4.9.2014    18

REISEZOOMS IM PRAXISTEST

4. September 2014 | Blog

Gerade bin ich ja in Paris. Warum, das erfahrt ihr in diesem Beitrag. Es geht nicht um Urlaub oder wer denkt, dass ich Urlaub mache??? Haha… weit gefehlt! Nein, es geht um Fotgorafie!

Und zwar um die Thematik REISEFOTOGRAFIE und REISEZOOMS. Auch allgemein als SUPPENZOOMS bekannt. In meinem Falle möchte ich nämlich nicht den Fehler machen und eine Sache ohne Erfahrung verdammen (oder auch loben!) sondern ich möchte mir eine Meinung bilden. Und genau das tue ich gerade in Paris. Teilweise frage ich mich, wer diese Zeitschriften-Tests schreibt? Sind die wirklich mal mit einer einzigen Linse im Urlaub oder nehmen die so ein Ding nur im Labor mal kurz in die Hand?

Und auch wenn es in der Brust weh tut die ganze richtig teure Ausrüstung zuhause zu lassen, aber ich habe mich entschieden es einfach mal zu tun! Einen wirklichen Praxis-Reise-Suppenzoom-Test zu machen! Ohne Auswege und es gibt auch kein Reserve-Objektiv in der Tasche. Nein, nicht mal das 50mm ist dabei!

Ich habe eine „alte“ 60D geschnappt und mir das 16-300mm Objektiv von Tamron „fest dran geschweißt“. Keine andere Linse ist dabei und damit verbringe ich 2,5 Tage in Paris. Fotografieren Fotografieren Fotografieren! Ich schiele zwar immer neidisch auf die Film-5D Mark III-Kamera aber hey… Ziel ist Ziel… ich mache nur Fotos mit dem Reisezoom.

Es geht um viele Punkte. Wie gut ist die Qualität im wirklichen Einsatz. Wie gut kann man damit Fotos machen. Was ist wichtiger? Optische Qualität oder Funktionalität? Brennweite vor Blende oder Blende vor Brennweite. Ein Kampf, den jeder Fotograf sicherlich kennt. Wie kann man aus Blenden bei f5.6 oder f6.3 noch tolle DSLR-Fotos machen? Oder ist das gar nicht wichtig?

Ja klar, 50mm Zeiss Otus oder ein 70-200 2.8 L von Canon… das sind schon feine Linsen. Aber nehmen wir sowas gerne mit in Urlaub? Ich weiß, sicherlich ein Thema was die Gemüter komplett spaltet. Wir Fotografen sind ja teilweise hemmungslos. Nichts geht über Qualität und eine große dicke VF-Kamera inkl. einer tollen Linse, diese Kombo macht schon geniale Aufnahmen in Punkto Qualität.

An dieser Stelle möchte ich noch nicht so viel von meinem Fazit verraten. Außer, dass ich schon jetzt von der Menge aus Ausrüstung genervt bin. Ich habe nicht einmal viel dabei. Reisestativ, Reisezoom, 2-3 Graufilter und das Drumherum und schon nervt mich die Ausrüstung weil es zu viel Gepäck ist. Also die Option, 50mm, 70-200mm, 24-70 oder gar noch 12-24mm Objektive gepaart mit einer noch größeren Kamera… naja, ich weiß nicht so recht wie ich drüber denken soll…

Vielleicht sind wir allesamt etwas arg kritisch in Bezug auf unsere Ausrüstung und manchmal nerven wir damit dann uns und unsere Partner im Urlaub oder auf Reisen damit ab… Die dürfen dann genervt ertragen, wie wir 20kg auf dem Rücken schleppen, nach 20 Minuten eine Pause brauchen und erdulden auch noch den 6. Objektivwechsel, weil die Weitwinkelaufnahme doch viel besser war… 🙂

So, ich muss jetzt los… nen Croissant und nen Kaffee trinken 🙂 Und dabei mit dem Ipad meine Bilder bearbeiten!

Lieben Gruß aus Paris und ich verabschiede mich mit einigen Eindrücken!

