29.6.2012    15

TECHNIK: PRINTING BIG TIME TEIL 3/3

29. Juni 2012 | Technik

Heute geht es im dritten Teil um den finanziellen Teil. ACHTUNG, auch wenn es eigentlich nicht notwendig zu schreiben ist, wir haben aber in diesem Video versucht einen wirtschaftlichen Aspekt zu erklären. Natürlich ist der abhängig von Zeit, von Preis, von Gerät und von Drucker. Das kann in 6 Monaten für die genannten Geräte ganz anders sein. Trotzdem eine Denkweise, die einfach mal angeschaut werden sollte.

Wir haben in den Kommentaren auf Facebook, Twitter und per Email ein paar Kommentare erhalten, dass die Sache mit dem Drucken eben sehr speziell sei. Für den einen ist es zu teuer, für den anderen einfach zu groß etc. und ein anderer wollte mehr Details. Daher kurze Info: Wir haben eine kleine Strecke aus 3 Videos und insgesamt fast 35 Minuten gemacht. Es ist ein Einstieg und wir wollten herausfinden, was euch gefällt, was euch interessiert. Daher war es ein Vorgeschmack und es kann bestimmt noch detailliertere Infos geben. Kommt aber noch… 🙂 Wir wollten in 3 Videos Folgendes erreichen. 1. Euch das Drucken näher bringen, 2. eine mögliche Einfachheit zu Drucken zeigen und 3. euch zeigen, wie komisch verrückt manche Kalkulation sein kann.

Lieben Gruß

Martin & Marc

ACHTUNG: UNSER YOUTUBE-LEHRVIDEO-CHANNELITUNES PODCAST

Kommentare (15)

15 thoughts on “TECHNIK: PRINTING BIG TIME TEIL 3/3

  1. Ich finde es sehr gut das ihr das Thema drucken bei euch aufgenommen habt. Es ist definitiv das, was das Fotografieren zu der Wertigkeit verhilft, welches es zur analogen Zeit hatte.

    Ich selber drucke auch auf einen IPF6300 und kann den Argumenten der Kosten bei der Investitionsentscheidung folgen. Aber was man vielleicht auch mal aufzeigen sollte – viele glauben ja das die Tintenkosten der Kostentreiber bei Drucken sind. Das ist so nicht richtig. Grade wenn das Papier ein wenig hochwertiger wird, dann ist der überwiegende Kostenanteil im Papier begründet.

    Das versetzt meine Kunden immer wieder ins staunen. Eine anderer Aspekt ist das Rollenware zwar günstiger ist, aber besonders bei kleinen Formaten das Thema Curling da zuschlägt. Deshalb nutze ich bei kleinen Formaten (ab A3 abwärts) inzwischen lieber Blattware. Ist halt blöd wenn man einen 20×30 Print hat und der gebogen auf dem Tisch liegt. Für die kleineren Formate (Und für Fotobücher) werde ich da auf jeden Fall nochmal in einen kleineren Drucker investieren (Pixma Pro-1… wenn der endlich mal lieferbar ist).

    Damit kann man bei Bedarf auch Formate wie A4 randlos bedrucken und hat auch eine Mehrfachzufuhr für Blattware.

    Lohnt es sich für einen Fotografen?

    Tja… schwierige Frage. Teil 2 zeigt ja einen Miniworkflow… glaubt mir, wenn man so ein Gerät erstmal hat dann geht da noch viel mehr, auflösungsabhängiges skalieren, sensorbasiertes schärfen, Mikrokontraste, Dynamik, Farben, PAPIERE, Colormanagment bis hin zum profilieren.

    Ich habe viele Fotografen als Kunden die bei mir drucken, Amateure wie auch Profis, bei den wenigsten ist der Durchsatz so hoch das man von einer lohnenden Anschaffung im LFP-Bereich sprechen kann. Das Ding verbrauch ja auch Strom, Platz, ein Nacharbeitsplatz zum zuschneiden, Wartungskosten, Bevorratung von Papieren und Tinten und wird nach Laufzeit i.d.R durch ein neues Gerät ersetzt. Zudem sollte man auch nochmal die Softwareseite sehen. Das Print-Plugin für PS ist für einzelne Printe ok… wenn man aber viele (wirtschaftliche) Sammeldrucke macht, dann kommt das Thema RIP wieder ins Spiel, welches wieder mit ca. 1K€ zu buche schlägt.

