30.11.2013    16

SSD PLATTEN = FOTOGRAFEN BOOSTER

30. November 2013 | Technik

Fotografie ist mehr als nur das Auf-Den-Auslöser-Drücken. Und nein, damit ist jetzt nicht das Licht oder die Softbox gemeint. Ich sprechen vom Drumherum. Und sicherlich ist aufgefallen, dass wir uns hier im Blog auch verstärkt um das Drumherum in letzter Zeit kümmern. Und genau in diese Richtung geht auch unser heutiger Beitrag.

Immer wieder bewerben sich junge Menschen bei uns für ein Praktika. Und immer wieder muss ich dabei feststellen, dass fast überall der Gedanke herrscht, Fotografen würden jeden Tag neue Fotos machen. Von einem tollen Ort an den nächsten reisen und immer wieder die Kamera herausholen und tolle Aufnahmen machen. Schön wärs, sag ich da bloß 🙂 Die Wahrheit sieht doch bei uns allen komplett anders aus.

Wir fotografieren 3-4h, vorher sitzen wir 3-4h schon an der Planung und danach sitzen locker Faktor 2 oder sogar den Faktor 3 am Rechner. Generell leben Fotografen eher am Computer als an der Kamera. So ist es eben und damit muss man sich abfinden.

Trotzdem ist das genau der Punkt, der mich wundern lässt, warum so wenig auf den Computer Wert gelegt wird, aber so viel auf Kamera und Objektiv. Selbst wenn man jetzt sagen würde, dass ein guter Fotograf eben bereits gut fotografiert, so ist es doch so, dass man gerade beim Sortieren, beim Auswählen und auch bei der Bearbeitung (auch als guter Fotograf) immer noch etwas rausholen kann.

Optimierung ist das Stichwort wenn es für uns um das Thema Computer geht. Und ein gigantischer Optimierungseffekt wird durch ein Tool erzeugt, bei dem viele Fotografen noch etwas zurück schrecken. Und zwar spreche ich von SSD-Festspeicher.

Durch eine schnelle Festplatte wird das Arbeiten schneller, angenehmer und viel leichter. Damit werden die Ergebnisse besser! Und nein, das ist kein Witz, das ist einfach Realität. Ich denke so richtig schätzen, kann man eine SSD Platte erst, wenn man es erlebt hat im Einsatz. Zwar gibt es schon viele Fotografen mit einer SSD im Rechner, aber es gibt mehr Fotografen die noch keine haben. Absolutes NO-GO. Lieber das 50mm 1.2 verkaufen und dafür das 50mm 1.8 nehmen aber ne SSD zum Bearbeiten und Arbeiten haben.

Unser Vorschlag geht zu einem ganz bestimmten Produkt. WERBEMODUS ZU AMAZON AN: PNY Prevail SSD 240GB* Warum, dafür gibt es objektive und sinnvolle Kriterien. Und selbst Fotografen die bereits eine SSD besitzen, die sollten erst Recht diesen Beitrag weiter verfolgen.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Was ist überhaupt eine SSD. Es ist ein SOLID STATE DRIVE, also ein Festspeichergerät. Im Gegensatz zu einer Festplatte dreht sich nix mehr sondern die Daten werden in einer Art gigantischen Speicherkarte abgelegt. Der Vorteil, durch die fehlenden bewegenden Objekte können extrem schnelle Zugriffszeiten erreicht werden. Eine SSD braucht nicht erst den Lesekopf irgendwo hin fahren um ein Bit auslesen zu können. Das geht direkt.

Eine SSD gibt es heute in der klassichen 2.5 Zoll Form.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Es sind die gleichen Anschlüsse, die gleiche Gehäuseform wie bei einer herkömmlichen Festplatte. Vielen denken ja noch, dass eine SSD irgendwie anders ist. Ja, aber nur im Inneren.

Eine SSD besitzt aber einige Merkmale, die sollte man als Fotograf wirklich kennen und auch die Gründe dahinter verstehen: SSD-Platten sind eigentlich nur deshalb schnell, weil innen drin viele kleine Speicherkarten parallel speichern können. Eine SSD besteht also aus mehreren Speicherblöcken und nur weil diese Blöcke eben parallel arbeiten können, kann sich deren einzelne Geschwindigkeit in Lesen und Schreiben auch addieren.

