpreis liegen wird, werden die Objektive eben einschlagen wie eine Bombe oder einfach nur geile Objektive sein.

Als ich das erste Mal von Tamron angesprochen wurde und nach dem Unterzeichnen der NDA-Verschwiegenheitserklärung über die beiden Objektive informiert wurde, habe ich mir erstmal an den Kopf gelangt. 35mm und 45mm??? Was macht das denn für einen Sinn? Und warum „nur“ f1.8? Diese und weitere Fragen gilt es im Folgenden zu beantworten!

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Ab in den Norden – Raue Testbedingungen in Island

Wie schon oben angesprochen konnten wir die Objektive wirklich nutzen, durften viel und lange Zeit damit fotografieren und unsere Meinung entspricht der Erfahrung von einigen tausend Fotos damit. Wir hatten beide Objektive auf unserer letzten Reise nach Island mit dabei. Zusätzlich zu unseren Sachen für den Job haben wir so oft wie möglich mit dem 35er und dem 45er fotografiert.

Dabei war Island nun wirklich kein Ponyhof für die beiden Objektive. Wilde Bedingungen und extreme Fotos mussten auf den Sensor abgebildet werden!

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An dieser Stelle möchte ich auch einfach mal einige Ergebnisse zeigen. Wir haben noch viel mehr Fotos auf der Platte, aber einige brauchen sicherlich noch einige Wochen bis diese dann fertig bearbeitet sind.

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Balance ist alles

Im Grunde genommen hatte Tamron bei der Entwicklung einen Kerngedanken im Kopf. Das ultimative Festbrennweitenobjektiv für APSC & Vollformatkameras zu bauen – mit der perfekten Gewichtung zwischen GEWICHT, BLENDE und BILDSTABILISATOR.

Die Konstruktion von Objektiven ist immer ein Balanceakt. Je offener die Blende, umso mehr Glas muss verbaut werden. Umso schwerer wird das Objektiv. Ein Bildstabilisator macht ein Linsenelement beweglich und dadurch könnte es zu einer Reduzierung der Abbildungsqualität kommen. Baut man die Blende immer offener, kommt es zu konstruktionsbedingten optischen Erscheinungen und manch eine CA (Chromatische Aberration) ist bei einer entsprechenden Blende gar nicht zu vermeiden. Aber was bringt ein f1.2 Objektiv, welches erst ab f1.4 wirklich einsetzbar ist? Oder warum soll man f1.4 bauen wenn die Leistung beispielsweise erst ab f2 voll abgegeben wird?

Beide neuen Objektive von Tamron haben genau diesen Punkt aufgefasst und das Ziel der Tamron-Ingenieure war es, ein kleines, leichtes, kompaktes, offenblendig nutzbares Objektiv mit Stabilisierung zu bauen. Und dabei sollte f1.8 bereits die volle Schärfe bringen und zu 100% einsetzbar sein. Abblenden für eine optimale Schärfe soll nicht mehr notwendig sein. Bleibt nur mehr die Frage: haben sie es denn geschafft?

Wir sagen ja, zu 90%! 🙂 Es stimmt natürlich in der Praxis, dass es wenig Sinn macht ein f0.75 Objektiv zu haben, welches erst ab f2.8 scharf ist. Die neuen Tamrons sind extrem scharf und zwar schon ab der weitesten Blendenöffnung von 1,8. Der Bildstabilisator ist optisch nicht merkbar. Die Objektive sind unfassbar scharf geworden und toppen meiner Meinung nach die optische Qualität des Tamron 15-30mm bei weitem.

Ich habe zwei Beispiele zum Verdeutlichen der optischen Qualität mal herausgesucht. Natürlich kann man die tatsächliche Schärfe hier im Web nicht optimal begutachten, aber die beiden nachfolgenden Vergleiche sollen meine Äußerung jetzt einfach mal etwas untermauern. Wer die Schärfe selbst begutachten möchte, unten gibt es Rohdaten!!!

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Bei beiden Beispielen handelt es sich nicht einmal um 100% Crops sondern um weitere Crops!!

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Besonders extrem finde ich die Verbesserung der Vergütung der beiden neuen Objektive. Beim nachfolgenden Foto wurde DIREKT in die Sonne fotografiert. Und die isländische Sonne war in diesem Fall sogar noch deutlich heller als unsere gewöhnliche deutsche Sommersonne. Kaum ein Zeichen von Ghosting oder Flaring. So muss das optisch sein!!! Perfekt!

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Design und Haptik

Die Objektive haben übrigens auch ein komplett neues Design bekommen, aber mir ist das relativ wuppe! Ich finde Objektive müssen nicht gut aussehen, sie müssen nur gut leisten! Abbildungsleistung ist mir wichtig, technische Fähigkeiten. Ich würde auch mit ner Tomate fotografieren wenn es die beste Linse weltweit wäre 🙂 Ich fand die bisherigen Objektive von Tamron in Punkto Haptik echt gut und hätte eigentlich auch keinen Grund für ein Redesign gesehen. Aber gut, ich schätze da wollte jemand bei Tamron nen Designpreis gewinnen 😉 Natürlich sehen die Dinger richtig gut aus und fühlen sich super an, aber als Fotograf ist mir das wie gesagt trotzdem eher schnuppe!

