12.8.2017    12

Tamron SP 24-70mm 2.8 VC G2 vs. Sigma 24-70mm 2.8 OS HSM ART

12. August 2017 | Technik

Heute geht es vielleicht um den Objektiv-Vergleich im Jahr 2017. Abseits von Spezial-Festbrennweiten und Reisezooms gibt es einen extrem hohen Bedarf an soliden Standard-Objektiven. Viele DSLR Fotografen möchten auf die extreme Qualität ihrer Kamera nicht verzichten (Lichtstärke und optische Leistung) aber gleichzeitig relativ variabel bleiben. Genau das ist für viele Fotografen der Klassiker unter den sogenannten IMMERDRAUF Objektiven.

Das 24-70mm mit durchgängiger Lichtstärke von f2.8. Ein Objektiv um sie alle zu knechten 🙂 auch wenn wir trotzdem eher die Fans von Festbrennweiten bleiben. Aber drei Festbrennweiten oder nur ein Standardzoom um von f2.8 auf f1.8 oder f1.4 zu kommen??? Das ist eben eine persönliche Entscheidung. Ein 24-70 f2.8 gehört meiner Meinung trotzdem in jeden Koffer.

Wir haben uns die Mühe gemacht und ein relativ persönliches Video über unseren Test vom TAMRON SP 24-70mm 2.8 VC G2 vs dem SIGMA 24-70mm 2.8 OS HSM ART gedreht.
Anschauen 🙂

Nach diesem Video kann es im Text weiter gehen. Wir wollen uns anschließend hier die Kernfakten vor nehmen.

Test oder Test? Das ist hier die Frage!

Es ist immer kritisch, wenn jemand etwas TESTET und einem Test nichts Anderes zu Grunde legen kann als seine eigenen Erfahrungswerte. Das macht angreifbar. Wer aber jetzt sagt, dass wir nicht unsere Meinung schreiben dürfen, für den ist die große Objektiv-Strecke besonders wichtig. Dort sprechen wir mit Anders Uschold, einem von wenigen vereidigten Sachverständigen in diesem Bereich und Inhaber einer Test-Mess-Firma für Objektive, Kameras. Er macht die Tests die wir nachher dann lesen in Punkte optischer Schärfe. Wir machen Praxistests und diese Praxistests können sich auch sehr stark vom Sachverständigen-Test unterscheiden. Dürfen Sie auch, denn es ist eine andere Sache ob ein Objektiv im Testlabor unter idealen Bedingungen per Hand auf einen Siemensstern fokussiert wird oder ob es wirklich im Einsatz leisten muss.

Unsere Meinung hat so viel Hand und Fuss wie möglich und wir stehen auch zu unseren Aussagen. Nichts desto trotz ist es auch nur eine persönliche Momentaufnahme von zwei Objektiven. Den Linsen, die wir im jeweiligen Moment vor Ort vorliegen haben. Trotzdem! Objektivreihe MUSS MAN ANGUCKEN! Da gibt es keinen Weg drumherum.

Warum nicht vs. Nikon oder Canon?

Sicherlich werden sich viele Leser aktuell fragen, warum wir nicht beide Objektive mindestens noch gegen die aktuellen Canon oder Nikon Pendants antreten lassen. Darauf möchte ich erwidern, dass nicht gesagt ist, dass wir das nicht noch tun werden. Und zweitens finde ich das größte Manko sowohl des Nikon (G Version = 1. Version) als auch des Canon 24-70mm der fehlende Stabilisator und der Preis dabei. Auch wenn das EF L Mark II jetzt schon für um die 1600 € zu bekommen ist, der UVP muss ja mit dem UVP von Sigma und Tamrons Standardlinse verglichen werden. Und der lag bei weit über 2000€.

Optisch dürften meiner Erfahrung nach die beiden Original-Kamerahersteller Objektive auf dem Level der beiden hier getesteten Objektive liegen. Einen möglichen Unterschied müsste ein Labortest berechnen. Vom Gucken auf dem Bildschirm lassen sich so feiner Unterschiede in so hohen Ligen nicht sicher feststellen.

SIGMA, TAMRON? BAUGLEICH?

Nein, beide Objektive sehen zwar sehr ähnlich aus, mehr aber auch nicht. Sie sind rund, haben Glas innen drin und verschiedene Ringe und Köpfchen. Ach, und sie sind schwarz! 🙂 Ach, fast vergessen… gleiche Brennweite und gleiche Blendenöffnung sorgen zusätzlich auch für extrem ähnliche Größen.

ABER. Der tatsächliche Linsenaufbau ist unterschiedlich. 19 und 17 Linsen. 900g zu 1000g ist alleine der Gewichtsunterschied gegen oder zugunsten des Sigma Objektives. Je nachdem wie man es betrachtet.

Ein Objektiv ist mehr als nur „rund“. Entscheidend sind auch die Gläser selbst, deren Vergütung, Schleifvarianten und Anordnung. Linsen und Korrekturlinsen geben und nehmen optische Qualität. Je nach den Wünschen des Entwicklers.

Rein gucken kann ich nicht in die Objektive aber gleich sind die nicht! Trotz der ähnlichen Optik.

Preis

Preislich sind beide Objektive genauso ähnlich wie deren Aussehen oder Spezifikationen. Um die 1400 € kostet eines der beiden Objektive. Aktuell gibt es auf dem Markt noch starke Schwankungen. Verschiedene Varianten von beiden Objektiven sind noch gar nicht erhalten. Mit auch ein Grund, warum wir die Nikon Variante getestet haben. Die Canon Variante vom Tamron G2 wird noch einige Wochen auf sich warten lassen.

FUN FACT: Übrigens kann man unterschiedliche Legierungen auch sehr gut an unterschiedlichen Farbspiegelungen erkennen. Gläser reflektieren die verschiedenen Wellenlängen ganz unterschiedlich je nachdem welche Vergütung das Glas wie bekommen hat. Auf dem oberen Bild erkennt man deutlich einen Unterschied. Rückschlüsse ziehen auf die optische Qualität lässt das aber nicht wirklich. Jedenfalls nicht für unser ungeschultes Auge.

