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ACHTUNG HANDYFOTOGRAFIE!!! :-) ZEISS EXOLENS 58MM und 17MM LINSEN IM TEST

3. November 2017 | Technik

Sicherlich wird der eine oder andere Blogleser jetzt einen kleinen fiesen und besserwisserischen Kommentar von oben herab schreiben wollen. Oder vielleicht ist es auch nur ein kleiner Gedanke. Sowas wie… „ist ja schön und gut, aber das ist doch nicht wirklich Fotografie“. Oder eine Anmerkung wie „wer braucht sowas“.

Ich hab die Sache ja schon einmal auf Facebook angesprochen und die Reaktionen kamen auch dort. Oberflächlich und überheblich, meistens von Fotografen, die selbst kaum ein anständiges Bild auf ihrer super teuren Kamera hinbekommen, aber zu verbohrt sind, es sich einzugestehen. Leute, die das Recht gepachtet haben.

Das ist jetzt ein sehr krasser Einstieg, aber es ist sinnvoll. Denn heute geht es um die iPhone/Handy Fotografie. Kann man sich denn als anständiger Fotograf überhaupt mit sowas dilettantischem beschäftigen? Die Antwort ist ja, man muss es sogar.

Handyfotografie ist ein Witz?

An vielen Stellen im Netz wird angepriesen, dass sich wahre Fotografen nicht durch ihre Ausrüstung auszeichnen. Tolle Fotografie soll anscheinend mit jeder Kamera funktionieren. Es wird behauptet, dass es nicht auf die Töpfe des Koches ankommt, aber was man dabei erlebt, ist genau das Gegenteil. Da wird sich mehr auf die Schärfe und die Auflösung konzentriert, als auf sonst etwas.

Die Handyfotografie ist daher eigentlich die Reduzierung aufs Wesentliche. Denn was man dabei nicht vergessen darf: Bildaufbau, Komposition, Motiv und Moment ist genauso wichtig, wie bei jedem anderen Foto und man kann sich viel weniger auf irgendwelche Tricks berufen, wie bei einer großen DSLR. Unschärfe um Müll im Hintergrund zu verstecken? Fehlanzeige. Man darf einfach keinen Müll fotografieren und muss auf den Hintergrund achten und schon ist das Problem gelöst.

Das Fotografieren mit Handy kann weniger, es ist nicht die gleiche Qualität und wir sind Lichtjahre hinter einer aktuellen DSLR. Ich würde sagen, dass ein Handy gerade auf dem Niveau von 2010 abliefert, jedenfalls was Dynamik, Farben und Auflösung betrifft.

Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Darauf können wir aber im späteren Verlauf des Beitrages wieder zu sprechen kommen.

Die Linse macht das Foto

Ich möchte, obwohl ich es gerade angeprangert habe, über Technik sprechen. Nämlich über Aufschraub-Linsen für das iPhone bzw. Samsung. Denn die meisten Handys haben ein großes Problem und zwar das verbaute Objektiv. Die Brennweite von umgerechnet ungefähr 28mm ist einfach nicht wirklich schön für alles, außer vielleicht einem Selfie. Und selbst da ist es gar nicht so schön damit fotografiert zu werden.

Von daher ist die Linse bzw. die Optik das Hauptproblem von modernen Handys. Weder ist die Optik ordentlich weit noch überhaupt tauglich und angenehm für Gesichter.

28mm taugen gerade für die Reise und das Foto aus dem Urlaub. Dafür sind sie sogar ideal. Aber für extreme Fotos braucht man extremere Brennweiten. Und die kriegt man schwer in ein flaches Handy.

Die Schraublinsen von Zeiss sind daher eine mehr als nur interessante Bereicherung. Es ist sinnvoll. Man nutzt das Handy als Sensor und baut das Objektiv davor, was man eben braucht. So machen wir es ja auch mit unseren großen Kameras, oder?

