10. Oktober 2019


#TRANSPARENZ
Unser viel zu großes Projekt DESTINATION entsteht in Zusammenarbeit mit NIKON DEUTSCHLAND. Ohne einen Sponsor der uns wenigstens teilweise bei den Kosten unterstützt geht ein derlei großes Projekt nicht. Mehr Infos! Zudem tragen wir Kleidung von Haukland um unseren Kollegen Ben zu unterstützen. Wir haben für unsere Jacken nichts gezahlt, weitere Abreden gibt es aber nicht. Als Letztes möchten wir nochmals klar stellen, dass wir HP Ambassadoren sind, die aktuell einzigen in Deutschland und wenn man HP Ausrüstung sieht, dann weil wir natürlich einen Computer zum Arbeiten brauchen aber auch wegen eben dieser generellen Zusammenarbeit mit HP.

Der morgen beginnt früh für uns. So früh, dass wir vor dem Restaurant auf dem Schiff stehen und auf Einlass hoffen. Jede Minute zählt, denn wir müssen die Zeitrafferkameras und die Videokameras aufbauen und bemannen.

Also reicht es nur für ein kurzes Frühstück und dass obwohl das Essen hier wirklich verdammt gut ist. Und zudem wird es vorerst das letzte gute Essen sein. Da bin ich mir sicher. Wir wussten ja was ab sofort kommt, kennen wir nur zu gut aus Neuseeland und Namibia. Fertigessen, Dosenfutter und Schund zwischendurch. Hauptsache Kalorienaufnahme in kürzester Form sodass möglichst viel Zeit fürs Fotografieren bleibt.+

Trotzdem hat uns der erste Blick aus dem Fenster das Frühstück sehr schnell beenden lassen. WOW… was für ein Sonnenaufgang über dem Meer.

Wir durften auch heute früh wieder auf die Brücke und auf die obersten Decks der Fähre. Das Wetter war ruhig und der Seegang gemächlich. Keine große Gefahr über Bord zu gehen also. Und wenn, dann wären da zwei weitere große Bojen auf dem Meer umhertreibend.

Natürlich darf die Zeitraffer-Kamera nicht fehlen. Wobei hey, Zeitraffer ist ja das deutsche Wort. Um cool zu sein muss man TIMELAPSE sagen. Sonnenauf- und Sonnenuntergänge sind super wichtig für uns weil die Momente für Destination für die logische Zeitachse dazu gehören. Ohne Zeitraffer hab man keinen schönen Tag-Nacht Wechsel. Oder man muss den Wechsel super fancy machen mit irgendwelchen Cuts und Transitions.

Und das ist auch ein Grund warum in unseren Rucksäcken TONNENWEISE Ausrüstung ist, die kein normaler Fotograf für gewöhnlich mit sich rumschleppen würde. Saugnäpfe, SuperClamps, extra Köpfe, Stromversorgungen und und und. Alles ziemlich belastend für den Rücken.

#EINEPERSÖNLICHEBITTE
Es gibt aktuell unsere erste Staffel DESTINATION NEUSEELAND online auf YouTube und AmazonPrime! Wir brauchen für dieses Projekt Hilfe. Und zwar in Form von Kommentaren, positiven Bewertungen und Verlinkungen. Wenn jemand heute etwas Zeit hat, dann bitte gebt uns bei Amazon eine gute Bewertung und schreibt einen ehrlichen Text dazu. Oder verlinkt die Reise für eure FotoFreunde. Alles hilft… danke 🙂

Wir haben unsere Ausrüstung aber wirklich sehr gut optimiert. Neuseeland zu Namibia war schon ein extremer Sprung aber jetzt ist alles noch viel geiler. Die Kombination aus Monitoren, Käfigen, Halterungen und und und ist einfach perfekt geworden. Das merken wir jetzt schon. Es macht einfach so viel Spaß…

Und was wir auch schon am zweiten Tag merken ist unsere Routine. Wir sind hier in Schottland mit dem 1:1 Team aus Namibia und das merkt man einfach. Denn sowohl Thomas als auch Thilo haben jeweils jetzt eine komplette Staffel geschnitten und vor dem Rechner am eigenen Leib erlebt, wie Fehler sich auf das fertige Ergebnis auswirken. Beide wissen echt genau was zu tun ist und wie.

