2.1.2018    16

NIKKOR 105mm f1.4 – DIE MUTTER ALLER LINSEN?

2. Januar 2018 | Blog

Ich möchte den heutigen Beitrag anders als gewohnt starten: Mit Fotos und zudem noch mit sehr privaten Fotos. Eigentlich hat mein Privatleben, meine Familie und mein Sohn hier nix zu suchen. Weder auf FB noch auf dem Blog. Heute werde ich aber mit diesem ungeschriebenen Gesetz etwas brechen weil es zum heutigen Beitrag dazu gehört. Man kann nicht verstehen wie und warum ich über das Nikkor 105mm f1.4 ED so schreibe, wenn man nicht meinen Bezug zur Linse versteht.

Private Töne

Sicherlich jeder Fotograf weiß, wie sehr die eigene Tochter oder der eigene Sohn die Fotografie verändert. Egal ob Hobby- oder Berufsfotograf, neue Herausforderungen warten. Nimmt man jetzt die kleine kompakte Spiegellose oder doch das richtig große Ding? Wie macht man das mit 3kg Kamera, wenn der Kleine zum 100ten Male hinfällt und dann doch die nächsten 2km getragen werden möchte? Nimmt man so viel Geld wirklich mit, wenn man dauernd zwei Augen für ein Monster braucht? Klappt das mit dem Autofokus wenn das „Model“ so gar nicht auf die Anweisungen des Fotografen hört? Und muss man sich dabei wirklich auch ne Unschärfe von der Tiefe eines Blattes Papier antun? Fragen über Fragen aber ja, irgendwie gibt es dazu auch die dazugehörigen Antworten.

Dazu aber gleich mehr, vorerst gibt es ein paar Fotos. Es gibt noch viel bessere Fotos aber ich habe absichtlich hier nur die Fotos herausgesucht, wo der Racker seinen Kopf nicht zu Kamera dreht. Es sei mir verziehen… die Fotos zeigen aber das Objektiv besser als jeder Text es könnte. Fotografiert wurden die meisten Fotos übrigens mit der Nikon D750.

Ich sage es mal kurz und knackig: Selbst wenn man nicht mit Nikon fotografiert, das Objektiv ist ein Grund das System zu Nikon zu wechseln. Es ist ja bekannt, dass ich Unschärfe liebe. Ich mag Freistellung. Das ist der Grund für große Sensoren und selbst wenn ich mit MFT Kameras (MEHR DAZU) fotografiere, dann versuche ich mit Objektiven jenseits von f1.0 (MEHR DAZU) die Unschärfe zu pushen. Selbst beim Sony Kleinbild System arbeite ich vorzugsweise mit einem Mitakon f0.95 Objektiv (MEHR DAZU). Für mich gibt es kaum etwas Faszinierenderes als Unschärfe.

Tele-Freistellung der anderen Art

Das 105er kombiniert diese Freistellung mit dem Tele-Effekt wie kein anderes Objektiv. Ok, das Sigma 135er f1.8 könnte noch einen gleichen Look erzeugen, wäre da nicht die Sache mit dem Fokus. Zum Sigma habe ich auch noch einen Beitrag vorbereitet, aber der kommt noch. Vorweg, das Sigma ist leider keine ansatzweise adäquate Lösung für mich.

Der Look des 105er ist gerade im Bereich von etwas entfernten Objekten so stark, dass schon fast eine Art Spielzeug-Miniatur Effekt entsteht. Zudem ist der Unterschied zwischen 85mm und 105mm genau die magische Grenze, an der mein Sohn scheinbar nicht mehr mitbekommt fotografiert zu werden. Mit 85mm bin ich dabei regelmäßig gescheitert und das hat mich dann auch zum 70-200mm gezwungen bevor ich dann nach lichtstarken Tele-Festbrennweiten Ausschau gehalten habe.

Mit keiner anderen Linse habe ich in den letzten Monaten so viel Fotografiert wie mit dem 105er. Bis jetzt sind knapp 11000 Fotos gemacht worden damit. Über 3000 Fotos sind in die nähere Auswahl der letzten Shootings gekommen und das ist eine enorm hohe Auswahl.

Praxis Praxis Praxis

Auch wenn es vielleicht wie eine Rechtfertigung klingen mag, aber wir sind weder Prüflabor noch „testen“ wir hier Objektiv am Siemensstern. Wir fotografieren weil wir Fotografen sind… und wir haben mit dem 105er wirklich viel fotografiert. Daher gibt es jetzt einfach mal ein paar Beispiele zum Angucken. Dann können wir weiter über die Qualitäten und Schwächen des Objektivs sprechen.

