28.10.2014    39

LICHTFORMUNG… ÜBERBEWERTET?

28. Oktober 2014 | Lichtführung und setzung

Heute habe ich mal ein kritisches Thema für euch. Und zwar möchte ich über Lichtformung sprechen wobei die Lichtformung dabei nicht so dolle weg kommen wird. Wobei, wenn man versteht was zwischen den Zeilen steht, dann weiß man auch wie wichtig die Lichtformung ist und bleibt und weiß den Beitrag richtig einzuschätzen.

Es geht um das Thema Lichtformung. Viele Fotografen fragen sich immer wieder nach dem perfekten Lichtformer, was macht das tollste Licht. Die Frage ist aber nur sekundär wichtig denn vorher kommt die Frage, woher überhaupt wieviel Licht kommen soll.

Ich habe hier zwei Fotos fotografiert und bei beiden Fotos wurde eine unterschiedliche Lichtquelle genutzt. Aber jeweils an der exakt gleichen Position. Ich sage erst gleich, wie groß der Unterschied der Lichtquellen war aber vorher möchte ich auf die Gleichheit des Bildes hinweisen.

Einerseits sind die beiden Fotos (ACHTUNG: Es handelt sich um RAW-Testfotos aus einem Vortrag und nicht um fertig bearbeitete Ergebnisse) sehr unterschiedlich im Licht. Aber auch nur für irgendwelche Pixel-Vergleicher. Denn schaut man mal etwas distanzierter auf die beiden Fotos, so erkennt man unverkennbar eine Übereinstimmung des Looks. Beide Fotos sehen im Endeffekt „GLEICH“ (von mir aus nennt es auch „sehr ähnlich“) aus. Auch wenn mich jetzt der Lichtgott gleich mit einem 3000Ws Blitz strafen wird aber ich finde die Fotos erschreckend ähnlich. Klar erkenne ich Unterschiede, klar gibt es da mehr Spitzlichter oder tiefere Schatten auf dem einen oder anderen Bild. Aber auf beiden Fotos sieht man eine Seite des Models, auf beiden ist der gleiche Bereich des Models erkennbar und beide Bilder wirken düster und eher geheimnisvoll.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Die Lichtquellen standen jeweils auf 90° genau seitlich vom Model. Und jetzt kommt der große Aha-Effekt. Während das linke Bild mit einer über 1,5m großen Softbox gemacht wurde, enstand das rechte Bild mit einem kleinen Schirmreflektor von nur 10cm.  Der Unterschied in der Lichtfläche ist enorm, ebenso der Preisunterschied. Aber der Unterschied auf dem Bild… naja, für Fachmänner erkennbar aber für den Laien wohl kaum.

Lichtformung wird überschätzt. Fotografen halten die Form und die Qualität des Lichts für viel zu wichtig. Aber leider ist „Qualität des Lichts“ nicht nur der Lichtformer auf dem Blitz. Es ist viel viel mehr. Es ist Farbtemperatur, Abbrenngeschwindigkeit, Stärke und Konstanz und viel mehr die Position.

„Geiles Licht“ ist es nicht, wenn ein teurer Lichtformer am Blitz klebt und man viel Geld dafür ausgegeben hat, sondern dafür braucht es eine tolle Position um eine tolle Wirkung zu haben. Am Beispiel oben würde ich sagen, dass dem Bildbetrachter entweder die Art des Fotos gefällt oder eben nicht. Wenn es gefällt, dann gefallen aber sicherlich beide Bilder und wenn es nicht gefällt, dann sind beide Bilder sicherlich unschön.

Ich möchte also nicht sagen, dass Lichtformung nicht wichtig wäre. Es ist sozusagen das i-Tüpfelchen auf einem Bild aber es ist für den Gesamtlook des Bildes nicht so entscheidend wie man denken mag. Der Look eines Bildes wird durch die Anzahl an Lichtquellen und derer Positionen bestimmt. Ein Seitenlicht bleibt ein Seitenlicht, entweder eben ein weiches Seitenlicht oder ein hartes Seitenlicht. Das macht schon einen Unterschied aber beides sind eben Seitenlichter. 🙂

Auf dem Bild oben kann man im direkten Vergleich Unterschiede sehen. Ist klar. Sind ja auch fast 1,4m Unterschied in der Größe der Lichtformer. Wäre da kein Unterschied, wäre was falsch. Aber sieht der Unterschied wirklich nach 1,4m aus und nach 200-300 €?