Mal ein Vergleich von SSD zu HDD (ACHTUNG, LIEBE IT-LER, BITTE SEHT DIE WERTE ALS RICHTWERTE UND KOMMT NICHT IN DEN KOMMENTAREN MIT ABER DA GIBT ES EINE DIE IST SCHNELLER!)

Während selbst schnelle Festplatten durchschnittlich ca. 100MB pro Sekunde handhaben können, so liegen aktuelle SSD-Platten bei ca. 350-400MB/s. Zugriffszeiten sind bei schnellsten Festplatten aktuell bei ca. 4ms (die Dinge sind dann aber auch teurer als ne SSD und viel viel lauter :-)) während eine SSD Platte dabei noch 100 mal so schnell ist. Die Zugriffszeiten liegen dabei im 0,0x Bereich.

Also kann man deutlich erkennen, dass SSD Platten mit zwei Dingen glänzen. Zugriffszeiten und Datentransferraten. Z.B. kann ein Bild sehr schnell gefunden und geöffnet werden und bis die wirkliche Vorschau errechnet wurde, dauert es auch nicht mehr lang, denn die Daten liegen schnell am Prozessor an.

Jetzt gibt es aber bereits den ersten Grund für unsere oben genannte SSD. Festspeicher können auch kaputt gehen. Das passiert bei jeder SSD die ganze Zeit vor allem wenn die SSD stark genutzt wird. Man spricht dabei von Schreib- oder Lesezyklen die eine solche Platte bzw. jede Art Zelle (Block) aushält. Und dabei haben wir echt schon schlechte Erfahrungen mit anderen Herstellern machen müssen.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Schreibzyklen: Wenn eine Platte nur für 100 Zyklen gebaut ist, dann bedeutet das, dass jedes Speicherelement ca. 100 Schreib ODER Lesevorgänge aushält. Eine 240GB Platte könnte man also mit einem Datentransfervolumen von 24000GB, also 24TB ansetzen. Die 24TB klingen jetzt nicht so groß, im normalen Computereinsatz ist das aber ein Volumen was nur schwer erreicht wird. ABER. Wenn wir als fotografen jede Woche mit einer D800 3-4 mal mit 64GB nach Hause kommen, dann sind das pro Woche schon 240GB an Volumen. Die Bilder müssen aber nicht nur gespeichert werden, sondern auch noch mehrfach gelesen. Sei es durch die Vorschauen in Lightroom oder auch nur beim Exportieren bzw. beim Bearbeiten. Wir können also davon ausgehen, dass das Transfervolumen um den Faktor 2-3 steigt. Und damit wären wir plötzlich in Größen, in denen es gefährlich werden kann nach einigen Monaten.

Natürlich wird eine solche SSD nicht sofort den Geist aufgeben. Einzelne Blöcke werden ausfallen und intern durch die SSD „ersetzt“ bzw. einfach „ausgeschaltet“ werden. Erst wenn die SSD immer weiter in sich zusammen bricht, wird irgendwann die ganze Platte defekt sein.

Das war jetzt nur ein Beispiel für einen „normalen Fotografen“. Viel schlimmer ist es, wenn im Videobereich Renderdateien und Vorschaudateien dazu kommen. Dort werden nämlich gigantische Auslage-Dateien angelegt um den Rechner beim Rendern zu entlasten. Selbst beim Videoschnitt werden CACHE Dateien angelegt von einigen GB Größe. Dann wird es richtig gefährlich.