AF bei f1.4 taugt?

Ich habe ja schon angedeutet, dass ich eigentlich von der Canon-Seite mit dem 85mm f1.2 komme und was soll ich sagen, ich bin einfach geflasht gewesen wie schnell das 105er im Fokus ist. Jeder, der das 85er L-Glas hat, der weiß, dass man die meiste Zeit beim Fotografieren mit dem Warten auf den Fokus beschäftigt ist. ZZZZZZZZZzzzzzzzzzzzzz piep… zzzzzzZZZZZZzzzzzZZZZZ… klick…

Zurück zum 105er. Ich möchte ungern zu viel Zeit darauf verwenden, das Objektiv mit einem 25 Jahre alten Canon Glas zu vergleichen. Unfairer Vergleich. Ich kann einfach nur meine Erfahrung versuchen zu schildern. F1.4 bei 105mm machen oftmals einen Schärfebereich von nur wenigen Zentimetern. F2.8 zu fokussieren ist von Haus aus einfacher als f1.4 wegen des größeren Schärfebereichs. Das führt automatisch dazu, dass die Schritte des Fokus-Motors kleiner und damit langsamer ausfallen müssen (Wer das nicht versteht, bitte DIE GROßE OBJEKTIVREIHE angucken!).  Ich war aber sehr erstaunt wie viele wirklich besonders scharfe Fotos auf der Speicherkarte landen. Ich möchte es auch gar nicht objektiver ausdrücken sondern ich kann es nur subjektiv sagen. Ich hätte mit mehr Ausschuss gerechnet (ergo, es gibt Ausschuss!) und ich wäre mit der Linse auch noch mehr als zufrieden wenn der Fokus weniger treffsicher wäre. Fokus ist zwar hauptsächlich Kamera-Angelegenheit aber mit der D750 haben wir hauptsächlich auch nicht an der Nikon-Kamera mit dem besten Autofokus der Welt gearbeitet. Trotzdem waren auch in Gegenlichtsituationen oder bei dunkler Nacht relativ verlässliche Aufnahmen ohne Problem möglich.

Ein 70-200 ist schneller und auch so manches Kit-Objektiv ist schneller. Das liegt aber vor allem an der Menge an Glas im 105er und zudem auch noch an der DOF (Depth of Field / Tiefenschärfe).

Look-Monster

Anhand der Beispiele kann man die Vorteile des Objektivs klar erkennen. Seinen besonderen Look spielt das Objektiv dabei entgegen gewöhnlicher Objektive nicht im Nahbereich sondern in mittleren Entfernungen aus. Dann, wenn andere Objektive schon wieder ihre Freistellung verlieren, hat das 105er immer noch eine brachiale Wirkung.

Im Nahbereich sieht das 105er gar nicht so anders als ein 85er aus und kann dann eben nur noch mit Schärfe und Brillanz überzeugen.

Als Beispiel für diesen Mittelbereich dienen die Kinderfotos ganz oben oder nachfolgende Beispiel.

Ich hatte anfangs schon geschrieben, dass das 105er gegenüber einem 85er eine Art magische Grenze überschreitet. Am Beispiel meines Sohnes war es, dass ich ihn fotografieren kann, ohne bemerkt zu werden. Unabhängig von der verwendeten Linse besteht diese Grenze aber wirklich irgendwo kurz oberhalb von 85mm.

Das macht das 105er zu einem besonderen Reportage-Objektiv. Einem Reportage-Objektiv bei dem man die Freistellung nie verliert aber gleichzeitig einen Bildlook erhält, der keine Nähe aufbaut sondern Ferne zeigt.

In einer Bildstrecke mit der ehemaligen Ballet-Tänzerin und heutigem Playmate Annetta Negare wurde das 105er verwendet und die Aufnahmen sprechen Bände. Nähe trotz Distanz und Distanz trotz Nähe bei gleichzeitig zarter Unschärfe. Fast wie Milka… zartschmelzend.

