18. Oktober 2019


#TRANSPARENZ
Unser viel zu großes Projekt DESTINATION entsteht in Zusammenarbeit mit NIKON DEUTSCHLAND. Ohne einen Sponsor der uns wenigstens teilweise bei den Kosten unterstützt geht ein derlei großes Projekt nicht. Mehr Infos! Zudem tragen wir Kleidung von Haukland um unseren Kollegen Ben zu unterstützen. Wir haben für unsere Jacken nichts gezahlt, weitere Abreden gibt es aber nicht. Als Letztes möchten wir nochmals klar stellen, dass wir HP Ambassadoren sind, die aktuell einzigen in Deutschland und wenn man HP Ausrüstung sieht, dann weil wir natürlich einen Computer zum Arbeiten brauchen aber auch wegen eben dieser generellen Zusammenarbeit mit HP.

Ein neuer Tag beginnt um 5 Uhr und natürlich beginnen wir den Tag mit Kaffee. Das ist ein Luxus den wir uns nur dann gönnen können, wenn wir nicht raus zum Fotografieren müssen. Dieses Mal haben wir auch vorgesorgt und aus Deutschland entsprechendes Material eingepackt.

Wenn wir uns schon den Kaffee gönnen, dann werden die Bohnen frisch gemahlen und ebenfalls frisch aufgebrüht. Luxus pur. Nicht so Luxus ist hingegen die tägliche Arbeit. Schottland ist relativ solide im Ausbau von LTE und 3G und so können wir aktuell noch relativ gut auf Emails zugreifen. Das wird sich noch ändern. Trotzdem fällt eben immer noch Arbeit an in Köln und die muss trotz Produktion und Roadtrip in Schottland erledigt werden. Daher sieht man mich erstaunlich viel am Rechner und am Tippsen.

Marc hingegen freut sich am frischen Kaffee aus der Krolop&Gerst Emailletasse. 🙂

Aktuell haben wisr in WhiteSands Halt gemacht. Lustiger Fakt… 100m neben dran ist das Kernkraftwerk und vielleicht strahlen wir jetzt gerade ein bisschen. Kein gutes Thema zum Scherzen aber es gibt erstaunlich viele Kernkraftwerke in Schottland. Und der Strand rund um WhiteSands wäre ohne Kraftwerk echt Bombe.

Das Wetter sieht fürchterlich aus heute morgen. Dicke Nebelwolken hängen über dem gesamten Firmament. Von Sonne oder Zeichnung nicht wirklich was zu sehen. Und es fängt auch direkt wieder an zu Regnen. Wie bisher immer im Stundentakt.

Unsere Ausrüstung ist noch nicht einmal richtig in Schottland angekommen und wird schon auf eine harte Probe gestellt. Wasser ist so mit das Schlimmste was man Elektronik antun kann und die Luftfeuchtigkeit im Camper ist so hoch, dass man die Luft mit einem Messer schneiden könnte.

Dafür entlohnen uns die Ausblicke und die Momente aber dann wieder.  Die Küstenlandschaften in Schottland versprechen grandios zu werden. Überall kleine Burgen bzw. eher noch die Ruinen die davon über sind.

Und wir sind kräftig am Filmen und Fotografieren. Fotografieren tun wir nur in 5% der Zeit. Den Rest brauchen wir fürs Filmen des Fotografierens. Also Inception sozusagen.

Zeitraffer haben es uns besonders angetan. Aber die sind richtige Zeitkiller. Naja, heißen ja auch Zeitraffer. Wir würden gerne so viel mehr davon machen aber jeder Zeitraffer kostet mindestens eine Stunde mit Aufbau und der eigentlichen Zeitraffung. Und das können wir uns einfach nicht oft leisten.