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Bildstabilisator – VC rockt!

Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass Tamron einen wirklich extrem gut funktionierenden VC (Bildstabilisator) in das Objektiv verbaut hat. Angegeben ist der „Lichtgewinn“ über eine verlängerte Belichtungszeit mit 3-4 Blendendstufen! Ich habe das nicht nachgemessen, würde aber hier einen Vergleich mit dem 24-70 ziehen. Der Bildstabi ist genauso fein wie im 24-70er 🙂 und damit rockt er wie eh und je!

Der Bildstabilisator ist heute wichtiger denn je. Warum? Wegen konstant steigender Megapixelzahlen, denn sogenannte HighDensity Sensoren packen extrem viele Pixel auf extrem kleine Fläche und damit werden gewohnte Arbeitsweisen falsch. Das hat mit der Nikon D800 angefangen und geht jetzt mit der Canon 5DRS weiter. Wo früher ein 1/Brennweite galt (z.B. 1/50 Sekunde bei einem 50mm Objektiv), muss man heute 1/Brennweite mal 2 oder 3 fotografieren (in unserem Beispiel dann 1/100 oder sogar 1/150 bei einem 50mm Objektiv). Die Pixel sind so klein, dass sich selbst minimale Verwackler in der Hand sichtbar auf die Schärfe auswirken.

So muss man bei einer Nikon D810 für optimale Ergebnisse aus der Hand oft eine 1/400 fotografieren!! Aber egal welche Brennweite man fotografiert, ein Bildstabilisator hilft gerade bei den Mikro-Verwacklungen und sorgt für scharfe und extrem gute Aufnahmen. Selbst wenn man nicht 1/10 aus der Hand fotografieren will, mit der Canon 5DSR und einem der beiden hier getesteten Objektive werden Aufnahmen bei 50 Megapixel selbst bei 1/100 gestochen scharf. Und das ist einfach nur Bombe!

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Staub- und Spritzwasserschutz

Das 35er und das 45er haben übrigens ein weiteres dickes Feature verpasst bekommen. Beide Objektive sind Spritzwasser- und staubgeschützt. Eine schöne Gummilippe am Objektivbajonett sorgt für ein dichtes Abschließen und das hilft in extremen Situationen wie in Island oder beim heimischen Badeurlaub am Baggersee. 🙂

Dieser Dichtring und auch die generelle Abdichtung des Objektives ist mir persönlich besonders wichtig, denn die besten Fotos entstehen oft in den schlimmsten Situationen. Wer seine Kamera mit Objektiv wegen leichten Nieselregens oder etwas Staub in der Luft wegpackt, der bekommt kein einziges Foto auf die Karte. Und das kann ja eigentlich nicht Sinn der Sache sein!

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Zwischenfazit

Nun ist es Zeit, ein kleines kurzes Fazit zu ziehen und das in gewohnt kurzen Stichworten!

  • Extrem scharf bis in die Ecken! Echt beeindruckende Kontraste und Farben!
  • f1.8 UND Bildstabi bei extrem hoher optischer Qualität
  • Bei f1.8 bereits 90% (geschätzt!!!) optische Qualität.
  • Wenig Vignettierung – wobei ich Vignette eigentlich cool fände für manche Looks, aber da gibts ja andere Objektive! 🙂
  • Besonders abgedichtet –  das gibt Freiheit beim Fotografieren! Jippie!
  • Leicht und handlich!!!
  • Schneller und leiser Autofokus (Treffsicherheit hängt von der Kamera ab!)

Wer bis jetzt gelesen hat, der darf hier auch mal Video gucken!!! 🙂

Der Vergleich

Sicherlich am spannendsten auch für mich war jedoch der konkrete Vergleich mit den direkten Konkurrenten. Dem Canon 35mm f2 IS USM und dem Sigma 35mm f1.4 ART. Das Canon 35mm f1.4 Mark I habe ich aus dem Vergleich heraus gelassen, denn es ist so alt, dass es nicht mehr fair konkurrieren könnte.

Vorweg muss natürlich nochmals gesagt werden, dass sowohl Canon, als auch das Tamron den Bildstabi als einen optischen Klotz am Bein mit sich herum tragen. Ein bewegliches Linsenelement ist immer schwerer zu kontrollieren als nur fest verbaute Linsen, daher haben die beiden wohl einen kleinen Startnachteil. Wie dem auch sei, wir haben den Test gemacht und alle drei Objektive an eine 5DSR geschraubt und damit ein Test-Setup fotografiert.

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Größer = besser? Weniger ist mehr?

Im direkten Vergleich der drei Objektive sieht man übrigens auch den Größenvergleich. Das 35er von Tamron ist deutlich kleiner und leichter als das Sigma Objektiv, wird aber vom Canon 35mm f2 noch in den Schatten gestellt. Geil wäre das Tamron in der Größe des Canon gewesen!!! 🙂 Aber man kann ja nicht alles haben!

Zurück zum optischen Test mit der Canon 5DSR. Eine wirkliche Herausforderung für jede Kamera! 50Megapixel wollen erst einmal bedient werden und Schwächen einer Linse kommen hier sofort zum Vorschein.