Wenn jetzt noch die meisten Fotografierenden wirklich Technik verstehen würden, dann würden solche Aufstecklinsen auch deutlich mehr Anklang finden. Was ich damit meine wird klar, wenn man zum Thema CROP in ein beliebiges Forum schaut und Beiträge liest. Da wird geschrieben, dass Crop die Brennweite verlängert, aber dann doch nicht die Brennweite verändert, weil die irgendwie gleich bleibt und umgekehrt. Kaum jemand versteht, dass Brennweite überhaupt ein falsches Wort ist und dass es uns nur um die Bildwinkel gehen sollte. Das 50mm an Vollformat erzeugt 46,8° Bildwinkel. Und eigentlich sollte man es nicht 50er nennen sondern 46,8°er. Denn darauf kommt es wirklich an. Wer das wirklich verstehen möchte, der guckt sich die Strecke mit unserem Sachverständigen ANDERS USCHOLD an.

Aufsätze für das Handy verändern Bildwinkel und sind damit völlig legitim. Man könnte sagen, dass man ein neues Objektiv baut und die Einzelteile sind eben die in der Handykamera verbauten Linsenelemente und die Elemente die vorne drauf kommen. Das ergibt dann zusammen ein neues Objektiv.

So erklärt schraube ich also kein ganzes Objektiv vorne drauf sondern nur einen Teil. Den Rest der Linsenelemente hat ja schon das Handy verbaut.

Wie der Titel des Beitrages schon sagt, es geht um das EXOLens System. Es handelt sich um ein System aus einer Art Gehäuse/Halterung und den Linsen zum Aufschrauben. Zwei Linsen haben es mir besonders angetan. Es gibt noch eine dritte, aber die ist nun gar nicht unser Ding.

Das ultimative Manko – Geldbeutelfaktor

Ich möchte nicht einen sehr wesentlichen Faktor eines jeden Produktes weg lassen. Ich spreche vom Preis und der Relevanz des eigenen Geldbeutels. Wie viele Scheinchen und vor allem in welcher Farbe muss man denn auf die Theke werfen, damit der Verkäufer das Teil in die Tüte packt und man ohne Sirenen aus dem Laden marschieren darf?

Im Falle der EXOLens Linsen und des Skeletts könnte man sicherlich schon ein neues Handy kaufen. Man zahlt Preise wie für ordentliche Festbrennweiten im DSLR Segment.

Man erkennt an den tagesaktuellen Amazon Preisen so die Preisregion. Mit Rahmen für ungefähr 220-250€ ist es keine Kleinigkeit. Dafür, dass man ja noch das Handy mit 700-900 € braucht.

Wenn der Sensor genug und richtiges Licht bekommt…

Wir sprechen also von der Weitwinkel-Linse und der Tele-Linse. Bevor wir aber genauer darauf eingehen, noch einen kurzen Ausflug in unser neuestes Video. Blitzen mit dem Handy! 🙂 Denn das komplettiert das komplette Foto-Set.

Übrigens haben wir auch gerade erst ein Video hoch geladen, bei dem wir mit dem Godox A1 fotografiert haben. Das ist ein Bluetooth Handy Auslöser für Studioblitzanlagen. Mit dem Handy lassen sich plötzlich auch die wirkliche Studioblitzanlage auslösen. Mit einer derartigen Lichtquelle mit entsprechend Leistung und Abbrenngeschwindigkeit erreicht man mit dem Handy ungeahnte Qualitäten.

Die daraus entstandenen Fotos sehen dann so aus.

Und ich wette, würde ich die Fotos posten und nicht dazu schreiben, dass ein Handy ohne RAW dahinter steckt, dann würde das niemand aber auch gar niemand irgendwie vermuten.

Wobei dann sicherlich an dieser Stelle das KILLERARGUMENT kommt.

Auf so einem Web-Fotochen sieht man eh keine Qualität

Dass das Argument für den Keller ist, dass sollte jedem klar sein. Denn erstens ist das Web die erste Stelle für heutige Veröffentlichungen und nur in den Ausnahmen druckt man Fotos in „richtig groß“. Zweitens gab es Zeiten in der Digitalfotografie, da waren 6 Megapixel State of the Art der 6000 € Kameras und da wurden Kampagnen damit fotografiert. Die D700 ist eine immer noch sau geniale Kamera. Die hat 12 Megapixel. Wie aktuelle Handys. Und die Auflösung ist bombe.