    Also lohnt es sich….? Es kommt auf den Durchsatz an! Für alle anderen kann ich den Druckdienstleister seines Vertrauens empfehlen, naja… und für die Technikfreaks spielt Wirtschaftlichkeit ja eh keine Rolle 🙂 Für die ist das Drucken einen fantastische Spielwiese.

  2. Das ist aber eine ganz schöne Milchmädchenrechnung.

    Angenommen, man druckt mit dem LFP Drucker nur 1,4 mal größere Bilder als mit dem normalen Fotodrucker, allein weil man es kann, dann zahlt man im Endeffekt das gleiche für die Tinte, weil man ja plötzlich das 1,4*1,4 = 2 fache an Fläche bedruckt. Genauso verbraucht man auch mehr Papier.

    Wenn man kleiner druckt und Verschnitt hat sieht es ähnlich aus.

  3. wow 756 Euro für ein Set an neuen Pataronen, dass ist schon verdammt viel Geld; aber wieviel kostet jetzt ein Bild ausgedruckt? Ist es im Vergleich zu Online-Fotoservices deutlich teurer?

  4. Hi,

    nichts für ungut, aber irgendwie ist das ein wenig eine Milchmädchenrechnung. Klar sind größere Mengen billiger (ist ja überall so), aber ihr habt ein wenig unter den Tisch fallen lassen, dass Großformatige Drucke auch wieder jede Menge Tinte killen. Interessant wäre jetzt mal zu wissen, ob beide Drucker gleichviel Tinte verbrauchen? weil man nur dann die beiden auch so vergleichen kann wie ihr das macht…

    ich meine nämlich auf der N-Solution von nem LFP-Druckerhersteller gehört zu haben, dass die großen Drucker für die Reinigung der einzelnen Patronen jede Menge Tinte verballern und auch mehr für den gleichen Druck verwenden als kleine…

    wie seht ihr das?

    wäre auf eure Antworten gespannt…

    LG Chriss

  5. Mal wieder sehr interessant.

    Lässt sich ungefähr sagen, wie viel ein LFPrint kostet? (bzgl. Papier und Farbe). Oder 10 Stück,… damit`s etwas anschalicher wird.

    Ihr habt da übrigens einen ziemlich toten Pixel auf dem Sensor. Sollte mal ausgemappt werden 😉

  6. Das die Tinte am ende günstiger ist, wenn man es auf die Menge runter rechnet ist einleuchtend, aber wie lange hält die Tine? Wie viel Tinte verbraucht sin Großformat-druck? Wie teuer ist das Papier? Und wie viel spart man eigentlich im vergleich zur Fotobestellung.

    Ich habe schon lange keinen eigenen Fotodrucker mehr, weil damals alleine das Papier schon teurer war, als ich heutzutage für das komplette Foto auf Portraitpapier zahle. Und die Qualität konnte den Professionellen Maschinen lange nicht das Wasser reichen. Was sich bis heute alles geändert hat weiß ich nicht.

    Für ca. A3 zahle ich, wenn ich es entwickeln lasse, 1,99€ + 3€ Versand (teilt sich dann halt auf alle Fotos auf), Für A4 0,59€ auf Fuji Silk (Glanz und Matt sind noch ein paar cent günstiger). Und ich war mit der Qualität mehr als nur zufrieden (obwohl ich verdammt pingelig bin was Drucke angeht).

    Ich glaube kaum, dass selbst drucken den Preis schlagen kann.

    Was auf jeden fall fehlt ist die direkte Kontrolle. Wird es auch richtig angeschnitten? Stimmen die Farben? Dazu muss ich sagen war ich bislang noch nie unzufrieden.

    Wie hoch sind denn im Schnitt die laufenden Kosten für beispielsweise ca. 30x45cm Prints?

    Im falle dass man A1 druckt gehe ich mal davon aus, dass das selber drucken wesentlich preiswerter ist. Mit den Ergebnissen war ich noch nie zufrieden und die kosten dann auch mal schnell 30-40€ und mehr. Das ist natürlich mehr als ärgerlich.

  7. Servus,

    habe selber einen LFP und auch zwei „kleine“ Drucker (also bis A3+) im Studio und kann Martins Ausführungen eigentlich nur zustimmen. Allerdings muss auch auch wissen, ob sich das für einen lohnt. Druckt man nur ein Mal im Monat, sind grade bei Canon die Durchläufe mit der Zeit sehr teuer. Ab etwa 10 Drucken im Monat „rechnet“ sich die Anschaffung des LFPs bereits bei mir. Natürlich nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der Marketing- und Aha-Effekt sind durch Geld kaum aufzuwiegen.

