18.7.2016    39

Sigma 24mm f1.4 ART im Test // Review

18. Juli 2016 | Technik

Canon QuoVadis… 🙁 Schon wieder ein Post wo ich das schreiben muss und auf der einen Seite freut es mich, dass Hersteller wie Tamron und Sigma sich den Thron der Objektive erobern und andererseits fühle ich mich irgendwie von Canon herzhaft im Stich gelassen. Warum? Einfach mal den heutigen Test lesen.

ACHTUNG: Dieses Objektiv wurde uns für 5 Tage von Sigma Deutschland auf unsere Anfrage hin geliehen!

Weitwinkel und Porträt?

Ich bin Weitwinkel verrückt. Ja, Porträt und Weitwinkel gehen zusammen und das nicht erst seit der 35mm Euphorie. Ich finde Weitwinkel deswegen so besonders, weil es für mich Location, Umgebung, Szene und Stimmung mit dem Model verknüpft. Und etwas Schöneres kann es für mich nicht geben.

Wenn dann auf Vollformat noch eine entsprechende Unschärfe aufgrund einer hohen Blendenöffnung dazu kommt, dann ist der heilige Gral der Portraitfotografie für mich perfekt. Daher soll es heute um das 24mm Sigma Art gehen mit einer offensten Blende von 1:1.4. Und als Konkurrent haben wir dagegen das 24mm Canon L MARK 2! Also das aktuelle 24mm von Canon aus der L Serie.

canon-sigma-vergleich-test-24mm-weitwinkel-festbrennweite-24mm f1,4-schaerfe-fokus-2

Um auch kurz nochmals einen Einblick zu geben in die Weitwinkel-Portrait-Fotografie, habe ich drei Beispiele vorbereitet. Ich weiß sehr wohl, dass viele Fotografen die Fotos im Hochformat geschnitten hätten aber links und rechts vom Porträt kommt ja nicht nichts sondern eben die Location. Die Bilder vereinen Location und Model und stellen das Model eben trotzdem noch in den Vordergrund. Das Querformat wirkt übrigens auch sehr ähnlich unserem gewohnten Sehen. Daher empfinden wir derlei Querformataufnahmen auch als „natürlicher“.

2531_ISO 100_1-800 Sek. bei f - 1,4_24 mm_Canon EOS 5D Mark II_24mm_Manuell_IMG_0158_

Gerade beim nächsten Foto mit der untergehenden Sonne bringt die Location noch mehr Natürlichkeit ins Bild. Strickjacke, dann diese leicht gemischte Location mit dem Mix aus Urban und etwas zerfallen. Die spiegelnde Wasserpfütze im Hintergrund… alles um das Model herum verstärkt die Bildwirkung des Models.

2559_ISO 100_1-500 Sek. bei f - 1,4_24 mm_Canon EOS 5D Mark II_24mm_Manuell_IMG_0351_

Was den Abstand zum Model betrifft (viele Fotografen halten das ja für einen Grund gegen Weitwinkel in der Portraitfotografie), kann man sagen, dass man sich ungefähr 1m vom Model entfernt aufhält. Das ist jetzt absolut kein Grund gegen das Objektiv. Man kann natürlich näher ran, will man aber meistens nicht. Dann wird das Model wieder zu dominant im Bild. Unten auf dem Bild sieht man übrigens wie das Bild oben gemacht wurde und was der fotografierte Abstand war.

2539_ISO 100_1-500 Sek. bei f - 1,4_35 mm_Canon EOS 5D Mark II_35mm_Manuell_IMG_0187_

Jetzt-Schon-Fazit

Vorweg mein Fazit zum Objektiv. Rattenscharf und um Meilen besser als das Canon. Zudem noch günstiger! Aber auch nicht einfach zu fotografieren!