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Testbedingungen aus der Praxis

Unser Test ist jetzt kein Labortest sondern eher ein für mich solider PRAXIStest. Wir fotografieren verschiedene Dinge ab, teilweise glänzend um CAs zum Vorschein zu bringen, viele Schriften sind absichtlich am Rand positioniert, um Randunschärfe zu entdecken und das Ganze wird ausgeleuchtet mit einem Aufsteckblitz. Der brennt extrem schnell ab und sorgt damit für mehr Schärfe als jeder Studioblitz. Sind die Bilder also nicht scharf, dann kann es nicht am Blitz liegen. Außerdem sind die Aufsteckblitze extrem genau geregelt und erscheint nun ein Bild dunkler oder heller, dann kann definitiv von einer leichten Abweichung der Blende ausgegangen werden.

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Es wurden jeweils fünf Bilder mit Autofokus fotografiert und dann nochmals fünf Bilder mit manuell gesetztem Fokus über die 1:1 Displayvorschau. Das schärfste Bild aus den zehn Fotos wurde dann jeweils ausgewählt.

Das Sigma und das Tamron 35er wurden mit f1.8 fotografiert, das Canon logischerweise nur mit f2. Der Bildstabilisator bei Tamron und Canon war jeweils aktiviert.

Die ersten Ergebnisse

Und hier sind die Ergebnisse. Man kann erkennen, dass das 35er von Canon direkt rausfliegt. Die Vignettierung ist extrem, die Schärfe erkennbar schlechter. Nicht extrem viel, immerhin handelt es sich beim Canon Objektiv auch um eine 400 € Linse. Trotzdem, das Rennen an der Spitze entscheiden das Tamron und das Sigma.

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Tamron vs. Sigma

Im direkten Vergleich der beiden Objektive kommen dann klare Unterschiede zum Vorschein. Kurzum, das Tamron ist in unserem Test schärfer als das Sigma. Und zwar deutlich! Evtl. haben die Jungs von Tamron uns ein besonders scharfes Objektiv gegeben, hoffe und glaube ich aber nicht, denn das wäre ja langfristig für Tamron echt nicht sinnvoll.

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Um den genauen Vergleich nochmals zusätzlich zu ermöglichen, gibt es hier die Schieberegler-Vergleiche. ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG! Nur auf der größten Ansicht des Blogs in einem großen Webbrowser sind die Dateien 1:1 Crops. Dann entspricht die lange Kante 960px. Wenn der Browser mit dieser Seite auf einem Handy oder auf einem Tablet angeschaut wird, dann verkleinert die Webseite die Bilder!

Hier der Vergleich der fokussierten Mitte:

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Und hier nochmals die leicht unten liegende Mitte mit viel Zeichnung und Schrift auf der Verpackung:

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Dann der Vergleich des äußeren rechten Randbereichs:

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Man kann mit bloßem Auge deutliche Unterschiede der Schärfe erkennen, wobei auf dem dritten Vergleich auch sichtbar wird, dass die Schärfe des Sigma 35er im Randbereich besser ist. Das Pfandlogo ist beim Sigma-Objektiv deutlich schärfer. Zurückzuführen wird diese zusätzliche Schärfe sicherlich auf das abgeblendete f1.8 sein! Immerhin ist das Sigma-Objektiv von f1.4 auf f1.8 zwei Schritte abgeblendet und kann damit auch deutlich besser abbilden.

Die Sache mit den Flares

Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Bereich, in dem das Sigma dem Tamron etwas überlegen ist. Bei Gegenlicht ist das Tamron wirklich herausragend geworden, das Sigma ist aber noch weniger anfällig gegenüber Flares und Ghosting. Das kann ich aus meiner Erfahrung mit beiden Objektiven sagen!

Das Sigma ist gegenüber dem Tamron jetzt aber auch nicht wirklich unbrauchbar. Immerhin sprechen wir hier von 50 Megapixeln und viele Kameras werden den oben gezeigten Unterschied garnicht erst darstellen können! Das Thema Auflösung wird erst kritisch, wenn die Objektivauflösung auch dargestellt werden kann. Für meinen Fall muss ich jedoch trotzdem sagen, dass mein geliebtes Sigma 35er insgesamt schon etwas schlechter ausschaut als das neue 35er von Tamron.

Rohdaten-Download des Tamron 35mm

Kommen wir nun zu einem echten Highlight des Beitrags. Rohdaten aus unserer 5DSR mit dem Tamron 35er! Wir haben uns erst kürzlich zwei besondere Modelle extra für diesen Beitrag vor die Kamera geholt.

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Alle Fotos wurden mit Offenblende bei f1.8 fotografiert, es wurde kein Blitzlicht sondern nur Dauerlicht oder natürliches Sonnenlicht verwendet. Die Schärfe der Bilder kommt also nicht vom Blitz sondern lediglich vom Objektiv!

Unter dem jeweiligen Foto findet sich eine ZIP-Datei mit dem Original-RAW aus der Kamera und dem dazu gespeicherten JPG.

