24.1.2013    35

TECHNIK: ELINCHROM D-LITE ONE RX (ANTI-WS-POST)

24. Januar 2013 | Technik

Heute der gewünschte Beitrag zum D-Lite RX ONE* (GENERALVERTRIEB ELINCHROM DEUTSCHLAND: PROFOT (*SHOPLINK)). Um die Sache aber nicht zu speziell auf das Gerät zu halten, wollen wir an dieser Stelle auch einfach mal über die Entwicklung und die Notwendigkeit von Studioblitzgeräten sprechen. Im Endeffekt ist das D-Lite RX ONE* ein ziemlich moderenes und zukunftsweisendes Gerät. Warum, weil es den Bereich der Aufsteckblitze gefährlich angreift. Und ja, es ist wirklich ein gefährlicher Angriff denn viele Fotografen die heute noch mit Aufsteckblitzen fotografieren sollten sich den Griff zu diesem Gerät wirklich ernsthaft überlegen. Heir das Blitzgerät im direkten Vergleich mit einer Kamera.

TECHNICAL Vergleich Fotos

Warum, was zeichnet das Gerät aus, was macht es Besonders? Es ist im Grunde genommen das Gesamtkonzept.

  • WENIG LEISTUNG
  • SO KLEIN WIE MÖGLICH
  • EINSTELLICHT 100W
  • FUNKSTEUERUNG
  • REGULÄRES BAJONETT FÜR LICHTFORMER
  • GÜNSTIG!

Ja, es ist mehr Plastik dran als in anderen Geräten, ja es ist langsamer als andere Geräte, ja es ist nicht geschafften für 2m Softboxen… darum geht es aber auch nicht. Das Blitzgerät ist der ideale Einstieg in die Blitzlichtfotografie.

Viele Fotografen schreiben uns an mit der Frage nach den „notwendigen Ws“ eines Studioblitzes. Wieviel Joule oder Ws muss ein Blitz denn haben, was ist zu wenig, was ist zu viel? Beantworten habe ich diese Frage so noch nie, denn im Endeffekt hängt es von verschiedenen Faktoren ab. Manche Fotografen mögen große Softboxen, ERGO: viele Ws notwendig. Teilweise mögen diese dann aber diese großen Boxen mit sehr weiten Blenden zu nutzen, ERGO: doch wieder weniger Ws notwendig. Dann gibt es Fotografen die arbeiten im Portraitbereich, ERGO: weniger Ws notwendig wegen der möglichen Nähe des Blitzes am Modell und dann gibt es eben die Fotografen deren tägliche Arbeit ist es mit f11 im Studio Ganzkörperaufnahmen zu machen. Der eine arbeitet mit Mittelformat mit niedrigen ISO-Werten, der andere Fotograf kann sich auch erlauben die ISO hoch zu schrauben. Es gibt so viele Faktoren die die Frage nach dem notwendigen Blitz beantworten… eine allumfassende Antwort gibt es nicht.

Trotzdem… gehen wir einfach mal praktisch an die Sache heran. Schauen wir uns drei Blitzgeräte mal genauer an. Ein D-Lite RX ONE*, ein D-Lite RX 2* und ein PRIOLITE M500*. 100Ws, 200Ws und 500Ws. Die Änderung der Größe, des Gewichts etc. ist enorm. Sieht auf dem Bild geringer aus als es in Wirklichkeit ist. Der Priolite mit Stahlgehäuse wiegt seine „paar Kilo“ während der D-Lite unter einem Kilo wiegt. Und was ist jetzt der tatsächliche Unterschied in Punkto Leistung?

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Fotografiere ich mit ISO200 mit dem D-Lite RX ONE*, dann ist der effektiv so stark wie ein D-LITE RX2 bei ISO100. Nutze ich jetzt den D-LITE ONE RX bei ISO400, dann komme ich bis auf eine zerquetsche viertel Blende an den Priolite heran. Natürlich ist ISO400 nicht ISO100 und auch bei aktuellen Kameras ist das auf 1:1 Ansicht zu erkennen. Die Frage ist bloß, braucht man immer die 100% Ansicht und muss man bei aktuellen 20 MP Kameras 100% der Qualität ausschöpfen. Wer z.B. nur für Web fotografiert oder aber die Bilder bis auf DINA4 drucken möchte, der wird sicherlich keinen Unterschied zwischen ISO400 und ISO100 erkennen. Jedenfalls nicht nach etwas Nachbearbeitung und nicht auf halbwegs aktuellen Kameras.