Aufgrund dieser Erfahrungen, einige mussten wir auf die harte Tour lernen und damit meine ich keinen Blogbeitrag wie diesen hier :-), steigen wir nun peu-a-peu auf SSD Platten um, die speziell auf extreme Dauerbelastungen ausgelegt sind. Noch nutzen wir keine Server-SSD Platten sondern eben die PNY mit dem 3K Versprechen im Mittelfeld. 3000 Zyklen, das ist schon echt ne ordentliche Menge an Datenvolumen.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Dazu kommt noch eine weitere sehr wichtige Sache. SSD-Platten sind nur deswegen so schnell im Datentransfer, weil mehrere große Blöcke der SSD gleichzeitig arbeiten können. Was passiert aber, wenn einige Blöcke voll geschrieben werden mit Daten und neue Daten kommen dazu. Dann können eben nicht mehr alle Blöcke aktiv genutzt werden und die Geschwindigkeit bricht drastisch ein. Teilweise auf 25MB/s, also USB-2 Niveau.

Grundsätzlich geht man dabei von einer Kapazitätsgrenze von ca. 80% aus. Sprich, wenn 80% der Platte voll ist, dann kann diese eben nicht mehr optimal schreiben und die Leistung geht in den Keller. GoodBye Speed und zwar so extrem, dass man sich eine normale Festplatte wünschen wird.

Diesen Geschwindigkeitsabbruch kann man nur verhindern, indem man die Festplatte im System mit nur 80% partitioniert. Oder man schaut immer, dass 20-25% der Platte frei bleiben. ODER aber man kauft eine Festplatte in der es bereits ein eingebautes OVERPROVISIONING gibt. Da werden nämlich einige GB für die Platte selbst reserviert GB die in der Platte sind, auf die man aber nicht von außen zugreifen kann. Damit kann sich die Festplatte dann auch selbst reparieren und kaputte Blöcke einfach umlegen oder wie eben bereits gesagt, den Geschwindigkeitsbonus einer SSD halten.

Vielen dürfte gerade dieser Effekt nicht bekannt sein. Also merken! Ist eine SSD zu voll und hat kein Overprovisioning, dann kann man der Geschwindigkeit echt lebewohl sagen!

Und dreimal dürft ihr raten… die oben genannt PNY SSD* hat dieses Overprovisioning.

Mitunter gleich zwei Gründe, solch eine SSD zu kaufen. Wir haben diese Erfahrung leider etwas „härter“ erlernen müssen. Auch hier gibt es wieder IT-ler die sagen das ist nicht besser und es gibt viele die sagen es sei besser. Scheinbar ist die IT doch weniger logisch als man denkt wenn die gleichen Grabenkämpfe dort los gehen wie bei Fotografen beim Thema Licht. Wir wollen in unserem Blog aber unsere Meinung schreiben.

Kommen wir zu einem zusätzlichen SSD-Basic-KNOWHOW für Fotografen. Es gibt nämlich auch Dinge zu beachten, die eine SSD überflüssig machen können.

Starten wir mal mit dem Einbau einer SSD. Wichtig zu wissen ist, dass es zwei Anschlussmöglichkeiten in einem Computer gibt. Einmal einen sog. 3Gb/s und einmal den neueren 6Gb/s Port. Der eine ist eben doppelt so schnell wie der andere. Während normale HDD viel zu langsam sind für einen 3Gb/s Port, sind SSD Festplatten teilweise sogar schneller als der 6Gb/s Port.

Es ist also extrem darauf zu achten, dass man die SSD richtig anschließt und vorher im Handbuch des Mainboards guckt, welches ist der 6er und welches der 3er Anschluss.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Bei unserem Rechner sind z.B. nur die beiden weißen SATA-Ports die schnellen mit 6Gb/s und die oberen in schwarz taugen eben nur bis 3Gb/s.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Bei Laptops ist das übrigens ein sehr häufiges Problem. Schnelle Festplatte aber einfach der falsche Port 🙂 Dann bringt das nämlich garnix.

SSD PNY FOTOGRAFEN 3K

Eine SSD macht übrigens nicht zwangsweise jeden Vorgang im Computer schneller. Wir haben z.B. festgestellt, dass ein einziger Exportvorgang in Lightroom durch eine SSD gegenüber einer zugeben ordentlich schnellen Festplatte keineswegs beschleunigt wird. Bei solchen Prozessen kann nämlich der Flaschenhals nicht bei der Datenanlieferung sondern bei der Verarbeitung liegen. Und so ist es. Lightroom rechnet die Daten nicht schnell genug weg, wie sie kommen. Allerdings, nutzt man mehrere Exportvorgänge gleichzeitig, so macht sich die SSD durch die Zugriffszeiten extrem bemerkbar und man kann in Lightroom auch den Prozessor deutlich besser auslasten. Dabei ist ja das 20% Hintergrund-Task Problem in Lightroom gut bekannt.