Praxistest Fotoshooting

Für uns ist die Praxis am Wichtigsten. Wir testen nicht im Labor sondern im Einsatz. Und natürlich machen wir das ganz gezielt und mit Bedacht. Wir knipsen nicht nur drauf los sondern suchen uns mitunter absichtlich schwierige Stellen. Gegenlicht mit hell-dunkel-Kanten z.B. Oder aber wir suchen eine kleine dunkle Stelle um den Fokus bei schlechten Lichtbedingungen zu testen. Weil wir hauptsächlich Menschen fotografieren nehmen wir uns auch zum Testen von Objektiven ein menschliches Wesen vor die Kamera. Wer Landschaftsaufnahmen sucht, der ist hier im Blog meistens sehr falsch.

Menschen haben aber auch spezielle Voraussetzungen. Sie bewegen sich, stehen nie still und posen von einer Seite auf die Anders. Alles ist wilder und verrückter als wenn man „nur“ einen Wasserfall oder einen Strand im Sonnenuntergang fotografiert. Das Thema Fokus ist sehr wichtig, dafür treten aber Randunschärfen sehr in den Hintergrund. Bei Menschenfotos ist der Rand oftmals sowieso frei. Das Anforderungsprofil muss also immer an die konkrete Verwendung angepasst werden. Ein Objektiv für ALLES ist schwer zu finden. Ich selbst habe meine sehr konkreten Vorstellungen von einem guten Objektiv. Ein anderer Fotograf oder Kollege kann das aber auch anders empfinden und eigene Kriterien anwenden.

Gucken wir uns im Anschluss  einige Ergebnisse an. Wir haben absichtlich bei den Fotos nicht dazu geschrieben mit welchem Objektiv welches Foto gemacht wurde. Alle Fotos wurden mit der Nikon D750 aufgenommen. Und ja, die Fotos aus der Kamera wurden mit Photoshop bearbeitet. ABER! Alles war fair, alle Aufnahmen wurden gleich behandelt und auch in der Praxis würde man Fotos bearbeiten und erst das fertige Bild zählt dann.



Nach 30 Minuten Bilder in 200% und 400% angucken hatten wir Kopfschmerzen und waren kein Stück klüger. In Punkto SCHÄRFE (dort wo sie eben liegt), gibt es keinen sichtbaren Unterschied. Vor allem wenn Aufnahmen auch mit 125tel oder sogar noch weiter drunter entstehen. 

Im Details konnten wir anhand der maximalen Schärfe nicht die Bilder zum jeweiligen Objektiv zuordnen. Wir wissen schlichtweg nicht welches Bild mit welchem Objektiv gemacht wurde? Selbst wenn wir jetzt Rohdaten raus geben würden, dann würde dort nur 24-70mm f2.8 drin stehen. Mehr nicht.

Irgendwann haben wir angefangen unsere Videoaufnahmen mit den Fotos zu vergleichen. Wir haben verschiedene Posen und Momente gesucht, anhand derer wir eindeutig die Fotos über die Videoaufnahmen zum einen oder anderen Objektiv zuordnen konnten.

Und je länger wir dies gemacht haben, umso klarer wurde, woran man die Bilder zwischen Tamron und Sigma doch auseinander halten konnte. Nämlich nicht an der generellen Schärfe sondern am Fokus.

BACKFOCUS BEIM SIGMA!

Eine Sache ist uns bereits beim ersten Fotografieren aufgefallen. Das Sigma Objektiv hat nicht so richtig dolle funktioniert. Bilder waren seltsam unscharf und nie auf dem vorderen Auge scharf. Die Schärfe lag immer irgendwie hinter dem eigentlich fokussierten Punkt.

Ja, ich weiß, es gibt sowohl von Tamron als auch von Sigma so eine Konsole, mit der man den Fokus justieren kann. Auch an meiner Kamera kann man so individuell pro Objektiv den Fokus verschieben. Aber hey… ich will nicht extra Kohle ausgeben. Das ist für mich kein Feature, das ist für mich eine Verarsche! Ich kauf doch auch kein Auto und kauf dann nochmals ein Messgerät um die Spur einzustellen, weil es direkt nach Verlassen der Werksausfahrt nicht gerade fährt, sondern immer nach Links abdriftet.
Für wie dumm halten uns die Firmen? Konsole für Firmware-Upgrade… 100 €???? Ich will ein Objektiv und das muss funktionieren. Und ja, ich kann selbst entscheiden, ob es lieber schneller oder treffsicherer sein soll. Aber eine Fokus-Justage auf den Kunden abzuwälzen??? Wo sind wir denn bitte? Da kommt mir die Galle hoch… Und natürlich kann man das im Prospekt schön reden. Individualisieren oder so ein Dreck… Es darf aber nicht sein, dass man Fehler der Hersteller zuhause ausmerzen muss. Zeit ist Geld und wenn ich einen Vormittag oder Nachmittag Testtafeln abfotografieren, nur weil das Objektiv mit einem Frontfokus geliefert wird, dann ist das auch Geld. Da kann ich mir dann gleich ein Zeiss kaufen und auf den Fokus pfeifen… 🙁 (Scherz aber mit etwas Ernsthaftigkeit!!!)

Das war meine Meinung und für mich gilt, dass ich ein gutes Produkt nicht noch gezielt anpassen MUSS! Optionale Anpassungen für Kollegen sind ja schön, aber Anpassungen um überhaupt das Objektiv erst nutzen zu können??? Ich weiß nicht wie das irgendwie nur als sinnvoll gelten kann? Und ich möchte einfach nicht akzeptieren, dass es dazu gehören kann, ein Objektiv noch extra einstellen zu müssen? Achso… die Konsole muss man auch extra zahlen!