    Wen die Druckkosten so detailliert interessieren, kann es bspw. hier nachrechnen:

    http://www.canon.de/For_Work/Products/Professional_Print/Large_Format/tinten_kalkulation.aspx

    Selber drucken ist grundsätzlich immer teurer – im Vergleich zu Dienstleistern. Allerdings hat man NUR im Selbstdruck die volle Kontrolle über das Druckergebnis. Legt man auch noch Wert auf kalibrierte Farben, muss man auch noch 1300€ für ein anständiges RIP und zusätzliche Hardware dazu rechnen. Und vom Zeitvorteil müssen wir ja gar nicht erst reden. Für Privat-Leute, oder ambitionierte Amateure als eigentlich keine Option.

    Was ich jedoch als „Kritik“ an eurem Video anführen möchte ist, dass Martin die Netto-Preise der Drucker aufführst, aber die Brutto-Preise der Tinte…

  8. @ Peter W.

    Wenn du mit Fotoservice Ausbelichtungen meinst dann ist der Onlineservice günstiger. Aber – und darauf kommt es uns Fotografen ja oftmals an – die erreichbare Qualität ist beim Digitaldruck deutlich höher. Farbraum, Auflösung, Dynamik und letztendlich die Haltbarkeit sind i.d.R. sehr viel besser. Und wenn man über das FineArt Drucken mit hochwertigen Baryt oder PhotoRag Papieren erzählt dann ist das eine andere Liga als die normalen Ausbelichtungen die man beim Cewe, Aldi, Saal….usw. bekommt. Es gibt auch hochwertige Ausbelichtungen auf tollen Papieren aber da wird es auch teuer.

    Die Fotografen kaufen sich die tollsten Bodys, die besten L-Linsen und das coolste Zubehör und schauen sich dann ihre Bilder auf einem Notebook, iPad oder manchmal sogar auf einen TV an. Dafür ist es eigentlich nicht notwendig. Bei einem großen Druck sieht man aber die Vorteile von hochwertigen Equipment oder halt nicht so guten Optiken sehr gut.

  9. Auch komplett außen vor gelassen habt ihr den wirtschaftlichen Aspekt der Abschreibung/ Lebenserwartung der Technik.

    Wenn der LPF in, sagen wir, 5 Jahren abgeschrieben ist, dann werden pro Jahr 400 Euronen durch den Kamin geschoben.

    Wenn die Auftragslage es hergibt, daß im Jahr 5000 großformatige Drucke verkauft werden, dann braucht man hier nicht weiter drüber reden.

    Werden aber pro Jahr nur 52 „Lappen“ verkauft (1 pro Woche), dann fallen noch zusätzlich zu Tinte und Papier etwa 8 Euro pro Ausdruck (!) an Abschreibung an.

    Hier würde ich definitif die Großformate auslagern (outsourcen, für die jüngeren); für die selbe Druckleistung wäre bei dem kleineren Drucker nur 500€/5Jahre= 100€ pro Jahr, geteilt durch 52 ergibt 2 € Abschreibung pro Ausdruck, zuzüglich Verbrauchsmaterialien (wobei ein kleinformatiger Drucker hoffentlich eine höhere Auslastung erfährt, sonst hat der Fotograf ganz andere Probleme…)

    Ansonsten beide Daumen hoch für euren Einblick in die Welt der Großformat- Drucke, euren Blog lese ich schon seit einer geraumer Zeit mit großem Vergnügen.

    Gruß,

    Michael.

  10. So gern ich eure Beiträge mag, empfinde ich diese Reihe wie eine Canon Werbung. Vor allem dieser Beitrag hier ist wirklich schön gerechnet. Erst mal schreibt ihr von 2000€ Netto beim LFP. Als jemand der die Steuer nicht abziehen kann, sind schon mal rund 2500€ fällig. Bei dem Pixma 9000 MK II schreibt ihr 500€, was in Wirklichkeit ~ 400€ Brutto sind. Somit ist der LFP schon sechsmal teurer und nicht nur viermal. Die Tintenmengen lassen sich nachvollziehen. Da man aber bei größeren Ausdrucken mehr Tinte braucht, wären die Kosten normiert auf z.B. 1m² sinnvoll. Die Geräte machen regelmäßig Reinigungszyklen, welche nicht gerade wenig Tinte verbrauchen. Als Normalnutzer drucke ich viel weniger pro Woche, als ihr im komerziellen Bereich. Somit mache ich vielleicht fünf Drucke zwischen den Reinigungszyklen, während ihr viel mehr schafft. In den Beiträgen vorher wurden ja auch schon sehr viele Beispiele genannt, warum es im komerziellen Bereich durchaus Sinn macht. Wenn ich Shootings mache, freuen sich die Modelle auch über A3 Ausdrucke. Sollen noch größere gebraucht werden, kann ich die immer noch zu sehr günstigen Konditionen im Netz bestellen.