Parade-Einsatz: Reportage

Sehr nah an dieser Art von Fotografie ist auch z.B. die moderne Päarchen-Hochzeitsreportage. Auch hier gilt: Mit dem 105er kann man weit außerhalb des „Radars“ unserer Opfer bleiben und dabei weiterhin eine unglaublich schöne Freistellung erreichen. Das Problem mit der Freistellung durch Tele-Objektive ist ja, dass es eine Art künstliche Freistellung ist und der Hintergrund nicht unschärfer sondern nur größer im Bild wird. Man verliert also Hintergrund und daher kann man mit Teleobjektiven ideal freistellen, bekommt dann aber Fotos ohne „Umgebung“. Wie man oben an den Fotos erkennen kann, liefern Objektive wie das 85er 1.2 oder das 105er Nikkor eine Art besondere Tiefe. Ich weiß selber nicht genau, wie ich das beschreiben soll… am Besten zeigen es einfach die vielen vielen Beispiele dieses Beitrages.

Schwächen des 105ers?

Ich kann kaum Schwächen des Objektives sagen. Außer dass der Preis weh tut… jedenfalls in meiner Brieftasche. Wobei das auch eher ein subjektives Ding ist, nicht wahr. Oft habe ich gerade in Innenräumen einfach zu wenig Tiefe um das 105er einzusetzen. Ich würde gerne aber dann könnte man nur das Schlüsselbein oder einen Teil einer Körperextremität fotografieren… 105mm ist einfach nicht zu machen mit zwei Metern Platz. 🙂

Größendimensionen

Die Größe und das Gewicht des Objektivs sind positiv und negativ zugleich. Irgendwie mag ich das Gefühl ein richtig großes Objektiv in der Hand zu haben aber andererseits ist es natürlich nicht einfach mal in der Hosentasche verstaut. Das Objektiv nimmt selbst in einer großen Foto-Tasche viel Stauraum ein. Das Gewicht ist aber weniger drastisch als gedacht. Vom Aussehen erwartet man beim Objektiv locker nochmals 400-500g extra und ist beim ersten Anpacken sichtlich erstaunt über das tatsächliche Gewicht. Das 85mm 1.2 II von Canon wiegt 1025g, das Nikkor 105er ebenfalls 985g. Trotzdem fühlt es sich im Gesamten leichter an. Schwer erklärbar und es ist auch defekto nicht leichter. Jedenfalls nicht großartig.

Fazit

Das schönste Objektiv seit es Linsen gibt. Jedenfalls für mich und für eine Nikon. Ich bleibe dabei, dass ich ebenfalls das Mitakon 0.95 liebe und andere Linsen sind für mich ebenfalls wichtig und toll. Aber kein Objektiv fasziniert mich so sehr wie das 105er. Ich war tief traurig als Canon sich von den f1.2 verabschiedet hat und zurück zu f1.4 gegangen ist. Auch der IS konnte meine Trauer nicht mindern denn zwischen f1.2 und f1.4 liegen einfach nochmals Welten bzgl. des Looks. Zwischen f1.4 und f2 kann ich besser akzeptieren aufgrund von „Sinnhaftigkeit“ den Stabi vor der offensten Blende zu nutzen aber in den extremsten Enden gilt das nicht. Das 85er 1.2 L II war fast 10 Jahre mein Hochzeits-Freistellungs-Wunder und kein Objektiv konnte da dran rütteln. Trotz absolut keiner Schärfe bei f1.2 und auch trotz der massiven CAs. f1.2 war einfach ne Wucht. Jetzt ist das Nikkor da und ersetz das 1.2er einfach spielend locker leicht mit einem 105er 1.4. Und für alle diejenigen die der physikalischen Gesetze doch nicht so lebhaft Herr sind, 105er 1.4 entspricht fast zu 100% dem 85er 1.2 in Punkto Freistellung/Look. Bloß ist das Nikkor schnell und scharf…

Es tut mir leid, wenn dieser Beitrag sehr „verkäuferisch“ herüber kommt. Es ist eine echte Euphorie in mir was diese Linse betrifft und ich liebe die Bilder die damit entstanden sind besonders arg. Ich weiß nicht warum aber die Linse fasziniert mich und ich habe heute probiert diese Faszination zum Ausdruck zu bringen.

Ich habe die Linse jetzt circa drei Monate im Einsatz und ich habe nur darauf gewartet, dass die Euphorie abfällt und die Überschwänglichkeit der ersten Momente weg geht. Fehlanzeige. Es passiert nichts und diese Skepsis war auch der Grund, warum ich so lange mit einem Beitrag gewartet habe. Jetzt habe ich so langsam die Gewissheit, dass meine 10 Jahre Liebe zum 85er von Canon ersetzt wurde… 🙂 Und dahinter stehe ich.