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  • Kamera: E-M10
  • Brennweite: 28mm
  • Blende: ƒ/6.3
  • Verschlusszeit: 1/640s

Kommentare (18)

18 thoughts on “REISEZOOMS IM PRAXISTEST

  1. Ich bin sehr auf das Fazit der Reise gespannt! 🙂 Am Ende muss jeder für sich selbst feststellen welches Equipment das richtige ist. Da beruflich wirklich sehr gut um die Welt komme, habe ich immer mal wieder minimalistische Anwandlungen, weil ich genervt bin von der ganzen Schlepperei. Und so war ich auch schon mal nur mit dem iPhone in verschiedenen Städten unterwegs. Das geht auch. Aber dann gibt es wieder Zeiten, da nehm ich dann zwei drei Objektive und die VF mit!

    Im Moment verreise ich regelmäßig mit einer Canon 5DII und dem 24-70! Klar, nicht ganz sooo leicht, aber erträglich. Damit komme ich fotografisch schon sehr weit. Beides passt in eine kleine Tasche/Rucksack und man muss nicht so viel Pausen machen, weil es zu schwer wird… 😉

    1. Ich war letztens in Irland unterwegs und dachte auch, dass ein Reisezoom (Nikkor 28-300) an meiner D800 am sinnvollsten wäre. Leider wurde ich enttäuscht. Die Fotos waren einfach nicht in gewohnter Qualität. Außerdem bewegte ich mich zu 95% im Rahmen eines 24-70. Daher werde ich mich in Zukunft womöglich auch fürs 24-70 entscheiden.

  2. also, wenn ich urlaub habe, dann hab ich urlaub!
    dann bleibt der ganze profikrempel zuhause, den schlepp ich schließlich das ganze jahr mit mir rum!

    auf aplenwanderungen, die durchaus auch mal ne woche gehen können, zählt jedes gramm und ich hatte einmal den fehler gemacht, ne 40D mitzuschleppen…
    entweder baumelte sie mir vor dem bauch rum und nervte oder sie lag im rucksack und mal ehrlich, wenn ich jedesmal den rucksack abnehmen muss, um ein bild zu machen, dann verzichte ich irgendwann aufs bilder machen!

    stattdessen nehme ich bei solchen touren eine powershot G10 mit, die hängt an einem karabiner griffbereit und damit gelingen super aufnahmen, die meinen (!!) ansprüchen genügen – wir haben sogar schon mal für eine veranstaltung 70x100cm leinwände gemacht und keiner hat sich über die „miese qualität“ beschwert!

    als ich mal nach amiland fliegen durfte, hab ich es gewagt, die dslr zuhause zu lassen, lediglich meine sigmas, die dp 1s und eine dp2s durften mit, beschränkung aufs wesentlichste und ein experiment!

    was war das für ein entspannter urlaub!
    wenig zu schleppen, supergeile bilder, die sigmas haben ja nen ganz eigenen look und mal wieder die bestätigung, das weniger oft mehr ist

    manchmal bedauere ich die leute, die alles, was sie tragen können, mitnehmen, aus angst, das bild des jahrhunderts zu verpassen…

    bin gespannt

    der stef

  3. Schade Schade Schade.. das haette ich vorher wissen sollen .. war mich schon am wundern mit den Eiffel Turm postings. Bin 1) Krolop & Gerst (+Paddy) fan und Amateurphotograph 2) deutschspraching & Hamburger (also kein Kulturschock fuer Martin) und 3) lebe seit 2006 in Paris in einem umgebauten Photostudio 🙂

    Haette mich sehr gerne als Tour guide angeboten (z.B. …die Skater Rampe auf den neuen Seine Terassen ist wirklich nett mit viel Nachleben drumrum) oder fuer sonstige logistische Hilfestellungen in Paris als quasi „local“ . Da ich immer von Euren Podcasts & Blogs profitiert habe .. dies waer mal eine Chance gewesen Euch etwas zurueckzugeben.

    Lasst mich wissen falls ihr noch laenger in town seit und viel Spass

    Bjoern

  4. Hallo,
    Ich war vor 2 Jahren noch krasser und bin dreist NUR mit einer Nikon P7100 in den Sommerurlaub gereist. Die Ergebnisse waren nach anfänglichem Fluchen dann doch hervorragend.