2555_ISO 100_1-500 Sek. bei f - 1,4_24 mm_Canon EOS 5D Mark II_24mm_Manuell_IMG_0306_2555_ISO 100_1-500 Sek. bei f - 1,4_24 mm_Canon EOS 5D Mark II_24mm_Manuell_IMG_0306_ Kopie

Wie geht man jetzt eigentlich an einen Objektivtest heran? Schließlich sind wir kein Prüflabor mit Laservermessungen und derlei Dingen. Ganz einfach, man vergleicht. Ich möchte es auch heute wieder offen und deutlich schreiben, auch wenn ich bereits zig male bei zig Reviews hier im Blog geschrieben habe. Es geht nicht um Laser-Messungen, es geht um die Erfahrung und praktische Bilder.

Wenn ich ein Objektiv einsetze für einen Blogbericht, dann achte ich gezielt auf Stärken und Schwächen. Ich versuche Objektive ans Limit zu bekommen. So bin ich natürlich absichtlich in die Gegenlicht-Situation oben gegangen. Bei Gegenlicht zeigt sich die Qualität eines Objektive. Sowohl was Fokus betrifft aber natürlich auch unter Gesichtspunkten der optischen Qualität.

canon-sigma-vergleich-test-24mm-weitwinkel-festbrennweite-24mm f1,4-schaerfe-fokus-5

Bei Weitwinkel-Objektiven achte ich gerade bei offenen Blenden um die f1.4 oder f2.0 herum extrem auf CAs und auf Randunschärfen. Ich verlange von einem modernen Objektiv für Kameras um die 50 Megapixel herum absolute Schärfe auf den Punkt und reduzierte optische Fehler. CAs lassen sich niemals ganz vermeiden, trotzdem ist es heute schon sehr gut möglich diese stark zu reduzieren. Zudem sollte die Bauart möglichst kompakt und leicht sein um den Kampf gegen die spiegellosen etwas ausgeglichener zu machen. Ich weiß, der Spiegelkasten kostet eben Platz aber was solls, was juckt in einem Krieg schon ob eine Partei einen begründeten Nachteil hat oder nicht? Nachteil ist Nachteil.

canon-sigma-vergleich-test-24mm-weitwinkel-festbrennweite-24mm f1,4-schaerfe-fokus-6

Das 24mm Canon L II ist übrigens unser Hausobjektiv und war bisher bei allen Weitwinkel-Einsätzen in Gebrauch. Ich hätte vor diesem Test niemals gesagt, dass das Objektiv einfach nur rotz ist. Aber lest einfach weiter und überzeugt euch selbst.

canon-sigma-vergleich-test-24mm-weitwinkel-festbrennweite-24mm f1,4-schaerfe-fokus-9

Wir haben nämlich zusätzlich zum Test oben einen wirklichen Test gemacht. Objektivtests kann man niemals am Model machen. Man kann in einem Fotoshooting fühlen und einschätzen wie ein Objektiv funktioniert aber die optische Qualität an einem Modelschuss fest zu machen ist kindisch. Das Model lebt, bewegt sich, ebenso die Kamera an meinem Auge… da sind einfach zu viele Unbekannte im Spiel.

Daher sind wir mit einer Sony Alpha 7rII auf einem soliden Stativ an eine Mauer gegangen, haben einen Bereich mit Malertape abgeklebt und haben valide Testreihen mit beiden Objektiven geschossen. Manuell über die 100% Vergrößerung wurde immer auf den identischen Punkt fokussiert. Dann wurden jeweils 5 Testfotos gemacht und bei jedem Testfoto wurde die Schärfe neu eingestellt. Das schärfste Foto aus dieser 5er Reihe wurde ausgewählt. Und das galt für beide Objektive. Fehlfokus, Verwackeln oder dergleichen waren also ausgeschlossen.

Die fertigen Bilder aus der Kamera als JPG gespeichert wurden dann hier für diesen Vergleich herangezogen. 42 Megapixel sind noch keine 50 aber sind auch keine 20 mehr. Die 7rII eignet sich vorzüglich als Testkamera.

canon-sony-vergleich-85mm-test-raw-jpg-schaerfe-l-vc-blende-1,2-1,4-2-2

Aus den Fotos wurden zwei Bereiche ausgewählt und zum Vergleich herangezogen. Die Mitte in die übrigens auch fokussiert wurde und dann der obere äußerste Bereich auf der rechten Seite. Auf dem nachfolgenden Foto sind beide Bereiche markiert.