F.A.Q.

  • Ist es den Mehrpreis vom 85mm 1.4 wert?
    Ja, wenn 85er, dann ein schmales, kompaktes und effizientes mit f1.8. Wenn das nicht reicht, dann richtig und gleich das 105er 1.4. Das ist jedenfalls meine Meinung. Ein 85er 1.4 würde ich mir nicht holen. Das ist weder effizient leicht, klein und günstig noch ist es das Maximale an geilem Bildlook. Weder Fisch noch Fleisch.
  • Macht das Objektiv an APS-C Sinn?
    Ja und nein… ich bin kein APS-C Fan. Ich mag MFT oder Vollformat. Sehr subjektive Einstellung, ich weiß. Ich möchte aber auch nicht sagen, dass APS-C falsch oder nicht richtig ist. Es gibt viele verschiedene Fotografen und jeder hat eigene Ansprüche. Sich nur für ein oder nur für ein anderes System zu entscheiden ist Blödsinn genauso wie es Blödsinn ist, ein System über alle anderen zu hypen. APS-C ist ein Sensorformat und verringert die Unschärfe um einen Blendenschritt im Vergleich zum Vollformat. Man könnte also auch direkt ein anderes Objektiv nehmen, z.B. ein 50-100 1.8 von Sigma. Da hat man fast gleiche Freistellung aber noch einen zweifach Zoom.  
  • Wird die Schärfe besser wenn abgeblendet?
    Weiß ich nicht, ich hab das 105er noch NIE außerhalb von f1.4 fotografiert. Will ich auch nicht, werd ich auch nicht. Dann werd ich vorher ne MFT Kamera nutzen. 🙂
  • Fokus OK an der D750 oder braucht man D850?
    Der Fokus der D850 toppt alles. Aber braucht man das? Ich finde die D750 eine der schönsten, günstigsten und solidesten Kameras überhaupt. Das 105er an einer D750 ist eine traumhafte Kombo. Besser geht immer aber BRAUCHEN ist ein verdammt hartes Wort. Ich würde sagen NEIN. Wobei dann wieder der Spruch gilt… HABEN ist besser als BRAUCHEN.

Ich habe diesen Beitrag mit seltenen privaten Einblicken begonnen, also beende ich den Beitrag damit auch… Aufgenommen durch diesen ominösen Gerst allerdings mit nur 70-200mm bei f2.8.

Kommentare (16)

16 thoughts on “NIKKOR 105mm f1.4 – DIE MUTTER ALLER LINSEN?

  1. Sehr schöne Bilder, ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deinem kleinen Mann. Ich habe auch mit der Fotografie angefangen als meine Tochter geboren wurde.

  2. Hallo Martin – erstmal alles Gute für 2018 !!!
    Ich finde es schön mal wieder was Positives (außer der D850) über Nikon zu lesen und zu sehen. Ich nutze selbst die D810 (fürs Studio) und die D750 (daily use) und bin ein eingeschworener Nikonian (habe damals mit der FT2 angefangen .. .). Ich finde die Fotos auch absolut genial – speziell was die Freistellung und die ‚Creaminess‘ angeht. Ich hatte mir das Objektiv bei der letzten Photokina am Nikon Stand ausgeliehen und auch an der D750 getestet. Kann im Prinzip Deine Aussagen bezüglich Autofokus, Look, etc. auch bestätigen.
    Allerdings war ich danach am Tamron Stand und bin dann eine Stunde mit dem neuen Tamron 85 mm 1,8 durch die Hallen getigert – und würde ganz persönlich diesem Objektiv den Vorzug geben aufgrund des genialen VC’s und auch des Preises (das Nikon ist halt extrem teuer …).
    Subjektives Ende vom Lied:
    Ich fotografiere AL und Low Light weiter mit meinem Nikon 85mm 1,8 und warte auf ein hoffentlich bald entwickeltes und auf dem Markt erscheinendes Tamron 135 mm 1,8 mit VC.
    Bei mir (als sogenanter Best Ager) kommt auch kein Objektiv > 50mm mehr ohne Bildstabi in die Fototasche. ..ich verschütte nämlich auch ungern ein Bier oder einen Schnaps – d.h. Bier-/Schnapsgläser mit eingebautem Stabis für die Senioren wäre doch mal ein Crowdfunding wert .. 🙂
    PS: Schau Dir mal die Fotos von Julija an – die sind alle mit der D810 und dem 85mm 1,8 bei Offenblende bis maximal 2,0 gemacht. (http://studio.jed-photodesign.de/?p=1388)

