TECHNIK: PRIOLITE MB500 PORTABLE STUDIO-FLASH // TEIL2

27. Oktober 2010 | Technik

Heute gibt es den zweiten Teil der Testreihe mit dem noch nicht veröffentlichten PRIOLITE MB500 (*HERSTELLER-LINK) Blitz. Wie schon im Videobeitrag diese Woche gesehen, handelt es sich beim MB500 um ein Blitzgerät. Allerdings wurde beim MB500 in das Gehäuse eines Studioblitzgerätes ein sehr starker Lithium-Akku eingebaut. Dadurch braucht der Blitz keine Steckdose mehr. Jedenfalls für einige viele Blitze :-)…

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Das Video kam ja schon gestern online… hier steht es nur aus Gründen der Vollständigkeit. In ein paar Wochen oder Monaten wird dieser Beitrag ja hoffentlich immer noch gelesen und dann ist das Video gleich am richtigen Ort…

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ACHTUNG: UNSER YOUTUBE-LEHRVIDEO-CHANNELITUNES PODCAST.

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Bisher konnte man portable Blitze nur bekommen, bei denen Blitzröhre und Generator in zwei Geräten verbaut waren. Man hatte also ein Blitzkopf, ein mehr oder minder langes Kabel und dann den Generator mit Akku. Diese Bauart hat den Vorteil, dass der Generator für zwei oder drei Köpfe genutzt werden kann und dass Akkus am Generator wechselbar sind. Allerdings ist die Konstruktion mit den zwei Geräten um einen Blitz abzufeuern oftmals auch umständlich. Die schönste und komfortabelste Bauart ist eben doch EIN GERÄT. Und genau das hat Priolite mit dem MB500 geschafft. Dazu noch viel viel moderne Technik und innovative Funktionen. Im Nachfolgenden wollen wir möglichst alle für uns wichtig erscheinenden Funktionen des Geräts beschreiben und BEWERTEN!

TECHNICAL PRIOLITE MB500

So sieht das Gerät aus… 🙂 Von der Größe ist der Blitz und dessen Gehäuse vergleichbar mit einem 1000W Blitz von Elinchrom oder Hensel. Ich würde sagen es ist definitiv nicht der kleinste Blitz auf dem Markt :-)… dafür spielt er was Verarbeitung betrifft in einer Riege mit Richter Blitzgeräte. Dazu aber noch später mehr.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Wer den Anschalter sucht, der sollte nicht auf der Rückseite des Gerätes suchen, sondern an dessen Unterseite. Dort wurde nämlich ein großer Drehschalter verbaut und direkt daneben die Ladebuchse für das Ladegerät. Die Positionierung des Schalters, so wurde es uns erklärt, wurde absichtlich von den regulären Schaltern fortbewegt und versehentliches Ein- und Ausschalten zu verhindern und um das Panel an der Rückseite so geschlossen wie möglich zu halten.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Kommen wir also zum Punkte Gewicht und Gehäuse. Das nächste Foto von der Vorderseite des Geräts ist ziemlich aussagekräftig.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Bei unseren Elinchrom-Blitzen kann ich lange suchen bis ich mal eine Schraube finde. Die Schrauben sind gekonnt vom Plastikgehäuse versteckt. Hier, bei Priolite, wurden relativ große Schrauben genutzt. Da alle Priolites in Deutschland gebaut werden, und zwar vom Einzelteil bis hin zum fertigen Blitz, wird wohl eben eher Wert darauf gelegt, dass die Montage ohne große Probleme erfolgen kann, als über Filligranität des Gehäuses. Kurzum. Wenn man den Blitz in den Händen hält, dann merkt man sofort, dass man eine mechanische Sache in der Hand hält. Solide Schrauben halten alles zusammen. Das gesamte Kerngehäuse ist aus Metall gefertigt. Das verleiht dem Blitz ziemlich viel Stabilität – aber eben auch 4,2 kg Gesamtgewicht. Der Ranger Quadra von Elinchrom kommt mit Kopf, Kabel und Generator auf ca. 3,2 kg also etwas drunter!