Und da wären wir auch schon bei einem wichtigen Punkt. Die Erhöhung der ISO kann die effektive Leistung von Blitzen steigern. Und Blitzen ist PLURAL… denn habe ich z.B. drei Blitze für ein Foto im Einsatz, denn wird durch einen höhren ISO-Wert jeder dieser Blitze „stärker“ während ich sonst jeden einzelnen Blitz größer, teurer und stärker kaufen müsste. Das macht oft viele hunderte von € aus.

Also wäre damit die erste große Frage: Kann ich im Notfall mit etwas höheren ISO-Werten leben?

Was sind also zusätzlich die Features des D-LITE ONE RX?

GRÖßE: Elinchrom hat die D-LITE nochmals auf fast die Hälfte der Größe reduziert.

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GEWICHT: Der D-Lite RX ONE* ist extrem leicht geworden. Unvergleichbar leicht. Wir haben eine Beauty-Dish die schwerer ist als der Blitz :-). Gerade im Vergleich zu großen Studioblitzgeräten.

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EINSTELLLICHT: Wichtig für jeden Fotografen gerade beim Einstieg in die Studiofotografie ist das Vorhandensein eines halbwegs starken Einstellichtes. Ok, 100W sind jetzt nicht wirklich VIEL, aber besser als gar kein Einstelllicht wie bei den Kollegen der Strobisten.

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NEIGER: Ein halbwegs solider Neiger ist ja bereits auch am Blitz dran. Gerade gegen die Konkurrenz der Aufsteckblitze ist das ein weiterer Kostenpunkt. Denn ein Neiger kostet 20-30 € und kommt damit auf den Preis des Aufsteckblitzes oben drauf. Diese Kosten fallen hier weg. Allerdings muss man bedenken, dass der Neiger beim D-LITE bei extrem großen Boxen schon schwächeln kann. Dann kann man das Ding zwar anziehen, die Box bewegt sich aber trotzdem langsam nach unten. Dies gilt unserer Erfahrung aber erst ab Größen von Boxen über 135cm.

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ANZEIGE: Die Leistungsanzeige ist digital und schön ablesbar. Jede Funktion hat auch einen eigenen Knopf (bis auf die Funksteuerung! Die versteht man selbst nach Jahren nicht :-), weil man zehn Knöpfe zugleich drücken muss. Ähnlich der Super-Turbo-Moves bei SuperNintendo StreetFighter :-). Keiner weiß wie es geht, man drückt ewig auf den Knöpfen rum und irgendwann funktioniert es doch.)

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FUNKSTEUERUNG: Nicht nur, dass man den Blitz über den bereits verbauten Funkempfänger auslösen kann, nein, er ist sogar noch steuerbar. Und in den Grundsets bei Elinchrom liegen sogar noch ein Auslöser mit bei!)

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Und damit wären wir auch beim richtigen BURNER-Vorteil angekommen. Wir zeigen an dieser Stelle mal unsere kleine Studiotasche! Sieht ja nicht gerade nach viel Ausrüstung aus. Was transportiert man normalerweise in so eine Tasche? (Übrigens eine Vanguard (*HERSTELLER) Xcenior 41*) Eine Kameraausrüstung. Bei uns ist aber mehr drin, ihr werdet gleich sehen. Anfangen tun wir aber mit den Sachen die oben drauf geschnallt wurden. Das sind unsere beiden Softboxen.

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65x65cm große Boxen und gleich zwei mal!

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Und wenn wir die Tasche mal öffnen, dann sehen wir was da drin steckt.

