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SONY 50mm f1.8 FE-Mount Objektiv für Sony Alpha Vollformat im Praxis Test & Review / RAW-Download

3. Mai 2016 | Technik

Seitdem Sony mit der Alpha Serie auf den Markt gekommen ist, musste sich Sony anhören, dass die Kameras zwar schön und gut seien, aber die aktuelle Objektivauswahl doch eher mau wäre. Nachdem Sony in den vergangenen Monaten immer mehr mit Objektiven nachgelegt hat, bewegte sich dieser leicht markenbezogene Vorwurf aus Richtung Rot und Gelb in Richtung Orange eher zum Preis der vorhandenen Objektive. Da gab es solide Objektive allerdings nur mit offenster Blende von 4 und dann gab es wieder sau edle und creme de la creme Objektive ganz oben im Regal. Der Vorwurf war also, dass die soliden, günstigen Objektive nicht vorhanden waren.

DAS 50MM 1:1.8 FE IST DA

Damit ist jetzt Schluss! Der Klassiker unter den Objektiven ist gerade eben von Sony veröffentlicht worden. Das NiftyFifty (wobei das Sony diesen Namen nicht verdient!!!) ist ein 50mm vollformattaugliches Festbrennweitenobjektiv mit Öffnung 1:1.8. Was braucht man mehr?

Mit diesem Release knackt Sony eine Hausnummer. Für weit unter 1500 € bekommt man jetzt eine echt geile Vollformatkamera mitsamt einem 1.8er 50er.

Grund genug für uns diese Linse mal genauer anzuschauen und in der Praxis zu testen.

DISCLAIMER 🙂

Achtung: Wir sind kein Testlabor. Aber wir sind auch nicht einfach nur Handaufleger. Ich finde es blöde, wenn ich schreiben würde, dass ich nicht ein Objektiv teste. Ich vermesse es bloß nicht. Ich nehme das vorhandene KnowHow und meine Erfahrung und stelle das Objektiv auf die Prüfwaage. Wer jetzt hier irgendwelche Messwerte sucht, der wird enttäuscht werden. Hier zählt Erfahrung und Praxiseinsatz. Ich versuche mit Technik das zu machen, was die meisten Testlabore nicht machen. Damit fotografieren!!!!

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Das 50er habe ich mir übrigens von Sony aus Berlin geliehen. Es gehört nicht mir und ich habe es mir auch noch nicht gekauft. NOCH NICHT! Ich wollte mir einen Eindruck verschaffen und ich wollte das Objektiv auch hier auf dem Blog testen und habe daher eine Anfrage an die Pressestelle von Sony gestellt. Offensichtlich mit positivem Ergebnis. Ich möchte das hier so klar zum Ausdruck bringen, weil wir immer schreiben, wenn wir etwas gekauft haben oder wenn etwas gestellt wurde. Wer jetzt aber glaubt, dass ich irgendwie zu einem Fazit gezwungen werden, weil ich für 5 Tage eine 299 € Linse nutzen darf, der sollte sich selbst mal untersuchen lassen.

Kommen wir besser zurück zum Thema. Dem Praxistest. Ich habe mir die Lena geschnappt und bin einen halben Tag raus in den Hafen um Bilder zu machen. Dabei habe ich versucht jedwede Situation zu fotografieren. Gegenlicht, Mitlicht und Schatten. Schwarze Kanten vor weißem Himmel, bewegte Aufnahmen bei denen das Model frei tänzelnd durfte. Ich habe mich wild bewegt und das Model sollte viele Emotionen in die Bilder einbauen. Dazu keinerlei Hilfsmittel außer einem Rundreflektor bei den letzten Aufnahmen am blauen Zaun. Und es gab auch nur eine leichte Helligkeits- und Kontrastanpassung im Anschluss. Es wurden keine CAs entfernt, nix irgendwie verändert.

Das neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestSony, FE, 50mm f1.8, F1:1.8, Nifty Fifty, Fifty, Nifty, Alpha, Zeiss, Schärfe, Test, Praxis, Bild, Rohdaten, Download, Kamera, Objektiv, Festbrennweite, ReviewDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestDas neue 50mm Sony Objektiv im TestSony, FE, 50mm f1.8, F1:1.8, Nifty Fifty, Fifty, Nifty, Alpha, Zeiss, Schärfe, Test, Praxis, Bild, Rohdaten, Download, Kamera, Objektiv, Festbrennweite, ReviewSony, FE, 50mm f1.8, F1:1.8, Nifty Fifty, Fifty, Nifty, Alpha, Zeiss, Schärfe, Test, Praxis, Bild, Rohdaten, Download, Kamera, Objektiv, Festbrennweite, Review

Fazit von den Bildern aus der Fotopraxis???? Das Objektiv rockt… Von daher gibt es an dieser Stelle schon eine Auflistung von Pro und Contra.