Wir können aber an dieser Stelle sagen: Beim Videodreh ist uns das Gerät aus gut 2 Metern Höhe auf den harten Waldboden geknallt und man hat nicht einmal einen Kratzer gesehen. Nix wackelt, alles hält. BESTNOTE von uns!

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Das Bajonett hat es auch in sich. Es hält natürlich alle PRIOLITE Lichtformer aber zudem auch alle mit Bowens S-Type. Dazu noch einige Lichtformer von Hensel. Damit hat man Zugriff auf Ausrüstung von Aurora, Walimex, Hensel, Priolite, Bowens und und und… die Möglichkeiten auf dem Markt mit dem Bowens Bajonett sind riesig. Der Verschluss ist sehr sehr einfach zu bedienen. Unserer Meinung nach einfacher als der Elinchrom Anschluss. Zudem sind die Ringe der Lichtformer deutlich unanfälliger als bei Elinchrom. Wie man deutlich sieht sind alle Teile des Bajonetts in Metall gehalten.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Hier sieht man nochmals die feste Verarbeitung des Blitzes. Metall, Schrauben, Metall und Schrauben… absolut einmalig (*hüstel… einmalig mit Richter eben zusammen!!!)

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Der Blitzkopf sitzt auf einem mitgelieferten Schirmhalter und Neiger und der Neiger wiederrum ist am Blitzkopf über ein Schienensystem verbaut. Man kann so das Gewicht des Blitzes hin zum Lichtformer oder eben zurück, weg vom Lichtformer, verlagern. Gerade bei großen Lichtformern wirkt das wunder und selbst kleine Stative werden nicht mehr zu Pfeil und Bogen weil sie unter dem frontlastigen Gewicht der Softbox beinahe zusammenbrechen. Das auf dieses System nicht schon andere Hersteller gekommen sind verwundert mich. Diese Ausbalancierung erlaubt größere Lichtformer auf kleineren Stativen in größeren Höhen…

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Kommen wir zum Rückteil des Blitzes und da muss ich sagen, find ich, dass schon wieder fast zu viel Platz für das Display verwendet. Das Display hat eigentlich für uns nur 2 Funktioen. Man muss alle Einstellungen lesen können und es muss hell sein. Hell ist es, erkennen kann man auch alles, trotzdem gibt es von uns noch einen kleinen Änderungswunsch.

Die Leistung wird über das große Drehrad in der Mitte gesteuert. Für unseren Geschmack etwas zu softe Klickpunkte für die 1/10 Blendenschritte aber trotzdem sehr leicht zu bedienen.

Der Blitz ist über 5 Blenden regelbar. Von 10 bis 5.0 geht die Anzeige dann auf dem Display. Das wären also von 500W bis 15,6W. Meiner Meinung nach könnte schon noch ne 6 oder 7. Blende drin sein, wobei wir dieses Fakt später im Post nochmals aufgreifen werden und dann sehen wir auch, dass der Blitz mehr als 5 Blenden hat.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Es gib 5 Werte auf dem Display (man kann über verschiedene Untermenüs noch mehr steuern aber die Daueranzeige ist das Bild unten)! Blitzleistung, Akkuladung, RC-Kanal (Team), LED-Light und LED-AUTOOFF. Für mich alles etwas sinnlos. Ich hätte gerne die Leistung über 2/3 des Displays und den Akku nebendran. Das sind die wichtigsten Werte für den Fotografen. Der Rest kann gerne in ein Untermenü. Seit wir die Blitze da haben, haben wir nix und auch garnix an den Einstellungen RC und LED verändert… dafür hätte man wirklich die Leistung viel viel größer visualisieren können.Aber gut, immerhin hat der Blitz ein Display wobei die Leistungsregulierung in 1/10 Blendenschritten natürlich NORMAL in dieser Qualitätsklasse ist.