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Eine komplette Kamera, Blitzausrüstung. Beide D-LITEs gehen in die Tasche. Mitsamt Kamera. Wenn wir die gesamte Tasche auspacken, dann sehen wir was drin ist. Zwei Blitze, zwei Boxen, Kabel, Auslöser, Kamera, Objektiv… etc…

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Und Elinchrom geht da einen konsequenten Weg. Selbst die Stecker wurden kleiner. Anstatt riesige Netzstecker zu nehmen, normalerweise die dreipoligen mitsamt Erde, kann aufgrund des Plastikgehäuses auf die Erde verzichtet werden und damit das Kabel extrem klein werden. In der Seitentasche befinden sich 2x5m Kabel. Genug um fast überall die Steckdose zu erreichen. Und gleich zwei davon passen alleine in die Seitentasche.

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Alles was beim Set noch fehlt ist eine kleine Zusatztasche mit zwei Stativen. Und dann ist man ready to go… Und in der Tasche sind noch reichlich freie Stellen für mehr Ausrüstung. Es geht auch noch ein Reflektor mit in die Tasche oder auch eine Wabe. Also Platz nach oben ist.

Für uns sind die D-LITEs die ultimativen Studioblitze für den nicht-immer-stationären Einsatz. Also gerade für portables Blitzen, Geschäftsportraits, Werbeshots onlocation, kleines Aufbau-Abbau Heimstudio.

SO… und jetzt unser Fazit. Also die D-LITE RX ONE sind grandios für kleines Geld. Ein komplettes Set mit Funksteuerung kostet unter 500€. 100Ws sind nicht viel aber auch nicht wenig. Deutlich mehr als jeder Aufsteckblitz und damit kann man schon tolle Fotos machen. Elinchrom ist eine verlässliche MARKE und bitte liebe Leser, vergesst niemals, dass man sich mit einem Kauf eines Blitzes auch mehr oder minder an ein System bindet. Es folgen Lichtformer etc. und schon hängt man drin. Da ist Elinchrom echt nicht die schlimmste Marke :-)… aber ein Tipp noch von uns. Kauft erstmal lieber klein als zu groß… 🙂 Denn wie schon geschrieben, ISO hoch geht immer irgendwie im Notfall. Licht weg nehmen ist aber wirklich oft ein PAIN IN THE ASS… Graufilter kosten wieder Geld etc… Fokusfehler… LIEBER ICH HABE ZU WENIG LICHT ALS DASS ICH ZU VIEL LICHT HABE! Diese Weisheit habe ich in den Jahren mit der Fotokamera gelernt.

Wir würden die neuen MINI-Blitze jetzt nicht im täglichen Studio-Alltag verwenden. Dafür sind die Dinger nicht gebaut. Trotzdem haben wir schon viele Events gehabt, an denen die Blitze auf voller Leistung mit Einstelllicht über Stunden am Blitzen waren. Und ich denke es gibt hier einige Blogleser die LIVE auf dem Events dies gesehen und erlebt haben und eine Bestätigung dieser Aussage geben können. Bisher hat kein Blitz schlapp gemacht. Trotzdem… wer jeden Tag den ganzen lieben langen Tag Blitzen möchte, der sollte vielleicht lieber eine Nummer größer kaufen.

Um jetzt final doch nochmals auf das Thema Leistung einzugehen, wollen wir an dieser Stelle einfach Bilder sprechen lassen. Wir haben uns ein Modell eingeladen, unserer geliebte EOS 60D* mit 50er 1:1.8 rausgeholt und haben nur mit dem D-Lite RX ONE* fotografiert. Möglichst unterschiedliche Fotos, unterschiedliche Belichtungsarten um zu zeigen was aus 100Ws raus kommt. Wenn ihr euch also fragt, wieviel Leistung braucht ihr, dann schaut euch die Fotos unten an. Die haben wir mit 100Ws gemacht. Hier darf jeder schreiben, dass er 500Ws oder 1000Ws braucht, dass ein Set aus 3x1000Ws bestehen muss :-)… ich liebe 100Ws und ich liebe es auch, wenn man im Studio auch mal auf f1.4 oder f2.0 gehen kann, ohne Graufilter und ohne Tricks… weil ich einfach den Blitz soweit herunterfahren kann.

Einen starken Blitz nachzukaufen ist immer möglich. Dann weiß man aber auf jeden Fall sicher dass man diesen auch braucht und für was!