CONTRA

  • AF etwas unsicher und langsamer als gewohnt!
  • LensFlares komisch bei Sonnenstellung kurz vor wahrem Gegenlicht (siehe unten!!!)
  • Größe! Das muss bei spiegellos kleiner gehen!!!

PRO

  • kaum sichtbare und wenn dann angenehme CAs
  • Geile optische Qualität!!! Extrem nahe am 55er!
  • Schärfe bei Offenblende!
  • Traumhafte Freistellung

NEUTRAL

  • Leichte Bauart aus eher weniger Metall
  • Preis!!! 299 €!!!

Zu den wichtigsten Punkten möchte ich jetzt hier nochmals in Textform genauer eingehen!

AF

Vielleicht bin ich ja schon etwas arg verwöhnt von den traumhaften GM Linsen oder der Batis-Serie von Zeiss. Der AF des neuen 50er finde ich jedenfalls nicht auf dem Niveau der 1000 oder 2000 € Linsen. Gut, da fragt man sich natürlich auch, was mit dem Preis von 2000 € nicht stimmen würde, wenn der AF nicht schneller wäre als bei einem 299 € Objektiv. Irgendwo muss sich das Geld ja lohnen! Trotzdem, in der Praxis beim Fotografieren war mehrmals ein komplett falscher AF Grund für eine verweigerte Aufnahme durch die Kamera. Das 50er liegt entweder richtig, dann macht es Spaß, wenn das Motiv sich aber bei eingestellten f1.8 im normalen Portraitbereich radikal in der Tiefe ändert, dann muss man etwas Glück haben, damit der erste Schuss nicht komplett daneben geht. Und das an der 7rII mit dem verbesserten AF-System. Setzt man die Erfahrungen aber in Relation zu den 50er Linsen von Canon und Nikon würde ich aber immer noch behaupten, gleichwertig!

CHROMATIC ABERRATION

ca

Sehr erstaunlich, und da wären wir bei der optischen Qualität, sind die CAs. Gerade bei den Gegenlichtaufnahmen habe ich an den Kanten mit viel mehr CAs gerechnet. Fehlanzeige. Was sogar noch dazu kommt, die CAs sind allesamt eher grünlich anstatt magenta und das finde ich sehr angenehm. Grüne CAs fallen, wenn vorhanden, viel weniger auf als die sonstigen magenta CAs.

Und wie man auf dem Foto oben erkennen kann, kämpft man mit den CAs beim Sony 50er auch eher in der Unschärfe als an den Kontrastkanten im Schärfebereich. Erkennbar sind kaum CAs am Kopf des Models obwohl im Hintergrund welche sichtbar werden. Von mir gibt es dafür eine hohe Punktzahl für die Entwickler.

LENS FLARES

falres

Wie man auf dem Bild erkennen kann, nicht gerade Bombe. Wobei bei diesem Foto eher der Sonnenstand entscheidend war. Die Sonne hatte jedenfalls gerade den blöden Winkel um ins Objektiv fallen zu können aber noch kein wirkliches Gegenlicht zu bilden. So 40° würde ich schätzen. Da wird dann in Zukunft doch lieber die Gegenlichtblende raus geholt.

Generell finde ich aber, dass das Objektiv extrem wenig Flares oder Geisterbilder macht. Ich habe einige Aufnahmen direkt in die Sonne geschossen und habe nur schwierig überhaupt Flares erzeugen können. Vielleicht hatte ich bei dem Testbild oben gerade Pech und exact die schlimmste Sonnen-Licht-Winkel-Konstellation gefunden die es gab.

GRÖßE

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Ich hatte ja schon angesprochen, ich bin etwas enttäuscht in Punkto Größe. Das hätte eigentlich deutlich kleiner gehen müssen. Das 50er von Canon ist mit STM Motor fast die Hälfte der Höhe. Ich habe ja evtl. die Idee, dass Sony das 50er aus der A-Mount Serie genommen hat und umgebaut hat. Warum sonst die Größe!!! Also das gibt echt PUNKTABZUG!!! Sony, bitte nachbessern in Zukunft!

