15.5.2011    22

TECHNIK: DAS "WIRKLICH" EXTERNE BACKUP – UPDATE

15. Mai 2011 | Technik

Nachdem wir schon unsere Lösung für Fotografen für ein wirklich externes Backup mit unserer persönlichen KOFFERLÖSUNG vorgestellt hatten, kommt heute ein Update.

Die beiden ursprünglichen Beiträge waren: TECHNICAL 9/1 und TECHNICAL 9/2.

Aber bevor wir anfangen mit dem Update, nochmals ein kurzes Hervorholen der Infos aus den vorherigen Posts.

  • Datensicherung bei 5-20 Terrabyte!
  • Endbackup ohne täglichen Zugriff!
  • Günstige Lösung für ca. 70 € pro TB!
  • EXTERNE Sicherung an einem ausgelagerten Ort (WICHTIGSTER PUNKT!)

So sahen die ursprünglichen Koffer aus. Damals noch mit jeweils 2 TB. Es interessiert unsere Blogleser sicherlich wie sich die Sache weiterentwickelt hat und wie das System sich im Langzeittest bewährt hat. Außerdem kommt noch ein Praxis-Tipp für diese Backup-Lösung.

backuplösung für fotografen post

Zwischenzeitlich haben wir die Sache weiterentwickelt und jeder unserer Backupkoffer sieht so aus! Beim Entstehen der Fotos waren wir bei 7 Terrabyte angekommen, aktuell sind wir bei 14 TB. Wir haben extra ein Schaumstoff-Inlay machen lassen um die Festplatten absolut sicher und geschützt zu halten. Die Schlitze sind genau auf die „DIN-DINGSBUMS“-Norm der Festplatten angepasst worden.

TECHNICAL BACKUP FÜR FOTOGRAFEN VIDEOFILMER

Jede Festplatte ist mit einem Label benannt und fein sortiert. Jeder Koffer hat die absolut identische Stückelung.

TECHNICAL BACKUP FÜR FOTOGRAFEN VIDEOFILMERTECHNICAL BACKUP FÜR FOTOGRAFEN VIDEOFILMER

PRAXISTIPP: Und jetzt fragt ihr euch sicherlich was die letzte orangene Festplatte auf der rechten Seite soll? Ganz einfach, dort sind all unsere Daten drauf, die öfters als alle paar Wochen gesichert werden müssen. Also die Arbeitsdaten, die Datenbanken, Homepage-Dingsbums-Daten und die gesamte Administration. Die Festplatte lässt sich über Firewire800 anschließen und so können diese Daten auch mehrmals pro Woche gesichert werden.

Hier das Fazit aus der Praxis:

  • Die Lösung hat bisher wunderbar funktioniert und wir haben sogar schon zwei mal auf die Daten darauf zurückgreifen müssen.
  • Die Lösung ist schon etwas anspruchsvoller weil man eben per Hand die Projekte kopieren muss! Wir backupen all 3-4 Wochen.
  • Die anfänglichen Sorgen, dass die Festplatten nur 50 Steckzyklen überleben ist unbegründet. Wir haben jede Festplatte über 1 Jahr nur ca. 10-12 mal überhaupt genutzt. Nächstes Jahr werden wir dann die 1TB Festplatte gegen neue 2TB Platten austauschen und dann haben wir ja wieder neue 50 Zyklen.

    -> EDIT: Laut Blogleser „SCHELTER“ ist das mit den 50 Zyklen auch absoluter Humbuck und Wikipedia-Schwachsinn. Wie gesagt, bei uns kam es sowieso noch nie zu Problemen mit den Steckverbindungen und Wechselzyklen sind sowieso nicht so viele bei uns aufgelaufen. Von daher… vergesst das mal mit den 50 Dingsbums…

  • Man muss eine gute Sortierung haben um zu wissen was wann gebackupt wurde. Bei uns gibt es online eine Liste mit allen Festplatteninhalten. Die muss immer aktuell sein und muss für beide Koffer getrennt gelistet werden.
  • Der TB-Preis ist sogar noch weiter gefallen. Zwischenzeitlich gibt es 2TB-Platten von WesternDigital für 79 €.

Also, tut euch einen Gefallen und sichert was das Zeugs hält. Aus unserer Erfahrung ist es besonders wichtig ein Backup an einem anderen Ort zu haben. Egal ob Einbruch, Brand oder sonst was, am Besten in einer anderen Stadt… 🙂

Kommentare (22)

22 thoughts on “TECHNIK: DAS "WIRKLICH" EXTERNE BACKUP – UPDATE

  1. Hallo,

    mal wieder ein super Beitrag von euch. Mich würde noch interessieren, wie ihr die Online-Liste führt, und nach welchen Kriterien Ihr die Platten auswählt.

    Grüße Patrick

  2. @philip: seit es stinknormale 3,5″hdds gibt gibts auch ne norm… denn zufall ist es wohl nicht dass jedes fabrikat in jeden pc passt?

    zum beitrag: wieso sollte die festplatte nur 50 steckzyklen aushalten? kommt meiner meinung nach darauf an, wie man mit den dingern umgeht… in den guten alten wechselrahmen hielten die dinger ja auch ewig! wichtig ist nur dass man ausreichend wartet bis die platte nicht mehr rotiert, denn sonst kommt es zu einem headcrash(daten futsch, unrettbar)

    wäre es vielleicht eine überlegung wert die platten in ein gehäuse zu stecken, den pelicase müsste man dann natürlich demensprechend anpassen, die platten wären jedoch noch einmal zusätzlich geschützt!

    1. Das mit „50 Mal“ hängt mit der Industrie-Standard-Steckverbindung SATA zusammen. Es gibt ja extra E-SATA für dauerndes An- und Abstecken.