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Viel Spaß bei den Bildern und nicht vergessen… Es muss nicht immer 500Ws sein… nichteinmal 400Ws, nichteinmal 200Ws… 100Ws sind schon mehr als jeder Aufsteckblitz hat. Und dazu kommt, ein D-LITE ONE RX kostet so viel wie ein günstiger Yongnuo Aufsteckblitz mit Empfänger und Schirmneiger. Wenn eine Steckdose in der Nähe ist (WENN!), dann ist die D-LITE aber jedem Aufsteckblitz um Welten überlegen. Gewicht und Größe können jedenfalls nicht mehr als Gegenargument gelten.

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Viele Grüße

Martin & Marc

Kommentare (35)

35 thoughts on “TECHNIK: ELINCHROM D-LITE ONE RX (ANTI-WS-POST)

  1. Hat das Einstellicht auch 100 Watt? Hat man da eine chance mit Lichtformer davor im dunkeln zu fokusieren oder ist die leistung dafür zu gering? Und ist der Schattenverlauf im hellen durch das Einstellicht zu erkennen?

  2. ..der beitrag ist echt klasse! inzwischen bin ich jetzt sogar echt am überlegen ob ich von meinen aufsteckblitzen (yongnuo) komplett zu elincrom wechsel – sprich: statt 3x yongnuo yn560-II dann 3x elinchrom d-lite rx one. vorallem da der preis echt klasse ist und wie erwähnt die leistung höher ist, als bei einem aufsteckblitz.

  3. Bravo, mal wieder sehr verständlich erklärt und wie immer sehr informativ. Deckt sich absolut mit meiner Erfahrung, zuviel Licht ist oft Mist. Wenn Du in einem kleinen Raum/Studio Portraits machen willst reichen die 100 Watt/sek., maximal 250 WS. Das war zu analogen Zeiten noch ganz anders. Da waren die 500er lange das Kleinste was du kaufen konntest und die reichten oft grade eben. Aus welchen Gründen auch immer scheinen die Chips empfindlicher zu sein als analoger Film …

    Egal, ich kann Martin nur Recht geben, wer viel in kleinen Räumen arbeitet und überwiegend Portraits shootet, sollte sich die Dinger zulegen.

  4. Martin auf neuen Wegen 🙂

    Ich kann mich an eine Aussage erinnern, dass Du ja „einfach kein Aktfotograf“ bist. Also am Können scheitert es ja sicher nicht 🙂

    Schöne Bilder!

    VG

    Peter

  5. Danke für den Bericht, die Dinger sehen Perfekt aus für mich.

    Mal schauen wann sie wieder an Lager sind.

    Die Bilder die Ihr damit gemacht habt sehen echt klasse aus 🙂

    Beni

  6. Hey Martin

    Danke für den informativen Beitrag. In dem Fall passen die Softboxen von flash2softbox auf die D-Lite RX ONE nicht drauf? Jetzt konnte ich mir in den Arsch beissen, dass ich schon 2 Yongnuo Blitze gekauft habe….Obwohl die schon gut sind.

    Grüsse

  7. Hallo Krolop & Gerst..

    zu eurer Aussage: „Elinchrom ist eine verlässliche MARKE und bitte liebe Leser, vergesst niemals, dass man sich mit einem Kauf eines Blitzes auch mehr oder minder an ein System bindet. Es folgen Lichtformer etc. und schon hängt man drin. Da ist Elinchrom echt nicht die schlimmste Marke :-)“

    Ja und nein, seit kurzem Hat Elinchrom auch Speedringe für ihre Softboxen die auf andere Blitz-Hersteller gehen. Also warum nicht mal so anfangen und bei Bedarf nur die Speedringe austauschen.

    Weiterhin viel Spass dabei, ich hab auch einen RX One, bin super zufrieden!

    Gruess Jose

  8. Hi Martin,

    wieder mal ein gut gelungener Beitrag! 🙂 habe auch schon öfters nur gutes von den Blitzen gehört…und wäre für mich nun ein weiterführender Gedanke zu den Aufsteckblitzen

    was mich aber mal interessieren würde…wie teuer sind denn so die Ersatzblitzröhren dafür? bzw sind das spezielle Blitzröhren (z.b. von der Größe oder so) von Elinchrom…oder passen da auch universelle Blitzröhren anderer Hersteller rein?