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Kurzlinke zu den Rohdaten für WINDOWS: RAW Nr. 1 // RAW Nr. 2 // RAW Nr. 3 // RAW Nr. 4

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 !!!!!  ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG  !!!!!
Diese Bilder unterliegen natürlich dem Copyright und dürfen ohne unsere ausdrückliche Genehmigung nicht veröffentlicht werden!
Sie dienen lediglich zur Begutachtung der optischen Qualität und mehr nicht!

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Leistungsfähigkeit an 50 Megapixel

Man sagt ja, dass es nur wenige Objektive gibt, die eine 50 Megapixel DSLR überhaupt mit entsprechender Schärfe befüllen können. Das Tamron 35er und das 45er gehören ab sofort zu dieser kleinen Riege dazu. Im Nachfolgenden sieht man die Details in den Augen der beiden Modelle! Wow! Da wird man als Pixel-Nerd und Technik-Fetischist echt sprachlos!!!

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Noch etwas zum Thema Bildstabilisator

Ich möchte jetzt auch langsam zum Schluss kommen. Allerdings bleibt noch eine Sache offen und das wäre ein generelles Wort über Objektive mit und ohne Bildstabilisator. Gerade weil Canon ja erst von wenigen Tagen ein 35mm f1.4 II angekündigt hat. Allerdings auch wieder ohne Stabilisator, dafür anscheinend ohne jegliche CAs (!!!)

Ich bin ein Fan von offenen Blende und des Bildstabilisators. Ich kann mich leider selten entscheiden, was ich wichtiger finde. Aber irgendwie muss man sich ja doch entscheiden.

Grundsätzlich gilt, ein Stabi bringt effizient mehr Licht auf den Sensor als der Unterschied von f1.8 zu f1.4. Das ist klar wie Klößchen. In vielen Situationen kann man aber trotzdem nicht einfach länger belichten sondern braucht kurze Verschlusszeiten. Dann bringt ein Stabi nix mehr. Aber f1.4 zu f1.8 sind auch nur 2/3 Blenden. Ich würde sagen, dass 2/3 Blenden gegen einen Stabi ein guter Deal sind. Den würde ich jede Sekunde aufs Neue eingehen, gerade weil neue oder Megapixelmonster-Kameras wie die D810 oder die 5DSR den Stabi selbst bei Belichtungszeiten um die 1/300 gut brauchen können. Jeder, der eine solche Kamera hat, der weiß wovon ich spreche, wenn selbst Bilder bei 1/250 einen leichten Wackel-Touch abbekommen.

Ich finde auch gerade das stabilisierte Sucherbild beim Fotografieren sehr förderlich. Es lässt mich besser das Bild framen. Insgesamt würde ich sagen, dass im Jahr 2015 ein Stabi in jedes Objektiv gehört. So viel Entwicklungskönnen sollte da sein, dass man keine Objektive ohne Stabi mehr baut. Oder warum kriegt ein Makro 100mm oder 105mm einen Stabi und mein 50er hat heute noch keins???

Fazit

Es hängt jetzt letztendlich alles vom Preis ab. Ich denke, dass das beide Objektive (oben halt im Beispiel das 35mm) Objektive von Tamron alles aktuell auf dem Markt erhältliche ein klein bisschen in den Schatten stellen. Klar, wir sprechen bei Konkurrenzobjektiven wie dem Sigma 35mm ART oder dem kommenden 35mm L II von Canon nur noch von Kleinigkeiten im Top-Level-Bereich. Trotzdem, Tamron hat mit beiden Objektiven eine Hausmarke ganz neuer Dimension gesetzt. Die beiden Objektive positionieren sich im absoluten HighEnd Bereich und bieten eine herausragende Leistung auch für Megapixel-Monster wie die 5DSR. Es bleibt eben die Frage, ob das Objektiv ein Gassenhauer für extrem günstigen Preis wird oder ob der Preis „nur“ günstig sein wird. Ich hoffe doch, dass Tamron die Objektiv für einen reduzierten Preis auf den Markt wirft, um damit ihre Stellung im Gesamtmarkt weiter zu festigen. Das würde uns Fotografen zwei tolle Objektive für gutes Geld bringen. Aber mal abwarten was die nächsten Tage bekannt gegeben wird…

 


FAQ


 

35mm oder 45mm? Welches Objektive ist für was?

35mm und 45mm scheinen sich auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Warum also welches Objektiv? Die Antwort ist sehr einfach. Das 35er ist im Look erkennbar ein „Weitwinkel“ während das 45er ein erkennbar „neutrales“ Objektiv ist. Wer also eher mit einem nahen Look IN DER ACTION fotografiert, der wird mit dem 35er echt happy werden, wer neutralere Fotos mag mit weniger Dichtheit, der sollte zum 45er greifen. Zusätzlich funktioniert das 35er deutlich besser an einer APS-C Kamera weil das 45er dort für viele alltäglichen Fotoszenen schon sehr lang wird – aber Achtung! Das 45er an APS-C ist durch die längere Brennweite dann für Portraitfotografie schon wieder sehr interessant!!