Und wer jetzt sagt, dass das Handy aber in Grenzsituationen verliert. Dank A1 und Godox hat man ja absofort immer ISO100 Licht!

Kommen wir nach den Fotos zum EXOLens System zurück. Es wird noch viel viel mehr Fotos in diesem Post geben. Allesamt mit dem „alten“ iPhone 6plus gemacht. Also ohne jedwede RAW/DNG Unterstützung.

EXO-SCELETON

Ich weiß nicht woher der Name EXOLens kommt. Aber ich schätze mal, dass es mit dem Gerüst der Halterung zusammenhängt.

Übrigens auch einer der wichtigsten Punkte für das komplette System. Amazon ist voll von Handy Aufstecklinsen*. Aber alle haben ein großes Problem. Zentrierung und Linsenaufbau Fehlanzeige. Man kann nicht so einfach Linsen auf Linsen packen. Sobald diese etwas zu weit voneinander entfernt sind oder in der Zentrierung leicht verrutschen, ist die Qualität im Eimer. Die Handyhülle ist zu breit oder man hat ein paar Staubkörner auf der Linse und der Abstand ist nicht perfekt. Schärfe Fehlanzeige.

Und daher ist die extrem stabile Halterung des EXOLens Systems auch so wichtig. Die Linse ist perfekt dort wo sie eben sein soll. Und das merkt man bei jedem Foto. Keinerlei Randunschärfen oder Schräge Schärfeebenen.

So sieht das Gestell dann samt Handy aus. Im obigen Foto ist das Tele Objektiv angeschraubt.

Das Gestell geht nicht so einfach aufs Handy oder wieder runter. Und man braucht auch gar nicht versuchen eine Hülle drum oder darunter zu nutzen. Es wird nicht klappen. Selbst das Abziehen ist ein Kraftakt. Aber genau das ist ja die Sache. Die Linsen können nur dann ihr volles Potential ausschöpfen, wenn diese auch 100% passen. Da darf nix wackeln oder halb lose sein. Die Linsen werden über ein Metallgewinde eingeschraubt.

Die Brennweiten

Ich hatte gerade schon gesagt, dass mich von den drei verfügbaren Linsen nur zwei interessieren. WW und Tele. Die Macro-Linse brauche ich wirklich gar nicht.

Die Weitwinkellinse hat einen Faktor von 0,6. Das heißt, aus den 29mm des iPhones werden 29mm*0,6=17,4mm.

Die Telelinse hat einen Faktor von 2. Man rechnet also 29mm*2=58mm.

Ich hatte oben geschrieben, dass man eigentlich nicht mit Brennweiten rechnen sollte und tue es trotzdem. Der Grund ist, weil es aktuell am verständlichsten ist.

Man hätte auch einfach nur abkürzen können. Dann hätte ich Folgendes geschrieben:

Das Weitwinkel erzeugt am iPhone einen Bildwinkel von 104°, das Tele erzeugt 40°.

Dann wäre nämlich dieser ganze Brennweiten Blödsinn ausgeschaltet. Es ist völlig egal wie dieser Bildwinkel erreicht werden. Es gibt keine Knubbelnasen bei 40° Bildwinkel.

Zurück zu den Fakten rund um das EXOLens System.

Fakten

Die Hülle besitzt ein Stativgewinde und einen Blitzschuh. Den Blitzschuh kann man sicherlich eher dazu nutzen, ein Mikrofon oder ein kleines Dauerlicht zu verwenden, als dass da ein Blitz drauf sollte.

Das Gewinde ist super sinnvoll für längere Aufnahmen vom Stativ.

Die Qualität ist hervorragend. Man erkennt keinen sichtbaren Unterschied zwischen Fotos direkt mit dem Handy fotografiert oder den Aufnahmen mit einer der Aufschraublinsen.