Einen wirklichen Vorteil des MB500 ist die Akkuanzeige. Und aus diesem Grund hätte ich diese Anzeige viel viel größer gemacht! Sie ist wirklich verlässlich und zeigt die Akkuleistung wie bei jedem Handy in wirklich genauen Werten an. Ich denke mal, dass es so ca. 5% Schritte sein werden wenn eine Reihe im Akkusymbol aus geht. Vom Ranger und Ranger Q kenne ich das nur in „DER AKKU SOLLTE NOCH VOLL SEIN… MAL SCHAUEN WIE LANGE ER NOCH HÄLT“. Hier beim Priolite könnte man sich wahrscheinlich noch übrige Blitze errechnen.

Gehen wir an dieser Stelle doch mal durch alle Knöpfe einmal durch.

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Das Display lässt sich auf den Kopf drehen und bleibt dann auch bei Nutzung eines Deckenschienensystems brauchbar. Ein schönes Feature aber gerade unterwegs und onlocation eben absolut sinnfrei. Stative kommen immer noch vom Boden und nicht von der Decke.

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Die übliche Fotozelle ist natürlich auch verbaut. Die Zelle wird aktiviert über den obigen Knopf und befindet sich dann auf der Oberseite des Geräts. Die Zelle leuchtet grün wenn der Blitz geladen ist. Das Leuchten an sich schadet dem Empfang des Blitzlichtsignals absolut nicht. Das schöne an der grün leuchtenden Foto-Ready-Zelle ist, dass man, wenn man den Blitz vor sich aufgebaut hat und hin zum Modell fotografiert, im Augenwinkel den Ladezustand signalisiert bekommt.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Neben der Fotozelle sitzt auf der Oberseite des Gehäuses die Syncronbuchse. 3,5mm Klinkenbuchse.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Zu dem Knopf muss man wohl nix mehr sagen!

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Jetzt kommen wir zu einer Besonderheit. Der Blitz wurde ausgestattet mit zwei Blitzvarianten. Einmal der normalen XENON-Blitzröhre und dann zusätzlich dazu die Fähigkeit die LED-Zellen des Einstelllichtes als Blitz“röhren“ zu verwenden. Man kann dabei die Art der Blitzzündung wählen. Die Xenon-Blitzröhre kann man über 5 Blenden regeln, den LED-Blitz hingegen nicht. Die Leistung des LED-Blitzes ist natürlich auch nicht 500W sondern deutlich unter der Xenon-Blitzlichtstärke.

Wobei wir aber auch schon wieder bei einem interessanten Thema wären. Die reduzierte Leistung des LED-Blitzes erweitert den Regelungsbereich des Blitzgerätes. Hat der Xenon-Blitz zu viel Power, dann kann der LED-Blitz eingesetzt werden.

Interessant für uns ist der LED-Blitz eigentlich nicht. Diese Funktion des Blitzes gilt eher dem Makrobereich, Tabletop, klassischer Objektfotografie. Mit den beiden Blitzröhren lassen sich auch interessante Sachen mit Doppelbeleuchtungen und dem Einfrieren von Mikrobewegungen erreichen.

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Das Einstelllicht, übrigens wahnsinnig hell, kann natürlich auch eingeschaltet werden. Dafür der Pilotlichtschalter. Das Einstelllicht haben wir jetzt mal einfach den Tag über laufen lassen und wir haben gemessen, dass nach 3h und 4 Minuten und 2 Sekunden der Akku alle war. Also so lange ging bei unserem Gerät das Einstelllicht. Da haben wir aber keine zusätzlichen Blitze mehr gefeuert.

Im Endeffekt ergibt diese Rechnung, dass das Einstelllicht so viel Leistung zieht, wie das Ladegerät nachschaufeln kann. Betreibt man den Blitz also im Studio, dann sollte man das Ladegerät anschalten und in den Pausen das LED-Licht definitiv aus machen. Es ist kein Dauer-Einstelllicht wie bei einem mit dem stromnetzberbundenen Gerät.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Nein, hat nix mit FotoCommunity zu tun. Es geht um eine ganz andere Funktion. Nämlich die Steuerung des Einstelllichtes bei der Arbeit mit dem Blitz. Die Funktion FC aktiviert die Möglichkeit dass während der Aufladung des Blitzes das Einstelllicht aus ist und sich erst danach wieder aktiviert. Dadurch weiß man sobald das Einstelllicht leuchtet, dass der Blitz auch aufgeladen ist.