  3. Mein Backup sieht bereits so aus, zumindest vom Aufbau, nicht von der Menge her. Und das unabhängig von dem Blog hier.

    Wo habt ihr euch die DINGSBUMS-Formen schneiden lassen?

    😀

  4. pelicase inlays macht ein typ aus stuttgart, musst mal googln, der macht das via flowjet oder laser… relativ günstig sogar 🙂

  5. Lieber Martin,

    ich finde, dass es ganz schön gewagt ist ohne entsprechendes Fachwissen irgendwelche Wikipedia-Mythen auf zu tischen. Es geht dabei um den 50 Steckzyklen Bullshit. Ich arbeite in der RMA-Abteilung eines der Hersteller, und bei uns wurde noch NIE(!!) eine Festplatte wegen irgendwelcher Steckzyklen eingeschickt. Überhaupt weiss bei uns keiner von solchen Problemen, und wir haben auch Testgeräte die wir schon mehrere Hundert Mal ein- und wieder ausgebaut haben, ohne Probleme!

    Die lose Richtlinie von der z.b. in Wikipedia zu lesen ist, gibt es auch für LAN-Stecker, Strom-Strecker, Netzteile, USB, usw. nur kräht da irgendwie kein Hahn danach, und die Stecker selbst sind auch so hochwertig ausgelegt, dass sie praktisch nicht kaputt gehen können, wenn man nicht mit roher Gewalt ran geht…

    Wegen des imaginären Unterschiedes bei den Steckzyklen auf eSATA um zu steigen ist auf jeden fall absolut unsinnig!

    Bitte erstmal richtig informieren, bevor du hier fehlinformationen verbreitest!

    1. Hallo „Schelter“,
      ich hoffe wir verbreiten hier nicht zu viel Fehlinformationen. Wir haben uns erkundigt nach diesen Fakten. Bis zu unserem letzten Beitrag haben wir selbst nix von irgendwelchen Zyklen gewusst. Les doch bitte mal die Kommentare in den letzten beiden Beiträgen zu dem Backup-Thema.
      Danach haben wir uns schlau gemacht und es wurde uns bestätigt, dass die internen Anschlüsse nicht auf ein ständiges Ein- und Ausbauen ausgelegt sind und die Stecker-Kontakt-Verbindungen bei E-SATA eben extra auf solche Konzepte konstruiert wurden.
      Niemand hat behaupt, dass man das System nicht nutzen kann und daher auf eSATA umsteigen muss. Da musst du den obigen Beitrag nochmals genauer lesen. Wir haben schlichtweg darauf hingewiesen, dass interne Platten eben nicht prinzipiell für dauerndes Umherstecken gemacht wurden und daher mit Vorsicht zu genießen sind.
      Wir nutzen das System ja mit den internen Platten und warum sollten wir ein System empfehlen was nicht funktioniert. Also ich verstehe ich nicht ganz deinen Einwand.
      Wir nutzen dieses System was du verteidigst, wir machen das System nicht schlecht sondern sagen eben, dass es auch Bedenken an den internen Steckanschlüssen geben kann. In unserem Dock wabbelt die Festplatte schon ganz schön wackelig umher und wenn einer da mal ran kommt, dann ist auch aus die Maus mit der Steckverbindung. Geschweige denn, wenn man an die falsche Stelle fasst und vielleicht eine kleine Spannungsentladung provoziert.

      Lange Rede kurzer Sinn, ich denke nicht, dass wir hier FEHLINFORMATIONEN verbreiten vor allem dann nicht, wenn wir das System in genau dieser Art empfehlen.

      LG
      Martin

  6. Hallo zusammen, ich finde die Lösung durchdacht, da ein Backup immer extern gelagert werden muss. Wer hat einen Link zu einem Anbieter, der diese Inlays fertigt? Google + Stuttgart wie weiter oben empfohlen hat keine brauchbaren Ergebnisse ausgespuckt.

    @Martin: Wo habt ihr eure Innenleben anfertigen lassen?

    Weiter so!

    Andreas

  7. Coole Lösung … aber was auch mich am meisten interessiert: wo habt ihr die Inlays für den Koffer machen lassen? 😉

  8. Habt ihr euch mal Gedanken zum Thema ESD bzw. elektrostatische Aufladung des Schaumstoffs gemacht? Die – je nach Festplatte – offenliegende Elektronik auf der Unterseite der Festplatte ist sonst ernsthaft gefährdet…

  9. Schaut euch mal RDX Medien an. Die gibt es zur Zeit bis 1TB und sind speziell als Datensicherungsmedium gedacht. Der Adapter im PC (oder der externe Adapter) verhält sich wie ein Bandlaufwerk und schmeisst die Medien nach der Sicherung raus (in Verbindung mit entsprechender Software, z.. AccuGuard). Die Medien sind zwar teurer als interne Platten, aber auch besser gekapselt und dadurch einfacher zu transportieren. Schnittstelle sind USB 2.0 und inzwischen auch USB 3.0, als auch SATA. Die Steckverbindung der Platte ist ein Standard SATA Anschluss und der hält bei unseren Kunden mehr als 50 Zyklen.

  10. Die 50Steckzyklen kommen höchstwahrscheinlich von den Steckern. Wenn ihr euch mal Stecksysteme genauer anschaut so werdet ihr viele Stecksysteme finden die auf nur 10-50 Steckzyklen ausgelegt sind. Und jetzt kommt´s, unter Berücksichtigung von sehr hoch Qualitätsanforderungen.

    Natürlich halten die deutlich länger, müssen Sie auch damit nur ein Stecker unter ??Millionen von Steckern?? bereits beim 49ten mal aufgibt.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Anzeigen