Aber wenn wir irgendwo mehr als 10 Minuten sind, baut Thomas direkt die Rail auf. Und los geht der Slide…

#EINEPERSÖNLICHEBITTE
Es gibt aktuell unsere erste Staffel DESTINATION NEUSEELAND online auf YouTube und AmazonPrime! Wir brauchen für dieses Projekt Hilfe. Und zwar in Form von Kommentaren, positiven Bewertungen und Verlinkungen. Wenn jemand heute etwas Zeit hat, dann bitte gebt uns bei Amazon eine gute Bewertung und schreibt einen ehrlichen Text dazu. Oder verlinkt die Reise für eure FotoFreunde. Alles hilft… danke 🙂

Wir nutzen hier in Schottland den SYRP Slider mit vollem Kopf. Die Ergebnisse damit sind einfach umwerfend. Das sind Zeitraffer 2.0. Wenn die nur nicht so viel Zeit kosten würden von der wir doch so wenig haben. Hier geht die Sonne gerade erst um 7.50 Uhr auf und schon wieder gegen 18 Uhr unter. Das sind kaum 10h für Fahren, Fotografieren und Zeitraffing…

Und unser Tag hat noch nicht mal richtig angefangen da zieht es auch schon wieder erneut zu. Wir sind nur wenige km gefahren und die nächste dicke Wolkenfront macht den Himmel schwarz. Ich fürchte den Regen mehr als andere Dinge. Der Camper ist groß genug für uns vier Kerle aber wenn wir Ausrüstung sortieren wollen, dann wir der Raum erstaunlich klein. Wir müssen draußen vor der Türe arbeiten und das geht natürlich nur ohne Regen.

Sei es drum, die erste Station des Tages bringt uns zur BELHAVEN Brauerei und dort geht es natürlich um die schottischen Bier-Trink-Gewohnheiten.

Die ganze Zeit natürlich begleitet von mehr oder weniger Regen. Eher mehr als weniger.

Für die Ausrüstung ist das wirklich echt das Limit. Wer denkt Namibia war hart, der kennt Schottland im Herbst nicht. Und dabei ist eben nicht das Problem das Fotografieren. Für ein paar Fotos die Kamera aus dem Rucksack holen ist ja pillepalle selbst bei Regen. Das Problem ist das Filmen. Jeder unserer Schritte wird gefilmt und viel Drumherum auch noch. Die Kameras sind viel länger dem Regen ausgesetzt als jede Fotokamera. Wäre hätte gedacht, dass Schottland schlimmer für unsere Ausrüstung ist als Namibia. Und ich meine das wirklich, Namibia war ein Klacks dagegen. Wasser macht zwar Glas und Mechanik nichts aus aber ich habe wirklich viel mehr Angst um die Ausrüstung hier als in Namibia. Wir haben 21 Tage Produktionszeit und wir dürfen keine Ausfälle haben. Wir haben keine Ersatzkameras dabei

Und da gibt es super sensible Teile. Drohnenmotoren, Gimbalmotoren und Slidermotoren. Alles nicht gerade sehr vorteilhaft für Feuchtigkeit.

Und in jeder Pause gilt es zu scouten. Planung haben wir zwar auch exzessiv betrieben aber das ersetzt nicht die Live-Planung vor Ort. Denn wir wissen jetzt ja wie das Wetter wirklich ist und was wir wie wo machen können. Und während ich so fröhlich Google und Locationscouting betreibe kommen die anderen auf super dumme Gedanken. Ab sofort haben wir eine GoPro mit Biergeruch. 🙂

Nach Belhaven, ab in den Camper und weiter. Der Zeitschalk im Nacken!

Zwischenzeitlich sieht unsere Ausrüstung auch super chaotisch aus… Aber der Tag ist nur noch kurz und unser Plan ist es noch heute nach Edinburgh zu kommen und auch dort einige Fotos zu schießen. Und Edinburgh ist noch ein gutes Stück.

Ich kann leider hier nicht viel über die Fahrt nach Edinburgh zeigen. Das war zu hektisch und wir hatten echt andere Dinge zu tun. Aber wenigstens ging der Regen weg und die Sonne kam so etwas durch.

Und wie es der Zufall so wollte waren wir eben auch zur perfekten Zeit am richtigen Platz. Oberhalb der alten Burg im perfekten Sonnenlicht.