00_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 1,4 ISO 400

Was kam raus?

Auf jeden Fall so verdammt krasse Unterschiede, dass wir lange vor den Bildern saßen und überlegt hatten, ob wir einen Fokusfehler vor uns hatten. Dann haben wir uns nochmals an alle Bilder gemacht und haben das selbe Ergebnis heraus zu bekommen. Wir haben viel probiert und trotzdem kam immer das Gleiche Ergebnis bei raus…

Wir haben überlegt ob unser Canon Objektiv einen Fehler hat, vielleicht mal auf den Boden gefallen ist? Dann haben wir uns von einem Kollegen ein anderes 24mm Canon L II ausgeliehen mit dem identischen Ergebnis!

Vielleicht hat uns Sigma ja auch DAS SCHÄRFSTE OBJEKTIV ALLER ZEITEN geschickt? Aber selbst dann dürfte das Canon doch nicht so abstürzen im direkten Vergleich.

Dann hatten wir überlegt, ob sich vielleicht das Licht geändert hatte… Blödsinn… es ist wie es ist… Sigma degradiert Canon wie Bayern München einen Kreisligaclub auseinander nehmen würde. Peinlich! Ich verkaufe offiziell mein 24mm von Canon! Wer will es haben?

Und dafür habe ich weit über 1000 € gezahlt??? Für sowas??? Ich kann es nicht glauben!!! Das Sigma ist wieder zurück bei Sigma aber ich kann hier sagen, lange gucke ich mir die Sache mit Canon nicht mehr an. 3000 € Objektive und die L Serie verkommt zu einer Zweitklassenreihe. Unverschämt! Und dann kommen Sigma und Tamron und zeigen wie es geht für den halben Preis!!! WHAT???

Wenn mich jemand fragt, welches 24mm? Dann sag ich Sigma, bei 24-105 sag ich Sigma, bei Filmen sag ich 24-70 von Tamron, wenn jemand nach 85mm fragt, dann sofort Tamron und bei schärfstem 50mm sofort das Sigma 50er… Beim „besten 50er“ das Tamron 45er… und so weiter und so fort. Alles nix mit Canon! Wenn jemand nen roten Ring will und Geld wie heu hat, dann sag ich nur noch Canon Objektiv…

01_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 1,4 ISO 400 (außen) 02_Sigma 24mm F1.4 Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 1,4 ISO 250 (außen)

01_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 1,4 ISO 400 02_Sigma 24mm F1.4 Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 1,4 ISO 250

03_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 1,6 ISO 500 04_Sigma 24mm F1.4 Sony Alpha 7rII 1-400 Sek. bei f - 1,6 ISO 250

05_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-500 Sek. bei f - 2,0 ISO 640 06_Sigma 24mm F1.4 Sony Alpha 7rII 1-400 Sek. bei f - 2,0 ISO 400

07_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-320 Sek. bei f - 2,8 ISO 800 08_Sigma 24mm F1.4 Sony Alpha 7rII 1-320 Sek. bei f - 2,8 ISO 640

09_Canon 24mm F1.4 L Sony Alpha 7rII 1-100 Sek. bei f - 8,0 ISO 1600 10_Sigma 24mm F1.4 Sony Alpha 7rII 1-125 Sek. bei f - 8,0 ISO 1600

Sicherlich könnte man mit USM Schärfen das Canon Ergebnis sehr nahe an das Sigma bringen. Vielleicht ist es ja auch der Sigma Effekt. Ich kenne viele Fotografen die mit dem Sigma 50er ihre Bilder einfach kaum noch nachschärfen während andere Objektive immer stark geschärft wurden. Kann alles sein. Fakt ist, die Bilder oben lügen nicht. Man sieht es mit eigenen Augen und ich kann auch verstehen wenn jemand das hier sieht und uns Pfusch oder irgend ein falsches Spiel unterstellt. Ich konnte die Ergebnisse selbst nicht glauben. Macht aber alles nichts dran ob ich es glaube oder nicht. Es ist Fakt. Und die lassen sich ganz schwer wegdiskutieren nur weil man es nicht so haben möchte.

