10. März 2018


#TRANSPARENZ -> Das fertige Endergebnis, nämlich die freie YouTube Videostrecke DESTINATION NEUSEELAND ist finanziert durch Nikon Deutschland. Mehr Infos! Dieser Blogbeitrag hat nichts mit irgendeiner Abrede zu tun. Wir haben schon in Island und während Frankreich ein Tagebuch geschrieben. Hier gibt es auch keine Amazon Links und keine sonstigen „Werbelinks“. Einfach nur ein ehrliches Tagebuch über das Leid zweier armer kleiner Fotografenhanseln.


Das war unsere gesamte Strecke 🙂 War anfangs noch nicht klar, jetzt im Nachhinein aber haben wir die GPS Daten ausgelesen und haben unsere volle Route fertig vor uns! 🙂


20.02.2018 – Es fällt mir bereits schwer den allerersten Beitrag zu verfassen. Das hat aber nichts mit der Materie oder der Sache selbst zu tun sondern mit meinem aktuellen Zeitempfinden. Ich weiß gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. Ich fühle mich als ob ich 3 Tage nicht geschlafen hätte, was übrigens der Realität gar nicht so fern ist, bin aber irgendwie fit und dann Wiederrum bin ich gar nicht fit. Ich glaube das nennt sich Jetlag… aber für Jetlag oder so ein Blödsinn haben wir keine Zeit. Aber dazu gleich mehr.

Unser Projekt DESTINATION NEUSEELAND ist gestartet. Wir wollen unsere YouTube-Videos erweitern in eine neue Richtung. DESTINATION steht für das Erlebnis der Fotografie, Marcs und meine blöde Erfahrungen und natürlich auch Technik und Kniffe rund um die Fotografie auf Reisen. Es soll ein Format sein, was man sich gerne am Abend anschaut, weil man sehen will wie es weiter geht und nicht wie sonst bei unseren Videos mit 100% Kopf nachgrübeln muss. Dafür werden vier Mann 14 Tage durch Neuseeland düsen auf der Jagd nach Fotos, Fotos, Fotos.

Soweit so gut, dann kann das Tagebuch ja beginnen. Wir sind übrigens Marc, Thilo, Julian und ich.

Angefangen hat unser Tag relativ früh. Es musste gepackt werden. Das war glaub ich vor 48h??? Ich weiß es nicht mehr und bin zu müde um das genau auszurechnen. Auf jeden Fall ging der Flieger erst um 20 Uhr. Allerdings braucht man von Düsseldorf von Köln aus schon mal ne gute Dreiviertelstunde und zudem haben wir mit unserer Ausrüstung so ziemlich jedes Ticket für alle Filz-, Röntgen- und Sprengstofftests dieser Welt gepachtet.

Problematisch war auch das Packen selbst. Denn wir haben erst am Samstag erfahren, dass wir aufgrund einer Änderung der Beförderungsrichtlinien KEIN Zusatzgepäck aufgeben können. Weiß der Geier warum aber damit waren wir auf 23kg pro Person plus Handgepäck beschränkt und hatten vormittags noch circa 4h Spaß beim reduzieren der Ausrüstung.

Unser Handgepäck wog jeweils noch weit über 10kg. Ohne Ausnahme von 12 bis 17kg Handgepäck aber so clever verteilt, dass beim Wiegen alle wirklich schweren Dinge am Mann in den hunderten Taschen unserer Foto-Spezial-Kleidung versteckt werden konnten.

Für unser finales Filmergebnis haben wir uns aber auch vorgenommen die Reise selbst als Ziel zu machen. Es geht also nicht nur um das eigentliche Fotografieren sondern auch um das Dorthinkommen. Es geht um alles rund um das Entstehen eines Fotos und das führte leider dazu, dass wir mit riesigen Kameras unterwegs waren. Ja, Tatsache, wir sind mit aktivem Gimbal geflogen. Aber nicht nur um unverwackeltes Material zu bekommen, nein, auch um 3kg Gepäck aus dem Handgepäck raus zu haben. Nachfolgend sieht man Thilos Kamerakombi mit ebenfalls circa. 4kg Gesamtgewicht.

Obwohl wir überpünktlich mit ordentlich Luft am Flughafen angekommen waren, hatten wir kaum Wartezeit. Grund dafür war sicherlich auch der EXTENDED SECURITY CHECK aufgrund unserer doch eher stark auffallenden Kameras.

Ich kann an dieser Stelle übrigens beruhigen, wir hatten uns Drehgenehmigungen der Flughäfen und Fluglinien geholt und durften somit auch wirklich filmen.