SCHÄRFE AN 42 MP

Das neue 50mm Sony Objektiv im Testschaerfe

Wie bereits oben geschrieben habe ich die Sony Alpha 7rII als Testkamera verwendet. 42 Megapixel ist dann doch eine Herausforderung für ein 299 € Objektiv. Und ich muss sagen, das Objektiv ist echt Bombe! Es geht besser, das zeigen die neuen GM Objektive, aber nicht viel. Und gerade meine Erfahrungen mit dem 55er, das erste Objektiv der Sony Alpha Serie, sagen mir, dass da kaum optischer Unterschied ist. Echt erstaunlich! Ziemlich hohe Punktzahl von mir gibt es für die optische Qualität der Scherbe!

LEICHT ODER SCHWER

Als neutralen Punkt hatte ich das Gewicht angesprochen. Warum? Weil man es niemanden recht machen kann in diesem Punkt. Während der eine Fotograf eine möglichst leichte Kamera-Objektiv-Kombi sucht, verlangt der nächste Fotograf „ordentlich was in den Händen zu halten“. Der eine findet Gewicht und Metallfeeling vorteilhaft, für den anderen Fotografen ist es nachteilig!

Daher meine Wertung in der NEUTRAL Kategorie. Ich finde es positiv. Ich brauche kein Metall wo es nicht notwendig ist. Ich denke dass bei dem geringen Gewicht der Linsen ohne verbauten Stabi oder dergleichen nicht zwangsweise Metall von Nöten ist. Daher komme ich gut mit einer leichten Kombi aus. Das Objektiv wiegt wirklich fast nix und ich weiß nicht, ob ich den Unterschied einer Kamera mit dem 50er dran und einer Kamera ohne dem 50er überhaupt auf der Hand merken würde.

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VORFAZIT

Eines der coolsten Objektive die man für die Sony Alpha haben kann. Vor allem weil Preis-Leistung einfach nur stimmt. Nach dem Test an der Sony Alph 7rII steht für mich fest, dass das 50er gerade noch sinnvoll an der Kamera auflöst. Ein Problem was Canon mit dem 50er STM an der 5DsR hat. Da macht das 50er nämlich keinen wirklichen Sinn mehr, außer dass es halt einen geilen Look hat. Das Sony 50er löst die 42 Megapixel noch gerade so auf, hat aber auch noch einen richtig angenehmen 50er „billolook“. Und das ist jetzt nicht abfällig gemeint sondern jeder Portraitfotograf weiß was ich damit meine. Die NiftyFifty Objektive heißen ja nicht nur wegen des Preises so, sondern auch wegen der Bildwirkung und ich muss sagen, gerade da gefällt mir der schmale Mittelweg den Sony gewählt halt besonders gut. Ich schätze sogar, dass viele Fotografen mit bereits vorhandenem 55er das 50er noch zusätzlich dazu holen werden. Wer das nicht möchte, der sollte jedenfalls darüber nachdenken. Denn die Bildwirkung ist einfach anders und ich finde sie sogar schöner. Aber das ist jetzt wirklich eine rein subjektive Bewertung. 299 € finde ich jetzt nicht extrem günstig aber für die Leistung bekommt man wirklich viel für sein Geld.

Kommen wir jetzt zum spaßigen Teil. Nämlich dem Pixelpeeping 🙂 Es gibt Slider, 100% Ansichten und alles, was das Fotogeek-Herz aufleuchten lässt. Auf dem Prüfstand steht natürlich das Sony 50mm f1.8 und tritt an gegen die Canon Konkurrenz in Form des 50mm f1.4 USM und des aktuellen 50mm f1.8 STM. Alle Objektive wurden an der Sony Alpha 7rII fotografiert. Der Adapter für die Canon Objektive enthält keine Linse und verändert damit die optische Qualität der Linsen NICHT!

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OPTISCHE VERGLEICHSREIHEN

Wie schon geschrieben, sind wir kein Testlabor. Trotzdem versuchen wir keine Fehler zu machen und fair zu prüfen. Wir fotografieren mehrere Fotos von einem soliden Manfrotto-Stativ allesamt jeweils neu per Hand in 100% Ansicht fokussiert. Aus jeder Aufnahmereihe von circa. 4-6 Bildern wird das jeweils schärfste Bild des jeweiligen Objektivs gewählt. Die Aufnahme erfolgt mit 10s Selbsttimer um Verwicklungen auszuschließen. Teilweise fotografieren wir den gesamten Test an zwei oder drei verschiedenen Orten und machen das ganze Prozedere von A bis Z neu! Ja, wir sind kein Testlabor aber ich würde aus meiner Erfahrung als Fotograf sagen, das passt so!