Wir haben dann noch gute 3h gedreht und uns mit unserem Guide über die restliche Planung unterhalten. Der hat uns übrigens auch heute das Nationalgetränk Schottlands gezeigt. Jedenfalls nach Whiskey und Bier. IRN BRU ist so ein wirklich widerliches Zeugs…

Unser Guide David ist übrigens ein BLUE BADGE Guide und das bedeutet, dass er die nötige Kompetenz für GAAAANZ Schottland hat. 🙂 Genau richtig für ein paar Tipps und Tricks.

Und einen Tipp, den mussten wir natürlich sofort befolgen. David meinte, wir müssten unbedingt auf Arthurs Seat hochkraxeln. Ein echter Berg mitten in Edinburgh und verdammt hoch. Gut, scheinbar wird er von Joggern und Co genutzt als Hausstrecke. So ein bisschen befremdlich ist es schon, wenn man so in voller Foto-Wildnis Montur auf den Berg hächelt und dann von einem leicht bekleideten Mädchen überjoggt wird. So ganz in Sneakers und man selbst mit 15kg Rucksack, Stativ und Expeditionskleidung für das Nordkapp. 🙂

Aber es hat sich einfach gelohnt das ganze Gedöns da hoch zu schleppen. Arthurs Seat müsste eigentlich irgendwas mit Wind heißen, denn hinsetzen kann man sich da nicht. Viel zu kalt und viel zu stürmisch. Da bläßt einem der Wind praktisch aus den Socken. Echt ne Hausnummer, gerade ganz vorne an der Klippe.

#ANMERKUNG
Ich, Martin, schreibe diesen Beitrag gerade inmitten der eigentlichen Reise während den Fahrtzeiten mit dem Laptop im wackelnden Fahrzeug. Wir halten die ganze Zeit Ausschau nach Spots und Motiven und springen hier raus und filmen das noch… das ist kein konzentriertes Schreiben sondern eher ein Getippse sobald mal 10 Sekunden Zeit sind. Wer Rechtschreibfehler, halbe Sätze oder fehlende Kommata findet, der darf die gerne behalten. Sorry für mein Deutsch! Geht gerade aber nicht besser…

Und ja, ich muss zugeben, wir waren noch nicht einmal gaaaanz oben. Wir waren sozusagen nur auf 33%. Aber natürlich auf den fotografisch wichtigeren 33%.

Schotttland ist hart. Und Hoch jagt scheinbar jedes Tief. Aber das ist hier ein verdammt tolles Hoch. WOW!!! Wie viel Glück dass wir solch ein fantastisches Licht auf die Burg bekommen.

Und jetzt grinst auch Thilo wieder. Bei so einem Ausblick, bei so einem Moment. Mal wieder Gänsehaut. Wir stehen über Edinburgh und Petrus meint es einmal so richtig gut mit uns! 🙂 Jackpot!

Zwischenzeitlich sind wir seit schon über 16h mal wieder wach. Runter vom Berg, ab ins Auto und mit dem Auto zum… NEIN, nicht Campingplatz, sondern zum Flughafen. Denn wir haben heute gemerkt, wie sau dämlich es ist, mit einem 7,44m langem Camper in die Altstadt von Edinburgh zu fahren. Und daher holen wir uns für den kommenden Tag einen kleinen Transporter. Damit sind wir mobile und werden nicht mehr zur Gefährdung aller lebenden Wesen in Edinburgh.

Das Abholen von Europcar hat mit der Fahrt zum Flughafen und zurück fast 2h gebraucht. Zwischenzeitlich geht es auf Mitternacht zu und für uns geht es noch 30 Milen zum Campingplatz. Ja, richtig, wir haben einen Campingplatz außerhalb von Edinburgh genommen mit der Hoffnung dort gute FotoSpots zu haben. Gab es aber nicht und jetzt haben wir halt den Salat! 🙂

 

Was jetzt folgt ist noch stundenlanges BackUpen, Sortieren, Kopieren und Laden. Laden ist eh so ein Thema für uns. Jedes Mal wenn wir Strom haben, müssen wir alle Akkus sofort laden. Sonst stehen wir bald ohne Saft da! Und insgesamt haben wir 29 Aufzeichnungsgeräte und Speicherkarten die jeden Abend kopiert und sortiert werden müssen.