    Liebe Grüße … und bitte mehr von Nikon … 😉 – Jürgen

  3. Irgendwie kommt mir dieser Artikel wie ein Déjà-vu vor. Grade haben wir das erste Weihnachten mit unserer Tochter hinter uns und Papa hat den Urlaub mit Fotozeugs beschaffen verbracht. Die 7D Mk II ist schon unhandlich wenn man mit Familie und Kinderwagen unterwegs ist. Also muss ne kleine Cam her! Micro-Four-Thirds wäre doch was! Gleich mal sehen was EBay hergibt… Irgendwas mit schnellem Autofokus, sie lernt ja bald laufen und dann ist man als Vater ratz-fatz Sportfotograf. Ist euch eigentlich schon mal in den Sinn gekommen, dass die meisten Kinder heute wahrscheinlich sich niemals auf Analogfilm wiederfinden werden? Was kostet eigentlich ein Film für die alte Polaroid-Sofortfilmknipse? Boar, teuer! Egal muss her! Und dann gab es doch noch den guten alten 35 mm Analogfilm… Braucht man das ganze wirklich? Vermutlich hätte die 7D Mk II gereicht. Aber Kinder sind einfach ein toller Grund seinem Hobby nach zu gehen. Möge meine Frau es mir verzeihen 🙂

  4. Hi Martin und KG-Team,
    Frohes Neues!

    Toller Beitrag, danke dafür.
    Ich finde deine privaten Bilder richtig gut. Das Objektiv ist bestimmt auch der Hammer.
    Andererseits hättest du wahrscheinlich auch mit deiner X-Pro2 und dem 56er oder 90er vergleichbare Bilder hinbekommen. Zum Bruchteil des Preises. Das schreibe ich eher als Therapie für mich, damit ich nicht gleich -vom GAS getrieben- los renne und mir ne D850 mit 105er hole 🙂
    VG
    Leon

  5. Hallo Martin! Vielen Dank für deine Eindrücke! Das Nikkor 105/1.4 ist in der Tat eines der besten Objektive, das Nikon in den letzten Jahren auf den Markt gebracht hat – deine Begeisterung kann ich nachvollziehen. Ich für mich gebe jedoch den 85mm eher den Vorzug, wobei es bei mir so war, dass die f/1.8-Variante kaum zum Einsatz kam und das 85/1.4 bekomme ich plötzlich kaum noch von der Kamera. Mir sind 105mm irgendwie zu lang – wenn schon etwas längeres Tele, dann bitte gleich 135mm. Aber so hat halt jeder seine Vorliebe.

    Ich freue mich auf den Review zur D850!

  6. Das Laowa 105mm F/2 STF könnte evtl mit dem Look des Nikkor mithalten und ist deutlich günstiger und kleiner. Dafür nur Manuell. An einer Sony aber mit Focus Peaking gut zu nutzen.

  7. Hallo,

    wenn ich mal ein bisschen rechne, dann komme ich in Sachen Schärfentiefe look mit einem 70-200 2.8 bei Endbrennweite auf fast den gleichen Bereich und kann sogar noch weiter von meinem Objekt weg sein ohne Bemerkt zu werden. Bei Tamron kostet die Scherbe 1200€. Hat vllt nicht die gleiche Abbildungsleistung und ist auch nicht so lichtstark, hat aber bei 200mm auf 2.8 ähnlich geringe Schärfentiefe.

    Nur meine gedanken dazu.

      1. Verschiedene Schärfentieferechner sagen was anderes. Um einen Schritt Schärfentiefe zu verlieren müsste ich entweder 1 Blende Lichstärker werden oder bei gleicher Lichstärke die Brennweite um Faktor 1,4 erhöhen. Das sind von 105 auf 200 ca. 2 Blenden.
        Ich seh den Fehler nicht ganz.

          1. Ok dann hab ich irgendwas falsch verstanden. Dann versteh ich aber auch nicht wie ein 135 f/1.8 den gleichen Look erzeugt.
            Will hier aber auch keinen Streit vom Zaun brechen! Bin ein großer Fan deines Blogs!

          2. Hab meinen Fehler entdeckt. Ich meinte gar nicht die Schärfentiefe, sondern das Bokeh bzw. die Größe der Unschärfekreise. Sorry.

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