TECHNIK: DAS "WIRKLICH" EXTERNE BACKUP // Teil 1

11. Mai 2010 | Technik

Heute sprechen wir mal etwas über Datensicherung. Nicht komplett über alle Möglichkeiten und auch nicht über die einzig wahre Möglichkeit. Ich möchte diesen Blogbeitrag dazu verwenden eine wirklich gute und super sichere Möglichkeit zu zeigen.

Im Endeffekt geht ein Backup vor allem darum, Daten so zu lagern, dass ein Vorfall passieren kann. Das ist die erste große Erkenntnis. Man darf ein Backup-System nicht so aufbauen, dass „nix passieren kann“. Es geht darum, dass gerade etwas passieren wird, egal wie sicher es ist.

Wir haben den Fehler schonmal gemacht. Wir haben Backups und ständige Sicherungen auf mehrere Platten geschrieben und dann kam der Supergau und das Wasser beschädigte gleich alle Platten aller Backups, alle Server, alle Racks, alle Daten… Und so etwas passiert mit einer 100 € Festplatte genauso wie mit einerm 10000 Euro Server-Rack. Denken wir einfach an einen Blitzschlag, an einen Wasserschaden, an ein Feuer oder sonstige Naturgewalten. Klar, man kann auch dagegen Vorsichtmaßnahmen „erkaufen!!!“ aber da fängt es langsam an, unsinnig und unzahlbar zu werden.

Schauen wir uns doch einfach mal die Voraussetzungen an. Wir benötigen ungefähr ein Backup-Volumen von derzeit ca. 6 Terabyte. Das würde als Spiegelung einen Bedarf von 12 TB ausmachen. Das sind unglaubliche Datenmengen und Fotografen haben damit täglich zu kämpfen. Die derzeit größten Platten fassen gerade mal 2 TB.

Kommen wir also zu einer Möglichkeit diese Daten sicher und auch günstig zu speichern. Dabei geht es gerade um den Kostenfaktor. Backup ist wichtig aber wer gibt schon 10000-20000 Euro für ein Festplattensystem aus. Und wie oben schon besprochen, selbst ein solches System ist anfällig. Was mir persönlich am meisten Angst macht, ist der Faktor, dass die Daten nur an einem Ort gespeichert sind.

Und Daten an einen anderen Ort zu speichern kann in diesen Größe schon ziemlich schwierig sein. Selbst mit einer direkten FW800-Verbindung braucht es Stunden bis Tage. Die Daten also konstant per Internet an einen anderen Ort zu laden ist demnach keine wirkliche Option. Das erzwingt ebenfalls wieder extreme Kosten. Wie aber sonst, kriegt man solche Datenmengen zu einem günstigen Preis transportieren und sichern.

FOTO Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

Das ist unsere Lösung. Es kostet ca. 150 € pro Koffer, und pro TB dann zusätzliche 65 € (DERZEIT!!!!). Wie geht das denn? Ganz einfach, wir haben zwei absolut identische Koffer mit absolut identischen Inhalten und dadurch können wir einen Koffer zu jederzeit extern aufbewahren und somit extern sichern.

backuplösung für fotografen post

Auf dem Foto oben sind die Koffer vor langer Zeit zu sehen. Damals hatten wir nur 2 TB zu sichern und daher liegen in jedem koffer nur zwei Platten à je 1 TB. Dazu findet sich in jedem Koffer eine Dockingstation für SATA Festplatten mit einem externen SATA Anschluss (ESATA). Die Platten können auch notfalls über USB angeschlossen werden. Damit kann man universell und überall auf die Daten zugreifen.

Kommen wir einfach nochmals zur Logik der Sicherungen. Wir haben ständig (UND ZU JEDER ZEIT!!!!) einen kompletten Koffer außer Haus. Wir sichern ständig mit dem verbliebenen Koffer nach und halten diesen immer aktuell. Jede 1-2 Wochen wechseln wir den Koffer und der andere Koffer wird „nachsyncronisiert“. Es gibt dabei keinen günstigeren Speicherplatz als interne SATA Festplatten. Und wenn es nicht reicht, dann wird eine Festplatte nachgekauft.

backuplösung für fotografen post

Natürlich ist es keine vollautomatische Sicherung. Es geht auch nicht darum, dass man nix machen muss. Die Sync-Vorgänge müssen manuell gestartet werden und die Verwaltung der einzelnen Platten muss auch selbstständig übernommen werden. Für all die Arbeit spricht eben nur die Sicherheit verbunden mit dem Kostenfaktor.