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Und jetzt zur letzten Knöpfekombo auf dem Blitzrückteil. Es geht um die Radio-Einstellungen. Die Blitze können in Gruppen (ID) und in Kanälen (TEAM) eingestellt werden. Ziemlich easy. So kann man bis zu 10 Blitze steuern und auslösen. Die Möglichkeiten sind derzeit auch absoluter Standard in dieser Qualitätsklasse.

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Wie schon im Video oben gesagt, ist die Priolite-Funkfernsteuerung für unseren Geschmack etwas zu groß geraten. Von Priolite kam dabei der Kommentar dass man sehr viel Wert auf Nutzung von herkömmlichen AA Batterien legte und dass das eingebaute Display Vorrang vor der puren Größe der Funksteuerung hatte.

Ohne Display und AA Akkus wäre die Größe sehr stark reduzierbar und derzeit ist auch noch eine „LIGHT“ Version des Auslösers geplant. Dann ohne Display und viel viel kleiner.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Aus der Erfahrung von mehreren Tagen Einsatz der Blitze kann ich jedoch von uns aus garantieren, dass sobald man mal die Anzeige ausprobiert hat, man sie nie wieder missen möchte. Die Möglichkeit die aktuelle Einstellung, die restlich verfügbare Leistung und die gesamten „Fähigkeiten“ der Leistung zu überprüfen ist einfach wahnsinnig hilfreich bei der Arbeit. Also ich würde die reguläre Version mit der Anzeige der Lightversion in jeder Situation vorziehen.

Nutzt man mehrere Blitze kann man über die ID jeden einzelnen Blitz anwählen und nach kurzem Austausch zwischen Fernbedienung und Blitz zeigt die Fernbedienung die Leistung des gerade aktivierten Blitzes an.

Wobei ich gerade merke, dass ich mal herausfinden muss was passiert wenn zwei Blitze mit gleicher ID und gleichem TEAM unterschiedliche Leistungen eingestellt haben… sicherlich wird der Auslöser dann bei beiden Blitzen eine Leistung einstellen bis eine andere ID aktiviert wird.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Den Fernauslöser zu verlieren ist jedenfalls mit PRIOLITE auch nicht mehr möglich :-)…

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Bei der Fernauslösung haben wir herausfinden müssen, dass es beim Priolite extrem wichtig ist, die Fernbedienung festzuschrauben auf der Kamera. Wenn der Auslöser nicht ganz aufgeschoben ist und nicht arretiert ist, dann kommt es oft zu Fehlauslösungen. Bei wirklich ordentlich aufgesetztem Auslöser der noch festgeschraubt wird, haben wir bisher keine Fehlauslösung bei uns erlebt.

Zur Akkuladung und zur Lebensdauer können wir natürlich nach 2 Wochen noch nicht so viel sagen.

Kommen wir noch zu ein paar Erfahrungswerten die man nicht bebildern kann.

Akkuleistung: 400 Blitze auf Volllast (500Ws) bei voll geladenem Blitz. Aus unserer Erfahrung ist der Akku wahnsinnig stark. Ein Ranger Q geht bei vollem Akku unter Volllast gerade mal 130-150 Blitze lang. Und durch die Bleigelakkus ist diese Ladung noch sehr sehr stark abhängig von den Außentemperaturen.

1000 Akkuladungen überlebt der Blitz und das ist schon eine Menge. Da müsste man drei Jahre täglich einmal aufladen. Nutzt man den Blitz 3 mal pro Woche, dann ist der Akku ausgelegt für über 333 Wochen und das wären dann ja ca. 6 Jahre.

Die Qualität der Blitzröhre muss noch getestet werden. Ich denke wir nehmen in 2-3 Monaten den Blitz einfach mal mit in den Schnee bei Minustemperaturen und schauen man, was Akku, Blitzröhre und der Rest sonst noch so machen.