Macht euch also viel mehr Gedanken um die Position eurer Lichtquelle als darum was drauf steckt. Ob jetzt eine 90cm Octa oder eine große 70er Dish oder doch lieber 110cm quadratisch? Völlig Banane solange die Position nicht klar ist und erst wenn die Position fest steht (und damit der Look), erst dann braucht man sich überhaupt erst mit der Lichtformung beschäftigen und selbst dann wird die teuerste Softbox nicht dafür sorgen, dass aus einem schlecht gesetzten Licht ein tolles Licht wird.

Lichtposition schlägt Lichtformung.

Probiert es aus! Macht zwei Testreihen. Einmal den gleichen Lichtformer komplett unterschiedlich positioniert, dann eine zweite Testreihe mit der gleichen Position aber unterschiedlichen Lichtformern. Das Ergebnis ist erschreckend. Denn auch wenn viele Fotografen gerne auf den kleinen und feinsten Unterschieden von Schatten und Licht rumreiten, so formt das fertige Bild doch das Gesamte erstmal mehr wie das Detail.

Ich bin jedenfalls gespannt wie viele Fotografen hier zwischen den Zeilen lesen können oder doch nur schreiben… ist nix gleich.

Martin & Marc

Kommentare (39)

39 thoughts on “LICHTFORMUNG… ÜBERBEWERTET?

  1. Du hast zwar grundsätzlich Recht…aber ich finde beide Fotos schon sehr unterschiedlich und keinesfalls „Gleich“. Lediglich die Richtung aus der das Licht kommt ist gleich..das war´s dann aber auch schon 😀

    VG

  2. Was ist denn das bitte für ein Fehlschuss? Selbstverständlich kommt es für ein gutes Foto maßgeblich auf mehr Faktoren an, als nur den richtigen Lichtformer zu benutzen. Aber deswegen ist es doch noch lange kein überschätztes Utensil. Da könntet Ihr genauso behaupten, Mittelformatkameras oder Vollformat-DSLRs seien total überschätzt, denn schließlich kann man auch hier mit dem teuersten Gerät schlechte Fotos machen, wenn man nicht damit umgehen kann (und anders herum tolle Fotos mit ner Canon Eos 1100D mit Kit-Optik, wenn man damit umzugehen weiß).

    Ich gucke mal kurz in den Kalender, ob April ist… … …nee, war doch ein Fehlschuss. Sowas….

  3. Hallo zusammen

    Auch wenn ich absolut eurer Meinung bin (ich fotografiere mit ein paar Walimex-Blitzen und -Lichtformern), so muss ich doch sagen, dass mir bei den beiden Bildern das linke wesentlich besser gefällt.
    Die Sanftheit des Lichtes passt zum Model, wobei die Härte beim rechten Bild fast etwas zu krass ist.

    So long, Steve

  4. Hey,

    also bezüglich der glecihheit der Bilder bin ich absolut gegenteiliger Meinung.
    Das einzige was auf den Bildern gleich ist ist der Blick des Models und das sie sw sind.
    auf dem linken schaut das model für mich 1 – 2 kleidergrößen kräftiger aus sowie iwie ungesund.

    Das Licht ist extrem weich und das andere Licht extrem hart, wo ist das da dann ähnlich?
    Ich kann die Aussage der Gleichheit der Bilder absolut nicht nachvollziehen.

    Selbst ein Laie sieht meiner Meinung nach einen deutlichen Unterschied zwischen den Bilder…
    Ich mein, schon an der Schulter….das sind komplett andere Formen…von Licht und Körper.