Kommen wir also mal zu der eigentlich Lösung und den Dingen die wir dafür erworben haben.

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Zwei B&W Koffer Typ 40 um die Festplatten sicher und stossfest zu verpacken. Dazu noch vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt.

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Darin befindlich dann zwei identische externe Festplattendocks von SHARKOON mit einem eSATA-Anschluss pro Festplatte oder einem gemeinsam USB-Anschluss.

backuplösung für fotografen postbackuplösung für fotografen post

Zwei Fesplatten je 1TB, fein säuberlich markiert und benannt. Zwischenzeitlich schon 4 Festplatten, es kamen 2 HDs mit jeweils 2TB dazu.

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Tja, Leute, das war der Blogpost zum ersten BACKUP-Thema. Wer noch wissen will, welche Software wir für das Backup nutzen, dann soll er für den Mac einfach mal SYNCTWOFOLDERS googlen. Bedenkt immer, jede Backup-Lösung sollte ein wirklich externes Backup beinhalten. Denn irgendwas geht immer schief, egal wie gut es gesichert ist und die räumliche Trennung von Backups vom eigentlichen Speicherort ist fast schon das Wichtigste überhaupt.

Zu nennen ist auch noch die Tatsache, dass wir am Recher ständig mit einem RAID1 System (SORRY, TIPPFEHLER!) arbeiten. Die Daten sind also schon auf dem System gesichert, die Koffer übernehmen nur die externe Sicherung. ACHTUNG!!! RAID1, obwohl komplett gespeigelt, ist kein eigentliches Backup. Das RAID sichert nur, dass auch mal eine Festplatte im aktiven System ausfallen könnte.

Kommentare (41)

41 thoughts on “TECHNIK: DAS "WIRKLICH" EXTERNE BACKUP // Teil 1

  1. Hallo Martin,

    interessanter Beitrag, vor allem da ich mir gerade über eine ähnliche Lösung gedanken mache … auch wenn ich dazu keine 150€ Koffer verwenden werde 😉

    Bezüglich des letzten Absatzes arbeitet ihr wohl mit einem RAID1 System, oder? Denn RAID0 teilt Daten auf meherer Festplatten auf, spiegelt diese jedoch nicht – also keine Redundanz.

    grüße,

    christian

  2. Ja das klingt doch logisch und prima. Was mich jetzt noch interessieren würde, wie haltet ihr die Übersicht, wo denn all die Sachen sind. Wie nennt ihr die Ordner? Macht ihr das nach Datum oder nach Auftraggebern? Also ich stell mir das nicht so einfach vor. Ich habe ja nun nur einen Bruchteil solcher Mengen und muss manchmal suchen oder es geht etwas verloren. Hebt ihr alle Raws auf oder nur bearbeitete Bilder?

    Timo

  3. Prima Idee & Beitrag…aber im letzten Absatz steckt ein Fehler: Raid0 ist KEINE Spiegelung sondern erhöht im Gegenteil die Ausfallgefahr, weil jede Datei auf min. 2 Platten aufgeteilt ist und somit bei Ausfall einer HD komplett verloren ist. Wenn ihr „auf dem System sichert“ habt ihr vermutlich ein Raid1/10/5, ein Raid0 bietet nur zusätzliche Geschwindigkeit, keine Sicherheit. Man sollte an der Stelle auch nochmal drauf hinweisen, dass keiner auf die Idee kommen sollte, ein Raid1 oder 5 als alleinige „Sicherung“ zu betreiben: Das erhöht nur die Verfügbarkeit und wird in IT-Kreisen NICHT als „auf dem System“ gesichert betrachtet – bei Anwenderfehlern, Viren oder halt dem worst case wie Spannungs-/Feuer-/Wasserschäden ist alles futsch, wie ihr ja selbst schreibt. Eine „Sicherung“=Backup ist das also nicht.

    MfG

    Christoph

    1. Sorry, natürlich war RAID1 gemeint. Eine direkte Spiegelung!!! Damit wir jedenfalls sicher sind, dass die Daten da sind, falls eine Platte mal ausfällt.

      Danke für die zusätzlichen Infos zur Sicherung. Ist wirklich hilfreich wenn jeder noch ein paar extra Infos in den Kommentaren hinzuwirft. Das macht die Sache noch runder!!!

  4. Die Struktur der Daten würde mich auch interessieren.

    Das hier vorgestellte System ist für mich weniger relevant, interessant aber trotzdem.