Ich habe darüber schon viele interessante Meinungen gelesen. Z.B. dass eine Konsole wichtig und richtig sei, weil die Zusammenarbeit von Kamera und Objektiv niemals zu 100% gewährleistet werden könne und es eben wichtig sei dem Kunden diese Möglichkeit der Korrektur zu geben. Das ist nur ein Argument von vielen in einer hitzigen Diskussion.

Ich möchte hier auch wirklich nicht großartig vom Leder ziehen. Ich mag keine künstlich herbeigeführten Streite. Sicherlich gibt es viele gute Argumente für und gegen die jeweils andere Seite. Ich darf trotzdem meine Meinung sagen, gerade hier in unserem Blog und ich darf auch mal etwas rauere Sprache verwenden. Jeder Leser ist hoffentlich alt und groß genug selbst zu entscheiden wie er oder sie damit umgeht.

Für mich muss ein Objektiv einfach funktionieren und es ist ja nicht so, als ob jeder Hersteller damit gleich zu kämpfen hätte. Scheinbar gibt es ja Firmen die damit mehr Probleme haben und andere Firmen haben weniger Schwierigkeiten damit. Ich fotografiere 10 Jahre, besitze über 80 Objektive und die allermeisten waren perfekt im Moment als sie aus der Packung gekommen sind.
Und wie gesagt, ich sehe auch ein, dass man als Fotograf die Stepper-Sprünge am Objektiv variieren möchte. Oder auch mal das Objektiv mit einer neuen Firmware bespielen lässt. Objektive sind kleine Computer. Aber sowas Rudimentäres wie Fokus muss meiner Meinung nach wirklich von Anfang an sitzen.

Nachfolgend habe ich zwei Fotos mit dem Sigma herausgesucht die das Problem zeigen. Teilweise stimmte der Fokus um 20-30cm nicht. Bei CloseUp Portraits war es meistens das hintere Auge was scharf abgebildet wurde.

Beide Bilder zeigen, dass das SIGMA in der Art und Weise aus der Verpackung unbrauchbar ist. Und wir können Bedienungsfehler in diesem Fall wirklich ausschließen. Ich habe mit einem gezielten Fokuspunkt bei soliden Lichtverhältnissen ins Auge gezielt. Das Auge hat durch das dunkle MakeUp einen perfekten Kontrast und ich zögere auch das Auslösen nicht zu lange hinaus, sodass sich das Model evtl. nach dem Einlocken des Fokuspunktes noch bewegen könnte. Es liegt nicht an uns oder der Kamera. Sonst wäre der Unterschied ja auch bei beiden Objektive wenigstens etwas vorhanden.

Wie delikat die Schärfe selbst bei einer Arbeitsblende von f2.8 sein kann, das sehen wir beim nachfolgenden Foto. Übrigens durch unsere Videoaufnahmen konnten wir die Aufnahme eindeutig dem Tamron Objektiv zuordnen. Da sitzt die Schärfe perfekt im Augapfel und sorgt dafür, dass schon die Augenbraue als auch das hintere Auge unscharf abgebildet werden.

Der Autofokus hat also eigentlich Präzisionsarbeit zu leisten.


Selbst bei f2.8 ist die Schärfe nicht mal tief genug für die Brauen!

Das Sigma schwächelt in unserem Test vorrangig im Weitwinkel. Was ein alt bekanntes Problem für Sigma sein könnte. Es gibt aktuell sehr viele Nutzer der 35mm, 24mm und 20mm Art Objektive die von einem Fokusproblem berichten. Weitwinkel und Autofokus scheint gerade bei sehr offenen Blenden ein größeres Problem darzustellen als den Fokus bei 70mm im leichten Tele korrekt zu setzen.

Das nächste Foto aufgenommen in besagtem Weitwinkel mit dem Sigma ART Objektiv zeigt einen ganz leichten Backfokus. Klassisch nach Murphy’s LAW ist es aber noch so scharf, dass man es in klein nutzen kann. Trotzdem mega ärgerlich wenn man dann solche Ergebnisse auf der Speicherkarte vorfindet und kein Foto davon wirklich auch in groß nutzen kann.


SIGMA Backfokus mit f2.8 🙁 Wäre die tolle Schärfe doch dort wo sie sein sollte!

Zurück zum eigentlichen Thema. Bei unserem Testobjektiv von Sigma stand jedenfalls sehr schnell fest, dass es absolut unfair wäre ein Objektiv mit Backfokus gegen ein Objektiv ohne Fokusproblem antreten zu lassen. Jedenfalls im AF Betrieb. Daher haben wir ab diesem Moment den AF-Schalter ausgemacht und ausgelassen. AF Probleme beinträchtigen nicht die generelle Schärfe eines Objektivs und ab diesem Moment stand fest, dass wir zwar die Fotos mit unserem Model gemacht hatten, dass diese aber relativ wertlos sind für eine Beurteilung zwischen beiden Objektiven in Punkto Schärfe. Und natürlich kam dazu noch die Schwierigkeit, dass wir ohne EXIFs nie 10000% sicher gehen konnten bzgl. des jeweiligen Objektivs.

ALSO: Zwei getrennte Speicherkarten und mit jedem Objektivwechsel wurde auch die Speicherkarte getauscht. Dazu wurde nur noch über die größte Vergrößerung an der Nikon per Hand fokussiert bzw. sogar über LIVE VIEW Tethering.

OPTISCHE LEISTUNG (SCHÄRFE)

Kommen wir zu dem Punkt, den sicherlich alle Fotografen am WICHTIGSTEN finden. Die Schärfe. Gutes Objektiv ist mega scharf, wenn nicht, ist es kein gutes Objektiv. An der Stelle möchte ich aber gerne nochmals auf unsere Objektiv-Video-Stecke mit Anders Uschold verweisen. Erstens gibt es auch Objektive die einfach nur einen tollen Effekt machen und nicht scharf sind und trotzdem können es richtig gute Objektive sein und zweites ist ein gutes Objektiv immer ein Objektiv, welches für die persönlichen Wünsche und Vorlieben passend ist.