Hier im Blog gab es eine Frage zur Anwendung. Die Frage war, ob 5 Blenden nicht zu wenig sind. Vergessen wir mal die Tatsache, dass der LED-Blitz noch weiter runter geht. Wir haben hier ein Testfoto gemacht. Marc musste ein Foto von mir machen bei niedrigster Leistung am Blitzgerät, Softbox 60x80cm in ca 1,25m Entfernung. Sehen wollten wir, welche Blende als Arbeitsblende heraus kommt.

Das ist das Foto von mir… 🙂 (Oh Gott ich muss mehr Schlafen, man sieht schon meine Augenringe…)

TECHNICAL PRIOLITE MB500TECHNICAL PRIOLITE MB500

Und der Belichtungsmesser hat uns einen Wert von 1.4 2/10 herausgegeben. Wir haben das Foto also bei 85mm bei f1.6 aufgenommen.

Man muss fairerweise dazu sagen, dass wir die im Lieferumfang enthaltene, Schutzglocke genutzt haben und bei der Softbox war der Zwischendiffusor auch genutzt. Die Schutzglocke sollte nochmals so 1/2 Blenden kosten.

TECHNICAL PRIOLITE MB500

An diesem Beispiel erkennt man also deutlich, dass man mit dem 500W Blitz auch bei f1.6 arbeiten kann (in oben genannten Settingeinstellungen). Problematisch wird die Leistung erst dann, wenn ich zu meinem f1.6 Foto noch ein Reflektorlicht als Akzentlicht setzen möchte. Mit einem Reflektor wird das Licht natürlich um ein Vielfaches stärker und dann würde das Streiflicht überbelichtet werden und ich bräuchte sicherlich noch 1-2 Blendenstufen an Regelungsbereich.

So, damit hätten wir den Priolite vorgestellt. Kommen wir jetzt noch zu unserem persönlichen Fazit. Bitte liebe Blogleser, es ist unsere Meinung und jede andere Meinung kann und mag genauso richtig oder falsch sein. Ihr wisst ja, dass wir alles mögliche an Ausrüstung verwenden und wir zeigen hier auf dem Blog auch nur die Sachen, die wir tatsächlich auch nutzen… Von daher gehört unsere Meinung auch hier an dieser Stelle mit dazu.

Der Priolite MB500 ist DER BLITZ, wenn es darum geht die Eierlegendewollmilchsau unter den Blitzgeräten zu haben. Man kann damit alles machen, keine Kabel und viel viel Luxus in einem Gerät. Die Qualität ist hervorragend und bei unseren kurzzeitigen Tests ist uns kein Fehler untergegekommen. Ich hoffe, dass sich das Gerät auch so über die Zeit macht… Das ganze Paket gibt es zu einem ziemlich ziemlich spannenden Preis im Vergleich zu allen anderen Optionen. Die kommen auf 2-3 fache Kosten im Vergleich zum MB500.

Es gibt zu allen Sparten der möglichen Verwendung des Blitzes noch andere Hersteller und andere Geräte, die speziellere Dinge anbieten. So ist der Ranger z.B. noch stärker. Der Q ist viel kleiner und portabler, der Tronix ist günstig und manigfaltig und Aufsteckblitzgeräte sind total klein und haben viel Automatikpotential… Kein Gerät erfüllt aber all die Funktionen des MB500 in der gleichen Art und Weise und ist dabei noch in diesem Preissegment.