    Dem Rest stimm ich an sich zu 😀
    Es ist immer der Lichtformer der Beste den man zum erzielen des gewollten Ergebnisses braucht. 😀
    Egal wie teuer 😀

    LG
    Sascha

  5. Finde den Beitrag passend, jetzt nach der Photokina wo jeder neues Equipment will weil er gezeigt bekommt, wie „geil“ der und der Lichtformer wären und dass man dieses und jenes NUR mit diesem Speziellen zb Ringlicht für Tausende Euro erreichen kann.
    Gebe Dir also vollkommen Recht!
    LG Dave

  6. Gut, dass jemand mal vom Standpunkt eines Künstlers eine Meinung dazu abgibt. Ich stimme dem absolut zu. Wenn man weniger „technisch“ und mehr visuell und künstlerisch das Thema betrachtet, gelangt man früher oder später zu dieser Schlussfolgerung. Ich benutze gelegentlich auch nur mal das Licht eines iPads oder eines Laptops um das Model zu beleuchten. Wenn man es geschickt anstellt, kommen dabei super ästhetische und schöne Ergebnisse heraus. Man kann alles mögliche als Lichtquelle bzw. -former einsetzen. Aber ich denke diese Erkenntnis setzt viel Erfahrung und vor allem Experimentieren voraus. Manchmal können die Werkzeuge einen Künstler daran hindern, ein Kunstwerk zu erschaffen, wenn er sich von ihnen beeinflussen lässt.

    Gruß
    Erwin Zoor

  7. Habe heute meinen „sieht alles so gleich aus“-Tag. Nenne jeden Rebecca und muss mich dann entschuldigen weil es doch wieder nicht Rebecca war. Verflixt aber auch.

  8. danke, für diese wahren Worte!
    Ich finde es schade, dasss viele meinen, nur mit dem teuersten Equipment könnten die besten Fotos entstehen.
    Einfallsreichtum und die Umsetzung eigener Ideen sollten wieder vielmehr in den Vordergrund gerückt werden. Noch nie hat die Technik oder die Kamera ein Foto zu dem gemacht, was es ist. Es war immer der Mensch dahinter, der das Bild so gesehen und festgehalten hat.
    Ein guter Koch wird auch nicht nach seinen Töpfen und deren Preis bewertet 😉

  9. Also ich sehe da schon einen riesigen Unterschied und wer den nicht deutlich sieht sollte wohl besser mal einen Termin beim Optiker machen! Verwende für das rechte Bild eine Fresnellinse und der Preisvorteil ist auch dahin… Es gibt nur unter Anfängern oft die Annahme das hartes Licht total böse ist und es unter allen Umständen vermieden werden sollte. Hartes Licht ist aber oft die Interessantere Variante.

  10. Ähm, also Martin und natürlich auch Marc ich schätze eure Kompetenz und das vermittelte Wissen. Aber hier kann ich nicht wirklich folgen und widerspreche. Ich versteh schon was ihr sagen wollt. Die Lichtcharakteristik ist gleich, aber das „Licht“ und somit das Bild ist ein anderes. Welches besser oder schlechter ist, das ist rein subjektiv. Aber von der Gleichheit kann man nun wirklich nicht sprechen und das sehen nicht nur Fachleute. Der Laie sagt dies oder jenes gefällt mir besser und ich bin sicher das der Laie hier ein Favoriten findet und nicht behauptet das beide Bilder gleich sind.

  11. Ich denke, ich kann nachvollziehen, was Du meinst (sagen willst). Auf den Punkt gebracht hast Du es bereits mit der Äußerung, dass ein teurer Lichtformer nicht unbedingt ein Garant für tolles Licht ist und dass zuerst die Position festgelegt werden sollte, bevor man über den richtigen Former nachdenkt. Es kommt immer auf die Verhältnismäßigkeit an. Und zwar in Bezug darauf, was man fotografieren möchte und wie der geplante Look aussehen soll. Natürlich sind die Beispielsfotos nicht gleich. Es ist lediglich der gleiche Look. Ich würde den Artikel jedoch anders aufbauen: Anstatt etwas für wichtiger oder unwichtiger zu erklären, würde ich die beiden Entscheidungen (Lichtposition/-Richtung und Lichtstreuung) von einander trennen. Ein Beispiel: Ich möchte Mystik ins Bild bringen, also entscheide ich mich für einseitiges Licht. Punkt. Habe ich z.B. ein weibliches Model und möchte ich dem dunklen Charakter des Bildes etwas entgegenwirken, entscheide ich mich für die große Softbox. Habe ich aber z.B. einen Mann, den ich besonders markant darstellen möchte, nehme ich ein kleines, härteres Licht. Die Entscheidungen hängen also allein vom Motiv und der gewünschten Wirkung ab. Bei beiden Versionen. Und dann ist kleiner und preiswerter eben auch mal „besser“. Aber nur manchmal.