    Gruß aus der urlaubsfreien Zone

    Bevier

  5. Hi, immer wieder spannend wie andere diese Frage angehen und ihr Fazit ziehen. Ich würde für meinen Teil inzwischen nur noch die OMD mit 2-3 Objektiven mitnehmen. Alles ist schön leicht, trägt nicht auf und passt in ne kleine Tasche. In fremden Städten interessieren mich keine Gebäude, die auf jeder Postkarte zu finden sind, sondern die Menschen in ihrer Stadt. Die machen für mich die Emotionen einer Stadt aus. Am liebsten sitze ich dazu stundenlang im Café und beobachte einfach nur… Viel Spass noch und ich freu mich aufs Ergebnis. VG

  6. Hm, ich war im Januar für 3 Wochen in Indien. Ich hatte natürlich mit meiner Frau im Vorfeld ein paar Diskussionen was ich mitnehmen MUSS.
    🙂 Tja und überzeugt wie wir Fotografen nun mal sind, war meine D700 mein 35-70 und mein 80-200 und natürlich ein Stativ mit dabei. Tja nach 6 Tagen Kalkutta zu Fuß musste ich leider zu geben ein bisschen weniger würde es auch tun. Zumal ich das Stativ nicht gebraucht hab. Ok, ich musste natürlich ein paar notwendige Nachtbilder machen um nicht zugeben zu müssen, das ich es um sonst mit hatte.
    Ich hatte mal ein Tamron, 18-200 glaub ich, ganz am Anfang. Und das hat echt gute Bilder gemacht. Ich hab mir echt schon überlegt mir so was wieder anzuschaffen. Also ich bin gespannt auf deinen Bericht.
    http://www.olke-art.de

  7. Ich war letztes Jahr mit meiner D7100 in London unterwegs und hatte nur das 35mm 1.8 dabei.
    Ich fands Klasse, die Lichtstärke für schwaches Licht bzw Freistellung im Streetbereich hat geniale Ergebnisse gebracht.
    Dort wo die 35mm zu lang waren, habe ich ein paar Panoramen gemacht, die ich dann Zuhause zusammengefügt habe.
    Man wählt auch die Motive und Ausschnitte viel bewusster, weshalb ich sowieso ein großer Fan von Festbrennweiten bin.
    Ich würde also einem 16-300er immer mein 35er vorziehen, außer es wär ein 16-300 2.8 😉

    LG

  8. « … und manchmal nerven wir damit dann uns und unsere Partner im Urlaub oder auf Reisen damit ab… Die dürfen dann genervt ertragen, wie wir 20kg auf dem Rücken schleppen, nach 20 Minuten eine Pause brauchen und erdulden auch noch den 6. Objektivwechsel, weil die Weitwinkelaufnahme doch viel besser war… :-)«

    Yep, daß kommt mir doch seehr bekannt vor! Daher Glückwunsch zu Deinem Entschluß und viel Spaß in Paris, die Stadt ist geiler als jede VF mit 6 Objektive. Bin gespannt auf Deine schönen Bilder, also vom „Photographen Martin K.“ 😉 – Ich nehme meistens nur mein 24-120mm mit, reicht!

  9. Ich setze mich jetzt mal der Gefahr aus, dass mein Post als Eigenwerbung kritisch betrachtet wird. Aber irgendwo bin ich auch leidenschaftlicher (Amateur) Fotograf/Reisefreak und man muss ja auch mal was zu so einer Diskussion beitragen dürfen. Ich reise super gerne mit einer LUMIX GX7 dem 25/1.8 Oly und dem neuen 14-140 mm Lumix. Die ganze Ausrüstung passt in eine Camslinger 160, eine Stuffbag 30 für Zusatzakkus hängt am Gürtel. So ist mein Oberkörper frei von Gurten und Riemen, ich kann schnell mit einer Hand an die Cam (die ansonsten geschützt in der Tasche lagert) und trage die Ausrüstung den ganzen Tag fast unbemerkt bei mir. Für Reisen einfach eine tolle Kombi.

    Letztlich hatte ich den gleichen Konflikt wie Martins und Ihr. War mit Nikon D700 und Objektiven unterwegs und als ich mich schließlich für zwei Jahre in Burundi/Afrika niederließ, hatte ich mit der großen Ausrüstung die Faxen dicke. Dann kamen die ersten Kompakten Systemkameras auf und es gab dazu aber immer noch kein Tragesystem, dass mich persönlich zufriedenstellte. Schließlich kam dann die Idee zu den Camslinger Taschen auf und damit bin ich super zufrieden.