Und ja, Marc kann immer noch sprechen. Gar nicht mal so schlecht übrigens… HÜSTEL…

Filmen und Fotografieren ist immer so ein schmaler Grat. Genau da wo man nicht hin darf, dort sieht alles viel viel geiler aus. Vielleicht auch gerade weil man da nicht hin darf, vielleicht aber auch, weil ungewöhnliche Perspektiven immer toll sind.

1100 Gäste reisten heute mit uns nach Nord-England. Und irgendwie fühlte es sich toll an auf dem obersten Deck zu stehen während alle anderen Gäste in ihren Kojen fröhlich schlummern. Wir sind produktiv und wir machen Fotos.

Aber auf jeden Fall bekamen wir auf dem obersten Schiffsdeck schon mal einen Eindruck von Kälte und Feuchtigkeit. Ich denke aber da kommt noch deutlich mehr. Mehr  Wasser, mehr Kalt und auch beides Zusammen. Vor allem in den Highlands im Oktober.

Heute sind wir so gegen 11 Uhr in den Hafen eingelaufen. Das Ausschiffen war unfassbar flott und wir waren gefühlt im nächsten Augenblick in England inmitten lauter Menschen die auf der falschen Seite fahren und mit der linken Hand schalten. Und kaum sind wir an Land, geht es auch schon los mit dem Filmen. Die Kameras müssen glühen, wenn das überhaupt geht mit den Temperaturen.

Unsere Videokameras sind dieses Mal in Schottland alles Z7 und Z6. Keine D850 mehr. Marc und ich haben uns zwar im Vorfeld gezielt für Kameas zum Fotografieren entschieden, beim Filmen stand aber ab der ersten Sekunde fest. Z! Wir haben in Namibia den Unterschied gemerkt und alles getan was möglich war um nur noch Z Kameras zu nutzen und nicht mehr weiter mit DSLR zu mixen. Zu den genauen Gründen kann ich bestimmt in den kommenden Beiträgen der Reise was sagen.

So sah es heute morgen noch in unserem Camper aus. Obwohl das Monster 7,44 Meter lang ist und wirklich sehr groß für einen Camper, haben wir einfach keinen Platz. Unsere 4 großen Rucksäcke machen den komplettten hinteren Bereich zu. Da kann man kaum noch stehen.

Und kaum in England angekommen durfte ich auch schon meinem Hobby nachgehen und kleine surrende Ufos durch die Lüfte steuern. Wir haben echt viele Dronen (ja, heißt Quadrokopter!) mit dabei. Wir sind uns sicher dass die eine oder andere Drone durch den Wind dran glauben muss. Wenn ich aber den Wind hier in den ersten Stunden als Referenz nehme, dann werden wir gar nicht so viele Möglichkeiten haben die Drohne steigen zu lassen.

So sieht es übrigens aus wenn ich die Bilder für diese Beiträge im Blog hier bearbeite. Das muss dann hinten im Wohnwagen am Tisch passieren und dabei wakelt das Mobil über schottische Landstraßen und mit ihm wackelt der Martin und das Laptop. Das ist aber auch, neben der reinen Geschwindigkeit, der Grund warum wir nur Festspeicher verbaut haben und auch nur externen Festspeicher nutzen. Alles Andere würde den Trip nicht überleben.

Eines der wichtigsten Objektive bei der Produktion ist übrigens das 24-70 f2.8. Wir haben davon gleich drei Stück in Verwendung und zwar ohne Pause. Die Objektive sind eben so vielseitig, dass wir die Teile für die Produktion brauchen. Kein anderes Objektiv kann in so vielen Situationen glänzen. Man kann ordentliche Nahaufnahmen machen, Weitwinkel ist solide vorhanden und die optische Qualität ist bei f2.8 perfekt. Wir haben hier so wenig Zeit für nix, dass wir uns fast nicht erlauben können Objektive zu wechseln. Eher wechseln wir die Kamera. Jeder unserer Filmer hat zwei Kameras mit jeweils sehr unterschiedlichen Objektiven. Dazu 2 GoPros und eine Drohne im Rucksack. Stative und Halterung und und und…

Besonders hochgerüstet haben wir übrigens bei den Monitoren. Atomos Shinobi verwenden sowohl Thilo als auch Thomas an den Kameras und nutzen damit Zebra, Waveforms und Peaking auf einem großen Bildschirm. Das wird die Videos noch besser machen. Bei Video gilt einfach, umso mehr man sieht, umso besser man filmt.