So… los gehts. Ich möchte nachfolgend die Vergleichsfotos sprechen lassen. Nachfolgend zeigen wir immer erst das gesamte Foto direkt aus der Kamera und dann erst die Crops. Teilweise haben wir 100%, teilweise aber auch 200% oder nähere Schnitte gemacht. Die meisten Schnitte sind größer als als 100%.


Besonders interessant ist natürlich der Vergleich zwischen beiden Objektiven bei offenster Blende von f2.8.

Das Objektive nicht nur in der Mitte scharf sein müssen ist klar. Daher haben wir auch die Randunschärfe getestet.

Vergleich ist raus!

Auch hier gucken wir uns natürlich den Vergleich der Offenblende an.

Besonders interessant ist zusätzlich aber auch der direkte Vergleich zwischen Blende 8 beider Objektive.

Das waren bisher nur die Fotos aufgenommen bei 70mm, für uns wichtiger als das untere Ende mit den 24mm Brennweite. Bei der Fotografie von Menschen und Portraits kommen die 50-70mm eher viel öfters vor als die 24mm. Und das, obwohl wir Weitwinkel abgöttisch lieben.

Wir wollten einfach sicher gehen keinen Fehler zu machen und haben anschließend nochmals alles komplett neu gesetzt und fotografiert. Anderer Baum, frischer Fokus, alles neu. Mit gleichen Ergebnissen.

Der Test deckt sich in Punkto Ergebnissen mit dem obigen Test. Das Sigma ist bei Offenblende scheinbar etwas weniger detailscharf.

Der Schieberegler Vergleich zeigt die direkten Unterschiede am deutlichsten.


Schärfe im Weitwinkel

Trotzdem ist es für die meisten Fotografen gerade anders herum. Besonders bei einem Standardzoom. Denn vielen geht es ja um große Szenen und nicht nur ein Portrait. Der heimische Garten, der tolle Sonnenuntergang, die tolle Landschaft oder auch grandiose Architekturaufnahme benötigen eher das weite Ende.

Gucken wir uns den 5€ Schein in der Mitte an.

Und auch hier ist das Wichtigste natürlich die Leistung bei Offenblende.

Zwischenfazit

Ich bin etwas hin und her gerissen. Man erkennt Unterschiede. Man darf aber nicht vergessen, dass wir hier teilweise 150% oder sogar 200% Vergrößerung genutzt haben. Ich möchte vermeiden, dass der falsche Eindruck entsteht. Wir sprechen hier nicht von trüben Objektiven mit minderer Qualität. Ich denke man hätte an dieser Stelle doch das Nikon ED und das Canon EF L II gegenhalten sollen. Dann hätte man nämlich gemerkt auf welchem Niveau beide Objektive auflösen. Es ist schlichtweg zu einfach Dinge schlecht zu reden ohne den jeweils passenden Vergleich zu haben.

Subjektiver Schärfe-Eindruck

Ich finde das Tamron sichtbar schärfer bei den Testaufnahmen. ABER, bei den von uns aufgenommen Portraits war dieser Unterschied nicht erkennbar. Von daher bleibe ich bei meiner Aussage. Auch wenn die Schieberegler einen deutlichen Unterschied zeigen, in der Praxis ist das alles nicht so frappierend.

Im nachfolgenden Vergleich sieht man den generellen Unterschied relativ deutlich. Wohlgemerkt am „schwächeren“ Weitwinkel. Ich glaube auch, dass man mit einfachem nachschärfen die Unterschiede sehr gut Wegbügeln kann.

Bokeh

Bokeh bezeichnet ja die Wirkungen und den Look der Unschärfe. Die kleinen Bubbles bilden sich vor allem in der Unschärfe an kleinen Highlights. Es sind defakto Streukreise in der Unschärfe vor und hinter dem Fokuspunkt. Bokeh ist vielen Fotografen sehr wichtig. Wobei im Alltag sich da einfach die Gemüter erhitzen und die Meinungen zusammenkrachen. Der eine Fotograf mag eher scharfe Kreise, die anderen Fotografen feiern weich verlaufenden Bobbels… 🙂

Ich möchte hier auch nicht werten sondern einfach einige Beispielaufnahmen zeigen. Für meinen persönlichen Geschmack finde ich runde Kreise schöner. Ich bin aber auch ein Fan vom STF Objektiv von Sony.

Im nachfolgenden Slider-Vergleich sieht man deutlich wie viel härter das Sigma abbildet. Vor allem die Kreise auf der linken oberen Hälfte und auch die Kreise auf der rechten Seite zeigen die harscheren Kanten des Sigma Objektivs.

ACHTUNG: Diese Aussage ist in keiner Weise wertend sondern rein demonstrativ. Welches Bokeh man schöner findet, das ist rein eine Frage des Geschmacks. Eigentlich zeugt ein weiches Bokeh immer von einem erhöhten Potential an Vignettierung. Kann, muss aber auch nicht sein.

Bokeh finde ich übrigens immer ein sehr komisches Kriterium bei Objektiven. Viele Fotografen und Reviewer nutzen diesen ominösen Fakt als Rechtfertigung oder als Ausrede. Ich denke man sollte das sehr wertneutral sehen. Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Ich verstehe, warum man Retroobjektive toll finden kann. Irgendwann wird das Bokeh so übel, dass es schon wieder Kunst sein kann. Ich mag z.B. von Mitakon und von Handevision deren f0,95 Objektive! 🙂 Auch wenn es sich nur um absolut krasse optische Fehler handelt.

Bokeh ist Geschmacksache und damit ist es auch wieder wichtig. Denn wir Fotografen sollten Objektive und Ausrüstung ganz gezielt nach „GESCHMACK“ auswählen. Was wir toll finden, das sollten wir nutzen. Und wenn wir ein bestimmtes Bokeh mögen, dann ist es ein tolles Bokeh. Alle Bokeh die nicht gemocht werden sind automatisch auch keine guten Objektive. Egal wie scharf sie sind.