    VG

    Thomas

    1. Es gibt auch Epson und HP… 🙂 Wir haben eben bloß Canon, also zeigen wir es auch am Canon Gerät. Wir zeigen und erklären unsere Sichtweise an unseren Dingen, die bei uns rum stehen…

  11. Warum kommen hier eigentlich so viele Unkenrufe?! Versteht es doch einfach als Blick über den Tellerrand, warum in der professionellen Fotografie die Anschaffung eines LFPs (egal von welchem Hersteller) durchaus Sinn machen kann – auch aus wirtschaftlichen Gründen.

    Für Amateure macht die Investition unter normalen Umständen überhaupt keinen Sinn. Wer möchte zudem so ein Ungetüm im privaten Büro, oder gar im Wohnzimmer stehen haben – außer um anzugeben?

    Martin scheint das genau so zu sehen, sonst würde er wohl kaum von den Netto-Preisen reden! Verdient man seinen Lebensunterhalt mit der Fotografie, kann man in der Regel auch die Vorsteuer abziehen und die Anschaffungen abschreiben…

    Einen LFP kauft man schließlich auch nicht um im Verhältnis günstiger zu drucken, sondern um mehr Möglichkeiten zu haben. Da sind die Kosten erst einmal zweitrangig. Die Dinger wollen zudem regelmäßig gewartet werden; Kosten für Wartungseinschübe und neue Druckköpfe sind auch nicht zu vernachlässigen. Nimmt man kein 08/15-Papier kommt man auch hier in Preisregionen wo sich manche ganze Drucker von kaufen.

    Als ich damals vor der Anschaffung eines LFPs stand, hätte ich mir über so eine Reihe ein Loch in den Bauch gefreut. Gerade die „philosophischen Ausführungen“ der anderen Videos machen in meinen Augen den Kern und die Quintessenz dieser Video-Reihe deutlich. Die Wirtschaftlichkeit (wenn auch nicht ganz objektiv vorgerechnet) gehört aber nun einmal dazu.

    In meine Augen brauch auch kein Amateur eine 5D II(I), aber trotzdem sieht man sie im Automatikmodus um die Häuser ziehen… Also danke für die Beiträge, auch wenn sie für mich etwa drei Jahre zu spät kommen 😉

    Um auch etwas Sinnvolles beizutragen, habe ich mal das Tintenkalkulations-Tool von Canon bemüht:

    Bei 63 € brutto/Tank:

    A1 – Premium Glossy Papier – High (600 dpi)

    1,24 € allein für die Tinte.

  12. Gute drei Beiträge! Gerade jetzt wo bald die Photokina statt findet und man auf den Ständen wieder mit „Unser Drucker ist der Beste“ überrollt wird, und vor allem auf alle möglichen Formate geworben wird, hat der Laie meistens keinen Überblick. Ich denke mit diesen beiträgen habt ihr vielen Leuten geholfen! 🙂

  13. Also ich fand die Beiträge auf jeden Fall interessant. Für mich würde sich ein LFP jedocha aufgrund der Auslastung nicht lohnen. Deutlich interessanter wäre für mich da ein A3+ Drucker.

    Bei den A3+ Modellen gibt es ja welche mit Dye-Tinte und mit Pigment-Tinte. Welche Tintenart ist da eher zu empfehlen?

  14. Jens :

    Also ich fand die Beiträge auf jeden Fall interessant. Für mich würde sich ein LFP jedocha aufgrund der Auslastung nicht lohnen. Deutlich interessanter wäre für mich da ein A3+ Drucker.

    Bei den A3+ Modellen gibt es ja welche mit Dye-Tinte und mit Pigment-Tinte. Welche Tintenart ist da eher zu empfehlen?

    Das würde mich auch mal interessieren…

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