  12. Danke für den Beitrag! Ich selbst fotografiere leidenschaftlich aber eben nur als Hobby und mein Budget ist sehr, sehr klein. Deswegen heißt das aber nicht, das ich nicht auch mit Licht spielen könnte nur weil ich eben keine 300€ für einen teuren Lichtformer habe! Ich probiere, experimentiere und hab Spaß an der Fotografie und erziele mit günstiger Ausrüstung auch schöne Ergebnisse. Klar – die Details sind nicht ganz so perfekt und erstklassig und professionell aber deshalb dich nicht weniger schön oder interessant! Tja und wenn ich dann viel probiert hab und die lichtsetzung supergut beherrsche dann leiste ich mir vielleicht auch mal das teure Zeug für den von mir favorisierten Look.
    Ich finds gut, dass ihr nicht auf den Technik Zug aufspringt – schließlich macht ja weder die Kamera noch das Equipment das Foto sondern immer noch der Fotograf 😉

  13. Ich empfinde beide schon als sehr unterschiedlich. Links ist viel weicher und düsterer, da das Auge mehr verschwindet. Das rechte Bild ist ungeschickter, härter ich finde, das macht viel aus. Ja, die sehen sich ähnlich, aber eine Empfindung kann gerade mit Details gesteuert werden. Wenn Dir wahrscheinlich fast jeder Recht geben würde, ich finde es einfach nicht unwichtig, das Licht genauer abzustimmen.

  14. Ich glaube ihr habt zum Teil den Sinn des Aufrufs nicht verstanden. Natürlich macht es einen Unterschied ob ich weiches (linkes Bild) oder hartes (rechtes Bild) einsetze. Dies trägt auch ein Teil zum Look bei. Das linke Bild könnte ich im Notfall auch noch über eine weiße Wand bouncen. Die kostet nichts wenn sie schon da ist! Fokussiert euch wirklich mal auf die Position und dem dementsprechenden Ergebnis (Look). Die Erfahrung habe ich selbst schon gemacht.

    Gruss

  15. Hallo zusammen,

    will zwar nicht verraten wer ich bin, aber ich bin schon längere Zeit im professionellen Bereich tätig und verdiene damit erfolgreich meinen Lebensunterhalt…vielleicht kennt der ein oder andere von Ihnen meine Arbeiten sogar, oder hatte bereits eines meiner Fotos in den Händen.
    Habe sowohl sehr bekannte Personen des Öffentlichen Lebens erfolgreich abgebildet als auch normale Leute von nebenan.

    Meine Ausrüstung seit etlichen Jahren: 3x hochwertige Studioblitze
    Lichtformer: 1x große Octabox, 1x Beautydish , 1x Striplight mit passender Wabe

    mehr besitze und brauche ich persönlich nicht für Fotos die ganz gut in der Öffentlichkeit (TV+Magazine) ankommen 😉 und von denen fast alle von Ihnen wahrscheinlich denken, dass Sie mit erheblich mehr Aufwand und tausenden Lichtformern fotografiert worden sind.

    Stimme K&G also vollkommen zu. Hoffe es regt Sie zum nachdenken an. Denn gerade heute wo alles für die Gesellschaft schneller, höher,teurer, besser und perfekter seien muss…ist manches auch einfach nur mehr „Schein als sein“.

    MFG

    Ihr Anonymer Fotograf

  16. Ich denke, hier sieht man eher sehr gut, dass es wichtig ist genau den richtigen Lichtformer für die gewünschte Szene einzusetzen. Das rechte Bild zeigt ein wunderbaren harten Schatten und das linke Bild wäre dann eher was für Softies. 🙂 Es ist halt immer gut, beides da zuhaben.