Restlichen Fakten

Natürlich besteht ein Objektiv aus mehr als nur Schärfe. Da wäre die Haptik, die Bauart, die Verarbeitungsqualität, das so ominös gehandelte Bokeh und und und… Auch wenn die optischen Unterschiede das Bild des Canon so dermaßen trübt, muss ich leider gestehen, dass ich sonst nicht viele positive Faktoren für das Canon finden kann.

Die Bauart des Sigmas ist jetzt nicht schlecht und das Objektiv zerfällt auch nicht beim Benutzen. Die Verarbeitungsqualität ist meiner Meinung bei der Art Serie von Sigma den Canon L Linsen absolut ebenbürtig. Und das Bokeh finde ich bei einem 24mm Objektiv gar nicht sooooooo entscheidend wie bei Teleobjektiven. Trotzdem würde ich, wenn ich gefragt würde, keinen Bokeh Unterschied nennen. Das ist für mich zwischen dem L und dem Sigma Art einfach kein entscheidender Faktor.

AF-Geschwindigkeit könnte man noch anführen aber auch da… Das Canon Glas gewinnt dieses Rennen nicht. Auch wenn oft im Netz steht, dass das Sigma eine hohe Streurate hat. Ich hab jetzt auch einige Fehlfokus-Schüsse mit der Canon L Linse.

Ein Wort zum Abschluss

Weitwinkelobjektive sind niemals einfach zu fotografieren. Die mathematische Unschärfe ändert sich nicht durch die Brennweite sondern nur über den Abbildungsmaßstab (ANMERKUNG: Ok, sie ändert sich marginal in bestimmten Situationen!!! Aber für die Praxis ist das trotzdem eher unbedeutend!) . Das bedeutet, dass ein 24mm f1.4 bei gleicher Motivgröße genausoviel Schärfe oder Unschärfe hat wie ein 85mm f1.4. Nur ist man eben mit dem 24er viel näher dran! Und komischerweise bewegen sich viele Fotografen sehr stark beim Fokussiervorgang, teilweise noch mehr wenn geschwenkt wird. Das ist meistens verantwortlich für unscharfe Bilder mit einem offenblendigen Weitwinkel. Also daher mein Tipp. Einfach mal jemand beim Fotografieren dabei haben und der soll dann einfach mal auf die Bewegungen beim Fokussieren achten. Es gibt zwei wichtige Elemente für einen perfekten Fokus in der Portraitfotografie!

  1. Nie zu lange warten nach dem Anfokussieren. Je länger es dauert umso mehr bewegen sich Kamera als auch Model!
  2. Nach dem Anfokussieren steht die Kamera an der Stelle und wenn, dann schwenkt die Kamera. Sie bewegt sich aber keinen cm vor oder zurück!

So… in diesem Sinne! Ich hoffe ihr seid nicht alle so sprachlos wie ich und haut nochmals in die Kommentartasten. Oder gebt ein Like für den Beitrag!

Euer Martin

Kommentare (39)

39 thoughts on “Sigma 24mm f1.4 ART im Test // Review

  1. Hallo Martin,
    sehr beeindruckender Test aber…… Neben meinen Canon Kameras habe ich auch alle A7er aus dem Hause Sony und habe gedacht es wäre doch super einfach die große Anzahl von Canon Objektiven an der Sony, mangels vorhandener E-Mount Objektive, einfach zu adaptieren. Meiner Erfahrung nach brauche ich dir nicht zu beschreiben wie groß 1. die Auswahl an Adapter für eine solche Aufgabe ist und 2. wie groß die Unterschiede sind. Da du dich über den Adapter, den ihr für den Test herangezogen habt, nicht auslast möchte ich do fragen ob der Test, Objektiv mit Canon-Mount, nicht anders ausgefallen wäre wenn nicht noch ein Qualitätsbestimmendes Element in den Weg des Lichtes eingefügt wurde. Ich habe erfahren das ein Metabones Adapter, ein Sigma MC-11 mit dem gleichen Objektiven zu anderen Ergebnissen kommen. Mag sein das ein Objektiv welches so adaptiert wird dann leider nicht mehr objektiv ist. ;-). Schreibweise bewusst so gewählt.
    Gruß Bernhard