 

  • Kamera: Canon EOS 5D Mark II
  • Brennweite: 100mm
  • Blende: ƒ/2.8
  • Verschlusszeit: 1/200s

Kommentare (59)

59 thoughts on “TAMRON SP 35mm & 45mm f1.8 Di VC USD

  1. Die Objektive sind Top besonders das 35er. Schade nur das du die Bilder nicht mit der A7rII mit Adapter gemacht hast. Die 5dsr rauscht schon ordentlich und die Dynamic ist auch nicht grad das gelbe vom Ei. Lg

    1. Schade, dass Du keine 5D…. benutzt, so brauchst Du ein Navi für deine Menüs, Riesenpastscher um Deine Kamera sicher zu halten und ein Kilo Erstzakkus, weil Dein Akku in seiner Leistungsfähigkeit für ein Funkwecker ausgelegt ist.

  2. Oh ja! ich glaub wir alle wären sehr gespannt wie Martin aussieht, wenn er mit diesem Objektiv 20cm vor der Nase fotografiert wird!!!! 🙂 *g*

    hätte aber noch eine kurze Frage zum Innenleben… ihr sprecht die Gummilippe zum Staub und Spritzwasserschutz an…

    wie sieht es denn mit der allerersten Linse des Objektives (welche hinter dem Bajonettverschluss sitzt) aus, wenn ich fokussiere? bleibt diese an Ort und Stelle, oder bewegt sich diese ins Gehäuse hinein, so dass ein Hohlraum entsteht?

    LG Chriss

      1. da hast du recht Martin…weiß auch nicht so richtig wie ich es präzise beschreiben soll…

        aber ich meine eigentlich die allererste Linse , welche gleich nach dem Kamerasensor kommt…nicht die Frontlinse an der Vorderseite des Objektives…

        bleibt dieses beim fokussieren immer bündig an ein und der selben Stelle oder verschiebt sich dieses Linsenelement beim fokussieren nach hinten (also in das innere des Objektives hinein)…

        frage deshalb, weil so sehr gerne Staub in das innere des Objektives und auf die im Objektivgehäuse innenliegenden Linsen gelangt…verschiebt sich diese Linse nicht (welche direkt nach dem Kamerasensor kommt)…kann der Dreck und Staub nicht so einfach ins innere des Objektives gelangen und viel leichter entfernt werden…

          1. Super! vielen Dank für die Info….für mich persönlich noch ein weiterer Pluspunkt für dieses Objektiv! habt mir sehr geholfen….

  3. da habt ihr entweder ein beschädigtes art erwischt oder fehlfokus – meine arts (unzwar alle fb) bilden deutlich besser ab. das da sieht eher nach irgendeinem besseren zoom aus – da würde ich mal bei sigma reklamieren gehen.

  4. Vielen Dank für diesen absolut genialen Video Review & natürlich den umfangreichen Test hier – das ist wirklich total geil, um es einmal direkt zu sagen! 🙂 Da bei mir das Geld leider nicht so locker sitzt, und ich für meine 5D Queen Mum schon längerfristig mit dem Gedanken spiele, 2016 mir das Canon EF 35/2 USM IS zuzulegen, bin ich extrem gespannt auf den Test des neuen Tamron 35/1.8 SP VC USD…tja, was soll ich sagen…nachdem ich jetzt das YT Video gesehen & den Blog gelesen habe…ist klar, es MUSS das Tamron werden, nicht das Canon…welches via Photozone Review schon als sehr gut getestet worden ist. 😉

    Beste Grüße,
    Marc

  5. Hallo & vielen Dank für die mühevolle Vorstellung.
    Wie „funktioniert“ denn der Fokus über verschiedene Distanzbereiche (etwas, bei dem ich bei ´meinem Nikkor nach wie vor hadere…) und vor allem, wie ist das Objektiv hinsichtlich Fokusshift korrigiert (ein Punkt, der beim sonst recht guten Nikkor 50 1.8 z.B. wirklich schwierig zu händeln ist) ?
    Interessiert mich eher für die Variante 45mm .
    Danke & Grüße
    Michael

  6. „…aber einige brauchen sicherlich noch einige Wochen bis diese dann fertig bearbeitet sind.“ Die Testbilder werden bearbeitet? Ich schließe die Seite nach 10% lesen, danke…

    1. @Jens
      Boah, wie hirnlos kann man sein??? Ich fass es nicht!!! Als ob wir nach Island fahren wegen „Testfotos“!!!! Wir haben dort Fotos gemacht und ja, die müssen entwickelt werden. Und manchmal muss auch Sensorstaub weg gemacht werden und teilweise stört auch ein Vogel oder ein Tourist…
      Ich spreche nicht von Testfotos des Objektivs unten!

      So, und jetzt muss ich zugeben! Ich freue mich gerade, dass DU meine Seite geschlossen hast. Für dieses Blog braucht man Hirn und Verstand beim Lesen und nicht Blödheit!

  7. In Sachen Schärfe scheint das Tamron 35/1.8 an das Sigma heranzukommen, ist aber Schärfe das einzig wichtige bei solchen lichtstarken Festbrennweiten? Die Bilder, die ich bisher von den 35/1.4 und 50/1.4 Arts gesehen habe, haben einen dreidimensionalen Look mit schöner Hintergrundunschärfe, der mir sehr gut gefällt und der sicherlich auch an der Blendenöffnung von f/1.4 liegt. Bei diesen Tamrons bin ich mir nicht sicher, ob sie diesen Look liefern können. Das seitliche Ganzkörperporträt von der Dame im goldenen Kleid hat, wie ich finde, ein recht raues und unruhiges Bokeh. Ich vermute dass sich das Sigma unter denselben Bedingungen (weit entfernter, unkomplizierter Hintergrund) deutlich besser geschlagen hätte. Wie schätzt du das Bokeh der Tamrons im Vergleich zu den Sigmas ein?