    LG Chriss

  9. Guter und informativer Bericht.

    Hierzu ne Frage: Reichen die 100Ws aus um mit zwei von den Blitzen einen grauen Hintergrund weiß ausleuchten zu können?

  10. Klasse Beitrag! Wie sieht es mit der min. und max. Blende aus? Ich weiss, liegt auch an der Entfernung und Art der Softboxen, aber habt ihr da Richtwerte?

  11. Super Beitrag Martin, Leistung ist bei weitem nicht alles bei heutiger iso Leistung der Kameras. Man sieht den Unterschied zwischen iso 100 und 400, aber nach Bearbeitung mit heutigen Rauschminder Algorithmen fast nicht mehr. Und für die (vielen) Fotografen die härteres Licht bevorzugen ist Leistung eh nicht sooo das Thema, gewinnt man schnell eine Blende.

  12. Peter :Martin auf neuen Wegen :-)Ich kann mich an eine Aussage erinnern, dass Du ja “einfach kein Aktfotograf” bist. Also am Können scheitert es ja sicher nicht :-)Schöne Bilder!

    VGPeter

    Genau, das habe ich mir auch gedacht…. 🙂

    aber irgendwann kommt der Moment, wo man nicht mehr widerstehen kann.. 😀

    @ Martin&Marc

    Vielen Dank für den ausführlich Bericht.

    Wie immer einfach und präzise dargestellt.

    MfG

    Michael Peitz

  13. Moin,

    danke für den Bericht ….. 🙂

    Im Studio habe ich die RX4 und bin sehr zufrieden mit den Köpfen.

    Brauche ich jedoch noch was ’schwaches‘ dazu habe ich das bisher immer mit meinem kleinen Porty gelöst…. von Elinchrom Trigger auf Yongnuo umbasteln, Porty platzieren ……

    Ich glaube, nach diesem Bericht hat sich das bald erledigt und der Porty wird nur noch für outdoor eingesetzt 🙂

    Die Köpfe mit der kleinen Leistung, den minimalen Baumaßen … 3…2….1…. meins 🙂

  14. Ich finde, es kommt doch sehr auf den Einsatzzweck an. Diese hier vorgestellten Blitzköpfe sind IMHO weder so mobil wie Aufsteckblitze, noch so günstig wie diese (ist etwas schöngerechnet hier) noch so Leistungsfähig wie größere Köpfe für das Studio.

    Klar, Einstellicht ist toll, Steuerfähigkeit über Funk ebenfalls – aber das wars als wirkliche Vorteile für mich auh schon. Gerade die Ausführungen zu „weniger Leistung“ reciht auch, führen für mich (auchaus eigenenr Erfahrung) dazu, dass mir Aufsteckblitze nach wie vor reichen. Von denen habe ich bei kleinerem Packmass dann auch noch mehr davon in der Tasche, habe weitere Möglichkeiten und kann dadurch notfalls auch mehrere bündeln und komme dadurch auch auf 100 Ws.

    Und mit einem 2000 mA Akkusatz komme ich auf rund 600 Auslösungen bei 1/2er Leistungsstufe – und kann auch noch ziemlich weit runter regeln – oft nutze ich hier auch mal 1/64.

    Ich finde, dass diese Teile hier eher ein Nischenprodukt sind – ist aber nur meine Meinung: und bei denen, wo es passt: super – ist immer gut, Auswahl zu haben 🙂

    Danke fürs Vorstellen

    1. Hallo Stefan,
      ich kann dir nicht zustimmen mit dem SCHÖNRECHNEN. Eher ganz im Gegenteil: Bei Aufsteckblitzen kommen Akkus dazu! Da kosten 4 Eneloops auch mal gerne 10 €… Ladegerät… das kann man bei solchen Akkus auch nicht aus dem Lidl nehmen. Und wir setzen Lader mit 16 Slots ein. Sonst läd man 2 Tage nachdem man unterwegs war… Das kostet gute 50-100 €. Und schwubs… hat sich die Rechnung gedreht.