Wir berichten so positiv über den Blitz weil er einfach genauso gut ist, wie wir schreiben. Trotzdem wollen wir hier nochmals auf die Makel hinweisen:

  • Im wirklichen Dauerbetrieb über einen ganzen Produktionstag im Studio wird das mit dem eingebauten Akku vielleicht mal eng werden wenn Einstelllicht und Blitz über 8-10 Stunden benötigt werden.
  • Wenn ein Akku ONLOCATION mal doch lehr gehen sollte, dann ist der gesamte Blitzkopf „leer“. Akkuwechseln ist eben nicht.
  • Das Gewicht in 3-4 Meter Höhe kann Probleme bereiten, wenn man nicht mit ordentlichen Gewichten gegensichert.
  • Wenn man wirklich mal richtig so „fett Saft“ braucht, dann könnten 500W zu wenig sein.
  • Die Absicherung gegen richtig fiese Bedingungen ist eben nicht wie bei einem dafür ausgelegten Generator. Also ab in den Schnee damit, kann spannend werden…
  • Der Blitz ist kein herkömmlicher Studioblitz. Er hängt eben nicht am Stromnetz und Priolite hat selbst ein Gerät für den puren Studiogebrauch. Wer also nur im Studio arbeiten möchte, der soll einfach einen „normalen“ Studioblitz kaufen.Ich würde sogar soweit gehen und vorschlagen, dass man auch im Studio den Blitz nicht am Ladegerät betreibt sondern direkt aus dem Akku feuert. Der Priolite ist ein Blitz für draußen, drinnen, unterwegs und sonst so und genau so sollte man ihn auch einsetzen.

Deswegen werden wir am Freitag anstatt des Sunbounce-Videos einen Post bringen, in denen wir verschiedene Systeme miteinander vergleichen. Priolite, Elinchrom, Tronix und Aufsteckblitze… Wir haben alles getestet, haben alles in aktueller Verwendung und wollen einfach mal sagen, was für welche Sache wie gut ist…

TECHNICAL PRIOLITE MB500

Kommentare (42)

42 thoughts on “TECHNIK: PRIOLITE MB500 PORTABLE STUDIO-FLASH // TEIL2

  1. Hallo Martin,

    danke für den sehr ausführlichen Bericht. Da ich immer noch zwischen TRONIX und diesem Blitz schwanke, freue ich mich schon sehr auf Euer Vergleichsvideo am Freitag. Bin gespannt.

    Grüße

  2. Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Test.

    Muss man mal sehen ob ich irgendwo mal an die Geräte ran komme, um Sie mir mal anzuschauen.

    Grade mit der Möglichkeit die Bowens Lichtformer zu nutzen, ist das schon einen Test wert.

    Bin dann mal gespannt was der UVP bald macht.

    Freue mich schon auf den Bericht Freitag, allerdings kann ich den leider erst nächste Woche sehen 🙁 mist aber auch, Na ja die knapp 30 Grad die ich ab morgen haben werde entschädigt das .

    Bis dahin

    lg

    Florian

  3. Hi Martin,

    toller Test! Tolle Blitze! Bin wirklich schwer beeindruckt!

    Aber eine Frage hab ich da noch… Meinst Du die Blitze taugen auch für die Industriefotografie? Bsp. eine etwas größere CNC Maschine soll durchgehend scharf (hohe Blendenzahlen) fotografiert werden. ausgeleuchtet mit ca. 3 Lichtquellen. Oder müssen es da unbedingt 1000W Köpfe sein?!

    Grüße, Felix

    1. Boah, also die Frage kann ich dir so leicht nicht beantworten. Kommt ja drauf an wie groß die ist, wie das sonstige Licht drumherum, hell oder wenig AL, wieviel WW an der Kamera, oder doch hohe Brennweiten? Da spielen zu viele Faktoren mit rein. Aber ich finde 3x500Ws besser als 2x1000ws bei sowas. Power ist ja nicht alles, geht ja auch darum die richtigen Effekte an der richtigen Stelle zu setzen.

  4. Hi,

    @Flkz

    Wenn dir solch grundlegende Sachen noch nicht klar sind, würde ich an deiner Stelle lieber mal ein Praktikum bei einem erfahrenen Industriefotografen machen, bevor du einige tausend Euro in Hardware investiert.

    @Martin

    Es gibt ja zwei verschiedene Schutzgläser. Zu welchen Farbtemperaturen komme ich damit denn? Ich frage dahingehend, dass ich die Priolites nämlich mit bisherigen Blitzen mit 5600K kombinieren möchten und wie sieht die Farbtemperaturabweichung beim Herunterregeln aus? Die Stativbefestigung ist keine Arcaswiss-Norm oder?