Chromatische Aberrationen

Kommen wir aber nach dem relativ sinnvoll-sinnlosen Bokeh-Thema 😁 zu einem wirklich wichtigen Thema. Chromatische Aberrationen. Farbsäume um es in einem verständlichen Deutsch zu sagen. Die gibt es meistens in grün oder magenta und können so richtig nerven.

Farbsäume treten vor allem dort auf, wo harte Kontrastkanten existieren. Also z.B. an einer Kante von schwarz zu weiß.

CA lassen sich relativ gut korrigieren, abhängig davon es quer- oder längs Farbsäume sind. Am sinnvollsten testet man Farbsäume gegen einen hell strahlenden Himmel. Wenn man kein Labor zur Hand hat, was sicherlich noch besser wäre.

Unsere beiden Objektive mussten sich diesem Motiv stellen. Der Laterne gegen hellen Himmel und im Randbereich viele Blätter in leichter Unschärfe. Autsch…

Das Sigma liefert wirklich nicht gut ab. Und dabei muss man bedenken, dass Farbsäume nichts mit Schärfe oder Schärfenebene zu tun haben. Sie treten auch gerade dort auf, wo das Objektiv perfekt fokussiert wurde. Farbsäume sind also unabhängig vom Fokus existierend und ein Resultat des Strahlengangs durchs Objektiv. Erklären kann man Farbsäume so, dass verschiedene Wellenlängen eben verschieden aus dem Objektiv heraus kommen. Grün und Magenta haben unterschiedliche Wellenlängen und werden unterschiedlich gebrochen (Prisma und Regenbogen, macht es klick?) und verlassen damit das Objektiv um Nano-Pico-Meter versetzt. Das lässt dann diese Farbränder entstehen.



Ergebnis für unseren Test… das Sigma schwächelt mehr als nur ein bisschen. Farbsäume und Farbränder sind viel zu stark vorhanden. Man erkennt kaum eine Grundfarbe von lauter Grün und Magenta.

Die Farbsäume sind so stark, dass wir ziemlich viele Testaufnahmen gemacht haben. Wir haben der Sache einfach nicht getraut. Aber es hat sich leider so bewahrheitet. 🙁

Das Sigma schwächelt in dieser Disziplin. Definitiv uncool! Ob und in wie weit CAs störend sind, das muss jeder Fotograf für sich selbst entscheiden. DAS Original Hersteller Objektiv mit den meisten CAs ist das 85mm f1.2 Mark II oder auch das 50mm f1.2. Und trotzdem sind das bis heute die beliebtesten und gefragtesten Linsen auf dem Canon-Markt.

Oder anderes Beispiel. Das Mitakon 55mm f0.95 Objektiv für Sony FE Mount ist eines meiner Linsen-Lieblinge. Ein mieses Dreckstück in Punkto Schärfe und noch viel schlimmer was die CAs betrifft. Und TROTZDEM mag ich das Objektiv.

Das Sigma hat starke Aberrationen. Ja, auch damit kann man leben und tolle Fotos machen. Und auch damit kann das Objektiv ein Schmuckstück im Objektivkoffer werden.

Randverschmiertheit beim Sigma?

Eine Sache ist uns auch noch aufgefallen beim direkten Schärfevergleich. Und zwar besitzt das Sigma eine komische Art von Randverschmiertheit. Ähnlich einem Swirl oder einem radialen Verziehen. In den ersten Fotos ignorierten wir es als ein Resultat des Backfokus. Aber der Effekt tritt auch bei manuell perfekt fokussierten Objektiven auf.

Auf dem letzten CA Vergleich ist uns der Effekt besonders deutlich aufgefallen. Dabei wurde mit 24mm auf einen Baumstamm in circa. 6-8m Entfernung fokussiert. Die Schärfe saß bei beiden Fokus identisch.

Eigentlich hatten wir die Fotos für einen CA Unschärfe Vergleich gemacht. Also einen Vergleich in wie weit die CAs in der Unschärfe auftreten. Vor und hinter dem Fokuspunkt treten nämlich oftmals ganz andere Farbverschiebungen auf. Und das kann ein Objektiv sehr hässlich machen. Vorne eher grüne CAs und hinten die Magenta-CAs.  In der Hinsicht waren aber beide Objektive völlig in Ordnung. Das Sigma hat weiterhin natürlich stärkere CAs aber wir konnten keine Verschiebung über den Fokusbereich vorfinden.

ABER… besagte Verschmiertheit trat besonders sichtbar auf. So stark, dass wir die Aussage aus dem Video in der Hinsicht korrigieren müssen.

VIDEOKORREKTUR Das Sigma weißt deutliche Schwächen in den Rändern auf. Zudem die viel stärkeren CAs. Übrigens eher im Weitwinkel als am 70er Ende. Die maximale Schärfe liegt aber bei einem perfekt sitzenden Fokus nicht großartig auseinander. Die Kernaussage des Videos bleibt jedoch davon nicht berührt und so haben wir uns entschieden das Video nicht neu zu drehen. Vor allem auch im Angesicht der Tatsache, dass wir in Bezug auf die optische Leistungen beider Objektive auf diesen Beitrag mehrfach im Video hinweisen.

Auf den nachfolgenden Fotos sieht man deutlich, dass die grobe Freistellung bei beiden Vergleichsfotos identisch ist. Die näheren Blätter auf der rechten Seite sind gefühlt schärfer als die Blätter auf der Mitte und linken Seite. Das Sigma hat allerdings besagte Art Geistesbildung oder Randverschmiertheit.

Gegenlicht?

Wenn ich an das G1 von Tamron denke, dann bekomme ich bei direktem Gegenlicht einen kleinen Schauer auf dem Rücken. G1 war bis zur SP Linie nicht wirklich perfekt bei den Tamron Objektive. Oder reden wir uns es schön, dann würde ich sagen, dass es „nette Effekte“ gab. Gerade das sogenannte GHOSTING ist stark reduziert. Ghosting nennen sich die wirklichen Flares quer über die Mitte des Bildes. Also nicht die aufweichen der Lichtquelle selbst sondern diese durchsichtigen Bubbles diagonal oder gerade durch die Bildmitte.

