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WIE FOTOGRAFIERT MAN EINE BILDSTRECKE FÜR DEN PLAYBOY

5. Januar 2018 | Blog

Ich habe mir ja das fotografisch eher unbedeutsame Ziel gesetzt, vier Cover oder Centerfolds weltweit in Playboys zu fotografieren. Irgendwie möchte ich mal gerne als Opa vor meinen Enkeln damit angeben können, dass der Opi damals sogar für den Playboy fotografiert hat… 🙂
Zwei von vier sind damit beendet und wir haben 50% erreicht…

Heute möchte ich mal einen Einblick in das Shooting geben. Mal anders als mit viel Gerede, wie sonst üblich, sondern ausschließlich mit Video und Musik. Wer was erkennen möchte, der muss halt auf den PAUSE Knopf drücken und sich die Sets in Ruhe angucken.

Die Überschrift mit dem „WIE“ wird also indirekt über das Video beantwortet. Für den Playboy Fotos zu machen ist weniger spannend als man denken mag. Eigentlich muss man sich auf einen konkreten Bildlook einigen und dann versucht man möglichst eine Handschrift durch ALLE Fotos zu ziehen. In unserem Falle war das knifflige, dass wir eben den ganzen Tag fotografiert haben und sich die Außensituation von Regen hin zu Licht und dann zu vollem Sonnenuntergang geändert hatte. Dann mit wechselnden Outfits, unterschiedlichen Spots und verschiedenen Posings noch einen einheitlichen Look zu finden ist gar nicht mal so einfach… 🙂

Das war die Strecke für den tschechischen Playboy und zwar das Centerfold-Playmate Anastasia Avilova. Eine ganz bezaubernde und großartige Frau übrigens!

Fotografiert wurde die gesamte Strecke mit folgender Ausrüstung:

Warum gerade diese Ausrüstung mag man sich fragen?

  1. Dauerlicht bietet sehr natürliche Looks und ermöglicht auch das gleichzeitige Filmen. Gerade für Playboy haben wir auch Videoszenen produziert und die werden dann nicht durch hässliches Blitzen gestört. Die Zeiten in denen ein Magazin nur Fotos braucht sind vorbei.
  2. Der 150W Jinbei mit Akku ermöglicht den Blitz auch in Ecken zu stellen, in denen keine Steckdose ist, ohne nervige Kabel quer durchs Bild!
  3. Man braucht keine extremen Unschärfen, sondern viele verschiedene Looks. Daher ist das 70-200 als Telezoom super wichtig. Dazu will man die Bilder auch nicht zu nah und zu „porno“ haben und das Teleobjektiv vermittelt den notwendigen Abstand und Respekt. Das 70-200 ist DIE PLAYBOY Brennweite…
    Zur Kamera: Man braucht auch immer etwas Fleisch drumherum für den Layouter und daher auch die hohe Auflösung. Wäre aber auch mit ner D810 absolut top gewesen. Da wir viel mit halbkurzen Verschlusszeiten gearbeitet haben und oft bei 1/125 oder sogar drunter waren, hat der Bildstabi mal wieder elementar geholfen. Ohne Stabi in solchen Situationen auch noch Hochauflösungs-Kameras aus der Hand zu nutzen ist fast schon Irrsinn.
  4. Es gibt kaum eine Softbox die schneller ab und aufgebaut ist, als die SMDV Softbox und gleichzeitig das Licht so effizient wirft. Jedenfalls für das native Bowens-Bajonett gibt es kaum luxuriösere Softboxen.

Die Bilder sehen natürlich im Print und anschließend abfotografiert immer etwas anders aus als nativ… daher hier mal ein paar Fotos die vom Playboy nicht genutzt wurden. Wahrscheinlich war mein Querformat schuld. Ich fotografiere so unglaublich ungern Hochformat. Jedes Playboy-Shooting ist sowas von eine Qual mit der Kamera. Die will immer irgendwie zurück ins Querformat.

Ich finde halt, dass das so viel geiler ausschaut und irgendwie bin ich eben nicht der Magazin-Typ sondern der 16:9 Monitor-Typ.

Eine Sache werde ich in letzter Zeit immer wieder gefragt… wie viel ist echt an den Fotos, was ist Fake? Darauf möchte ich an dieser Stelle eingehen und mal einen Vorher-Nachher-Retusche-Vergleich zeigen.

Anastasia ist eine wunderhübsche Frau. Wer denkt, dass diese Frau viel Photoshop braucht, der irrt sich gewaltig. Die meisten Playmates sind schon ziemlich ziemlich überhübsch und müssen sich nicht verstecken. Mit dem notwendigen Licht kommt der Rest hinzu und dann folgt immer etwas Photoshop. Meistens aber dort, wo man es nicht vermutet. Z.B. an den Haaren, am Kinn oder am Hintergrund. Aber schaut einfach mal selbst ein Beispiel an…

Noch zwei Shootings habe ich zu machen. Dann ist die Wand voll und ich kann in die Playboy-Rente gehen! 🙂

Aber mal sehen in welchen Ländern die letzten beiden Strecken sind. Irgendwie möchte ich ja schon irgendwie Südafrika und oder Amerika… 🙁 Aber das wird wohl eine Hoffnung bleiben.

Lieben Gruß

Euer Martin

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