    LG

    Niels

    1. Ich werd das mit der Glasgocke rausfinden… da bin ich noch nicht so firm mit den genauen Details. Haben nur die weiße Glocke hier.
      Stativbefestigung leider nein!

  5. super. Der Priolite hat mich überzeugt.

    Was ist allerdings wenn ich mal 2 Blitze haben möchte weil ich noch ein Akzent setzen möchte…

    Dann bin ich schon bei knapp 1600€ und das bezahle ich auch für nen Ranger Q im Kit mit allem Drum und Dran.

    Daher bin ich auch mal gespannt auf den Beitrag am Freitag

    1. Das Problem bein Ranger ist eben auch, dass die beiden Lichtquellen dann maximal 200W haben bzw. 266 zu 133 W und diese blöde 1:2 Gewichtung ist im Alltag für die Katz… Also zwei Köpfe am Q sind sinnlos… zwei 500W Köpfe, mit 800 Auslösungen dann komplett frei steuerbar… das ist ne andere Dimension.
      Dann schon eher 2 Ranger RX mit zwei mal 1100Ws. Wichtig ist allein, dass du jede Lichtquelle einstellen kannst und absolut frei in der Positionierung bist. 3m Verlängerungskabel kostet beim Q schon wieder 150 €!

  6. Danke, danke, danke! Dieser Artikel hat mich nochmal darin bestätigt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, als ich den Blitz gestern bestellt habe. Leider mit einer Lieferzeit von 4-5 Wochen 🙁 Vorfreude, schönste Freude…

    1. War mir nur so bei Richter bekannt. Bei Hensel beschränkt sich unsere Erfahrung auf 80 % Porty und 20 % Expert und dann noch 1 % Generator! Aber von Elinchrom z.B. Garnicht!

  7. Danke für den klasse Bericht Leute. Eurer Blog ist echt der Knaller überaupt!
    Eine kurze Frage noch, kann man Elinchrom Lichtformer an den Priolite dran bekommen? Adapter, Speedring.. was auch immer .. :)))

    Danke für die Info!

  8. Danke für denn ausführlichen Bericht,
    da freue ich mich ja schon so richtig doll auf denn Freitag 😛 🙂
    LG aus der Schweiz

  9. Moin,

    schönen Dank für den Test.

    Zwar bin ich momentan noch am Anfang und laufe gerade ala Strobist mit 1-2 Kompaktblitzen ducrh die Gegend aaaaaber wenn es so weit ist, dann weiß ich schon jetzt wer das Erbe der Speedlites antritt….

  10. Hallo Martin !

    Habe gelesen das auch Hensel Reflektoren adaptiert werden können.

    Meine frage ist ob man auch die Hensel Beauty Disch nutzen kann???

    Und ob die Lichtcharakteristik des Dishes am Prio bleibt???

    Ist ja so eine Sache mit dem adaptieren von Dishes,wegen abstand Blitzröhre u.s.w.

    Gruß, Bjoern

    1. Ganz ehrliche Antwort… keine Ahnung. Wir haben keine Hensel-Dish und daher kann ich es nicht austesten… ran geht die Dish aber wie es dann ausschaut weiß ich nicht… mit der SChutzglocke sollte das aber kein großes Problem machen. Soweit ich das sehe bringt das Priolite Bajonett die Dish in die gleiche Position der Blitzröhre. Sollte also klappen… SOLLTE!!!

  11. @admin

    Die Expert Pros können das auch, allerdings nur mit Werkzeug was irgendwie keinen Sinn macht.

    Mit dem Verschieben ist eigentlich nur für schwere Geräte interessant mit eingebautem Akku, ansonsten ein normaler Blitzkopf oder Portykopf wiegt unter 3 Kg, sowas sollte jedes Stativ standfest abkönnen.