Hier sehen wir die drei Fotoreihen an drei verschiedenen Stellen.

DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-1600 Sek. bei f - 1,7_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01525DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-1600 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01528FE 50mm F1.8_ISO 100_1-1600 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01524
DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01521DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,7_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01519FE 50mm F1.8_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01514
DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-1600 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01534DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-1600 Sek. bei f - 1,7_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01533FE 50mm F1.8_ISO 100_1-1600 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01530

Gewählt wurde schlussendlich die Reihe mit dem lila Typen 🙂 wobei alle anderen Teststrecken die gleichen Ergebnisse zeigten.

FE 50mm F1.8_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01514

Zuerst müssen wir einen kleinen Canon-Test vorweg nehmen. Wir können mit dem Slider immer nur zwei Bilder vergleichen und haben uns für alle nachfolgenden Vergleiche auf das 50er STM von Canon gegen das neue Sony Objektiv entschieden. Auch wenn das 1.4er von Canon deutlich teurer und eher in der Preisregion des Sony Objektivs ist, ist es doch das ältere und optisch schlechtere Objektiv. Das neue STM 50er ist optisch genauso gut oder noch besser als das bereits 1993 auf den Markt gekommene 50mm f1.4 USM.

DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,7_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01519 DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01521

Das Canon 50mm STM steht also auch gleichzeitig für das 1.4er von Canon und damit auch für das 50er von Nikon. Die liegen meiner Erfahrung in der Praxis nach, alle ungefähr in der gleichen Region.

Kommen wir zum ersten Vergleich. 100% Crop aus der Mitte. Man erkennt beim Sony Objektiv viel mehr Details. Die generelle Schärfe ist gefühlt gleich aber die Micro-Kontraste sind eine andere Dimension.

FE 50mm F1.8_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01514-3 DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01521-3

An den Rändern ist das Fiasko für Canon dann final. Das 50er STM löst fast gar nicht auf, verglichen mit dem Sony Objektiv. Ich habe das Gefühl, das Sony Objektiv wirkt sogar an den Rändern noch schärfer als in der Mitte. Von Randunschärfe habe ich beim Sony Objektiv nichts gemerkt.

FE 50mm F1.8_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01514-2DT 0mm F0 SAM_ISO 100_1-2500 Sek. bei f - 1,8_ILCE-7RM2_Manuell_DSC01521-2

ROHDATEN

Wer dem Ganzen jetzt nicht glaubt, der kann hier die Rohdaten herunter laden. ACHTUNG, aufgrund des Adapters haben wir das Canon 1.4er Objektiv mit f1.7 abgeblendet fotografiert. F1.8 war uns nicht erlaubt… weiß der Henker warum.

Aufgrund der Dateigröße der Sony Alpha 7rII mussten wir jede Rohdatei leider einzeln anbieten. Also hier sind alle drei Rohdaten der oberen Teststrecke.

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Danke

So… dat wars… ich denke meine Meinung sollte genügend rüber gekommen sein. Das Objektiv ist schon wieder im Karton nach Berlin zu Sony. Trotzdem werde ich jetzt die nächsten Tage oder Wochen ein offenes Auge bei Amazon auf den Preis des 50ers werfen. Ich mag die Linse…

Euer Martin

Und hier noch ein paar der coolsten Fotos aus dem Shooting…

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Kommentare (20)

20 thoughts on “SONY 50mm f1.8 FE-Mount Objektiv für Sony Alpha Vollformat im Praxis Test & Review / RAW-Download

  1. Das ist natürlich Unfug das die Linse auch kleiner gehen muss für eine spiegellose Kamera.

    Die Bauart und Größe eine Kleinbildkamera hängt einzig und alleine von der Sensorgröße ab.
    Ein Objektiv für Kleinbild ist immer so groß wie ein Objektiv für Kleinbild. Spiegel oder nicht ist da egal.
    Und Sony muss ja auch noch einen größeren Bildkreis abdecken wegen dem internen Stabi.

    Es könnte natürlich auch so klein wie das 50er f/1.8 von Canon gebaut werden, aber das ist eine andere Preisliga.