  5. Hast Du schon in Erwägung gezogen den Backupstream übers Internet via Virtual Privat Network (VPN) nach extern zu sichern? Beispielsweise vom Studio zur Privatwohnung. Einen Rechner hat man ja üblicherweise schon daheim und so könnte eine Sicherung vollautomatisch im Hintergrund laufen. Logisch, die Erstsicherung von Bestandsdaten ist zeitintensiv, aber danach hält sich das Volumen in Grenzen.

    Vorteile:

    1.) Äusserst komfortabel, da Du Dich um nichts mehr kümmern musst.

    2.) Mehrere externe Sicherungen möglich, z.B. bei Dir und Marc.

    3.) Weltweite Verfügbatkeit der Daten.

    4.) In Zeiten der Flatrate geringe Kosten.

    1. Hallo Ralf,
      danke für die Info. Wir haben darüber nachgedacht aber die Idee verworfen. Wir kommen immer in Stößen an den Rechner, teilweise dann mit 300-400GB an Daten. Dann müssten wir die Rechner immer laufen lassen und ich persönlich lasse zuhause nur ganz ganz selten elektronische Geräte laufen ohne dass ich da bin. Klingt paranoid, ist aber eben so. Mit größeren Leitungen wäre die Option aber sicherlich auch interessant.
      Grundsätzlich sind es einfach zu viele Daten und die ändern sich teilweise auch zu schnell. Die direkte eSATA zu intern SATA ist einfach unschlagbar!

  6. Die Struktur würde mich auch sehr interessieren. Vor allem ob ihr immer die ooc-RAWs (Out-of-Camera) aufhebt, ob ihr die Orginale und bearbeiteten Fotos im selben Ordner speichert, alle Bearbeitungsstufen oder nur die finale aufhebt, etc.

  7. wow. ich mache es ähnlich….

    bei mir sind es halt insgesammt 4 Platten und kein RAID.

    Ordnderstruktur/Kataloge von Lighroom / Hochzeiten / Shootings / Private Bilder….

    Wenn du es schaffen würdest da was rüber zu schreiben würde mich freuen.

  8. Eine nette Zusatzidee, auf die ich als Admin im Moment komme: Ihr könntet alte Dateien in LZMA-komprimierten Archiven speichern, um die Dateigrößen zu verringern. Daraus kann man im Notfall die Dateien genauso gut wiederherstellen wie von Original-Images. Ich würde generell alte Dateien an einem anderen Ort speichern und nicht jedes Mal das komplette Zeug sichern – da muss man auch weniger rumtragen.

  9. Vielen Dank für die Einblicke in euer Backup-System; bisher habe ich nur mit externen eSata-Festplattengehäusen gearbeitet (der Geschwindigkeit wegen), aber auf Dauer entstehen hier Kosten und Ressourcenverschwendung (die Gehäuse), welche eigentlich gar nicht nötig wären. Den Einsatz einer solchen „Dockingstation“ habe ich bisher immer verworfen, da die SATA-Verbindungsstecker laut Spezifikationen nur mindestens 50 Steckzyklen durchhalten müssen, eSata hingegen >5000. Darum war ich immer skeptisch da ich nicht sicher war, wie viel diese Stecker wirklich aushalten. Aber es scheint ja gut zu funktionieren.

    Wer eSATA in Betracht zieht sollte sicherstellen, dass das von ihm verwendete System (Mainboard / Laptopchipsatz) mit seinem Betriebssystem und dessen SATA-Treiber gut harmoniert und die eSATA-Geschichte gut funktioniert, vor allem das hot swap. Da gibt es immer noch grosse Unterschiede und man kann echt an die Decke gehen wenn man ständig rebooten muss, damit die neue externe eSATA-Festplatte korrekt erkannt wird, obwohl es auch ohne gesehen sollte… und hier Zeit zur Behebung des Problems zu investieren steht oft in keinem Verhältnis zum Ertrag, vor allem als Freischaffender oder als Privatperson. Da freue ich mich auf USB3: ähnlich in der Geschwindigkeit und wohl wesentlich unproblematischer!

    Da SyncToy für Windows erwähnt wurde: als Windows-Backupsoftware kann ich http://www.areca-backup.org/ empfehlen (opensource, kostenlos und plattformunabhängig! Auf die Daten kann sowieso immer zugegriffen werden, aber die Plattformunabhängigkeit erlaubt es auch auf nicht-Windowssystemen auf die history des Backups etc zuzugreifen. Sehr praktisch.)

    Ich würde mich auch – wie andere hier – über einige Worte zur Datenstruktur freuen!