  8. zuerst das fachliche:
    wie bereits angemerkt, geht aus eurem text nicht hervor, wie ihr bei den stativfotos den stabi geschaltet habt (und die frage danach wurde auch noch nicht beantwortet.).

    und was fehlt, ist ein vernünftiger bokehvergleich.
    ebenfalls keine erwähnung findet die berücksichtigung in bezug auf schärfentiefe bei offenblende, denn in 90% der fälle kaufe ich mir ein 1,4er objektiv NICHT wegen lichtgewinn, sondern WEGEN bokeh und freistelleffekt.
    das ist ein völlig anderer ansatz.

    alles ion allem ein sehr interessanter und auch sehr ausführlicher vergleich, aber leider auch sehr einseitig und wenig ausgewogen.
    aber da ich weiß, wonach ich sehen muss, ist mit der vergleich sehr hilfreich.
    also ein herzliches dankeschön.

    und nun noch etwas nicht-fachliches:
    ich habe nun wirklich alles bis runter gelesen, aber am ende disqualifizierst du dein ganzes blog und vor allem dich selbst, und zwar erheblich:

    ##
    @Jens
    Boah, wie hirnlos kann man sein??? Ich fass es nicht!!!

    So, und jetzt muss ich zugeben! Ich freue mich gerade, dass DU meine Seite geschlossen hast. Für dieses Blog braucht man Hirn und Verstand beim Lesen und nicht Blödheit!
    ##

    ich gebe zu, ich bin sprachlos ob dieser offen beleidigenden antwort.

    1. Danke für die Ansätze… Bokeh und Freistelleffekt werde ich die Tage nacktesten! Versprochen!

      Und ja, der Stabi wurde angelassen, auch vom Stativ. Also nach deiner Meinung wird das Tamron dadurch schlechter und man hätte ihn aus machen müssen. Nach meiner Meinung juckt der Stabi nicht…

      Und bzgl. Disqualifikation! Ich bin kein Roboter und ich erlaube nicht, dass jemand in mein Wohnzimmer (=Blog) kommt und mir auf den Teppich kackt! Und ich muss mir auch nicht alles gefallen lassen und nein, ich muss auch nicht immer sachlich bleiben! Nenn mich blöd aber es ist mir egal… meine Antwort bleibt! Wenn jemand mich beleidigt, dann kann er mich mal kreuzweise!

      1. 🙂
        natürlich darfst du sauer sein, wenn dir jemand ins wohnzimmer kackt. wäre ich auch.
        aber du äußerst dich hier eben NICHT in deinem wohnzimmer, sondern in der öffentlichkeit…
        und: wie man in den wald hineinruft, schallt es manchmal am anderen ende heraus.
        wenn man sich in der öffentlichkeit bewegt, muss man auch mal über ein paar dingen stehen: „was juckt es die eiche, wenn sich die sau an ihr reibt.“

        ich weiß es nicht aus eigener praxis, aber es wird allenthalben geraten, bei fotos vom stativ den stabi auszuschalten, damit er keine vibrationen hinzufügt. nachvollziehbar ist es schon, das bewegliche element festzuklemmen, wenn man die ganze kamera festklemmt.

        „nacktesten“ ist lustig.
        wer ist am nacktesten?
        nackt, nacktest, am nacktesten…
        ist fast wie „ein bischen schwanger“.
        🙂

    1. Noch krasser finde ich das es in den USA über A*****.com teilweise für 599$ angeboten wird. Scheit als wolle man sich in Europa speziell in DE Kasse machen…

      @ Martin guter Bericht. Wäre schon wenn es zu dem 45mm im vergleich zum Sigma 50mm auch so etwas gäbe.
      Gruß
      Patrick

  9. Beide Linsen standen ganz oben auf meinem Wunschzettel. Soeben habe ich sie auf den letzten Platz verbannt.. Wie kann es sein das amazon.com diese für $599 anbietet und amazon.de 1099€ dafür haben will. Auch Saturn und Co sind mit ihren 799€ nicht gerade preiswert.

    1. Ich hab verdammte Glück gehabt. Amazon hatte es kurzzeitig für 563 Euro zum Vorbestellen. Ich habe direkt zugeschlagen. Und jetzt ist es schon unterwegs :-).

  10. Meine Herren, dieser Test hier hat mich richtig neugierig auf die beiden Objektive (vor allem das 35er) gemacht und dann bremst mich die Preisstrategie von Tamron völlig aus. 599 Dollar in Amerika (umgerechnet etwa 530 Euro) und dann 799 Euro in Deutschland? Das ist eine Frechheit, nicht mehr und nicht weniger. Schade, Tamron! 🙁

    Aber dennoch danke für die ganze Mühe und den tollen Test!! 🙂

    Ein schönes Wochenende allerseits!
    Greets, der Udo

    1. Den US-Preis kann man nicht ohne weiteres umrechnen. Da kommen noch diverse Steuern drauf.

      Ansonsten habe ich das 45mm jetzt ausgiebig getestet und es wird meins bleiben. Ein wirklich schönes 45mm Objektiv. Tolles Verhalten bei Gegenlicht, CA’s muss ich mit der Lupe suchen. Und – nach meiner eigenen Erfahrung – sitzt der Autofokus um Welten besser als bei Sigma 50 mm Art.
      Von 350 Aufnahmen saß der Autofokus nur bei einer nicht richtig. Es war ein einzelnes (!) Haar vors Auge geweht und wurde scharfgestellt.