      Ich gebe dir aber völlig Recht. Wer mit Aufsteckblitzen auskommt, für den sind die Dinger einfach genial. Und wenn du so wenig Leistung brauchst, dann auch stimmt deine Rechnung.
      Bei voller Ladung (und ich brauche das wirklich sehr oft) kommen so ca. 100 Blitze MAXIMAL aus meinem Blitz. Eher weniger bei starker Hitze im Sommer z.B…. Und dann schleppt man 5-10 Akkupacks mit sich rum…

      Ich denke wir wissen beide… es kommt eben auf den Einsatz und auch die Art des persönlichen Fotografierens an. Aber NISCHE würde ich das nicht nennen…
      LG
      Martin

  15. Für Outdoor wäre die Innovatronix Tronix Explorer 1200 Variante mit diesen Köpfen eine Alternative. Liegt bei 350€, hat 2 unabhängige Ausgänge (ohne Leistungsverhältnis) und wiegt 7Kg.

  16. Hi Martin,

    volle Zustimmung was die Leistung betrifft. In meinem kleinen Studio arbeite ich zu 90% im Portraitbereich bei ca. 50Ws bei ISO 100/200.

    Extrem positiv finde ich die Handlichkeit aufgrund des geringen Gewichtes. Gerade bei hochfrontales Setups. Wenn dann am Galgen ein größer Blitzkopf und Lichtformer hängt ist man ganz schön am Rödeln alles in eine gute Balance zu bringen.

    Je kleiner desto handlicher und schneller im Auf-/Umbau 😉

    Was mich allerdings ein bischen stört ist, dass Elinchrom nicht mal einen Standardreflektor als Basis mit beilegt 🙁

    Knapp 40€ pro Stück ist auch nicht gerade wenig und sollte noch mit eingeplant werden.

    100W Einstell-Licht ist meiner Meinung nach auch eher positiv zu bewerten. Je geringer die Leistung des Blitzlichtes, desto mehr Lichtgewichtung erhält das Einstell-Licht. Sind zwar Nuancen, aber sie sind eben da.

    Da ich mit meinen stärkeren Blitzköpfen, wie Anfangs beschrieben, meist im unteren Leistungsbereich mit proportionalen Einstell-Licht arbeite, sehe ich hier kein Problem, dass die 100W nicht reichen.

    Allerdings arbeite ich aus diesem Grund auch sehr, sehr abgedunkelt im Studio. Ich mags einfach gern dunkel beim Shooting. Was aber meine persönlich Arbeitsweise ist.

    Dies hat auch einen psychologischen Effekt für das Model. Nicht jedes Model im Studio ist ein Profimodel. Gedimmteres Licht schafft eine vertraulichere Lichtstimmung. Bei voller Ausleuchtung aller Makel wird so manches Model gehemmter vor der Kamera agieren. Ahnungslos, dass eigentlich das Blitzlicht bildbestimmend in der Lichtwirkung ist.

    Die Mädels hier bei Krolop / Gerst haben diese Probleme nicht :))

    Sorry, das ich soweit Ausgeschweift bin 😉

  17. Ich werde mir definitiv so ein Teil holen. Ich arbeite mit mehreren D Lite it 4, und die würde ich des öfteren gern weiter runter regeln. Im Moment nehmen ich dann hin und wieder den einen oder anderen Speedlite als Ersatz. Das ist aber eigentlich Mist, weil ich keine vernünftigen Lichtformer anbringen kann.

    Aufsteckblitze sind ne tolle Sache, fürs Studio aber nicht wirklich zu gebrauchen. Auch nicht mit Flash2Box und co. Habe vorher auch so fotografiert und mich immer wieder über die Funktionalität geärgert. Von der Kommunikation bis hin zu Billigsoftboxen, wo man Stunden zum aufbauen braucht…

    Ach ja, 100W Einstelllicht reichen für mich völlig! Selbst mit der Deep Octa 100 Box und beiden Diffusoren(?), kein Problem!

    PS: Wer ist das Model?? Very nice!! 😉

  18. Als Freizeit-Fotograf besitze ich leider keine Blitzanlage. Ich konnte mir letztes Jahr zweimal Walimex VC-200 Blitze mit 200WS ausleihen. Ich benötigte nur ca. ¼ der Leistung und wollte mir diese bei Gelegenheit auch selbst beschaffen. Das sind für mich die D-Lite RX ONE eine echte Alternative, besonders mit dem Komfort der Funkauslösung. Besten Dank für den Beitrag.