    Grüsse

    Marc.

  10. Sehr guter Beitrag. Etwas weiter oben steht schon ein Hinweis, den ich nochmals hervorheben möchte: RAID ist KEIN Backup! Das ist aus meiner Sicht unabhängig vom RAID Level. Bei bestimmten Levels wird die Ausfallsicherheit erhöht, aber typische Userprobleme wie löschen des Bilderordners statt Verschieben, Überschreiben, etc. sind dadurch nicht abzudecken. Da hilft dann nur ein wirkliches Backup

    lg

    Marcus

  11. Datenschutz auf Kosten des Datenschutzes. Heutige Festplatten sind deutlich unempfindlicher gegen Stöße oder magnetische Felder, aber nicht immun. Vermutlich hat es auch einen Sinn, warum festinstallierte Festplatten meistens horizontal eingebaut werden, nicht vertikal. Vorsichtig wäre ich beim Transport im Auto, da gibt es mittlerweile doch einige Verbraucher mit starkem elektromagnetischem Feld, nicht nur die Lautsprecher oder der ab Werk im Kofferraum installierte Subwoofer. Dazu kommen die Erschütterungen beim Transport. Aber der eigentliche Schwachpunkt eurer Lösung: Im Falle eines Feuers o.ä. sind eure Daten sicher, falls aber einer der Koffer mal unerlaubt den Besitzer wechselt sind mit einem Schlag all eure Daten in fremden Händen. Und so ein Koffer lässt sich recht einfach klauen. Also bei dieser portablen Lösung solltet ihr auch auf brachbare Verschlüsselungen der Platten wert legen.

    1. Nix ist sicher Tyndal… weißt du ja… wir transportieren die Dinger auch keine tausend KM… die gehen ein paar Minuten weg und werden dann wein sorgsam und horizontal in den Schrank gestellt. Wenn du den Koffer aufrichtest, dann sind die Platten horizontal…

  12. Ich möchte auch nochmal festhalten, dass _RAID KEIN BACKUP IST_. Wäre toll, wenn das im Artikel noch kurz erwähnt werden könnte, da ich bezweifle, dass die meißten alle Kommentare lesen.

    Bei euren Datenmengen solltet ihr vielleicht auch mal über eine Tape-Lösung nachdenkenl Tapes eigenen sich zur Archivierung auch deutlich besser als Platten und auf eure Raws wollt ich sicher auch noch in 10 Jahren zugreifen.

    Alternativ sollte man Platten aus verschiedenen Produktionsserien nehmen, um ein Massenversagen von Platten aufgrund von Serienfehlern zu vermeiden und die Daten immer mal wieder auf neue Platten kopieren. Regelmäßiges auslesen der SMART-Daten schadet auch nicht, ist aber auch kein Faktor auf den man sich verlassen sollte.

    Auf eine Vollverschlüsselung der Platten würde ich auch setzten, da die Raws ja durchaus ein Standbein eures Gewerbes sind. Sollte euch einer der Koffer mal abhanden kommen wäre wenigstens sichergestelt, dass niemand die Fotos verkaufen kann.

    Zu Datensicherung und den damit zusammenhängenden Themen ist Folge 140 vom Chaosradio wirklich zu empfehlen:

    http://chaosradio.ccc.de/cr144.html

    Grüße,

    Zoran

    1. Also unser Anwalt wäre tierisch froh, wenn so ein Koffer weg wäre und alle Fotos von irgendjemand veröffentlicht werden würden 🙂

      Das mit dem Raid ist richtig. Hab ich gerade eingefügt!

  13. Ja das System so wie ihr es nutzt ist schon sehr gut muss ich sagen, die funktionalität dieser E-Sata Dockingstation hat mich allerdings immer abgeschrekct denn ob dieses auch im Alltag so gut funktioniert.

    Aber wie man von euch und auch den anderen hört soll es ja recht Stabil laufen und gut funktionieren, Ja dann werde ich mir wohl mal eine Dockingstation beschaffen.

    Denn die meiner meinung beste Sync Software habe ich zum Glück nach wirklich langer suche dann doch noch gefunden, und muss sagen das ich AllwaysSync (http://allwaysync.com/) nie wieder missen möchte. Die Funktionen die dieses Produkt hat ist einfach nur Genial . Vor allem die Nuzugsstatistik macht einen doch manchmal verrückt , wenn man da sieht was und vor allem wieviele Daten da so durchgerattert sind.