    1. Es war beides Male ein Metabones Adapter! Aber ich versteh nicht warum ein Adapter Qualitätsunterschiede in der Optik erzeugt? Das ist einzig und allein das herstellen eines höheren Auflagemaß. Du könntest das Objektiv auch in der Hand halten vor der Kamera im richtigen Abstand. Außerdem waren ja beide Objektive am selben Adapter. Also so ganz kapier ich die Logik deiner Anmerkung noch nicht. 1. Selber Adapter 2. Adapter macht optisch gar nix… Also wo genau ist das Problem? Das du mal gehört hast, dass jemand sagt, dass es da Unterschiede gibt? Erklärung? Warum? LG Martin

      1. Ein paar Anmerkungen zu den Adaptern. Rein physisch sorgen sie dafür das zwei unterschiedliche Kamera Anschlüsse an einem Fremdsystem angeschlossen werden können. Dann gibt es bei Metabones wie auch bei Sigma noch eine ich nenne es einfach mal Intelligens im Adapter die upgedatet werden kann und dadurch erst in die Lage versetzt wird der Kamera Daten der Optik mitzuteilen. Der MC 11 von Sigma geht sogar soweit das er durch eine kleine grüne LED anzeigt das er ein kompatibles Objektiv entdeckt hat. Nutze ich den MC-11 mit meinem 24-105 1:4 DG ART von Sigma ist alles bestens. Wechsle ich zum 24-105 von Canon wird es flau wie in deinem Test. montiere ich die beiden Objektive an meine Canon 5D MII oder 7D MII sind kaum noch Auffälligkeiten zu sehen. Will sagen selbst im manuellen modus haben die Adapter nicht nur eine mechanische Aufgabe zu erfüllen nein sie füttern die Kamera auch mit Daten und umgekehrt. Ich habe mir das Sigma 24-105 und einige andere nicht nur wegen des günstigeren Preise zugelegt sondern wegen dem Gesamteindruck und den Ergebnissen. Ich möchte mit meinen Ausführungen einen Denkanstoss zum Testaufbau geben der im ersten Schritt objektiv aussieht aber wenn du tiefer einsteigst doch recht unterschiedliche Bedingen für die Testkandidaten schafft.

        1. Hallo Bernhard, was du schreibst macht einfach keinen Sinn. Sorry schon jetzt für meine vielleicht hart klingenden Worte. Sind nicht so gemeint! Ich will nur etwas aufrütteln weil du jetzt schon Nr. 4 bist :-)! Du sagst, dass es rein physikalisch nichts machen darf und nur weil ein grünes Licht bei Sigma leuchtet, ist das Objektiv schärfer. Das war jetzt übertrieben formuliert. Bitte sage mir doch einfach mal warum der Adapter die Qualität reduzieren soll??? Und zwar bitte eine wirkliche physikalische Erklärung.

          NOCHMALS: Ein Spiegel-Auf-Spiegeladapter macht nix Anderes als den Spiegelkasten zu imitieren und damit das sog. Auflagemaß zu erhöhen. Er ändert an der Schärfe und Qualität des Objektives nichts. GAR NICHTS! Potentielle Fehler können sein, dass das Objektiv falsch aufliegt, schräg aufliegt oder ein Lichtloch entsteht. Wir haben den selben 500€ Metabones Adapter bei beiden Objektiven genutzt. Damit sind Fehler ausgeschlossen. Ob EXIF Daten an die Kamera übermittelt werden ist auch völlig WUMPE! Ich hätte das Objektiv in einem Balgen auch einfach vor das Objektiv halten können, das wäre genauso möglich gewesen.
          FAZIT! EIN ADAPTER ÄNDERT NIX AN OPTISCHER QUALITÄT UND EIN TEST MIT EIN UND DEMSELBEN ADAPTER IST FAIR!