    1. He? Das Canon ist viel günstiger und kleiner…

      Und natürlich kann die Linse nicht kleiner werden aber das Auflagemaß fällt weg. Und das muss sich in der Höhe des Glases wiederfinden!!!

    2. Frank, das sehe ich nicht so. Bei niedrigerem Auflagemaß ist auch eine kompaktere Optik möglich. Das ist der Grund, warum die Leica-M Rangefinder Linsen um so vieles kleiner sind als alle DSLR Linsen. Die Rangefinder haben eben keinen Spiegelkasten und daher können sie weiter rein in die Kamera und mit breiterem Winkel auf den Film/Sensor strahlen. Spiegellos entsprechen Rangefinder. Fuji zeigt es ja vor daß ein Objektiv kompakt ist, Sony bei APS-C Mirrorless ebenso. Für die weit geringere Stückzahl der Vollvormat Sonys haben sie den einfacheren Weg beschnitten, und einer DSLR Linse quasi um den Abstand des Spiegelkastens verlängert. Oder in anderen Worten: den DSLR Adapter ans Objektiv angebaut. Deshalb ist es auch größer als ein vergleichbares DSLR Objektiv. Und samt Kamera genausogroß wie DSLR + Objektiv. (siehe Bericht auf petapixel.com). Leica 50mm F1.4 haben 46mm Filter, 50mm F2.0 gar nur 39mm Filter. Vergleichbare Nikon/Canon objektive haben 58mm/52mm Filter.
      Was ein anderer Faktor sein könnte: die Qualität ist nur dann optimal, wenn die Lichtstrahlen auch im richtigen Winkel eintreffen. Wenn das nicht der Fall ist – wie es Ken Rockwell bei Leica-M Linsen an Sony Kameras – kommt schlechte Qualität raus. Eventuell ist die Positionierung der Micro-Linsen vor dem Sensor bewusst auf den Auftreff-Winkel von DSLR Linsen hin optimiert – da von Anfang an der Plan war solche Objektive zu verwenden. Macht wirtschaftlich Sinn – für Sony. Für mich aus Gründen der Vorteile der Kompaktheit von Spiegellosen – nicht.

      1. „Deshalb ist es auch größer als ein vergleichbares DSLR Objektiv. Und samt Kamera genausogroß wie DSLR + Objektiv. (siehe Bericht auf petapixel.com).“

        Der Vergleich auf petapixel.com täuscht aber.
        Eine Sony A7 + Sony FE50/1.8 ist sehr wohl kleiner und auch deutlich leichter als eine Canon 5DIII + Canon 50/1.8.

        Klar, bei lichtstarken Teezooms verschwindet der Größen- und Gewichtsvorteil des spiegellosen Systems, da hier das Objektiv im Verhältnis zum Body deutlich größer ist.

        In meine Kameratasche passt eine Sony A7 + Sony FE50/1.8 + Sony FE28-70 Kit + reichlich Zubehör (Fernbedienung, Akku usw.) und ich bin dann etwa beim Gewicht von einem Canon 5DIII Body.

        1. Also das eine a7 plus zwei Optiken und „reichlich Zubehör“ einen 5d3-Vody ersetzt ist schlicht Unfug. Die Gewichtsdifferenz zwischen den modellen ist bei weitem nicht so hoch. Das ist reine Lagervertretung. Ich fotografiere Sony und Canon und sehe da absolut unterschiedliche Einsatzgebiete der Produkte.

          Ein weiterer Punkt: Die Sensore liegen bei der a7 viel weiter vorne als bei einer Rangefinder. Wenn Sony den Sensor tiefer im Gehäuse implementiert hätte, könnten die Optiken natürlich kürzer sein.
          Fuji baut zwar kompakte Optiken, aber das ist alles APS. Der Vergleich hinkt also.