Wo genau spielt dann eine SSD eine so große Rolle. Einfach überall und generell ist die Antwort. Man sollte nicht nur das System auf einer SSD haben. Ein einzelner Systemstart der schneller ist, der bringt uns ja im Arbeitsleben wenig. Ich starte einmal am Morgen Photoshop und wow… geht 10 Sekunden schneller. Es geht um die Daten und die Arbeit damit.

Das Abspeichern von der Speicherkarte wird schneller. Der Zugriff aus der Bridge heraus flutscht wie wild. Die Suche nach besonderen Bildern ist mega schnell. Mehrfaches Exportieren oder das gleichzeitige Arbeiten an mehreren Daten in Photoshop. Es geht also generell um die Arbeit mit den Daten. Und auch wenn es nur wenige Sekunden sind, die wir bei größeren Zugriffen sparen. Wie viele Zugriffe gibt es denn jeden Tag??? 🙂

Ein Wort noch zur SSD bzw. zu möglichen Optionen dazu. Klar gibt es auch noch Alternativen: Z.B. Hybridfestplatten mit einer kleinen Mini-SSD als Vorspeicher um die Spitzenlasten abfedern zu können oder auch Festspeicher Einbaukarten. Hier mal ein paar Beispiele:

Seagate Laptop SSHD ST1000LM014 Interne Festplatte 1TB*

OCZ RevoDrive Hybrid 1TB HDD & 100GB SDD*

OCZ REVO3 240GB SSD*

Wir haben alle Lösungen durchprobiert. Die Hybridplatten sind uns zu langsam in der Zugriffsgeschwindigkeit beim Lesen und außerdem irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Die RevoDrives belegen die wenigen PCI Steckplätze die schon durch Grafikkarten und Hardwarerenderer ziemlich knapp bei uns sind und sind auch irgendwie nicht gut kombinierbar. Bei vielen GB sind die Dinge auch irgendwie sau teuer. Außerdem fehlt uns die Größe der kleinen 2,5 Zoll Platten. Dafür glänzen die Dinger natürlich mit Speed.

Es ist uns bleibt eben für uns so. Klassische SSD-Plattenform in 2,5 Zoll, dafür größere Kapazität und exzellente Verarbeitung mit vielen Schreibzyklen ist die Wahl schlechthin.

Übrigens sollte ins Laptop definitv eine SSD denn die meisten Laptop-Hersteller verbauen stromsparende und langsame Festplatten in die Laptops um nicht unnötigen Lärm durch die Umdrehungen zu generieren und auch den Akku zu schonen. Raus damit!

Viele Grüße

Martin & Marc

Kommentare (16)

16 thoughts on “SSD PLATTEN = FOTOGRAFEN BOOSTER

  1. Toller Artikel, wie immer! Aber OCZ kann man nun nicht mehr empfehlen, da sie gerade Pleite gegangen sind. Kam diese Woche über die Ticker. Angeblich soll sich Hitachi dafür interessieren. Aber im Augenblick alles unsicher und in sachen Garantie steht man dann ggf. schlecht da.

  2. Sehr guter Artikel, den ich zu 100% bestätigen kann! Mir ist kürzlich im Macbook Pro die Festplatte abgerauscht und der freundliche Berater im M-Store empfahl mir eine SSD als Nachfolgerin. So hab ich nun eine Samsung SSD „840EVO“ mit 500 GB als Notebookspeicher. Genial! Der Systemstart dauert 7-10 Sekunden und alle Programme ploppen sofort auf. Bildbearbeitung etc mit LR wurde „dramatisch“ beschleunigt. Wunderbare Sache! Als Endspeicher zur Ablage nutze ich allerdings herkömmliche externe Festplatten weiterhin, denn da kommt es bei mir nicht auf highspeed an.