          Wenn dein Objektiv einmal gut und einmal schlecht ist, dann wüsste ich nicht woher das kommt. Aber wie du selbst schon gesagt hast… Physik ist hier ausschlaggebend und gegen Naturwissenschaften kann man einfach nicht argumentieren mit „bei mir ist das anders“.

          Ich werde die nächsten Tests einfach mit der 5DSR machen aber das Ergebnis wird identisch sein. Auch für das 24mm gilt, dass es wirklich so ist…

          1. Martin sei doch mal ehrlich zu dir selber. Warum geht bei dem MC-11 und dem 24mm Sigma die grüne LED an und warum bleibt sie bei dem Canon aus? Ich kann dir das nicht beantworten aber als Techniker sagt mir das schon was. Sigma schreib ja selber in der Beschreibung das die grüne Lampe nur bei erkannten und unterstützten Objektiven an geht. Sonst bleibt sie halt aus und für mich, wenn ich auch einmal hart und unfair argumentieren darf, bedeutet das macht das Ding aufgrund seiner internen Intelligenz schon einen Unterschied! Denk mal an die Schummelsoftware in der Autos………

            Schönes Wochenende

          2. @BERNHARD Also da steige ich jetzt aus. Weil die grüne Leuchte leuchtet, ist das Objektiv schärfer… 🙂 Habs verstanden!

  2. Hallo Martin,

    ich freue mich, dass ich nicht allein sprachlos über die Leistung der aktuellen Sigma-Objektive bin.

    Aus irgend einem Grund bringt man mit Sigma oder auch mit Tamron immer nur billigen Kram in Verbindung. Das ist seit der ART-Serie allerdings alles andere als zutreffend!

    Ich hab auch das 24er an einer D800 und verstehe jedes mal die Welt nicht mehr wenn ich die Ergebnisse betrachte.

    Viele Grüße,
    Mö 😉

  3. Testet doch mal bitte das 20er aus der Art-Reihe.

    Das soll nochmal besser sein.

    Ich hoffe aber auch, dass Sigma hier nicht Schluss macht und neben dem erwarteten 85mm f/1.4 auch noch ein 14mm bringt. Vl. Mit f/2.0 um etwas besser zu sein wie Canons 14er. Wenn ich mich so reden höre, würde ich vl. für ein 85 f/1.0 Art mein 85L abgeben. ????

  4. Ach so: guter Test!

    Bin mit meinem 35 Art äußerst zufrieden.
    Vl. wird das 50 STM auch irgendwann durch ein 50er Art ergänzt.
    Das Canon dann für leichte Gepäck.

  5. Hallo Martin,
    testet doch bitte bei Gelegenheit beide Objektive auszugsweise nochmal kurz direkt an einer Canon, um die Sache mit einem möglichen Einfluss durch Adapter auszuschließen. Wäre aus meiner Sicht sehr hilfreich, danke.

    1. Der Adapter macht doch nix… ich finde es sogar verlässlicher! Besser als über 100% manuell zu fokussieren und zwar 5 mal in Folge neu, besser geht es nicht! Selbst mit AF einer Canon nicht!

  6. Ich finde es stark, wie Sigma und Tamron hier die Premiumhersteller (auch Nikon) in Grund und Boden stampft und das zum halben Preis. Falls ihr das 35 1.4 Art noch nicht habt: Holts euch und verkauft eure anderen 35er. Bei 24, 35 und 50 geht zur Zeit nichts über Sigma (hätte das selbst nie gedacht).