Die Verarbeitung der Linsen ist gewohnte Zeiss Qualität. Metallgehäuse und schwer viel Glas.

Einziges Manko ist der bereits genannte Preis.

Trotzdem kann man unfassbar schöne Fotos erzeugen mit dem 60mm Aufsatz. Die sonst üblichen Handyverzerrungen sind Geschichte.

Die Linsen sind übrigens sehr schwer. Also ein 85mm 1.2 ist noch schwerer, aber man erwartet so ein Gewicht eben nicht am Handy und in die Hosentasche passt es auch nicht so einfach. Das sollte man bedenken. Optik ist Glas und je besser die Qualität sein soll, umso mehr Glas brauche ich. Das war schon immer so und das wird auch immer so sein. Deswegen werden z.B. Sigma Linsen nicht kleiner und leichter sondern immer größer und schwerer.

Viel mehr als bei den aktuellen Kameras muss man mit dem Handy auf das Licht achten. Man kann einfach keine Reserven mehr aus der Datei heraus nuckeln. Das Bild muss perfekt ausgeleuchtet sein. Man könnte das Handy auch als sehr nützliches Werkzeug im Erlernen der Fotografie bezeichnen. Viele Fotografen verzichten heute schon auf den Reflektor. Gibt ja die Aufhellung in Photoshop. Einfach Tiefen rauf ziehen, warum braucht man da einen Reflektor.

Und genau das ist Blödsinn und das lernt man mit dem schrottigen iPhone-Sensor.

Das alte Handyproblem

Dynamik ist noch immer die Achillesferse der Handykameras. Das sieht man am nachfolgenden Foto aus Tokio. Gleichfalls darf man aber nie vergessen, welche erstaunliche Qualität aus dem Handy kommt.

Und genau da beginnt mal wieder der Zwiespalt. Eigentlich ist die Aufnahme total krass. Scharf und richtig beeindruckend durch den Weitwinkel.

Aber als Fotograf fällt einem der Himmel dann eben doch auf. Ausgebrannt ist in der Landschaftsfotografie eben nicht so einfach schönzureden, wie in der Peoplefotografie.

Hier noch einige weitere Aufnahmen aus Tokio. Alle übrigens mit der Weitwinkel-Linse entstanden. Erstaunlich sind die minimalen Verzerrungen. Verzeichnung Fehlanzeige. Übrigens wurden diese Aufnahmen mit einem iPhone 6splus gemacht. Also auch mit DNG. Trotzdem reicht die Dynamik nicht!

Auch besonders positiv ist mir die reduzierte Anfälligkeit bei Gegenlicht ins Auge gefallen. Eigentlich liefert das Objektiv sehr wenige bis gar keine Flares. Es ist eher mal wieder der Handysensor, der die Dynamik im Grenzbereich nicht mitgehen kann.

Mir persönlich gefällt der Tele2.0 Aufsatz deutlich mehr, als das Weitwinkel. Trotzdem finde ich gerade für Reisen oder für Reportagen bzw. im Urlaub den Weitwinkelaufsatz sogar noch wichtiger.

Selbstgesetzte Aufgabe: Bildstrecken

Ich habe mir die letzten Wochen zur Aufgabe gesetzt, bei kleineren Shootings oder Workshops einfach noch ein Set mit dem Handy zu fotografieren. Ziel war es jedes Mal, innerhalb von kurzer Zeit noch zusätzlich zu den sowieso zu fotografierenden Aufnahmen noch eine intime und erotische Bildstrecke zu fotografieren.

Und erst dabei merkte ich um die Möglichkeiten und die Veränderung der Fotografie durch das Handy.

Aber sehen wir erst selbst und fangen an mit der bezaubernden Ella… 🙂

Gucken uns dann noch die tolle Sara auf dem Workshop in Freudenstadt im September an.

Gefolgt von der unglaublichen Jill aufgenommen bei einem Workshop in Köln.