  2. Ich hab nix gelesen.
    Erstes interessiert es mich nicht, bin durch Zufall hier gelandet.
    Zweitens hab ich keine Sony. 😛

    Jedesmal wenn ich versucht habe den Text zu lesen bin ich am Model hängen geblieben 🙂
    Bitte mehr davon 😉

  3. Ich muss sagen, mir liegt das fotografieren mit der Sony (ich hab eine 7 II) irgendwie mehr. hatte vorher eine Canon DSLR (hab sie noch immer) – und freue mich noch immer über die Bilder, welche mit ihr entstanden sind. Aber mir geht es um das dazwischen – was man nicht anfasen oder beschreiben kann. Das gefühl vom Automatik zurück in den Schaltwagen zu steigen, um den ausgelutschten Autovergleich mal wieder zu bemühen. ich bin der Meinung, jeder sollte mit dem Gerät die Bilder machen dürfen ohne gleich ne Glaubenskrieg auszulösen (den haben wir in der Presse genug zur Zeit), womit er am liebsten die Bilder macht. Von mir aus darf sich auch gerne jemand ein Objektiv an den Toaster sachrauben, wenn es ihm gefällt – und uns anschließend die Ergebnisse! Und die Größe? Das sind Vollformatkameras… wollte ich es kleiner, hätte ich mft gewählt – und wie der Verkäufer meines ersten Autos sagte: Was willst Du mit Servolenkung – hier sparst du dir das Geld für die Muckibude 😀
    Von daher: schön dass sich in sachen Linsen bei Sony mal was tut! Konkurrenz ist Sauerstoff für den Markt!

    Allen ein schönen freien Tag morgen – oder wie mir: allen arbeitenden: haltet durch 😉

  4. Interessanter Artikel – vielen Dank!

    Noch 2 Fragen dazu (hab ich beides irgendwo gehört aber keine guten Antworten gefunden):
    1. Stimmt es, dass das Objektiv überdurchschnittlich laut ist?
    2. Stimmt es, dass das Objektv zum fokussieren nicht die Blende öffnet (was es für manche Studioanwendungen fast unbrauchbar machen würde)

    Würde mich freuen darüber was zu hören – liebe Grüße!

    1. Boah, also für beide Antworten reicht mein Wissen nur marginal. LAUT, bei mir waren immer LKWs und Autos drumherum! Sorry! Blende öffnen??? Ne…

  5. Schöner Test und klasse Bilder.
    Hast dubdie Bilder in jpeg oder raw gemacht ?
    Könntest du noch sagen welch Bildprofileinstellungen du verwendet hast ?

  6. Also zuerst einmal Respekt an euch, dass ihr euch die Mühe macht, solche Blogs zu schreiben. Auch wenn ich keine Sony nutze und das auch nicht vor habe, finde ich es spannend, was so auf den Markt kommt und gerade die optische Qualität scheint hier ja zu überzeugen.

    Allerdings sind mir beim lesen ein paar Gedanken durch den Kopf geschossen.
    1. Ich glaube euch natürlich voll und ganz, dass ihr euch von Sony keinerlei Vorgaben machen lasst, wenn ihr ein Objektiv geliehen bekommt. Trotzdem weiß ich nicht, in wie weit euer Test repräsentativ sein kann, denn das Objektiv kann ja von Sony handverlesen sein. Während das Canon vermutlich „von der Stange“ kommt, besteht bei Objektiven, die man zu Testzwecken vom Hersteller bekommt natürlich immer die Gefahr eines „golden samples“. Ich glaube trotzdem, dass die grobe Richtung stimmt.
    2. Durch Worte ist das ja immer schwieriger zu vergleichen, als wenn man es wirklich in der Hand hat. Trotzdem würde ich meine Nikon und Canon 50mm-Scherben zum Mond schießen, wenn ich behaupten müsste, dass der AF nicht solide läuft. Natürlich gibt es bessere Objektive mit schnellerem und zuverlässigerem AF, aber das hier beschriebene AF-Problemchen (ein Drama ist es bestimmt auch nicht!) kenn ich so von den Platzhirschen nicht. Klar geht auch mal ein Schuss völlig daneben, System steckt da aber selten hinter.
    3. Bei den chromatischen Aberrationen scheint sich das Objektiv wirklich bemerkenswert gut zu schlagen. Ich behaupte (ohne das Sony in der Hand gehabt zu haben) trotzdem, dass es bestimmt auch magenta Farbsäume gibt. Die im Beispielbild gezeigten CA sind nämlich definitiv Farblängsfehler, die sich in grünen Farbsäumen hinter der Fokusebene und in purpurnen Farbsäumen davor äußern. Da der Bildausschnitt nichts vor der Fokusebene zeigt ist das schwierig zu sagen, aber die Physik lässt sich nicht so weit bescheißen, dass Farblängsfehler nur im Hintergrund auftreten. Außerdem reduzieren sich Farblängsfehler (also die in den unscharfen Bereichen) beim abblenden deutlich, daher hätte die Feststellung unter Angabe der Blende mehr Aussagekraft.
    4. Zur Größe wird hier ja schon viel diskutiert. Ich denke auch, dass eine kleinere Bauart aufgrund des geringen Auflagemaßes möglich ist, aber ich denke man hat es sich hier leicht gemacht. Ohne jetzt den genauen technischen Zusammenhang erklären zu können, vermute ich, dass eine kompaktere Bauform bei gleicher Sensorgröße technisch komplizierter ist, weil die Gläser stärker brechen müssten, um das Bild auf kurze Entfernung noch richtig auf den Sensor zu bekommen. Das würde aber an der Bildqualität kratzen. Zeiss selbst gibt zu, dass das kurze Auflagemaß besonders bei kurzen Brennweiten technisch sehr tricky ist. Das Größenproblem sieht man (wie im Petapixel-Post sehr schön illustriert) bei vielen FE-Optiken. Viele sehen einfach wie Spiegelreflexoptiken mit fest verbautem Adapter aus, um das Auflagemaß auszugleichen. Es ist für mich also beileibe kein Problem dieser spezifischen Optik, sondern bei nativen FE-Linsen weit verbreitet.