    1. Fast, das neue Canon 35/1.4ii ist in vielen Test als besser eingestuft. Weniger CAs, minimal schärfer, Spritzwasserschutz und wichtig für professionelle Hochzeitsfotografie: schneller und _zuverlässiger_ AF auch in schlechtem Licht. Das Problem mit den Sigmas ist meiner Erfahrung nach, dass der AF nicht so verlässlich ist (hierzu gibt es nicht nur meine sondern auch unzählige andere Meinungen). Sonys 35. 50, 85 1.4 Serie ist auch exzellent und ich bevorzuge diese vor den Sigmas.

  7. Hallo Martin,

    Danke für den interessanten TRest!!!

    Du schreibst u. a., „wenn jemand nach 85mm fragt, dann sofort Tamron …“. Hast Du mit dem neuen 85mm/1,8 gute Erfahrungen gemacht. Ich bin mit einem und der 5DsR gar nicht in den Fokus gekommen, zwei weitere konnten zwar mit der Feineinstellung der Kamera in den Autofokusbereich gebeamt werden, aber der Bereich der Schärfentiefe vor und hinter dem Schärfepunkt war so massiv unterschiedlich, dass es mit ganz und gar nicht gefiel und ich auf das neue Sigma 85mm ART warten will…

    Vielleicht war ich mit dem Tamron einfach zu früh dran und Du hast andere Erfahrungen gemacht…?

    Viele Grüße aus München

    Peter

  8. Als ich im Februar auf einem Workshop von Martin war habe ich meine 70D mit meinem 50mm Sigma Art dabei gehabt. Ich hatte unglaublich viele eigentlich alle Bilder mit einem falsch sitzenden Focus. Ich dachte das läge am Objektiv weil viele im Netz das selbe Problem haben. Das Problem ist aber der mittlere Focuspunkt der 70D der mit solchen lichtstarken Objektiven nicht funktioniert. Bin nun umgestiegen auf 6D und siehe da… der Hammer! Fantastisches Objektiv was mich dazu bewegt hat komplett auszubauen. Besitze inzwischen ( Versand war heute) das 20mm Art so wie das 35mm Art und das 50mm Art. Falls du Martin, ich habe mich auf deinen Workshop im Dezember angemeldet, und werde dort das 20mm auch dabei haben falls du dieses testen möchtest… freue mich schon darauf zu erfahren auf was ich beim porträtieren mit 20mm achten muss… 😉

  9. Hallo Martin,
    vielen Dank für den Bericht.
    Die Ergebnisse sind in der Tat schwer zu glauben. Jedoch zweifle eure Ehrlichkeit ausdrücklich nicht an! Ich verfolge den Blog schon lange und ich habe dich ja auch schon ein paar Mal persönlich (auf Workshops usw.) gesehen. Daher bin ich mir sicher, du bist darauf erpicht, im Blog keinen Mist zu schreiben und dich nicht als „Mietmaul“ für Sigma und Tamron herzugeben.
    Die Objektive von Sigma, aus der Art Serie, sind eben einfach geil! Ich nutze das 35er und das 50er. Beide sind super gut. Die AF- Einstellung per Sigma Dock, auf die eigene (DSLR-) Kamera war bei mir allerdings immer notwendig. Damit kann ich aber auf jeden Fall leben.
    Den WW-Portraitlook á la Ripke, André Josselin oder auch Lennart Bader finde ich super. Oft wirken diese Bilder sehr viel interessanter auf mich, weil man eben etwas von der Umgebung sehen/erahnen kann. Auch Paddy hat auf seinem Blog einen tollen Bericht zum 24er Sigma mit mega guten Ergebnissen aus New York.
    Das 24er von Sigma hatte ich bisher noch nicht in der Hand. Wird aber bestimmt noch nachgeholt 🙂 Übrigens sind u. a. diese guten Sigma Objektive ein Grund dafür, warum ich überhaupt noch mit einer (Nikon) DSLR fotografiere. Ich nutze nebenher auch noch Fuji und bin von dem System immens begeistert. Irgendwie hänge ich aber am vollformatigen Bildlook, zumindest für einige Situationen. Fuji bietet mit dem 16mm f1.4 Objektiv eines der aller, aller besten WW Objektive überhaupt an (meine Meinung). Leider ist der o. g. Bildlook nicht mit dieser Kombi zu erreichen. Zumindest nicht 1:1.
    Hattest du das Fuji 16mm mal in der Hand?
    Mach doch mal einen Vergleich mit dem Sigma (da kaufst du dir doch bestimmt 😉 ).
    VG aus Dreieich
    Leon