  3. Klasse Beitrag!

    An die Diskussion auf FB, an was ihr bei eurem RAID SSD Gebastel alles denken solltet kann ich mich auch noch erinnern.

    Da RAM heute ja eigentlich auch nichts mehr kostet möchte ich die RAM-Disk nochmal mit ins Datenträger Karussell werfen. Jede SSD sieht dagegen von der Performance immer noch lahm aus. Ich fahre mit 32 GB RAM mit 16/16 für Apps/Ram-Disk und das funktioniert für PS, LR als Cache und für’s System und andere Apps als temporäres Laufwerk wunderbar .. und reduziert parallel nochmals das Schreibdatenvolumen für die SSD. Je nach RAM-Disk wird auch der Inhalt der Disk gesichert und steht bei Neustart wieder zur Verfügung.

    Video ist da sicherlich schon wieder ne andere Schiene … aber für Fotografen wäre das vielleicht was.

  4. Hallo Martin, hallo Marc,

    Wenn ihr Photoshop & Co. über die SSD laufen habt, dann läuft doch auch sicherlich Windows über die SSD, oder ? Also alle wesentlichen Programme, die den Workflow beschleunigen ?

    Nehmt ihr die Platten dann auch zum generellen Abspeichern der Bilder, nachdem sie bearbeitet wurden oder nur zum Zugriff bei der reinen Bearbeitung selbst und nehmt dann für die spätere Archivierung andere Speichersysteme ?

    Die Benutzung der SSD-Platten für die reine Beschleunigung des Worflows würde in meinen Augen Sinn machen.

    240 GB sind ja schnell aufgebraucht und daher muss ich mir genau überlegen, wie ich sie sinnvoll nutze.

    Ich hatte bisher aufgrund der oben angesprochenen Anfälligkeit der Platten von dem Schritt abgesehen, eine SSD einzubauen.

    Gruß… Oliver

  5. Konnte leider nichts über die Lesezyklen der Samsung 840 Pro 250 GB finden …. laut diversen Testberichten soll sie gut sein. Hoffe sie hällt lange.

    @Oliver … ich handhabe es so … Betriebssystem und Bearbeitungsprogramme auf SSD. Datenablage auf HDD. Aufgrund der Datenmenge wäre es mir (noch) zu teuer.

  6. Ein sehr praxisnaher Artikel. Vielen Dank dafür.
    Ich nutze selbst Lightroom 5.2. Mich würde interessieren, worin genau der Performance-Vorteil liegt? Macht es also Sinn, den Katalog auf eine SSD auszulagern? Oder sollte auch das Grundmaterial (also die Bilder selbst, RAWs) auf der SSD gespeichert sein?

    Wenn wir schon mal bei Thema „Arbeit am PC“ und „Lightroom“ sind:
    Ich verwalte derzeit alle meine Fotos in nur einem einzige Katalog. Wie macht Ihr das?
    Ein Artikel bezgl. der Art und Weise, wie Ihr mit Katalogen arbeitet, würde sicherlich viele Leser interessieren.

  7. ich hab noch NIE gehört, das SSD Platten anfällig sein sollen …. und gemerkt auch nicht!? In meinm Rechner verrichten mehrere OCZ 130GB HHDs seit Jahren ihren Dienst 100% zuverlässig … oder ihr habt eben immer die „Montagsmodelle“ erwischt…!? 🙂

  8. @ Sete Humbus

    Schönen ersten Advent an alle.

    Der Katalog gehört auf jeden Fall auf die SSD, das ist Red Bull intravenös für LR. Während der Bearbeitungsphase sind die RAWs auch ganz gut auf einer SSD aufgehoben, später (mit angelegter Smart-Vorschau dank LR 5.+) wandern die bei mir auf’s NAS.

    Kataloge: Ich pflege pro Jahr einen Katalog und einen Gesamtkatalog für die „globale“ Suche.