Ich habe noch nie wirklich so am eigenen Leib erfahren müssen, wie unwichtig und doch wichtig die Kamera ist. Einerseits macht man mit einer besseren Kamera keine besseren Fotos. Das wird ja immer wieder gesagt. Ich würde es sogar noch strikter formulieren. Man braucht ein gutes Auge, egal was für eine Kamera man hat. Man braucht ebenso ein tolles Motiv, tolle Stimmung und den richtigen Moment. Das ist alles unabhängig von der verwendeten Kamera. Wer mit einem Handy ein tolles Foto hinbekommt, der bekommt mit einer Fotokamera ein noch besseres Foto hin.

Wer allerdings sagt, dass man mit Handy nicht tolle Fotos machen kann, der sollte auch keine große Kamera besitzen. So seh ich das neuerdings. Das Handy ist brutal, ehrlich und authentisch. Man kann nix faken und entweder man setzt das Licht richtig oder nicht. Alle schönen „Kniffe“ gelten nicht. Keine Unschärfe zum Verstecken oder sonstige Highlights. Es ist das pure Motiv.

Wie ist das mit dem Fokus?

Sicherlich ist der richtig liegende Fokus auch eine Sache, die sehr viele Fotografen interessiert. Auch das Handy kann fehlfokussieren. Wie ist das erst, wenn noch ein halbes Pfund Glas davor hängt? Und ich muss sagen, dass ich in den gesamten letzten Wochen keine wirklichen Fokus-Probleme hatte. Das Handy produziert sowieso kaum Unschärfe. Jedenfalls nicht in gewöhnlichen Abständen in der Portraitfotografie. Der Fokus arbeitet trotz der Vorsatzlinsen selbst bei Gegenlicht problemlos.

Fazit

Es ist keine Spielerei. Gerade in Bezug auf den Preis wäre das auch wirklich sinnlos. Es ist aber auch kein Ersatz für eine DSLR oder große Fotokamera. Es ist genau das, was es eben ist. Eine Möglichkeit das sehr wohl fotogeeignete Handy zu einer soliden Foto-Lösung zu machen. Der Sensor ist noch Jahre den aktuellen Kameras hinterher, aber es ist schon gut genug um wirklich tolle Fotos zu machen.

Ich möchte zum Abschluss einfach noch einen besserwisserischen Foto-Spruch abliefern!

Die beste Kamera ist eben die, die man dabei hat!

Und noch einer… 🙂

99% aller Fotos sind scheiße, weil man keine Kamera dabei hat!

Beide Sprüche haben einen hohen Wahrheitsanteil und bilden somit die Grundlage für die Handyfotografie. Man darf sich nicht dagegen sträuben,  man sollte es nutzen.


Mobile Bildbearbeitung

Übrigens kann man dank Lightroom Mobile die Fotos schon direkt am Handy bearbeiten und ausgeben. Und zwar so wie man es gewohnt ist. Mit allen bekannten Reglern aus dem großen Desktop-Lightroom.

Kommentare (5)

5 thoughts on “ACHTUNG HANDYFOTOGRAFIE!!! :-) ZEISS EXOLENS 58MM und 17MM LINSEN IM TEST

  1. Ich bin Grundsätzlich bei dir, bloß Zählt bei der Fotografie nicht nur das ergebnis, Sondern auch der Weg, egal ob der Spaß darin besteht mit möglichst rudimentärer Technik oder möglichst besten Technik zu Arbeiten.

    Die Handys Entwickeln sich in einen unglaublichen Tempo was vorallem an den kurzen Produkt Zyklen gemeinsam an der Großen Stückzahl liegt.
    Diese Weiterentwicklung führt dazu das sie zu den Kameras mit Großen Sensoren mehr oder weniger aufholen. Diese weiter Entwicklung wird jedoch irgendwann einen Punkt erreichen wo sich das ganze verlangsamt (Stichwort:Niedrig hängende Früchte) Zusätzlich wird vermutlich irgendwann ein Zeitpunkt kommen wo die neue Technologie aus den Handys in die Professionellen Kameras wandern wird und sich somit deren Weiterentwicklung beschleunigt (wenn das nicht schon der Fall ist).