    LG

    LG

  14. Hi,

    ich (als Informatiker) hab schon einiges gehört aber, dass ist extrem unnötig. Es gibt heut zu tage kostengünstige NAS-Server die es per WAN erlauben zu synchronisieren. Ihr solltet euch mal einen Informatiker eurer Wahl zur Hand ziehen, und euch eine Infrasturktur aufbauen lassen.

    lg Dennis

    1. Wir haben selbst NAS-Server an den Arbeitsplätzen aber wir wollen ein Backup ganz außer Haus. Nicht per WAN oder sonst was im gleichen Büro… weg!!! Und da gibt es keine gleichgünstige Alternative. Ich bin da aber offen für Infos… raus damit. WAN im gleichen Haus zählt aber nicht dazu. Ebenso die Möglichkeit per Internet…

  15. Ich rede nicht von WLAN sonder WAN ;-).

    Diese Verbindung kannst du weitflächig sowohl über Internet als auch per Kabel aufbauen.

    Wieso kommt für euch kein Internet in Frage?

    Sicherheit oder Geschwindigkeit?

  16. könnt euch ja ne‘ SDSL Leitung zulegen,

    ne das nur als Spaß, dass kann ja kein Mensch bezahlen.

    Was für eine Anbindung habt ihr?

  17. mhhh…

    es gibt da noch einige Möglichkeiten.

    Ich mach mir da mal nen paar Gedanken drüber. 😉

    Bin im Moment auch am umstrukurieren

  18. Dennis :

    Hi,

    ich (als Informatiker) hab schon einiges gehört aber, dass ist extrem unnötig. Es gibt heut zu tage kostengünstige NAS-Server die es per WAN erlauben zu synchronisieren. Ihr solltet euch mal einen Informatiker eurer Wahl zur Hand ziehen, und euch eine Infrasturktur aufbauen lassen.

    lg Dennis

    Neben dem von Martin angesprochenen Geschwindigkeitsproblem besteht hier auch ein Sicherheitsproblem, da man so als Angreifer auch gleich das Backup mit löschen kann. (Natürlich je nach Lösung nicht trivial, aber wo laufend Daten sync. werden, da kann ich auch sonstwas anstellen.)

  19. admin :

    Also unser Anwalt wäre tierisch froh, wenn so ein Koffer weg wäre und alle Fotos von irgendjemand veröffentlicht werden würden 🙂

    Das mit dem Raid ist richtig. Hab ich gerade eingefügt!

    Euer Anwalt vielleicht, aber ihr sicher nicht. Denn 1) vergisst das Internet (fast) nix und 2) ist noch lange nicht gesagt, dass ihr (bzw. euer Anwalt / die Polizei / …) den Täter findet und es dann bei dem auch was zu holen gibt.

    1. Jurisitisch ist das egal… die Abmahnung kassiert derjenige, der die Daten „zum Download bereit hält“… Beleidige mal in irgendeinem Forum (tus bitte nicht!!!) einen Promi. Wenn du nicht gefunden wirst, dann haftet der Forumsbetreiber vollumfänglich! 🙂 BÖSES RECHT!

      Aber hast natürlich Recht, die Anwälte lachen immer, wir würden trotz Abmahnung nicht lachen!

  20. Naja, ein bisschen eine Frickellösung ist das natürlich alles schon, aber dass man keine hunderte GB über DSL schieben kann, ist denke ich auch klar…und dann find ich die Lösung als Alternative nicht schlecht. In vielen mittelständischen Firmen nimmt irgendein Mitarbeiter täglich ein Backuptape aus dem Server mit nach Haus, da sehe ich einen Koffer mit HDs jetzt nicht so viel anders.

    Das Problem horizontal/vertikal sehe ich nicht…bei haufenweise Servern und auch den meisten großen SANs laufen die HDs vertikal. Das mit den Steckzyklen stimmt prinzipiell schon…denke aber, dass das System beim Synchronisieren es in den meisten Fällen merken würde, wenn es zu Problemen in Form fehlerhafter/instabilder Übertragung kommt. Durch 2 Koffer hat man ja auch eine gewisse doppelte Redundanz, so dass ich das Restrisiko mit den 50 Steckzyklen für überschaubar halte. Wer dem nicht traut, kann ja nach erfolgtem Backup nochmal einen Sync mit Checksums laufen lassen, der dann keine Unterschiede ergeben dürfte oder eSATA nehmen.

    Verschlüsselung halte ich auch für essentiell, wenn man solche Daten umherträgt. Je nachdem wie gut die Firmenräume/-server und Produktivsysteme räumlich bzw. physikalisch gesichert sind, macht das manchmal sogar da Sinn.