Ich empfinde subjektiv weder das Sigma noch das Tamron irgendwie besser oder schlechter in Bezug auf Flaring und Ghosting. Bei einem Auto-Test würde ich wahrscheinlich von ein und der selben „Klasse“ sprechen.

Vignettierung

Nachfolgend haben wir uns mal das Tamron geschnappt und die Vignettierung bei 24mm und bei 70mm als Reihe von f2.8, f4, f5.6 und f8 fotografiert.

 

 

 

 

 

Die obere Reihe ist mit 24mm, nachfolgend noch die Reihe mit 70mm.

Die Vignettierung beim Tamron ist sichtbar, hält sich aber im Rahmen dessen, was Zoom-Objektive in diesem Brennweitenbereich haben dürfen. Die Vignettierung war beim G1 sichtbar schlimmer.

Leider haben wir aktuell nur die Reihe vom Tamron Objektiv. Die Vergleichsbilder mit dem Sigma Objektiv sind in der Datenflut vom Shooting leider untergegangen. Die Vignettierung ist bei beiden Objektiven aber sehr ähnlich. Ich würde sogar behaupten, dass es keinen sichtbaren Unterschied bzgl. der Vigenttierung beider Objektive gibt.

Stabilisator

Der für viele Fotografen komplett unwichtige Bildstabilisator, der für uns ja etwas sehr Wichtiges ist, befindet sich in beiden Objektiven. Beim Sigma heißt der OS und beim Tamron lautet die Sache VC. Funktioniert und macht das Bild ruhig. 🙂

Laut technischen Daten beider Objektive ist der Stabilisator vom Tamron Objektiv überlegen und kann bis zu 5 Blenden „retten“. Solche Zahlen sind für mich blanker Populismus. Blödsinn! Natürlich muss man einen Stabilisator irgendwie messen und einordnen. Aber 5 Blendenstufen? Was soll das heißen? Das egal was ich mache, der Stabilisator mit 5 Blenden rettet? Also ein Bild was ich mit 250tel aufnehmen würde, könnte ich dann mit 125, 60,30,15,7tel Sekunde machen? Und genau das ist der Haken. MAXIMAL bedeutet nämlich, dass die Funktionalität des Stabilisators vom konkreten Einzelfall abhängt. Also unter anderem auch davon, wie stark ich meine Kamera überhaupt bewege. Welches Bewegungsmuster oder auch welche Richtung und in welcher Kerngeschwindigkeit in welchen maximal Winkel.

Wie im Video bereits angesprochen finde ich die Stabilisierung extrem wichtig und ein entscheidender Faktor beim Objektivkauf. Für mich ist Tamron da vorne. Sicherlich auch aufgrund ihrer bisherigen Kompetenzen in Bezug auf Bildstabilisatoren. Was jetzt nicht heißen soll, dass Sigma schlechte Stabilisatoren baut. Es ist ein subjektives Gefühl, dass gerade ein den unteren (hauptsächlichen) Stabilisierungsgrößen die Effizienz beim Tamron höher ist. Weniger Fehler mehr perfekte Stabilisierungsvorgänge und zwar bei Stabilisierungen um 1-2, maximal 3 Blendenstufen.

Haptik, Verarbeitung

In Bezug auf Haptik oder Verarbeitung kann und möchte ich weder dem einen noch dem anderen Objektiv eine Vorzugsstimme oder besser gesagt eine Präferenz geben. Ich möchte eher die Unterschiede herausarbeiten.

Ich finde das Tamron hat einen metallischeren Körper obwohl die Beschichtung leicht trocken wirkt. Das Sigma wirkt etwas kälter und der größte Unterschied ist auch die Positionierung der Gummi-Ringe für Fokus- und Zoomrad.

Das grenzt für mich jetzt schon aber wieder stark an Schwafelei. Ich möchte hier auch nicht weitergehen. Beide Objektive sind tolle Linsen und fassen sich gut an. Weder das eine noch das andere besitzt Ausschlusskriterien. Es ist eben Geschmacksache. Beide Objektive haben gezielte Abdichtungen für Spritzwasser und Staub.

Eine grobe Sache ist eben die Drehrichtung des Zooms. Das muss man sich etwas genauer überlegen. Ob links oder rechts ist aber im Endeffekt auch nur eine Frage der Gewohnheit.

Wir haben im Team beide Objektive rum gehen lassen und wir haben in Punkto Wertigkeitsgefühl sehr gemischte Ergebnisse bekommen. 50% des Teams haben sich für Sigma entschieden, 50% haben für das Tamron plädiert. Ich denke auch von der Haptik kommt es folglich auf den persönlichen Geschmack an.

Naheinstellgrenze

Oben sieht man die Fotos bei 24mm und bei 70mm jeweils von beiden Objektiven. Wir haben auf die naheste Fokusdistanz gedreht und sind dann manuell an die Plastikspielkanne heran gegangen, bis die Front der Kanne scharf abgebildet wurde.

Das Sigma kommt bei 70mm gefühlt etwas näher ran. Viel beträgt der Unterschied aber nicht.

Laut technischen Daten beider Objektive ist das Tamron mit 1:5 max. Abbildungsmaßstab und das Sigma mit 1:4,8 im Verhältnis notiert. Der Unterschied ist in der Praxis NICHT wirklich zu merken.

Kartfahren am Abend mit dem 24-70er

Vor zwei Tagen waren wir am Abend noch gemeinsam mit dem gesamten K&G Team Kart fahren. Natürlich nie ohne Kamera. Und genau dafür taugt so ein Standardzoom blenden. Schlechte Lichtverhältnisse und der Stabi ist plötzlich Gold wert. Auch wenn man der generellen Leistung des Objektivs etwas weh tut, niemand schleppt zig Festbrennweiten mit nur um mal kurz mit den Freunden und Verwandten GoKart fahren zu gehen.

Schaut euch einfach mal ein paar flitzige Bilder an… alle gemacht zwischen 24 und 70mm und alle bei f2.8 mit 1/15s aus der Hand.



