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TECHNIK: DER ULTIMATIVE FOTO TASCHEN RUCKSACK TROLLEY POST

10. September 2013 | Technik

Tolle Fotoausrüstung darf nicht in Aldi-Tüten verpackt werden und oder einfach so herum liegen. Fotografen brauchen gute Taschen um die Ausrüstung aufzubewahren und gleichzeitig auch zu transportieren. Eine Tasche ist aber nicht wie die andere Tasche. Es gibt große Unterschiede und verschiedene Möglichkeiten. Früher hatten wir nur Taschen von LowePro, zwischenzeitlich hat sich das irgendwie gedreht. Nicht nur wegen des Preises sondern auch wegen der Taschen. Inzwischen sind bis auf eine Tasche bei uns von Vanguard. Das ist aber hier auch nicht wichtig sondern wir wollen uns eher auf die verschiedenen System beschränken. Dabei geht es um verschiedene Typen und warum mal welchen Typ braucht.

DER ULTIMATIVE FOTO RUCKSACK TASCHEN POST

Ganz ausschließen wollen wir an dieser Stelle übrigens alle kleinen Taschen“chen“ und Rucksäck“lein“. Also was die Dame von der Ecke zum Shopping tragen könnte, das passt nicht für uns. Wir brauchen Platz, Platz, Platz und gleichzeitiger Komfort beim Tragen. Also nix mit Minitaschen sondern nur Sachen die wir wirklich produktiv nutzen können und mehr als eine Kamera mit Objektiv dabei haben können.

Insgesamt sehen wir verschiedene Kategorien und Verwendungszwecke bei den Taschen und Rucksäcken. Bei der Wahl des richtigen Rucksacks/Tasche sollte man immer auch auf die Art und Weise der Fortbewegung achten. Jemand der sprichwörtlich mit der Ausrüstung wandert, der braucht einen anderen Rucksack als jemand, der damit maximal aus dem Auto zur Location geht. Dazu kommt eben die Größe und das Gewicht der Ausrüstung. Teilweise transportieren wir schwere und wirklich viele Objektive und müssen daher auch mit Gewichten um die 25kg pro Tasche zurecht kommen. Das ist natürlich nix mehr für einen Rucksack.

  • Fotorucksack

    Das ist der Klassiker schlechthin. Der Rucksack ist gemacht um möglichst lange getragen zu werden und dabei steht oftmals eben dagegen, die Sachen darin schnell zu verwenden. 

  • Der Rollkoffer

    Der Rollkoffer ist für uns eine Art Ausrüstungs-LKW. Schwere Ausrüstung kann dabei sicher und ohne große Anstrengung transportiert werden. Dabei eher nicht über Stock und Stein aber z.B. im PKW, Bahn oder Flugzeug.

  • Der Flugkoffer

    Für kurze und schnelle Einsätze im Hinblick auf Handgepäckbestimmungen der Fluggesellschaften. Wer oft fliegt, der weiß, dass man nicht immer mit einem Rucksack herumrennen und dann mit verschwitzem Rücken in den Flieger steigen möchte.

  • Toploader

    Das Arbeitstier schlechthin für uns. Transportfähigkeit ist ok aber dafür ist alles sofort im Zugriff und auch gut gesichert. Ideal für Hochzeiten, Fotoshootings und Reportagen.

  • Zwidder

    Neuerdings gibt es auch rollbare Rucksäcke. Und so komisch das am Anfang anmuten mag, aber so cool ist es. Dabei steht der Komfort echt im Vordergrund. Man kann schieben oder tragen und ist immer auf die jeweilige Situation angepasst.

1. Unsere wichtigste Tasche – der Toploader

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Im Konkreten handelt es sich hierbei um folgende Tasche. Xcenior 41 Schultertasche*. Das ist unser Alleskönner. Die Tasche bietet einen guten Schutz für die Ausrüstung, die Geschwindigkeit mit der man die Ausrüstung bedienen kann ist aber am Wichtigsten. Gegenüber Rucksäcken und Trolleys kann diese Tasche nämlich offen transportiert werden. Nix fliegt raus. Deckel drüber und los gehts. Man kann Objektive greifen und Sachen heraus nehmen während die Tasche am Körper getragen wird. Und zwar nicht nur über ein kleines Fach sondern aus dem kompletten Inneren.

DER ULTIMATIVE FOTO RUCKSACK TASCHEN POST

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Die Tasche verfügt über genügend Platz um mehrere Kameras und Objektive inkl. Aufsteckblitz zu transportieren. Laptopfach gibt es auch und genügend Platz seitlich und vorne für Kabelgewirr :-). Wir selbst nutzen 3 Stück davon und eine Tasche genügt um eine komplette Reportage-Ausrüstung zu transportieren. Ideal z.B. auch für Hochzeiten weil, wie bereits gesagt, das lästige auf und zu machen entfällt.