Zurück zum Thema FLIEGEN, meinem persönlichen Kryptonit. Als ich die drei Flugtickets in der Hand hielt wurde mir doppelt mulmig. Es ging gestern von Düsseldorf nach Abu Dhabi und von dort weiter nach Sidney um dann nochmals weiter nach Christchurch zu fliegen.

Um uns noch einige bessere Aufnahmen zu ermöglichen, gewährte uns Etihad ein PreBoarding. Wir konnten also vor allen anderen ins Flugzeug. Selbst vor der BusinessClass. 🙂

Wir betraten das Flugzeug so gegen 20 Uhr. Und das PreBoarding hab ich persönlich gehasst. Egal wie toll es für Aufnahmen ist, für mich ist es purer Stress IM Flugzeug drinnen zu sein. Warten ist schlimm, aber drin sitzen ist die Hölle. Normalerweise sorgt der Stress beim Betreten des Flugzeuges dafür, dass ich mich etwas vergesse und damit auch den Stress.

Trotzdem… es ist schon beeindruckend ohne Stress und Panik in ein Flugzeug zu kommen. Alle Plätze leer und plötzlich kann  man erstmal die Größe eines Flugzeuges erkennen. Gerade auf Langstrecke sind das ja extrem viele Menschen in so einer fliegenden Zigarre.

Thilo hatte aber sichtlich Spaß während mir gar nicht mehr zum Spaßen zumute war.

Erstaunlich war für mich nochmals die Flugroute. Wir flogen gestern über Bagdad. Und zwar direkt. Im nachfolgenden Foto erkennt man Bagdad aus der Luft. Erstaunlich hell.

Nach einem mehr oder minder schlimmen Flug mit gewöhnlichen Turbulenzen landete das Flugzeug mit uns an Bord gegen 6 Uhr in der Wüste. Weder Marc noch ich konnten überhaupt schlafen. Dafür war der Sitz einfach zu klein und wir beide zu aufgeregt endlich unser Projekt DESTINATION starten zu können. Marc und ich waren zu diesem Zeitpunkt beide jeweils seit über 24h wach!

Wer sich bis dato übrigens gefragt hat, aus was Thilos Kamerakombination besteht und was da hinten an der Kamera hängt, der darf gerne mal über seine Schulter schauen. Wortwörtlich. Hinten dran ist ein Monitor um bei der Aufnahme mit Zebra, Peaking und einem großen Display zu dienen. Dazu eine sehr tiefe Sonnenblende um Reflexionen bei der Aufnahme zu vermeiden und das Bild wirklich auch im grellen Sonnenlicht bewerten zu können. Gute Sonnenblenden sind locker mal 20cm tief.

Das Zebra zeigt die letzten 10% hellen Stellen im Bild. Sozusagen eine erweiterte Blick-Überbelichtungs-Warnung in Videoform. Das Peaking markiert in gewünschter Farbe Mikrokontraste im Bild. Es wird also der Bereich der Schärfe gekennzeichnet. Im Bild unten sieht man die roten Linien des Peakings.

Dazu gibt es dann noch das 24-70er und fertig ist die schnelle Reportage-Doku-Kamera.

Weiter ging es dann gegen 9 Uhr nach Sidney. Dieses zweite Streckenstück wurde im A380 zurück gelegt. Der Flug von Abu Dhabi dauert nach Sidney circa 14 Stunden. Ja, richtig gehört. Nach 24 Stunden wach, nochmals 3h am Flughafen warten und danach 14 Stunden weiter nach Sidney. Zu dem Zeitpunkt war ich persönlich nicht mehr ansprechbar. 14h in einem Flieger eingesperrt zu sein… da ist die Vorstellung schon die pure Hölle auf Erden für mich.

Zurück zum Airbus A380. Ein monströser Flieger. Erstaunlich wie groß.

Auf jeden Fall ein gutes Motiv für unsere Videostrecke und allemal wert von Thilo gefilmt zu werden.

Übrigens erkennt man erst im Maßstab die wahre Größe. Dass ein Rad so groß ist wie ein Mensch ist einfach unfassbar. Welche Kräfte da wirken müssen bei Start und Landung?

Die Dimension erstaunt und erschreckt zugleich. Zwei Etagen, zwei Gangways.

Auch hier durften wir wieder vor allen anderen Fluggästen einsteigen und zu unseren Sitzen eilen um dort noch einige besondere Aufnahmen zu machen.