Aus und Vorbei – FAZIT

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass sowohl Sigma als auch Tamron weiter den Kampf gegen die früheren Qualitätsvorsprünge durch Canon und Nikon angreifen. Auch wenn vielleicht Sigma sich mit der ART-Festbrennweiten Serie in Punkto Erwartungshaltungen durch die Käufer selbst etwas torpediert hat. Beide Objektive sind deutliche Verbesserungen der bisherigen 24-70er im Programm von Tamron und Sigma sodass sich unserer Meinung nach sogar ein Upgrade lohnt. Bei Sigma 24-70er Besitzern absolut fraglos. Das „alte“ Sigma wurde ja vor gut 20 Jahren entwickelt und so ist auch dessen Qualität. Bei Tamron und dem G1 wird man ebenfalls eine deutliche Verbesserung in allen Punkten merken auch wenn diese Steigerung nicht so deutlich merkbar ist wie beim Sigma.

TO COME

Wenn ihr konkrete Fragen habt, einfach unten in die Kommentare schreiben. Ich werde die Fragen dann über die kommenden Tage hier beantworten.

FAQ

  1. Doch nicht besser Originalobjektive?
  2. Sind die Objektive geeignet für High Megapixel Kameras wie die D810 oder die 5DSR?
  3. Serienstreuung bei Sigma und Tamron? Aktuell noch ein Problem?
  4. Lohnt sich der Umstieg von G1 auf G2?
  5. Viel Geld für ein Standardzoom? Gut investiert?
  6. Gut an Sony e-Mount?

Kommentare (12)

12 thoughts on “Tamron SP 24-70mm 2.8 VC G2 vs. Sigma 24-70mm 2.8 OS HSM ART

  1. Danke für den Objektiv(en) Test. Ich gebe dir in Sachen USB-Dock völlig recht. Das ist echt das letzte. Und wenn ich ehrlich sein soll, war ich damals mit der Kalibrierung auch überfordert. Mein 35mm Art hat an der D750 derart oft und deutlich sichtbar dabenen gehauen, dass ich es wieder verkauft hatte. Jetzt hab ich die A7 II, bei welcher solche Fokus-Probleme erst garnicht auftreten. Erstens weil die Schärfe direkt am Sensor gemessen wird und zweiten weil es dafür einfach keine Objektive gibt (ihr wisst wie ich es meine) ;-)).
    Ich würde wohl auch eher zum Tamron greifen. Ich habe das Vertrauen in die Sigma Art Objektivreihe verloren und euer Test zeigt ja wieder, dass das nicht unbegründet ist. Ich meine, man muss so viel Geld auf den Tisch legen für so ein Objektiv, da erwarte ich einfach eine Top Leistung.

    Danke euch im übrigen für eure Videos und das dadurch vermittelte wissen!

  2. Hallo, ich habe mir das Sigma 24-70 Art f2.8 auch gekauft um es an meiner Sony A7-2 mittels dem Sigma Adapter MC-11 zu betreiben. Ich muss leider das selbe bestätigen… bei mir waren die Bilder auch unscharf bzw. hatte einen Fehlfokus. Mittlerweile ist das Objektiv, mit meiner Sony A7-2 und dem Adapter seit 3 Wochen bei Sigma. Ich bin gespannt… falls es mir nicht zusagt werde ich es zurück geben und dann halt doch das Sony 24-70 GM. Danke für Euren Mega Test… Grüße Thomas

  3. Lieber Martin, danke für den Test schön zu lesen und anzusehen! Nur eine kleine Bitte…hör wieder auf damit, dich für deine Testweise zu rechtfertigen. Hast du jetzt oft genug gemacht (Objektivstrecke…), wer’s jetzt nicht geblickt hat dem ist nicht mehr zu helfen. Das Internet gibt den ewig-schlaueren und hatern nunmal eine Bühne – deren Anmerkungen können aber auch einfach ignoriert werden. Viel schöner wärs wieder zu sehen, wie entzückt du von dem ein oder andere Produkt bist, egal was irgendein irgendwie irgendwo gemachter Test sagt. Find wieder in deinen flow zurück. Und danke für alles. Ihr macht einen phantastischen Job!

  4. Okay,

    dann nutze ich doch in der Tat die Kommentarfunktioniert hier (statt Facebook).

    Wie sieht es im Vergleich mit dem Tamron Vorgänger aus. Also Tamron SP 24-70mm 2.8 VC gegen Tamron SP 24-70mm 2.8 VC G2. Kannst Du dazu was sagen? Zwischen beiden Versionen liegen ca. 600 EUR aktuell. Kann das G2 irgendwas wirklich viel besser?

    vg, Patrick

  5. Ich frage mich, warum die Unsitte Einzug gehalten hat, dass der Zoomring nun fernab der Kamera und der Fokusring nah an der Kamera sitzt. Meine Erfahrungen mit dem 70-300mm Tamron haben gezeigt, dass ich regelmäßig beim Zoomen noch irgendwie den Fokusring mit erwische oder versuche dran vorbei zu greifen, was natürlich nervig ist zumal die so nah beieinander liegen. Ebenfalls unpraktisch ist, dass ich den Arm/die Hand weiter ausstrecken muss, um den Zoomring zu greifen; dadurch wird das Halten von Kamera+Objektiv instabiler. Sehr viel angenehmer und stabiler finde ich es, wenn ich der Zoomring nah bei der Kamera liegt und somit beide Hände die Kombination gut umschließen können.

    Beide vorgestellten Objektive mögen echt gut sein, keine Frage. Aber die ungünstige Platzierung des Zoomrings finde ich so unmöglich, dass ich mir keines dieser beiden Objektive (und auch kein anderes, dass eine derartige Konstruktion aufweist) kaufen würde.