2. Der Reisebegleiter

Wir sind viel auf Tour, viel unterwegs und auch viel im Flugzeug. Und da braucht es einen Trolley der gute Maße hat. Flugzeuggerechter Trolley mit der genauen Bezeichnung Quovio 49T*. Wichtig für Flugtrolleys ist übrigens auch der Look. Der darf nicht zu sehr nach FotoTasche aussehen, sonst läuft man Gefahr zu sehr in den Fokus von Dieben zu kommen. Möglichst schlicht und unauffällig und gleichzeitig ein relativ unfotolastiges Design. So sieht ein guter Trolley für Fotoreise aus.

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Über den Quovio 49T* haben wir echt nur Gutes zu berichten. Für uns ist es die Wahl für Flugzeug-Fliegende-Fotografen 🙂 (schöne Alliteration, oder?). Er ist sehr bequem zu ziehen, hat kaum Widerstand und sehr wichtig, er lässt sich gut als „leicht“ tarnen. Beim Einstieg in das Flugzeug sollte das Gepäckstück ja nicht aussehen als dass es mehr als 8kg wiegen würde. Und das tut der Quovio 49T nicht. 🙂 Schon oft erprobt mit 15kg und mehr 🙂

Reisedokumente kann man an der Front haben und damit im schnellen Zugriff und auch sonst kann man auch kleine Visitenkarten an der Seite unterbringen.

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Die innere Aufteilung ist sehr praktisch. Eine Kamera samt großem Tele passt locker rein und dazu auch noch ein paar kleinere Wechselobjektive und auch das fotografeneigene Laptop.

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Auf dem nachfolgenden Feature sieht man eine tolle Sache. Und zwar lässt sich das komplette Foto-Aufteilungs-Paket heraus nehmen. Wir haben nämlich zwei dieser Flugzeug-Trolleys und ein Trolley wird meistens auch für die Wäsche verwendet. Wenn man reist, dann hat man zwei schlichte, identische Trolleys und das wirkt sehr sauber und aufgeräumt auch für den Kunden.

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3. Schwerlast-Transporter

Wir müssen oft mehr als nur eine Kamera und ein Objektiv mitschleppen. Seien es Blitze, Festplatten, Wechselobjektive, Stative, Halterungen, Klammern, Kabel und noch vieles mehr. Manchmal kommen da 20-25kg zusammen und das ist dann auch nur die Fotoausrüstung. Wenn dann noch nebenher gefilmt werden soll oder wir gezielt ein Video machen sollen, dann sind 2x25kg keine Seltenheit. Und dafür braucht es den LKW unter den Fotokoffern. Kein Rucksack, kein Trolley packt das. Unser Lastesel heißt: Xcenior 62T* und ja, er ist gigantisch groß und richtig toll.

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Er hält richtig schwere Belastungen aus und hilft auch die größte und schwerste Ausrüstung weit zu ziehen und sicher am Ziel ankommen zu lassen.

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Wir ziehen den Koffer oft auch über Stufen oder auch nur eine einsame Bordsteinkante. Und die Belastung machen sowohl Rollen, Unterbodenschutz 🙂 und auch der ausfahrbare Tragegriff gut mit.

Schön bei derartig großen Koffern ist die Fähigkeit die Ausrüstung zu verstauen und ein Netz drüber zu ziehen. Damit können wir zusätzlich noch mehr mitnehmen. Z.B. ein Handtuch oder Wechselklamotten über dem Netz einfach in den Koffer gelegt. Oder es ermöglicht in den Koffer zu langen, das Laptop heraus zu holen, ohne dass alle Sachen durcheinander fliegen. Der Laptop ist nämlich im Deckel vor dem Netz und kann damit einzeln bedient werden. Sehr praktisch.

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Auch hier gilt wieder. Der komplette Einsatz kann raus genommen werden und im letzten Urlaub hatte ich meine beiden Koffer dabei. Aber ohne Kameras, nur mit Kleidung und Wäsche. Denn dann hat man nur einen großen, tollen Koffer.

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4. Das notwendige MUST-HAVE

Immer wieder braucht man als Fotograf dann doch den klassischen Rucksack. Obwohl ich der Meinung bin, dass für viele Anwendungen der Rucksack die denkbar schlechteste Lösung ist. Der Rucksack ist nur gut, weil er getragen werden kann und zwar auf dem Rücken. Alle anderen Lösungen (s.o.) werden umgehängt und das ist eben nicht so komfortabel. Aber Rucksäcke leiden echt an allen Enden und Ecken. Sie dürfen nicht besonders groß sein, sonst gibt es Rückschäden. Man schwitzt sich oft darunter förmlich tot. Aber überall dort, wo man eben nix ziehen kann oder auch nur den Rück frei hat (Fahrrad, unwegsames Gelände, etc.), dort braucht es einen Rucksack. Unser Tipp, günstig und gut und lässt Spielraum für andere Taschenarten: Up-Rise II 48*

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Kein besonders großer Rucks, nicht besonders teuer aber dafür eben hat er alles was man braucht. Über einen seitlichen Eingriff kann man die Kamera jederzeit vom Rücken einhändig hervorholen und fotografieren. Er ist groß genug um auch Laptop zu transportieren und die Kamera darf ruhig auch ein Objektiv mehr haben mit dem Rucksack. Er ist komfortabel zu tragen und nicht zu globig.