    1. Lightroom arbeitet bei einem Export nie mit 100% der Leistung des Systems. Egal was da ist… Reserve wird immer gelassen. Daher immer für Speed 3-4 gleichzeitige Exporte.

  9. Oooh wie schön ist es die Zusammenfassung zu lesen 🙂

    Ja, die enorme Arbeit vor und nach dem Foto sehen viele nicht.

    Ich habe sogar meinen 2009er iMac auseinandergeschraubt und eine SSD verbaut. Das ist absolut einfach und sehr zu empfehlen. Ist bei iFixit wunderbar beschrieben.

    Der Sprung zu einem aktuellen Modell von 2013 hingegen bringt gar nicht so viel. Die Prozessoren leider nicht um die gewünschten Faktoren schneller geworden.

  10. hallo,
    danke für den super beitrag, hat mich in meinen umbaumaßnahmen bestätigt.
    obwohl ich sagen muß das ich aktuell das gefühl habe es wird alles wieder langsamer….
    habe c:\ auf einer SSD Samsung 840 Pro 128GB (SATA-II) und mein bearbeitungs LW mit einer SSD Festplatte Samsung 840 256GB (SATA-II) umgerüstet und beide sind jetzt auch schon ganz schön voll.
    Jetzt hab ich mal nachgerechnet und es sind jeweils nur noch 17% frei auf den Platten, sollte ich Maßnahmen einleiten was meit ihr?
    Danke schon mal im Voraus.
    Gruß Tom

  11. Bei meinem Macbook Pro (2013) ist die 1TB SSD direkt mit PCIe angebunden und erreicht eine Transferrate von 1GB (!!!) / Sekunde, lesend und schreibend.

    Der neue Mac Pro hat dieselbe Konfiguration.

    Also da kommt auch die schnellste Festplatte nicht mit, es sei denn eine RAID-5-Lösung mit PCI-Controller, USB-3 oder Thunderbolt.
    Und die erreichen auch nicht die kurzen Zugriffszeiten.

  12. klasse beitrag, nutze selber eine 500gb SSD und bin mit der Performance zufrieden. Aber ich möchte an der Stelle eine korrektur vornehemen,
    es heist in dem beitrag das die SSD bei schreib UND lesezyklen kaputt geht, das ist so nicht ganz richtig den lesen schadet einer SSD nicht sondern lediglich das schreiben, da bei jedem schreibvorgang ( oder vielmehr ÜBERschreibvorgang ) die zelle gelöscht werden muss, dabei verliert diese an kapazität bis sie nach ca 1000 vorgängen zusammenbricht. Die haltbarkeit hängt in dem fall auch von größe und Qualität der SSD ab, da kann man sagen zwischen 1000 und 5 mio. Überschreibvorgängen pro zelle sind möglich.
    Eine gute kombination wäre eine SSD mit betriebssystem und programmen und eine 2te HDD. eine clevere nutzung beider systeme gewährt eine möglichst lange lebensdauer und ein Performanceschub.

  13. Hallo Marc und Martin,
    da euer Artikel immer noch fast ganz oben bei der Google-Suche zum Thema Lightroom und SSD steht, könnt ihr mal kurz sagen, wie eure Erfahrungen nach fast 3 Jahren mit der SSD sind? Würdet ihr die immernoch empfehlen? Oder habt ihr mittlerweile schon was besseres gefunden?
    Und um noch kurz eine der Fragen aufzugreifen: Muss zwingend auch das Betriebssystem auf die SSD? Weil den Computer starte ich nur einmal am Tag, da sollte es doch reichen, wenn LR und Co sowie die Arbeitsdaten (+Cache, Katalog etc.) auf der SSD sind, oder gibt’s da dann trotzdem Performance Einbußen?
    Viele Grüße,
    Tom

    1. Also unsere Langzeiterfahrung ist je mehr SSD umso besser. System und Daten (Cache und Katalog!) ist ideal. Wobei wir auch oft die vollen Rohdaten auf externer Platte haben und nur die Smart-reviews auf SSD. Noch ist nix kaputt gegangen an SSD und ist alles wie im Beitrag genannt.

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