  6. Sehr schönes und umfassendes Review zu den wirklich wichtigen Dingen. Insgesamt finde ich den „Kampf“ zwischen Tamron und Sigma derzeit sehr interessant. Wobei Sigma vom Marketing her mehr im Rampenlicht steht, wie mir scheint. Insbesondere beim 85mm Objektiv – das Sigma wurde jahrelang ungeduldig erwartet, das Tamron nicht mit einem Sterbenswörtchen erwähnt (in meinem Bekanntenkreis). Und dabei lässt das Tamron 85er in meinen Augen nicht genug Luft nach oben um den Aufpreis an Geld und Gewicht zum Sigma für die 2/3Blende, die in der Praxis wohl selten relevant sein wird, zu zahlen.

    Quote: „Auch wenn vielleicht Sigma sich mit der ART-Festbrennweiten Serie in Punkto Erwartungshaltungen durch die Käufer selbst etwas torpediert hat“ – diesen Satz find ich sehr schön. Schon beim 24-105er f4 hätte ich eher erwartet, dass Sigma es in der Contemporary-Linie einführt. Auch wenn es Marketing als goldene Regel zu gelten scheint sich immer als größer verkaufen zu müssen, als man eigentlich ist, erscheint es mir oftmals cleverer unterschätzt zu werden und zu begeistern, als überschätzt und zu enttäuschen.

  7. Great review! I do not read german so i used google translate which sort of broken all the review. I am still wondering which lens is better for the d750 nikon. How is the tamron g2 against the nikkor 24-70 2.8 g ?

  8. Spannend euer Test. Dieser deckt sich so gar nicht mit meinen derzeitigen Erfahrungen mit meinen Tamron Objektiven: Der Stabi.. Beim 15-30 eine Katastrophe.. Er funktioniert (gut) wenn man ihm genug Zeit gibt sich zu aktivieren. Kamera hoch nehmen, schnell focussieren und im AFC durchdrücken erzeugt Doppelbilder. Reproduzierbar, jedes mal. Kein Verwackeln sondern klar ein nicht „eingeschwungenes“ Stabi-Element.

    Das selbe Drama gab es übrigens ab und an mal beim 70-200 Tamron und auch beim alten 24-70. Wenn man weis was geht ist das ja alles schön.. aber „immer an“ nur auf Stativ aus und man macht sich mit dem Tamron schöne Momente kaputt.
    Das alte 24-70 soll angeblich optisch identisch mit dem neuen sein. Wie kommen dann die gr. Unterschiede zu Stande?! Ist nur der Stabi verbessert worden? Die Güte der Linsen? Spannenderweise haben meine 35/50/85 Art keinerlei Probleme dieser Art.. Ein „Dock“ ist übrigens aus meiner Sicht für jedes AF Objektiv ein zwingendes Muss. Kameras werden logischerweise innerhalb ihrer Spezifikationen gebaut. Jede mit einer gewissen Toleranz. Die Ojektivhersteller können nur „mittig“ bauen, haben aber auch wieder Toleranzen im System. Super wenn man selbst diese aufeinander abgleichen kann. So kann viel Frust vermieden werden. Zu analogen Zeiten war dies alles überflüssig. Aber wer jetzt an einem 36″ Monitor auf 150% Ansicht schaltet, sieht doch viel mehr….

    1. Siehste Markus… in FB und in anderen Kommentaren schreiben andere Nutzer genau das Gegenteil von dir. AF Probleme bei den Arts und alles prima bei Tamron. Ich hab ja auch im Test geschrieben, dass es unsere Erfahrungen sind und dass man aufpassen muss. Ich kann dir nicht sagen warum das bei dir anders ist… ich spreche dir aber auch nicht ab, dass du andere Erfahrungen gemacht hast.

  9. Bin am Suchen ds.“ richtigen“ 24-70mm f 2.8 und “ verschlinge“ solche Infos; für diesen hier bin ich absolut dankbar.

    Trotzdem hat es mich in der Frage : Canon EF (ein Occ.könnte ich kaufen/ v.Fotograf) oder Tamron nicht weiter gebracht.
    Ich hätte sehr gerne gewusst, welches in Schärfe , Farbe und Abarration besser abschneidet.
    Habt ihr, oder kennt ihr, Vergleichstests.
    Benutze CA eos 7D mkII

    Danke für Feedback/ evt.auch über Maildadr.

    Herzlich
    U

    1. Also bei gleichem Preis würde ich das G2 von Tamron dem Mark II von Canon vorziehen. Wegen dem Stabi! Der ist einfach beim Canon nicht drin und hilft. ABER… da kommen die Ausnahmen. Landschaft juckt Stabi oft gar nicht 🙂 Und dann wäre das Canon wieder top.
      Mehr Geld würde ich aber für Canon nie ausgeben beim 24-70, da würde ich direkt zum Tamron greifen.

  10. Eine Frage zum Stabi noch hinterher.. Wie schon zuvor beschrieben erzeugt mein 15-30 verlässlich Doppelbilder wenn man es zu schnell aktiviert. Also Kamera hoch nehmen.. kurz zielen und dann via AF-C mit Schärfeprio direkt „durchdrücken“ .. Das erste von 2 Bildern ist dann stets hin.
    Nicht weil nicht scharf.. nicht weil verwackelt.. sondern weil der Stabi noch nicht „fertig“ war. Das selbe Problem hatte mein altes 24-70 auch. Wenn man weis was und wie man tut ist das OK.. Aber für das schnelle fotografieren (ja.. macht man nicht) ist es mist.

    Leider testet irgendwie niemand wie schnell der Stabi aktiviert.. Das ist ein Ding das mir bei Nikkoren noch nie aufgefallen ist.. Da kann man den Stabi aktiv lassen ausser man nutzt ein Stativ. Beim Tamron scheint das anders zu sein. Blöd halt wenn man in einer Kirche ist.. Stabi nutzt.. und danach im Sonnenschein mit 1:500 „verwackelte“ Bilder erzeugt.

    Habt Ihr Euch die Optiken auch in Hinblick darauf angeschaut? Würde mich interessieren. Tatsächlich liebäugele ich wieder mit einem 24-70 statt dem jetzt 24-120 f4 .. Aber.. keines überzeugte mich bislang wirklich.

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