  17. Es ist das gleiche Bild. So wie in einem Gedicht die Worte gleich sind, aber jeder Vortragende mit seiner eigenen Stimme andere Gefühle, Stimmungen, Gedanken, Anregungen vermitteln kann, so setzen beide Bilder unterschiedliche Akzente. So füllt die eine Stimme den Raum, umschmeichelt die Zuhörer, die andere Stimme ist klar, abgehackt, kalt. Die gleichen Worte – andere Empfindung. Geschmacksache, weniger.
    Es kommt mehr auf die Aussage, den Zusammenhang an. Zwei gleiche Bilder mit einer unterschiedlichen Interpretation (des Lichtes).
    Habt ihr sehr gut gemacht.
    VG

  18. Lieber Martin,
    ich muss bedingt wiedersprechen.
    Im Prinzip hast du zwar recht, ABER hartes Licht ist viel schwieriger zu setzen, als weiches.
    Bei hartem Licht haben kleinste Veränderungen der Licht oder Modelposition manchmal sehr große Wirkung und die Schatten sind viel prägnanter und schwieriger zu kontrollieren, bzw. müssen viel genauer beobachtet werden (siehe Schatten an der Schulter).
    Insofern kann ich dir nicht wirklich zustimmen.
    Auch finde ich das linke Bild vom Gesicht her viel zarter und weicher, was bei einem älteren Model nich viel stärker, und zu lasten des harten Lichtes, zum tragen käme.
    Also von mir ein klares Contra.
    Viele Grüße
    Joachim

  19. Hallo Martin, auch ich möchte dir da widersprechen. Beide Bilder hinterlassen einen unterschiedlichen Eindruck bei mir. Das rechte wirkt regelrecht bedrohlich. Das linke Auge und die Nase stechen hervor. Das linke Bild ist eher mau, zu weich.
    Klar, die Lichtverteilung ist gleich, aber das war es auch schon.
    Interessesanter wäre der Vergleich, wenn du noch einen 85 cm weißen Reflexschirm für 15 EUR dazu genommen hättest. Ich vermute mal, dass dann der Unterschied zur Softbox fast verschwinden wird.

  20. Das Du dieses Thema angesprochen hast, finde ich gut. Lichtformer sind gut und auch wichtig. Aber sie sind kein Dogma! Wichtig ist doch, was ich mit dem Foto bzw. der Serie ausdrücken möchte, welche Stimmung ich rüberbringen will. Diese Diskussion entsteht doch nur aus dem Vergleich ein und derselben Pose und des selben Models mit zwei unterschiedlichen Lichtquellen. Eine Fotoserie wird doch i.d.R. mit dem selben Lichtformer aufgenommen. Da merkt keiner einen Unterschied – wie auch. Und sofort wirkt nur die Ausstrahlung (oder nicht). Und das ist doch wichtig.

  21. ich glaube die sehr stark auf die Unterschiede eingegangen sind, haben sich nicht die Mühe gemacht 2 m vom Bildschirm weg zu gehen.

    Die eigentliche Aussage sehe ich auch etwas verdeckt: wie nähere ich mich einer bildidee/Aussage. und da geht es erst darum den Lichtwinkel/Position zu setzen bevor ich den Former setze. Anstatt von der neuesten Anschaffung aus zu denken 😀

    salute

  22. Martin ich stimme dir voll zu.

    Erinnert mich sehr an ein Buch von Oliver Rausch welches ich dieses Jahr gelesen habe. „Gestalten mit Licht und Schatten – Vom Porträt bis zur Landschaft“.
    Eigentlich ist es wie immer, man muss sich mit der Funktionsweise / dem Wirkprinzip auseinander setzen. Aber dies bedeutet Arbeit. Und diese machen sich viel Fotografen / Fotoknipser nicht. Es ist doch viel einfacher einen neuen „Super“ Reflektor zu kaufen.
    Wenn ich die Funktionsweise nicht verstanden habe, werden die Bilder einfach nur mittelmäßig sein, egal wie teuer der Krempel auch war. .

  23. Ein Beitrag der zum nachdenken anregt. Wenn man zwischen den Zeilen liest, dann hat er Recht. Auf den ersten Blick sind beide Bilder unterschiedlich, aber mit leichtem Schieben der Regler in der Bildbearbeitung kann man den gleichen Look erreichen. Den Schatten im rechten Bild aufhellen zB…. Es sind RAW-Aufnahmen und unbearbeitet, wie sie aus der Kamera kamen.