    Viele Grüsse

    Niklaus

  19. Hallo Martin,

    vielen Dank für den tollen Testbericht.

    Genau sowas suche ich als Studio-Anfänger.Du beschreibst u.a.das ein

    solches Set mit Funkauslöser unter 500 Euronen kostet.

    Wo gibt es dieses Set?

    Liegt bestimmt an meiner Blindheit,warum ich es nicht finde!!

    Danke für die Info.

    LG

    Michael

  20. Find ich nicht wirklich überzeugend, sieht optisch erstmal wie ein gängiger Billigblitz aus, dass aber zum Premiumpreis. Und die 100 Watt Einstelllicht würde ich mir nicht schönreden wollen, da brauchst schon einen absolut dunklen Raum und auf einen Zwischendiffusor soltle man auf jeden Fall immer verzichten. Ich merks immer wieder beim Shooting mit Beauty Dish (22″ Hensel), dass selbst die 300 Watt auf voller Leistung gerade so passen. Die Funklösung ist natürlich nett, aber doch sowieso Standard bei den besseren Herstellern und wenn ich auf Leistung, Einstelllicht und ein entsprechend stabiles Gehäuse beim Blitz verzichten kann, dann kann ich auch auf den Funk verzichten und gleich zum Walser Modell für den halben Preis wenn überhaupt greifen, oder ich lege eben paar Euro drauf und habe dafür aber die richtigen Teile. Wer von dem Strobist Zeug kommt wird begeistert sein, aber meiner Meinung nach auch nur zum anlernen im Studiobereich, danach wird man schnell aufrüsten wollen und ob sich da der doch happige Preis lohnt!?

  21. ich hab das doch jetzt richtig verstanden?..oder??? :

    Mit der Funk/auslöser/Fernbedienung, lässt sich die Leistung des Blitzes regeln?….? auch bei diesem kleinsten Blitz?

  22. Hey Klasse!

    Diese Funktion bietet wohl kaum ein anderer Hersteller an!

    Bei mir kommt auch ein „must have“ Gefühl auf!

    Danke!

  23. Danke für den Super Super Super tollen Artikel. Der wurde genau für mich geschrieben. Hin und her überlegt, gegrübelt und studiert. Nun stosse ich auf diesen tollen Artikel und plötzlich ist alles klar. Meine Überlegungen drehten sich um RX-One RX2 oder RX4. Jetzt ist für mich und meine Bedürfnisse klar es wird ein RX-ONE Set geben. Einen 4er nachkaufen kann ich immer noch. Vielen Dank für den tollen Artikel.

  24. @Leo: kann ich nicht nachvollziehen. Wieso sollte man auf Funkbedienung verzichten können, nur weil man auf Leistung und Metallgehäuse verzichten könnte?

    Auf Leistung kann ich verzichten, weil ich nur ein kleines Studio hätte. Kunststoff statt Metallgehäuse finde ich für diesen Preis in Ordnung, und für’s Mobile bedeutet es gleichzeitig weniger Gewicht (wenn ich mit dem mobilen Hintergrundsystem unterwegs bin). Und Einstell-Licht hat doch der RX One doch auch?

    Dieses Set hat seine Daseinsberechtigung, und den Preis kann man als attraktiv ansehen. Das weiss ich ganz genau, weil ich ganz genau weiss, wieviel ich bisher in meine „Strobisten“-Lösung reingesteckt habe, die im Vergleich zum RX One Set aber ganz schön blass aussieht. Und das obwohl ich sogar TTL-Funktrigger benutze, aber nur um die Blitze per Kamera-Menü einstellen zu können. Das ganze erkaufe ich mir dann mit im Vergleich miserablen Blitzladezeiten (auch ein externer Akkupack war keine langfristige Hilfe, bei meiner Belastung rauchte das Ding nach ca. 2 Monaten ab).

    Also: wer nicht auf viel Leistung angewiesen ist (und wie richtig angemerkt: jeder einzelne RX one hat ja schon mehr Leistung als ein Aufsteckblitz), der kann hier kaum was falsch machen. Denn trotz des Leistungsniveaus sind tolle Funktionen mit an Bord.

    Just my 2 cents,

    Pino, zukünftiger RX One-Käufer… 🙂

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