Wir hatten für diesen zweiten und längsten Flug etwas extra Kohle geblecht und uns Sitze mit erhöhter Beinfreiheit gesichert. Reihe 75 im A380 ist zu empfehlen.

Ich saß auf dem linken, Marc auf dem rechten Platz. Den linken Platz würde ich nicht mehr empfehlen. Ziemlich blöde mit den Beinen wenn die Flugbegleiterin mit dem Karren vorbei muss und eigentlich stolpert gefühlt JEDER Toilettengänger über die Füße sobald das Kabinenlicht nach der ersten Hauptmahlzeit gedimmt wird.

Aber naja… der Flug ging rum… erstaunlich unruhig und holprig aber immerhin kamen wir sicher in Sidney an und das ist ja das Wichtigste.

Nach gefühlt 30485 Stunden in der Luft war mein Akku mehr als leer. Minus 47% mindestens. Ich hatte brutale Kopfschmerzen und geschlafen hatte Marc so circa. 3h und ich selbst mal wieder gar nicht. Ich kann einfach nicht schlafen im Flugzeug. Es geht nicht!

Damit nicht genug. Mal wieder Security Checks. Sprengstoff-Detektoren, Bodyscanner und Abtasten. Der sechste übrigens bis dahin. Je Flughafen wurden wir mindestens zwei mal kontrolliert. Wirklich krass. Unnötig und fast schon Schickane aber gut, solange keine Bombe ins Flugzeug kommt, uns soll es Recht sein.

Aber selbst nach über 24h in einem Flugzeug, 21 davon in der Luft, knapp 2 Tagen wach ohne Schlaf waren wir immer noch nicht im Ziel angekommen. Der dritte Flieger sollte uns dann final an den Zielort bringen.

Problem dabei… Zyklon Gita hatte schon über 4000 Neuseeländer von der Außenwelt abgeschnitten, fast die gesamte Küstenstraße war bereits gesperrt und der Pilot machte uns schon beim Start auf die relativ unruhige zweite Hälfte des Fluges aufmerksam. Na prost, sowas will man hören, wenn man in so einem Zustand wie ich gestern war ein Flugzeug betritt.

Das sieht auf dem Monitor so kurz aus aber das ist echt ewig weit. Fast 4h Flugzeit bis Touchdown und fast der gesamte Flug dabei mit kräftigen Turbulenzen und eingeschränktem Bordservice.

Lustig dabei fand ich nur die Tatsache, dass natürlich alle Folgen des Herr der Ringe und des Hobbits im Bordfernsehen zu finden sind. Ja klar, bessere Neuseeland-Werbung gab es wohl noch nie vorher überhaupt auf der Welt und wird es sicherlich auch nie mehr geben.

Aber anstatt mit epischem Herr der Ringe Wetter, empfing uns Neuseeland ziemlich schlimm. Nicht nur der Flug war grausam, das Wetter war einfach… wie soll ich sagen… Zyklon. Und für diejenigen die nicht wissen was ein Zyklon ist. Teilweise nennt man das Ding auch Orkan, Hurrikan, Taifun oder eben Zyklon.

Die Landung war hart, unangenehm und eher beängstigend, konnte aber nicht die Freude überdecken, endlich angekommen zu sein. Ich kann es kaum in Worte fassen wie ich mich nach einem derartigen Höllenritt auf drei Langstrecken in Folge bei der Ankunft fühle.

Meine Glückseligkeit konnte auch nicht durch das Wetter getrübt werden. Immerhin hatte ich festen Boden unter den Füßen. Nur die Warterei auf die Abholung der Camper-Vermietung war etwas nervig. Nach so langer Zeit nochmals ne Stunde rum zu stehen und zu warten ist echt grenzwertig.

Irgendwann kam dann aber auch der Kleinbus und wir konnten im strömenden Regen unseren Camper abholen. Den werde ich dann mal gesondert in den nächsten Tag vorstellen. Nur soviel, die blauen Flecken und Beulen sind bereits nach einem Tag in einen eher unzählbaren Bereich gerutscht.

Nach der Abholung und Einweisung bei der Camper-Vermietung ging es dann direkt zum Einkaufen. Die Vorräte mussten aufgestockt werden mit dem notwendigsten. Milch, Brot, Butter…

Das Schwierige dabei: unsere Essenszeiten und Essensmöglichkeiten sind eher beschränkt. Wir wollen ja so viel wie möglich fotografieren und das zerstört und jeden Morgen und jeden Abend. Und dann brauchen wir Essbares ohne Kochbedarf was wir uns mal kurz während der Fahrt von Spot A zu Spot B reinziehen können. Es muss Energie haben, darf aber nicht zu schwer sein… 🙁 Arg… ich raste jetzt schon aus vor Verzweiflung.