  24. Bin da schon etwas enttäuscht. Die Fotos sind sowas von unterschiedlich, die haben, ausser dass das gleiche Model gleich fotografiert wurde, lichttechnisch nichts gemeinsam und sehen total anders aus.

  25. Es ist zum totlachen. Gleich der erste Kommentator ballert natürlich „ist nix gleich“ in die runde. LOL. Zwischen den Zeilen lesen: FAILED!
    Martins Beitrag genau lesen und verstehen: FAILED!
    Ich habs verstanden, Martin. Danke für den Denkanstoß 🙂

  26. Auch wenn ich zwischen den Zeilen was erkenne und ich die Grundaussage auch richtig finde, kann ich das so trotzdem nicht unterschreiben.. Es gibt halt so viele Faktoren zu beachten… Profi, nicht Profi, wie sieht das Budget aus, Preis-Leistungsverhältnis etc.. klar kann man mit kleinen Mitteln mit einem Verständnis für Licht bessere Bilder machen als einige, die mit ner Materialschlacht oder Geld umsich werfen aber kein Gespür für Licht haben…
    Guckt Euch nur die ganzen jungen Bloggermädls an, die teilweise echt gute Bilder machen (auch mal den Einsatz von „Instagram“-Filtern abgerechnet), da ists die Kreativität und nicht das tausende EUR teure Licht/Objektiv etc.. ich denke, das steht außer Frage und wer das immer noch nicht begriffen hat…

    aber genau deswegen: Leute mit Gespür / Talent / Kreativität zu vergleichen mit Leuten, die meinen alles mit Technik machen zu können und sonst nur bedingt Gespür haben, das ist für mich kein Thema, keines Vergleiches würdig und hinkt gewaltig.. der Dorfkicker schiesst auch nicht eher n Tor nur weil er die gleichen Schuhe und den gleichen Ball hat wie die Profis bei der WM und es würde keiner auf die Idee kommen, diese ernsthaft zu vergleichen.

  27. Du hast erreicht dass sich die Leute Gedanken darüber machen. Insofern: Ziel erreicht.
    Nachdem ich letztes Jahr die Helmut Newton Ausstellung in Berlin besucht habe denke ich mir eh dass vieles
    was „Fakt“ gilt und ebenso „gemacht werden muss“ einfach nicht stimmt.

    Da gibt es Bilder von Helmut Newton bei denen offensichtlich das Licht nicht stimmt, Füße sind angeschnitten, das
    ist ungewollte Bewegungsunschärfe im Bild … und trotzdem sind das Wahnsinnsbilder mit einer ungeheuren Aussagekraft.
    Und das ist nicht nur meine Meinung. Also: Regeln als Orientierung … um sie dann kreativ zu umrunden oder über Bord zu schmeißen.

  28. 1. Das erinnert mich doch etwas an die Diskussion über diesen Polaroid-Look.

    2. Was mir an diesem Artikel nicht gefällt ist der Hinweis des „zwischen den Zeilen lesen“. Wozu ist es nötig einen Text zum Thema Lichtformer zu schreiben, wo man zwischen den Zeilen lesen muss? So etwas erwarte ich bei Texten von Regimegegnern, politischen Kabarett oder bei Rhetorikkursen für Manager.

    3. Offensichtlich muss das Thema Lichtformung schwer zu fassen sein, denn zumindest K&G und Alexander Heinrichs verfolgen bei ihren Tutorials da keine klare, bzw. sogar widersprüchliche Linie.

    4. Als Amateur habe ich ganz andere Probleme als mir darüber Gedanken zu machen, ob Lichtformer für die ich weder Platz noch Geld habe überbewertet sind. In meinem Fotokram steckt schon eine vierstellige Summe, ganz ohne Profiequipment. Ich spare gerade nicht für ein neues Objektiv, einen Lichtformer oder andere Technik, sondern dafür mir ein Profimodel leisten zu können. Denn im Sommer war kein Amateurmodel zu finden, dass sich für 100€ mal 2 Stunden fotografieren lässt – Richtung Lifestyle. Da soll ich mir einen Kopf machen, wie gross der Unterschied zwischen Lichtformer sind, die in den Profibereich gehören? Wozu? Damit ich dann merke, dass ich in einer typischen 8,5qm Küche kein 1,20m Octabox vernünftig aufbauen kann, wenn ich nicht den Oberschrank links von mir abmontiere und die Tür aushänge? Aber während ich das mache, kann ich mir gleich überlegen welche Filterfolie ich nehme um das Mischlicht der Küchenbeleuchtung irgendwie in den Griff zu bekommen und ob ich den nächsten Haufen Kohle lieber einem Objektivhersteller in den Rachen werfe oder doch erst einen richtigen Monitor bestelle. Ach nein, ich werfe es ja schon in Richtung Model…