Das braucht verdammt viel Nerven und noch mehr Bier. Sonst geht das gar nicht. Thilo und Thomas teilen sich die Arbeit und versuchen so schnell es geht fertig zu werden. Mehr als 20h pro Tag können wir nicht machen. Wir haben uns festgelegt wenigstens 4h pro Tag zu schlafen. WENIGSTENS…

Euer Marc, Thilo, Thomas und Martin

Kommentare (8)

8 thoughts on “K&G DESTINATION SCHOTTLAND – 03

  1. Hallo und Guten Morgen. Ja, ich wollt es Euch eigentlich vorschlagen das Ihr mal das widerliche Iron Bru trinkt. Das gehört zum perversesten aller Gesöffe, aber die Schotten lieben es. 🙂 Ach ja.. was beklagt Ihr Euch, in einem Land das statistisch gesehen 229 Tage Regen im Jahr hat, ist es nun mal ziieeeemlich nass. 🙂 Insbesondere der Herbst ist schon widerlich und das Land hat schon skandinavische Züge. So richtig kalt wird es aber auch seltenst.

    Aber die Farben am Abend, sind meistens ziemlich spannend. Ihr hättet vielleicht im August hin fahren sollen. Die Sonnenuntergänge im schottischen Sommer sind sensationell.
    Ach ja…. einen Tip noch… Freitag Abends mal die Leute beobachten wenn die zum feiern gehen. Die schottischen Frauen sind echt hart in jeder Beziehung. Egal wie kalt oder widerlich das Wetter ist, die laufen dort in offenen Highheels rum als wäre es Sommerliche Temperatur und der Minirock kann nicht mini genug sein. Freut mich das es EUch in meiner ehemaligen Wahlheimat so gut gefällt, auch wenn es für Euch im Moment sehr anstrengend ist.

    Falls es noch auf Eurem Radar und Eurer Reiseplanung ist… es lohnt sich dem Caledonian Canal zu folgen. Viel Erfolg bei Eurer Produktion und Grüße aus dem Ländle

  2. Ich verfolge immer sehr gespannt und mit großer Vorfreude auf Nachschub eure Reise-Blogs. Einfach toll, danke dafür!

    Was mich jedesmal beim lesen brennend interessiert, vielleicht ist das ja mal einen eigenen Artikel wert =) :
    – Steht für euch das „Arbeiten“ im Vordergrund oder seht ihr es auch als Teil eines „Urlaubes“ (mir ist natürlich bewusst das ihr dort dauerhaft arbeitet, aber das Empfinden kann ja anders sein 😉 )

    – Vier Männer auf engem Raum – ist das immer harmonisch oder kracht es auch schonmal? Und wie wirkt sich das dann aus da es sich ja um ein berufliches Miteinander handelt (Chefs +Mitarbeiter)

    – Wie läuft die Arbeit/Firma in der Heimat weiter? Ich kann mir vorstellen, dass das mit viel Vor- und Nachbereitung zu tun hat wenn man zwischendrin lang weg ist?

    Würde mich freuen wenn ihr da mal drauf eingehen könntet =)

  3. Das ist ein ganz schönes Gejammer von Dir, und das meine ich so wie ich es schreibe. Schottland im Oktober ist bestes Herbstwetter und ziemlich wechselhaft, und Ihr wart noch nichtmal in den Highlands. Das hättet Ihr aber vorher auch mal recherchieren können. Ich hoffe Ihr achtet auf die Hinweisschilder die an manchen Pässen und Straßen stehen und davor warnen mit Wohnmobilen die Straßen zu befahren. Das ist nämlich kein Spaß mit so einem 8 Meter Monster.

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