  12. Hier die Antwort von Priolite ob man die Hensel Beauty Dish nutzen kann !

    „nein, geht nicht. Der MH Anschluss von Hensel ist nicht kompatibel zum MB500. Aber wir haben ja auch einen eigenen Beauty Dish.“

    Schade 🙁

    1. Ok, das ist ja dann keine richtige Lichtformerauswahl über Hensel… da muss ich das von der Pluspunkte-Liste streichen… Bleiben als Bowes, Aurora, Priolite und teilweise Walimex evtl… dazu Mola 🙂

  13. Vielen Dank für den tollen Bericht, dieser Blitz ist direkt auf meine Wunschliste gewandert, und wird sicher der erste „richtige“ Blitz sein, den ich mir zum Strobist Kram dazu kaufen werde.

    sehr geiles Teil, gibt es schon bezugsquellen und Preise oder nur die UVP des Herstellers?

  14. ihr macht euch alle sorgen… man wird sicher auch on lockation ein batterykit anschliessen können was durchschleift… wenn sowas in zukunft ned angeboten wird kann mans ja selbst umfrickeln und modifizieren.

    aufschrauben anschlussbuxchen und schlater einbauen, und dann wahlweise den selben akku von aussendranklemmen und druchschleifen ode reinfach ne andere stromquelle anschliessen

    oder über den orginalen stecker gehen…

    das gerät ist noch nich mal auf dem markt wartet doch erstmal ab.

  15. Hallo Martin!

    Vielen Dank für Deinen sehr informativen Beitrag!

    Könntest du mal kurz erklären, ab welcher Softboxgröße man mit der Leistung, also 500Ws, an die Grenzen des machbaren bzw. des sinnvollen stößt?

  16. Hallo,

    Vielen dank für den Test 🙂

    Hab mir gerade das Priolite Viedo von der Photokina angesehen und da hab ich bemerkt, dass das Aufladegeräusch der Blitze sehr laut ist. Empfindet ihr es als störend?

    LG

  17. Hallo liebe Lesergemeinde,

    hat sich schon einmal jemand Gedanken gemacht, was ein Batteriewechsel

    (muss ja offensichtlich zum Service!!!)kosten wird. Da kann man in kurzer Zeit ganz schnell wieder Geld in die Hand nehmen. Ein Batteriewechsel wie das bei den Profiherstellern (Elichrom, Hensel, Broncolor etc.) wäre sicherlich wünschenswert und sinnvoll. Zu den massiven Schrauben kann ich nur sagen, dass bei näherem Betrachten das ganz schön „Handmade“ aussieht. Die eingebauten LED mit den 4 Schrauben sehen eher nach „Chinesischer Bauart“ wie vor einigen Jahren aus. So baut man heute wohl eher keine professionellen Blitzgeräte mehr.

    LG

  18. Hallo Martin!
    Ist denn für die Verwendung als Aufhellblitz 1/160 nicht etwas serh lange?
    Wenn meine Kamera (Nikon D300) 1/250 kann, warum schafft dann der Blitz nur 1/160? Wegen dem Funksystem oder weshalb?
    also wenn ich mit Aufhellblitzen BL mache dann bekomme ich manchmal mit 1/160 nicht soo scharfe Bilder als eben z.b. wenn ich 1/250 oder so nehme.
    Was sagt Ihr dazu? Danke Euch

  19. Hi Martin,

    guter Bericht. Der Blitz ist wirklich eine gute Alternative zu den bisherigen Systemen. Was für mich auch der größte Vorteil darstellt ist das fehlende Kabel :-).

    Ist denn in dem Set ein anständiges Stativ dabei, oder sollte man sich darauf nicht verlassen?

    Grüße

    Rafael

  20. Hallo Martin,

    was ist deiner Meinung nach besser ?

    MB 500 oder MBX500:

    Wechselbarer Akku mit weniger Kapazität dafür weniger Gewicht oder mehr Kapazität und schwerer ?

    Wenn ich im Studio fotografiere mit Einstelllicht, sollte man das Ladegerät anhängen. Wie lange ist das Kabel des Ladegerätes ?

    Bitte um dein Statement ?

    Danke.

    Grüße, Wolfgang

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