    Ach so, mir gefällt der harte Look besser. Was wohl daran liegt, dass ich im Internet fast immer das gleiche sehe. Softes Licht, junges, seelenloses Model und dann noch mal ordentlich PS drüber. Auch oder gerade besonders von Profis, gerne im Studio.

    Klar sind Lichtformer überbewertet. Fragt sich nur, ob die Ursache nicht eine falsche Grundannahme ist. Dazu gehört die ewige Diskussion in Foren über weiches Licht, die einem entweder erklärt, dass Durchlichtschirme „völlig ausreichen“ oder es die Elinchrom Deep Octa zu sein hat. Aber eben auch die Tatsache, dass 95% der Amateure kein Geld für das haben was die Profis so häufig in ihren Videos loben. Ich frag mich immer, was die wohl ohne KB-Format, 800€ Objektiv und Photoshop hinbekommen würden…

  29. 1. Das erinnert mich doch etwas an die Diskussion über diesen Polaroid-Look.

    2. Was mir an diesem Artikel nicht gefällt ist der Hinweis des „zwischen den Zeilen lesen“. Wozu ist es nötig einen Text zum Thema Lichtformer zu schreiben, wo man zwischen den Zeilen lesen muss? So etwas erwarte ich bei Texten von Regimegegnern, politischen Kabarett oder bei Rhetorikkursen für Manager.

    3. Offensichtlich muss das Thema Lichtformung schwer zu fassen sein, denn zumindest K&G und Alexander Heinrichs verfolgen bei ihren Tutorials da keine klare, bzw. sogar widersprüchliche Linie.

    4. Als Amateur habe ich ganz andere Probleme als mir darüber Gedanken zu machen, ob Lichtformer für die ich weder Platz noch Geld habe überbewertet sind. In meinem Fotokram steckt schon eine vierstellige Summe, ganz ohne Profiequipment. Ich spare gerade nicht für ein neues Objektiv, einen Lichtformer oder andere Technik, sondern dafür mir ein Profimodel leisten zu können. Denn im Sommer war kein Amateurmodel zu finden, dass sich für 100€ mal 2 Stunden fotografieren lässt – Richtung Lifestyle. Da soll ich mir einen Kopf machen, wie gross der Unterschied zwischen Lichtformer sind, die in den Profibereich gehören? Wozu? Damit ich dann merke, dass ich in einer typischen 8,5qm Küche kein 1,20m Octabox vernünftig aufbauen kann, wenn ich nicht den Oberschrank links von mir abmontiere und die Tür aushänge? Aber während ich das mache, kann ich mir gleich überlegen welche Filterfolie ich nehme um das Mischlicht der Küchenbeleuchtung irgendwie in den Griff zu bekommen und ob ich den nächsten Haufen Kohle lieber einem Objektivhersteller in den Rachen werfe oder doch erst einen richtigen Monitor bestelle. Ach nein, ich werfe es ja schon in Richtung Model…

    Ach so, mir gefällt der harte Look besser. Was wohl daran liegt, dass ich im Internet fast immer das gleiche sehe. Softes Licht, junges, seelenloses Model und dann noch mal ordentlich PS drüber. Auch oder gerade besonders von Profis, gerne im Studio.