    Wenn diese Beiden Zeitpunkte Überschritten werden dann unterscheiden sich früher oder später Kameras mit großen von kleinen Sensoren auch wieder Stärker.
    Solange das nicht der fall ist wird es wohl eher sinfrei sein Kompaktkameras zu kaufen^^

    Ich für meinen Teil denke das wir in den nächsten 2-3 Kamera Produkt Zyklen wieder stärkere Unterschiede sehen werden. Und womöglich liegt die Zukunft auch in Kameras wie der Light L16 (von der mich ein Test von dir auserordentlich reizen würde).

    Man wird sehen was die Zukunft bringt, ich freue mich jedoch darauf.

    Und Danke für deinen Blog ich lese mich da gern rein.
    LG Sebastian

  2. hi …

    ich bin auf deinen Blog in einer Handy-Foto-Gruppe auf Facebook gestoßen. Ja, ich bin sogar mittlerweile in 2 solcher Gruppen, habe meine eigene FB Seite „Swen’s popelige Handyschnappschüsse“ und habe auf Instagramm eine eigene Seite nur für meine Handyfotos.

    Ich schätze zur Zeit das Handy als immer dabei Foto sehr. Wenn ich mir überlege, dass ich ständig meine DSLR dabei haben müsste um zu jederzeit was aufnehmen zu können wird mir das auf dauer zu mühselig. Ich knipse nicht nur mit dem Handy, sondern versuche auch geziehlt und überlegt an manche Motive heran zu gehen.

    Momentan verwende ich dazu zwei Apps – Hipstamatic und Snapseed. Auch habe ich ein kleines Set an einfachen Linsen. Das übliche wie Fisheye, Wide und Macro sind darin enthalten. Aber wie du oben schon geschrieben hast, oft nicht das gelbe vom Ei.

    Ich werde mir mal die von dir beschriebenen Linsen anschauen und schauen wo mich meine Handyfotografie noch bringen wird 😀

    Vielen Dank für deinen Beitrag (Y)

    Grüße

  3. Obwohl es das Linsensystem auch für andere Smartphones gibt, geht es für die meisten Handys nicht. Damit ist es dann für die meisten eher uninteressant.
    Für mich wäre allerdings ein Handy nur dann sinnvoll wenn es ein Handy bleibt, mit zusätzlichem Gestell und Anschrauboptik ist es das aber nicht mehr. Wie viel Sinn das macht muss halt jeder selbst entscheiden, eine hochwertige Kompakte hat man wahrscheinlich öfter mit dabei als diese Zusatzobjektive . Und die „normale“ Handykamera bleibt ja trotzdem weiterhin.

    Peter

  4. Hi Martin,

    ich kann mir auch nur schwer vorstellen, diese „Klopper“ mitzunehmen, auch wenn ich die Vorstellung cool finde, im Handy ein Weitwinkel und/oder ein Tele zu haben. Aber deswegen hätte ich keinen Kommentar geschrieben.
    Geflasht hat mich der Satz „Kaum jemand versteht, dass Brennweite überhaupt ein falsches Wort ist und dass es uns nur um die Bildwinkel gehen sollte.“
    Das ist in meinen Augen das Kernproblem. Über Jahrzehnte war KB das „einzige“ Format, das im Bewusstsein engagierter Amateure existiert hat. Und wir haben angefangen Bildwinkel und Brennweite als Synonyme anzusehen, was eben nur dann geht, wenn man eine feste Größe des „Sensors“ hat.
    Ich habe mir angewöhnt vom „Bildwinkel eines 50mm“ zu sprechen. Das hilft, die Konfusion zu vermeiden. Es ist schön, das jetzt auch mal im Netz zu lesen.

    Heiko

  5. Ein Fotograf unterscheidet sich gerade dadurch vom Knipser – das er immer eine Kamera dabei hat.
    Womit ich unter Kamera ein Gerät mit Sucher und Wechselobjektiven verstehe.

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