  10. In all den Jahren (und das sind schon einige) bei denen ich auf Touren fotografiere, arbeite ich zu mehr als 80% in einem Brennweitenbereich zwischen 28 und 70 mm. Wünschen würde ich mir ein sehr kompaktes, lichtstarkes und für Vollformat taugliches 28-70mm Zoom Ein solches Objektiv sollte in seiner Bildqualität an ein 1,8/50er Festbrennweite nahezu herankommt. Die Kameraindustrie könnte meines Erachtens mehr in dieser Richtung entwickeln. Sigma ist da momentan schon etwas auf dem Weg.
    Ich denke gerne an die Zeiten, als ich mit der Leica M3, einem 28er, 50er oder 75er konzentriert auf die wesentlichen Ausschnitte fotografiert habe. Diese Brennweiten sind universell und könnten heute in einem kompakten Zoom (2,5-fach) mit spitzen optischen Werten ihren Platz finden.
    Wann kommt ein solches Objektiv?

  11. Hallo!
    Bin schon auf eurer Ergebnis gespannt. Ich habe so ein Zoom auch zu Hause liegen. Es gab mal eine Zeit da habe ich es gerne benutzt. Die letzten Jahre ist es eher nur herumgelegen. Es ist schon ein großer Vorteil, wenn man ein „Alles in einem Objektiv“ hat. Man ist für fast jede Situation gerüstet. Zumindest bei Sonnenschein als „Schönwetterfotograf“. Wenn man aber etwas mehr haben will z.B. Blende 2,8 beim Zoom, dann muß man doch wieder etwas mehr schleppen. Dann hat man aber eben dieses kleinen Stückchen Blendenöffnung mehr wenn man es dann mal braucht. Ich habe meistens das 17-55mm 2,8 an meiner Cropkamera drauf und decke damit das meiste ab, wenn ich unterwegs bin.
    Was ich nicht begreifen kann, dass viele fotografierende Menschen sich eine SLR mit Kitobjektiv kaufen und nur mit diesem Equipment unterwegs sind. Ich schätze den Anteil auf bis zu 50 Prozent ein. Diese Leute fotografieren dann auch noch im Vollautomatikmodus und glauben durch den Kauf einer Digitalen SLR dann auf einmal beseere Bilder machen zu können. Irgendwie verstehe ich diese „Fotografen“ nicht. Ich denke, dass diese Leute mit Brigekameras besser bedient wären, wenn sie sowieso nie vorhatten das Objektiv zu wecheln. In diese Kategorie fallen dann ja auch diese Menschen, die mit DSLR und Suppenzoom glauben, eine vollständige DSLR Ausrüstung zu haben.
    In diesem Sinne bin ich auf eure Aussagen gespannt, wie ihr mit den Einschränkungen die man auf der einen Seite hat, zurecht gekommen seid. Ich finde es ist praktisch, hat aber auch viele Nachteile.
    LG Werner

  12. Ui, das klingt nach einem sehr spannenden Experiment. Ich bin auf das Ergebnis gespannt!

    Für mich persönlich kann ich nur sagen, dass ich davon abgekommen bin, im Urlaub meine DSLR-Ausrüstung mitzunehmen. Es soll ja auch für mich ein erholsamer Urlaub werden. Wobei ich mit meiner Digicam schon langsam an meine Grenzen komme und mit einer Spiegellosen liegäugle… Auch da ist ein großer Spielraum bei der Fotografie möglich und trotzdem dankt es einem die Schulter/der Rücken (nicht nur abends), wenn es daran geht, Städte zu erkunden. 😉

  13. moin, ich warte seit 2 Monaten auf Euer Fazit zum Thema Tamron 16-300mm! Traut Ihr Euch etwa nicht? 😉
    Hatte mir das Objektiv gekauft, aber mit derartig extremen CA´s und selten scharfen Aufnahmen habe ich es zum Justieren an Tamron einsenden lassen. Ergebnis: Stand der Technik, alles ok so. Konnte dann beim Fachhändler letztendlich das Sigma „C“ 18-200mm erhalten und bin damit recht zufrieden. Leider ist der AF etwas träge. Aber die Bildqualität ist für diesen Brennweitenbereich und das Preisleistungsverhältnis vorbildlich.

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