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Wir nutzen das große obere Fach immer um darin Kleinteile in kleinen Beuteln und Taschen zu transportieren. Man kann aber auch problemlos eine zweite Kamera dort unterbringen. Der Laptop kommt seitlich rein, wird also ganz am Rücken getragen und ist damit auch besonders sicher.

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5. Für Unentschlossene oder Tausendsassa!

Ziemlich neu auf dem Markt ist der Heralder 51T*. Ein Zwidder aus Rucksack und Trolley mit einem besonders großem Fassungsvermögen. Endlich… Damit kann man große Gewichte super einfach transportieren und wenn der Untergrund kein Rollen und Schieben mehr zu lässt, dann eben der Rücken.

Und echt erstaunlich wie leicht der Trolley sich bewegen lässt. Wahnsinnig leichtläufig ist das Teil.

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Der Griff zum Ziehen, Rollen, Schieben verschwindet komplett im Rucksack. Sehr geil… anfangs haben wir sogar nach dem Griff suchen müssen so versteckt ist der untergebracht.

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Es gibt auch nicht nur 2 Rollen sondern insgesamt 4 Stück. Diese Rollen lassen den Trolley aufrecht stehen und sorgen dafür, dass er auch nebenher geschoben werden kann.

In der unteren Aufnahme sieht man auch die Tiefe des Trolleys. Keine Sorge, auch große Kameras mit Batteriegriff lassen sich problemlos verstauen.

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Ihr seht also unser Rucksack-Battalion. Wir wollen nicht nur zeigen was wir nutzen sondern warum. Und ich denke die Beweggründe sind gut ersichtlich geworden.

Grundsätzlich gilt. Finger weg von Rucksäcken, wenn man nicht gerade wandert. Viel Ausrüstung transportiert man professionell im großen Koffer. Das ist das Transporttier. Das Arbeitstier ist ein Toploader. Das Beste aus Größe, Transport und Zugriff und in vielen Situationen einfach ideal. Im sandigen Untergrund wird nur der Boden dreckig und nicht die Gurte eines Rucksacks. Es kommt kaum Staub oder Sand rein, weil die Wände so hoch sind und alle Ausrüstung kann beim Tragen benutzt werden.

Ganz toll finden wir den neuen Zwitter-Rucksack-Trolley. Einfach eine tolle Kombination.

Viele Grüße

Martin & Marc

Kommentare (3)

3 thoughts on “TECHNIK: DER ULTIMATIVE FOTO TASCHEN RUCKSACK TROLLEY POST

  1. Moin Jungs,

    gearade diese Kombi aus Rucksack und Trolley find ich klasse.
    Auf der letzten Photokina hab ich an nem thailändischen Stand („thetreebags.com“) für echt kleines Geld
    solch einen Trolleyrucksack gekauft und bin sehr happy damit.
    Besonders begeistert mich die Möglichkeit, die Räder beim Tragen als Rucksack mit einer Lasche abdecken zu können.
    So saut man sich nicht mit dem Schmutz der Räder die Klamotten ein.
    Ich weiss leider nicht, ob die Leute inzwischen nen Vertrieb in unserer Gegend haben, wünschenswert wäre es, denn
    die Qualität und Vielfalt war überzeugend.

    GRÜSSE
    Rob

  2. Hallo, vielen Dank für die guten Tips, die eine Entscheidungshilfe erlaubt haben. Ich möchte aber zu bedenken geben, als Mediziner, daß ein Rucksack aus Gründen der Belastung der Wirbelsäule immer die beste Lösung ist. Auch wenn das für die Ausrüstung vielleicht nicht unbedingt das Praktischste ist, aber man schleppt da doch sehr viel durch die Gegend. Eine tolle Ausrüstung nützt einem auch nichts, wenn man vor Rückenproblemen den Beruf nicht mehr ausüben kann. Bei mir geht es gar nicht mit Tasche, weil ich einen Bandscheibenvorfall im HIWS-Bereich hatte. Da muß Last verteilt werden. Es ist nicht günstig, wenn die Kameraausrüstung einem mehr wert ist, als die Gesundheit. Das gilt für alle Ausrüstungssachen, die man einseitig tragen muß (wenn man keinen Esel oder Assistenten mit hat, der einem das abnimmt.)
    Beste Grüße
    Ruth

  3. Heralder 51T gibt’s nur als Rucksack, aber leider nicht als Schultertasche, die vor allem Fotogerafinnen bevorzugen.

    Würden Sie eventuell ein neues Modell konzipieren, auch wenn ein Rucksack gesünder ist?

    Frau würde ja nur für kurze Strecken den Heralder 51T statt als Trolley diesen als Schultertasche benutzen.

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