  11. Hallo,

    das hört sich interessant an und ist bestimmt mal einen Versuch wert.
    Aber kann mir jemand sagen, ob diese Teile auch auf die Sony A7II passen?
    Ohne Adapter?

    Danke im voraus

  12. Tach und Dank für den sehr guten Report! Wenn man nun noch gar kein 35-iger hat, für welches sollte man sich entscheiden: sigma oder Tamron? Cam ist die 5dMkiii

    1. Aktuell bin ich fürs Tamron. Mal sehen was Sigma dann als Nachfolger bringt… aber aktuell ist der Stabi und 1.8 die „beste Kombo von die Welt“ 🙂

  13. Hi Martin, danke für den super Bericht. War bis jetzt eigentlich Canon-treu, muss mir jetzt aber echt mal überlegen Tamron zu testen. Eine grundsätzliche Frage: Habt ihr auf euren Objektiven Schutzfilter/UV Filter drauf? Ich würde gerne mal deine Meinung dazu hören. (Pro/kontra betreffend Schärfe, Autofokus, Spiegelung usw.), und falls ihr welche verwendet, welche ihr empfehlen könnt. Danke 1000 für dein Feedback!

    1. Wir nutzen keinerlei Filter es sei denn wir brauchen welche für einen Effekt im Bild. Grau, Stern, Pola oder Verlaufsfilter sind nützlich. Per se benutze ich aber nix von meiner Linse!

  14. Hallo Martin,

    ich muss gestehen zu Beginn war ich durch eueren Erfahrungsbericht voller Erwartungen.
    Dann habe ich diverse Test gelesen die alle irgendwie unterschiedlich ausgefallen sind.
    Also selber probieren war die Devise. Letzten Samstag dann in NBG in einen (den) Fotoladen und ausprobiert.
    – Canon 35mm 2.0 IS
    – Tamron 35mm 1.8
    – Sigma 35mm 1.4

    Das Tamron hat für mich schlussendlich gewonnen. (Aus diversen Gründen)
    Ich kann deine Begeisterung jetzt nachvollziehen.
    Für mich ein Traum.

    Danke für den interessanten Bericht und viel Erfolg weiterhin.

    Gruß,
    Jan

  15. Hallo Martin, Hallo an alle andere Experten,

    ich nutze die Fotografie rein hobbymässig und besitze die Sony Alpha 58 und dem Tamron 16-300. Aus meiner Sicht eine sehr schöne Kombi. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer lichtstarken Festbrennweite. Das Tamron 35mm würde mich schon reizen, aber abgesehen vom Preis, kann mir jemand sagen, ob die Kombi Sony A58 mit dem Tamron 35mm überhaupt sinnvoll ist? Ich kann mir vorstellen, dass die Sony dem Objektiv weit unterlegen ist und es sich überhaupt nicht lohnt, hierfür 830 Euro auszugeben. Alternativ gibt es ja das Objektiv Sony SAL35F18 DT 35mm F1.8 für nur 166 Euro. Hat hier jemand Erfahrungen oder kann einem Foto-Greenhorn hier hilfreiche Tipps geben??

    Gruß
    Jens

    1. Hi Jens,

      Da die Sony Alpha 58 eine APS-C Kamera ist, würde ich eher zum Sony SAL35F18 DT 35mm F1.8 greifen, da dies auch eine APS-C Linse ist.
      Das Tamron SP 35mm ist ja für Full Frame 35mm und von daher für die Sony Alpha 58 zwar nutzbar, aber überdimensioniert. Habe das Sony SAL35F18 DT 35mm F1.8 selber an einer FF Sony Alpha 99, welche sich dann auf APS-C Crop einstellt und bin mit der Linse für den Preis aber echt zufrieden. Sicherlich ist es aus Plastik und hat kein Spritzschutz und USM und eBAND Coating …. aber für den Preis bekommt man beim Sony SAL35F18 DT 35mm F1.8 eine gute Festbrennweite mit gut sitzendem Auto Fokus, wenn auch kein Ultraschall und der vielleicht nicht ganz so flink ist. Für Portrais aber eine ideale Linse an der Sony Alpha 58 zum unschlagbaren Preis.

