28.2.2018    0

INSIDE A SONY SENSOR FACTORY

28. Februar 2018 | Blog

Während des Presse-Trips mit Sony Europa nach Asien durften wir das Kumamoto Sensorwerk besichtigen. 7,5 MILLIARDEN Sensor pro Jahr bzw. 4 MILLIONEN Sensoren pro Tag verlassen die Fabrik.
Nein, nicht ausschließlich für Foto-Kameras sondern die meisten natürlich für Fernseher, Autos, Webcams und und und… Sony produziert mehr als nur Sensoren für Sony-Produkte sondern auch für viele Fremdmarken.

Also neben Vollformat- und auch Mittelformatsensoren gibt es eben auch  ganz viele „kleinere“ Sensoren.

Das Werk wurde fast vollständig durch ein Erdbeben zerstört und die Auswirkungen dieser Zerstörung wurde auf dem gesamten Kameramarkt spürbar wahrgenommen.

Das Werk wurde für 400 Millionen USD wiederaufgebaut. Insgesamt dauerte der Wiederaufbau 3,5 Monate. Außerdem wurden Maßnahmen für ein weiteres Erdbeben getroffen. Die gleichen Schäden würden in Zukunft in der Hälfte der Zeit beseitigt werden können. Also in knapp 2 Monaten.

Damit dürfte ein weltweiter Engpass in Punkto Bildsensoren nicht mehr so schnell vorkommen.

Wir durften übrigens knapp einen Tag im Werk verbringen. Wir konnten die Produktion besuchen und Fragen an die Sony-Mitarbeiter vor Ort stellen.

Was wir aber nicht durften, war Fotos zu machen. Ok.. Verständlich aus Sicht von Sony. Trotzdem natürlich schade, weil ich hier sehr wenig zeigen kann.

Das Interessanteste an der Besichtigung der Sensorfabrik fand ich übrigens die Aussage eines Chef-Entwicklers. Der meinte, dass „die größte Herausforderung im Bau und der Entwicklung von neuen Sensoren darin bestehen würde, die Charakteristik des Sensors gleich zu halten“.

Ich hätte nicht gedacht, dass Sony so viel Aufwand betreibt, dass ein neues Gerät wie ein „altes“ ausschaut. Ich hätte eher gedacht, dass man weiterentwickelt egal wie das Neue dann ausschaut, hauptsache besser.

Die meiste Zeit waren die Sony-Jungs und -Mädels damit beschäftigt, uns über die Qualitätskontrolle und die Reinheit der Produktion aufzuklären. Scheinbar ist das eine Sache, die Sony sehr auf dem Herzen brennt oder wo aber besonders damit angegeben werden kann.

Auf jeden Fall kann ich nicht mehr zählen, wie oft uns die Prüf- und Korrekturmechanismen gezeigt und erklärt wurden. Nach dieser ganzen Erfahrung würde ich echt behaupten, dass es nur schwer möglich ist, dass ein Sensor von Sony nicht 100% der Leistung bringt.

Irgendwie kam ich mir ja schon beim Fotografieren des Schildes schlecht vor. So ein bisschen wie ein Paparazzo.

Außerdem wäre das Problem sicherlich auch gewesen unsere Kameras in die Reinräume zu bekommen. Das war schon mit unseren Körpern ein gigantischer Aufwand. Wie wäre das erst mit Kameras gewesen?

Trotzdem kann ich euch etwas zeigen.

Das Bild unten zeigt einen sogenannten INGOT. Daraus werden dann Scheiben geschnitten.

Das sind danach dann die soggenanten Wafer (engl. für Waffel oder Oblate) und darauf werden dann die Sensoren gefertigt.

Je nach Größe eines Sensors passen mehr oder weniger Sensoren auf einen Wafer.


By the way… Video vom Trip schon gesehen? 🙂

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