#ANMERKUNG
Ich, Martin, schreibe diesen Beitrag gerade inmitten der eigentlichen Reise während den Fahrtzeiten mit dem Laptop im wackelnden Fahrzeug. Wir halten die ganze Zeit Ausschau nach Spots und Motiven und springen hier raus und filmen das noch… das ist kein konzentriertes Schreiben sondern eher ein Getippse sobald mal 10 Sekunden Zeit sind. Wer Rechtschreibfehler, halbe Sätze oder fehlende Kommata findet, der darf die gerne behalten. Sorry für mein Deutsch! Geht gerade aber nicht besser…

Heute haben wir dann auch tatsächlich die Grenze überschritten. Sehr unscheinbar ist die schottisch englische Grenze. Halt irgendwie wie eine Ländergrenze in Deutschland auch ist. Ob ich es wirklich so merke wenn ich von Bayern nach Hessen fahre? Wohl kaum…

Mehr als ein schlichtes Schild ist auch hier nicht zu finden. Natürlich sind wir wie die Blöden um das Schild herum geturnt und haben Aufnahmen davon gemacht. Die Einheimischen haben uns sicherlich für absolut dumm gehalten.

Unser Camper ist wirklich sehr viel besser als in Neuseeland und der Vorteil ihn in Köln direkt vollgeladen zu haben ist spürbar. Wir sind eben nicht mit vier Koffern angereist sondern konnten wirklich das Teil nach unseren Bedürfnissen voll laden. Aber uns machen die Straßen hier jetzt schon Angst. 7,44m ist das Teil lang und die Straßen haben hier gefühlt 1,5m Breite.

Und kaum angekommen geht es eben auch schon mit der Arbeit los. Die meiste Zeit haben wir heute mit Scouting und Suchen verbracht. Dabei ist GoogleMaps unser bester Freund. Wir scouten Buchten und Strände für den kommenden Morgen und versuchen dabei eben den Sonnenverlauf vorauszuplanen.

Und bei all der Arbeit, darf man eben auch das Schlafen nicht vergessen. Weil wir Nachts kaum Schlaf finden, müssen wir andere Zeiten zum Ausruhen finden. Und da bietet sich halt eine Fahrt sehr gut an. Etwas schade ist es schon. Man verpasst währenddessen eben auch die Fahrt selbst. Aber wenn die Augen schwer werden, dann kann man nur schwerlich etwas dagegen tun.

Ach und wenn noch irgendwer was schreibt von wegen kulinarischen Höhen und „kann doch nicht sein“… dann… Ehrlich… wir futtern hier im Pausenrythmus, nicht wann es schön wäre, sondern dann, wenn es eben passt. Und dabei geht es mehr um Schnelligkeit als um Geschmack. Schließlich hört das Fotografieren irgendwann auf, dann fängt aber die Ladeorgie, das Aufräumen und Neusortieren und vor allem aber das BackUpen an. Ohne Vorsortierung am gleichen Abend würden wir Wochen später zuhause dann Tage dafür brauchen. Sowas muss man machen, solange das Gedächtnis noch frisch ist.

In diesem Sinne gehen wir jetzt ins Bett.

GUTE NACHT

Marc, Thomas, Thilo und Martin

Kommentare (2)

2 thoughts on “K&G DESTINATION SCHOTTLAND – 02

  1. A propos Wind.
    Passt auf was Euer Zeugs angeht und seid auf jede Wetteränderung vorbereitet, gerade in Schottland kann das Wetter schnell mal unerwartet umschlagen.

    Schirme oder ähnlicher Unfug sind ein NO GO. Die fliegen Euch je nach Wetterlage bestenfalls weg. Was Verpflegung angeht, falls Ihr in Edinburgh aufschlagt und Ihr wieder was „vernünftiges“ Essen wollt…. dort gibt es die Bäckerei Falko, ein Bäcker aus Heilbronn, dort kann man unfallfrei Brot einkaufen.

    Viel Spaß, Gutes Gelingen und Gut Licht. 🙂

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