      Ich rate dir mal in ein Fotogeschäft zu gehen oder sie mit 30 Tage Rückgaberecht zu bestellen und die Linse mal selber zu testen. Dann kannst du entscheiden ob du die billigere Variante nimmst ( Sony SAL35F18) oder doch die Premium Linse (Tamron SP35)

  16. Ich hatte mir das 35er vor einigen Monaten zugelegt und es auch einige male im Einsatz bei Hochzeitsreportagen. Neben bei besitze ich auch das 50er von Sigma. Für meinen Empfinden ist das 50er einfach einen „Tick“ schärfer und treffsicherer. Insbesondere bei Low-Light. Ein bisschen provokativer gesagt: was nützt mir ein Stabi, wenn der Fokus sowieso nicht wirklich sitzt? Ich finde es ein wenig schade, denn eigentlich gefällt mir das Tamaron sehr. Haptik, Gewicht, Grösse… alles würde Passen… Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

  17. Ich habe beide das 45er und das 85er.
    Am Anfang war ich echt begeistert.
    Der Bokeh und die Nahgrenze beim 45er sind wirklich schoen.
    Leider zeigt sich bei beiden Linsen ein sehr merkwuerdiges Phaenomen.
    Der Fokus sitzt zwar mit Testaufbauten und Charts relativ sicher aber sobald ich damit Personen fotografiere ist Ende Gelaende.
    Im Gegensatz zu meinem 70-200 f2.8 von Nikon bei dem treffsicher mit f2.8 die Pupille scharf ist, stellen zwei Bodies mit den beiden Linsen zu 50% sehr unscharf ein.
    Wie gesagt mit dem Nikon Zoom liegt der Ausschuss vielleicht bei 10% bei den Tamrons ist er extrem hoch – durch den Sucher.
    Sobald im Live View fotografiert wird sitzt der Fokus perfekt.
    Ich dachte ich kann das mit dem TAP Utility von Tamron beheben, aber dem ist nicht so.
    Mein Eindruck ist, das die Daten die das Objektiv an den Nikon Body liefert einfach nicht zu 100% kompatibel ist, bzw. schlechter als das was ein Original Nikon liefert.
    Das 85er ist extrem schlimm obwohl es die neueste Firmware drauf hat.

    Sehr schade denn WENN der Fokus sitzt ist z.B. das 85er ein Traum, cremiger Bokeh und extrem scharf.
    Nur wenn bei drei Stunden Model Shooting 90% Ausschuss raus kommt wg. Technik dann frustet das schon sehr.

    Werde beide Linsen schweren Herzens verkaufen und auf original Nikons umsteigen.
    Denn ohne korrekten Fokus ist alles andere nichts wert.

    N.B. der Tamron Service hat mich ebenfalls enttäuscht.
    10 Tage mit dreimal anrufen um ein Firmware update aufzuspielen.
    Originalaussage nach dem dritten Anruf: „Ich drueck das dem Techniker jetzt in die Hand“
    Professioneller Service sieht anders aus.

  18. Sind Vollformatobjektive generell oversized für APS-C? Wenn ich für meine superkompakte Nikon D5500 eine leichte Weitwinkelfestbrennweite haben möchte (wie ein 35er bei VF), müsste ich aus mangelndem Angebot bei APS-C dann doch ein 24er VF nehmen (Crop 1.5), wie z.B. das Nikon 1.8er oder das Sigma 1.4er. Ist das denn ratsam? Einserseits argumentiert man, dass sich das APS-C die bessere Mitte des Bildes nimmt und den schlechteren Rand weglässt, was die Bildqualität erhöht, andererseits zahlt man dann für ein zu groß und zu schwer geratenes VF-Objektiv an einem kleineren Sensor. Leider gibt es ja nicht so viele reine APS-Objektive, welche dann kompakter wären. Sobald man was höherwertiges will, findet man sich immer bei den größeren und schwereren VF-Objektiven wieder. Wie sähe es denn mit dem alten Nikon 24 2.8 AF-D aus? Das ist kompakt. Könnte dieses überhaupt noch annähernd die 24 Mpix bedienen? Letztlich stellt sich mir die Frage, ob man dann nicht gleich einen VF-Body kaufen kann, wenn die Kompaktheit dank der großen VF-Objektive sowieso flöten geht.
    Danke für Deine Antwort bzw. Deinen Ratschlag.

  19. Vielen Dank für wieder einmal so viel Mühe und diese umfangreiche Berichterstattung. Ich muß jedoch gestehen, bei mir war es exakt anders herum. Seit Ihr sicher, dass Tamron auch Tamron ist und Sigma ART Sigma ART. 🙂 Kleiner Scherz, denn mein Test (nix aus der Hand, alles mit Stativ) zeigen Sigma vor dem Tamron. Viel zu viele CA’s und Abberationen, sehr viel mehr, als beim Sigma. Vermutlich habt Ihr einfach kein Glück beim Sigma gehabt und ich hatte kein gutes Händchen, als ich die Bestellung des Tamron online abgesendet habe. Ich denke, genau vergleichen und vielleicht im Laden die Linse noch einmal testen könnte hier die Lösung für alle Interessenten sein.

  20. Hoffentlich kommt die ganze Tamron SP Serie für E-Mount! Müsste ja sogar noch etwas kleiner, leichter und evtl optisch besser gehen, wenn man den Stabi weglassen kann.
    Ich würde das 45mm dem Sony FE 1.8/55 vorziehen, weil es an den Rändern besser ist, außerdem robuster. Und zusammen mit den bezahlbaren 2/28 und 1.8/85 von Sony gäbe das ein richtig schönes Set, das 55er ist mir in der Kombination eigentlich zu lang

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