Zwei volle Wägen später  (Achtung, da ist auch Trinken dabei und Wasser für Kaffee etc.), verlassen wir den Supermarkt immer noch im strömenden Regen in Richtung Camper.

Wir sind schon alle nach Sekunden komplett durchnässt und der Regen ist so stark, dass  im Wohnwagen sich eine tropische Feuchtigkeit ungeahnten Ausmaßes breit macht.

Nach dem Einkaufen wollten wir eigentlich direkt losdüsen, Strecke machen und weg aus der Stadt, mussten aber mit Entsetzen feststellen, dass wir nur zwei Bettdecken hatten. Alle Läden hatten aber schon zu und die Camper-Vermietung war auch nicht zu erreichen. Also würde dies nichts Gutes für die Nacht bedeuten. Unser Camper hat keine Heizung die komplett durch die Nacht laufen sollte und im Bettlaken zu übernachten bei 7° Außentemperatur… das könnte doch eher unangenehm werden.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir aber noch gar nicht verstanden was „Regen“ und „Zyklon“ in Neuseeland bedeuten. Denn so richtig Strecke konnten wir gar nicht machen. Überall waren scheinbar ganze Straßenabschnitte überschwemmt und wir kamen von Umleitung zu Umleitung zu Umleitung zu Umleitung.

Die geplanten 150km zogen sich zu unfassbaren 5h Reisedauer.

Das Problem hier in Neuseeland ist nämlich, dass es gar keine wirklichen Umfahrungen gibt. Mangels Straßen kann man teilweise nicht weiter oder muss wirklich gigantische Umwege fahren.

Aber es war auch nicht so, als dass wir das Gefühl hatten, da würde aus einer Mücke ein Elefant gemacht werden. Ganz im Gegenteil. Manche Flussüberfahrungen machten uns eher den Eindruck, als dass es gefährlich wäre alleine schon über die Brücke zu überfahren.

Hier unten ist übrigens Spätsommer und keiner von uns hat einen Pullover dabei. Jetzt gerade sitze ich in zwei Jacken eingemümmelt in unserem Camper und schreibe diesen Beitrag. Ich hätte mir mehr Sommer und weniger Herbst vorgestellt.

Aber das ist eben auch Neuseeland. Hier gibt es nicht nur epische Landschaften sondern halt auch epische Weltuntergänge und überflutete Straßen kommen regelmäßig vor. Ich hoffe bloß, dass wir auf der Rückreise nach Christchurch nicht auch vor geschlossenen Straßen stehen.

Auf jeden Fall gibt es klasse Motive zwar sehr besonderer Art und Weise und so ein FotoRoadTrip lebt doch zuletzt gerade von solchen Momenten. Erlebnisse in denen der Plan eben gerade NICHT funktioniert und man improvisieren muss.

Auf jeden Fall ist das schon ein herber Test für die Ausrüstung bereits am ersten Tag. Es nieselt hier nicht nur, es regnet in Strömen und wir brauchen Material. Unser Zeitplan ist eng gestrickt. Einen Regentag haben wir einkalkuliert, mehr aber auch nicht. Wir können aber nicht bereits am ersten Tag unsere Dreh-Reserve aufbrauchen. Also müssen wir drehen, ob es regnet oder nicht, die Speicherkarten mussten gefüllt werden. Und auch hier gilt die gleiche Devise wie oben. Gerade diese „hässlichen“ und unschönen Bedingungen machen die besten Bildergebnisse in Bewegt- oder Standbild.

Was ich immer wieder vergesse ist übrigens die Arbeit drumherum. Bei so einem Trip kommen z.B. haufenweise Zahlungsbelege und Quittungen zusammen. Seien es die Tankstops oder die sonstigen Käufe und Ausgaben. Die müssen gerade bei Reisen im Ausland gut dokumentiert und strukturiert werden. All das kostet unglaublich Nerven und nimmt kostbare  Zeit während der Produktion weg. Aber es muss gemacht werden. Niemand erinnert sich zwei Wochen später an alle Belege und Chaos in der Buchhaltung kommt im Nachhinein doppelt und dreifach teuer zustehen.