    Sorry fürs klugschei*en O:-)
    Macht weiter so!

  7. Ein vergleichsweise später Kommentar hier: Habe die Linse kurz vor Weihnachten 2016 erstanden und bin – um es vorweg zu nehmen – begeistert!
    Haloooo – was soll die Diskussion um die Größe? Wem bringt eine ein oder zwei cm kürzere Linse wirklich etwas? Das Ding ist leicht, für die A7M2 sehr ausgewogen, hat ein super Handling und fühlt sich trotz Kunststoff sehr wertig an.
    Ich habe früher mit einer A700, Sigma- und Tamron-Objektiven ohne Ultraschallmotor fotografiert, bin das Geräusch des AF-Motors also gewöhnt. Mich stört das nicht. Der AF braucht bei passablem Licht gefühlte 1-2 Zehntelsekunden, sitzt fast immer – für mich ausreichend. Bei schlechtem Licht und wenig Kontrast kann es schon mal zum „Pumpen“ kommen(auch bei neuester Firmware). Auch das ist für mich OK, denn mit der A7 mache ich auch keine Sportaufnahmen! Und wenn’s hundertprozentig scharf sein soll, fokussiere ich eh‘ manuell, ws bei der Linse prima geht.
    Klar, meine FE2470F4ZA, FE70200F4G und das Zeiss Batis 25f2 arbeiten beim AF zwei Ligen besser . Aber zu welchem Preis???
    Das 50F1.8 habe ich bei Amazon Prime für 229 € erstanden (neu). Für das Preis-Leistungsverhältnis würde ich einen 6. Stern geben. Und damit sind wir beim wichtigsten Punkt für mich: die Optische Leistung mit Schärfe und Auflösung . Bei f1.8 seeehr gut, bei f2.8 suuuper und bei f5.6 grandios. Mit den anderen optischen Testergebnissen stimme ich ebenfalls überein. Ich wiederhole mich: ich bin sehr, sehr zufrieden mit diesem Objektiv.
    Ach ja – danke für den Test 🙂 .

  8. Danke für den sehr guten Bericht, Wenn ich das Objektiv für meine A6000 haben möchte sollte ich jetzt das Sony E 50mm F1,8 OSS oder das Sony FE 50mm F1.8 50 F/1,8 SEL50F18F kaufen? Was ist der Unterschied?

      1. Hallo Martin, dieser Beitrag ist zwar schon etwas älter aber ich habe dazu trotzdem noch eine Frage. Ganz gespannt habe ich eure Video über Objektive verfolgt. Ich bin aber gerade doch sehr verunsichert über dieses ganze Thema mit Crop etc. pp.

        Ein 50mm bleibt ein 50mm egal ob APS-C oder VF. Ist der Bildausschnitt denn an dem SEL50F18 ohne OSS denn an der Sony A6000 genau so wie mit dem SEL50 OSS (welches ja speziell für APS-C konzipiert wurde)???

        Vermutlich habe ich mir die Antwort schon selbst gegeben. Sicherheitshalber frage ich aber dann doch nochmal den Fachmann! 🙂

        PS. Ansonsten ein großes Lob an euer Team. Als blutiger Anfänger versinke ich in euren Berichten und bin für Eure Beiträge echt dankbar.

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