    Klar sind Lichtformer überbewertet. Fragt sich nur, ob die Ursache nicht eine falsche Grundannahme ist. Dazu gehört die ewige Diskussion in Foren über weiches Licht, die einem entweder erklärt, dass Durchlichtschirme „völlig ausreichen“ oder es die „Elinchrom Deep Octa“ zu sein hat. Aber eben auch die Tatsache, dass 95% der Amateure kein Geld für das haben was die Profis so häufig in ihren Videos loben. Ich frag mich immer, was die wohl ohne KB-Format, 800€ Objektiv und Photoshop hinbekommen würden…

  30. Witzig wie hier die Fachleute die Metabotschaft nicht erkannt haben.

    Ich als Hobby-Fotograf habe mir immer genau diese Fragen gestellt: Wo muss ich das Licht positionieren, wie weit weg, wie nah dran, wie hoch, welcher Winkel, etc. All diese Fragen beantwortet mir kein Lichtformer der entweder hartes, direktes oder weiches Licht macht. (Jajajaja, gibt noch mehr Abstufungen aber ich habe es einmal vereinfacht ausgedrückt).

    Im „Hammer-Popo“ Video von Verenas Shooting hat Martin den Moment erklärt, wo er nicht mehr mit dem Licht, sondern von kurz unter dem Licht geschossen hat und die sich damit verändernden Winkel des Lichts zur Kamera.

    Hierzu würde ich mir ein Tutorial wünschen, denn dann beantwortet sich die Frage nach dem Lichtformer automatisch.

    Gruß,
    Michael

  31. Hi,

    cleverer Beitrag, der regt auf jeden Fall zu Diskussionen an! Wie viele Kommentare hier schon sind…

    Ich finde den Grundgedanken generell echt gut. Es muss nicht immer das teuerste sein. Mir fällt es immer wieder auf, wenn ich meine Fotos Leuten zeige, die sich nicht mit Fotografie beschäftigen. Es wird häufig nichtmals ein Unterschied erkannt wenn sogar darauf hingewiesen wird! Klar, wenn man es einem Fotografen zeigt wird er den Unterschied sehen. Aber ich bezweifel es, ob selbst ein Top-Fotograf den Unterschied zwischen einer Octabox und einer großen quadratischen Softbox erkennt.

    Bei dem Bild von oben würde ich sagen, dass man in der Post etwas mehr Aufwand hat, ich würde die Spitzlichter wegmachen. Das wäre mir aber auch keine 300 € für Ausrüstung wert. Und schon gar nicht, wenn man dann noch 20 verschiedene Lichtformer haben will.

    Ich habe letztens Fotos mit nem internen Kamerablitz gemacht. Megabillig. Kosten = 0. Sah trotzdem geil aus und hat voll zu der Situation gepasst!

    Falls jemand im englischsprachigen Bereich den „Strobisten“ kennt: Er beschäftig sich exzessiv mit Licht & Blitz und in seinen Tutorials & Videos sieht man meistens einen 15€ Reflexschirm. Sieht trotzdem immer geil aus =)

  32. Das was ich für mich aus dem Beitrag für Lehren ziehe ist recht einfach.
    Man benötigt unterschiedliche Lichtformer (sieht man ganz klar an den beiden Bildern). Aber man benötigt nicht 20 verschiedene Oktaboxen und endlos viele Beautydishes. Einen Lichtformer pro Hauptkategorie (Softboxen, Reflektoren usw.) in der Größe fein auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt und gut ists.

    Ich sag mal: Danke für den Denkanstoß 😉

  33. Zustimmung. Ein gutes Ergebnis braucht weit mehr als als nur die Abstrahlcharakteristik des Lichtformers. Zumal diese unter den einzelnen Formern oft viel ähnlicher sind als die Hersteller glauben machen wollen.

  34. Hm…das sehe ich auch nicht ganz so. Ich habe mich mal mit Briese beschäftig und Bilder verglichen und das ist für mich ein großer Unterschied, zumal man mit Briese und einen Reflektor sehr viel machen kann z.B. die Verschiebung der Blitzröhre. Der Schlagschatten ist für mich unschlagbar …wo ich bei einem 500 € Lichtformer nicht schöne Schlagschatten sehe, sind die Schlagschatten von Briese unglaublich schön…wenn man einen Schirm mit einer Softbox vergleicht, sehe ich auch sehr viel härtere Kontraste. Das die Aussage also stimmt, dass Lichtfomer überbewertet sind, finde ich auch nicht so ganz gelungen, zumal es das Buch „Licht“ gibt und Licht ist eben alles…und eben von was es geformt wird.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zu unseren Datenschutzbestimmungen

Anzeigen