Wir statten uns vor Ort bei derlei Reisen immer mit dem Notwenigste aus was übrigens zu einem weiteren Stop beim lokalen Heimwerkermarkt führte. Aber Klebeband, Draht und Schraubenzieher nahmen einfach zu viel „Fluggewicht“ ein und wurden daher zuhause gelassen. Ansonsten wegen immer auch immer ab, welche Dinge vor Ort weniger kosten als der Transport kosten würde. Nicht gerade umweltfreundlich aber eben wirtschaftlich. Und dann freut sich eben jemand vor Ort über kostenloses Werkzeug oder kleine Überbleibsel vom Vormieter.

Bereits heute, am ersten Tag unserer Produktion, hat sich eine Sache als äußerst kritisch herausgestellt. Energie. Für unsere Geräte, Kameras, Zubehör und Laptops. Daher haben wir auch kurzerhand zwei Wechselrichter gekauft die aber leider nur bis 150W gehen. Aber immerhin können wir Akkus laden.

Unser System ist wie folgt. Solange der Motor läuft, laden wir über die Wechselrichter. Sobald wir keinen Motor am Laufen haben, nutzen wir Akkupacks. Das sind normale Handy-Batterie-Pakete mit USB Anschlüssen.

Ich werde die Tage nochmals über die Datensicherung und das Backup schreiben. Nur so als grobe Hausnummer. Wir haben geplant jeden Tag circa. 400GB zu produzieren. Das meiste Material natürlich Video in 4K. Für die Fotos haben wir maximal 1TB gerechnet.

Wenigstens gibt es genug Zeit um Vorzuarbeiten und die Daten in Ordnung zu bringen. Fahren ist hier nämlich ein Thema für sich.

Fahren, Fahren, Fahren… bereits am ersten Tag hasse ich die neuseeländischen Straßen in  Verbindung mit unserem fahrenden Haus. Beispiel gefällig? Auch wenn Google im Bild oben 3h 14min zeigt, man darf mit Wohnmobil und den gewöhnlichen Straßen in Neuseeland immer noch dicke Fahrtzeit oben drauf legen. Um die oben gezeigte Strecke zurück zu legen, brauchten wir heute ohne besonderen Foto-Stop vier Stunden und 30 Minuten. Und das für nur knapp über 250km.

Wir haben bis dato von Neuseeland noch nicht sehr viel Schönes entdecken können. Eher das Gegenteil. Das Land zeigt sich von seiner rauen Seite.

So schön ist das Land bisher jedenfalls noch nicht. Dafür aber kalt, nass und regnerisch.

In diesem Sinne wünsche ich eine gute Nacht bzw. einen guten Morgen. Das ist ja im Verhältnis zwischen Deutschland und Neuseeland nicht so richtig definierbar. Bei uns ist es jetzt 3 Uhr nachts, wir haben dann doch noch ein paar Milchstraßenfotos machen müssen.

Martin, Marc, Thilo und Julian


Kommentare (12)

12 thoughts on “K&G DESTINATION NEUSEELAND – 01

  1. Toller Bericht! Warte gespannt auf die Folgen! Ja, Reisefotografie ist immer spannend und man freut sich seine Erfahrungen weiterzugeben! Ich selbst reise sehr gerne und freue mich im Juni auf Island!

  2. Interessante Einblicke! Ich bin auf die weiteren Reiseberichte und vor allem Bild / Video Ergebnisse gespannt. Neuseeland steht bei mir auch ganz weit oben auf der „Bucket List“. Ein Paradies für Landschaftsfotografen.

    Als Exot mit meiner Pentax K-1 bin ich gespannt wie sich euer Nikon Gear bei den Bedingungen gemacht hat.

    Viele Grüße
    Lukas

  3. Wow sehr schön geschrieben, liest sich wie ein guter Roman. Muss mit jetzt mal die Bilder anschauen, konnte nicht stoppen beim lesen😉. Bin gespannt wie es weiter geht. Ich danke euch für euer Engagement und die Strapazen ihr versüßt mir den Tag.

  4. Sehr kurzweilig und klasse geschrieben. Für mich geht’s Montag nach Kenia, eine nicht so lange Anreise, aber einige eurer Herausforderungen kommen auf mich auch zu (die Torturen am Flughafen z.B.).
    Freue mich auf eure weiteren Folgen…

  5. Mega cool! Ich verfolge euch schon lange, aber das ist eines der geilsten Geschichten die ihr bis jetzt gemacht habt. Ich als Technik Nerd würde mich noch für diese Video Broadcasting Lösung interessieren =). Was ist da den alles verbaut und warum 😉 Welche Bodenplatte hat das ganze etc. etc. 😉

  6. Supper geschriebener und sehr mitreißender Reisebericht, abseits vom Fotografieren hast du eindeutig tolles Talent als Erzähler 🙂

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