    Ansonsten sollte man so gewisse Dinge in der Handhabung nicht außer Acht lassen: Quellmedien (Speicherkarten, Notebooks, externe Platten, womit man die Daten erstmals aufgenommen oder in die Firma transportiert hat) am besten ERST LÖSCHEN, wenn die Daten NICHT NUR auf dem Produktivsystem sondern AUCH im Backup angekommen sind.

    Regelmäßige Kontrolle, ob das Backup funktionsfähig und vollständig ist, gehört auch dazu. Ein Backup-/Sync-Tool, das Versionierung beherrscht und nicht gleich alte Versionen unwiederbringlich überschreibt, kann auch sinnvoll sein – bei der Verwendung von 2 Koffern hat man das zumindest in geringem Rahmen schon physikalisch gewährleistet.

    Ansonsten sollte man sich über manche Dinge schon von Anfang an Gedanken machen: Bei größeren Touren, gerade womöglich mit aufgegebenem Gepäck im Flieger oder so, würde ich bereits on location für Backup sorgen und die Files im Zweifelsfall auf eine USB-HD spiegeln, die separat vom restlichen Equipment immer am Mann bleibt. Aber um zum perfekten Backup zu kommen, kann man das unendlich weiterspinnen…was für jeden einzelnen der richtige Kompromiss ist, muss man immer selbst entscheiden.

  21. Ich würde die Festplatten noch mit einer ESD-Tüte versehen, nur so zur Sicherheit ;). Es ist schon öfters mal vorgekommen, dass man diese mit einem einizigen elektrischen Aufladung killt^^.

  22. Moin!

    Die hier genannte WAN-Lösung mit automatische Synchronisation via Internet auf entfernt stehende (eigene!!) Festplatten halte ich als IT-Berater für die beste Lösung. Wenn auch etwas aufwendiger in der Einrichtung, so doch komfortabel und mit hoher Sicherheit in der Praxis.

    Die Telekom bietet übrigens seit letztem Jahr V-DSL zu einem Aufpreis von nur EUR 10,00/Monat zum „normalen“ DSL an, welches eine Upload Geschwindigkeit von ca. 4 Megabit/Sekunde bietet. Da kann man dann auch große Datenmengen in akzeptabler Zeit hoch laden.

    Bewährt als „Unterwegs-Backup“ haben sich auch die ToughDrives von Freecom bestens bewährt, die nahezu „unkaputtbar“ sind: http://www.freecom.de/news.asp?Id=8350

    Gruß,

    Andreas

  23. Preis & Leistung ist wohl nicht zu schlagen. Eventuell würde ich aber ein fertiges System eines Herstellers verwenden (z.B. Tandberg RDX Quickstor). Ungeschütze Festplatten sind nicht ganz unempfindlich (Vibrationen und Magnetwellen wie weiter oben geschildert meine ich nicht…).

    Für eine richtige Datensicherung würde ich über einen zentralen Fileserver nachdenken und eine Bandsicherung (GFS Schema) einrichten.

    -> Raids im Desktop sind eher schlecht. Das ganze steht und fällt mit dem Kontroller. Ist der Kontroller defekt kann man die Platte ohne diesen nicht mehr lesen. Den gleichen Konsumer-Kontroller zu bekommen ist eher unwahrscheinlich. Dann lieber die zweite Platte für Images nutzen (z.B. Acronis unter Win).

  24. Hallo,

    bin zufällig über die Seite und diesen Artikel gestolpert.

    Als Dipl. Ing. (FH) Elektrotechnik mit 20 Jahren Berufserfahrung möchte ich zwei Anmerkungen hinzufügen:

    1. Es ist nicht klar zu sehen – aber mir scheint auf dem Foto berührt die Platine der Festplatte das Kofferinnere. Je nach Material des Koffers kann unter ungünstigen Umständen statische Elektrizität die Schaltkreise der Festplatte zerstören. Hier würde ich die Originalverpackung der Festplatte benutzen um Kontakt der Platine mit anderen Materialien zu vermeiden.

    2. Einige Kommentatoren empfehlen ein WAN Backup. Wenn es einrichtbar ist, sollte ein Backup physikalisch vom Stromnetz getrennt sein (und räumlich vom Originalort). Somit halte ich die beschriebene Lösung für gut – wobei sie natürlich nicht auf jeden Anwendungsfall passt. Meine privaten Photos sichere ich genauso.

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