  10. Hi Martin,

    auf den Bildern sehe ich ganz klar Schärfevorteile beim Sigma. Auch der Kontrast ist höher. Nun, das sind genau die zwei Kriterien, auf die Sigma angeblich die Objektive designed. Allerdings sind Kontrast und Schärfe nicht alles bei einem guten Objektiv. Farbdarstellung, Übergänge von Schärfe zu Unschärfe, Vergütung oder Gewicht, Verarbeitung, Größe… spielen halt auch eine Rolle. Da sehe ich jetzt in Deinem Review keine direkten Vergleichsbilder (außer Größe), nur die offenbar guten Ergebnisse vom Sigma.

    Ich finde es schade, dass aktuell so sehr auf Schärfe und Kontrast geschaut wird und die anderen Parameter in den Hintergrund rücken. Aber da kann ja jeder individuell seine Schwerpunkte setzen.

    LG,
    Peter

  11. ich wollte mir das 16-35 4L canon holen, aber wenn die qualität so mittelmässig ist, überlege ich mir das, vor allem bei eur 900+/- etwas… was würdet ihr mir für genannte brennweite empfehlen? brauch es für landschaftsfotographie.

    danke,

    gruß harald

      1. Viel Spaß beim benutzen dieses „Glasblocks“und vor allem bei der Verwendung von Filtern. Sorry, wer das Tamron dem ef 16 35/ f4 als Landschaftsobjektiv vorzieht … Hat ne MEGA Tamron/Sigma Rosarotbrille auf der Nase.

  12. Sehr interessantes Ergebnis!!!!

    Ich möchte nur auf eine Besonderheit hinweisen: ich steige immer mehr von meiner Canon 5dii auf MFT um, da mir die kleinere Kamera und die viel kleinere und leichtere Ausrüstung sehr zusagt. Da man manchmal aber doch lange und lichtstarke Linsen braucht und die eigentlich fast immer gleich ausfallen, wollte ich das 2,8/70-200 IS II an meine Olympus adaptieren. Monsterkombination, aber für spezielle Fälle sicherlich eine gute Kombi.

    Mit manuellem Adapter macht es keinen Spaß, also habe ich mir vor ein paar Wochen den Kipon Electronic AF Adapter besorgt. Er überträgt AF, Blende, EXIF und sogar der Stabi geht! Fühlt sich gut an und im Sucher top Ergebnis.
    Am Rechner dann die große Enttäuschung, über 90 % nicht richtig scharf! Also angefangen nach Ursachen gesucht und schnell fündig geworden: der AF sitzt nicht richtig. Eswird immer einen Tick daneben fokussiert, sieht im Ergbnis aus, wie mit dem Canon 24 hier.
    Keine Ahnung wie das geht, da der AF meiner Oly rein Kontrastbasiert ist, somit gibt es eigentlich keinen Front- oder Backfokus wie beim PhasenAF. Trotzdem konnte ich durch manuelles Nachfokussieren wesentlich bessere Ergebnisse bekommen. Das Canon wäre an dem 16MP Sensor mit Crop 2,0 der Hammer, wenn der Af sitzen würde. Mit keinem der Originalobjektive habe ich sowas bisher erlebt.

    Woran es jetzt im Detail liegt kann ich noch nicht sagen. Ihr solltet aber bei den Tests unbedingt manuell fokussieren. Es geht ja zuerst darum, was die Linse kann. Der AF könnte durch Adapterwechsel ja noch anders ausfallen.

    Lg
    Reinhard

  13. Gleich vorweg, die folgende Frage ist wirklich ernst und nicht ketzerisch gemeint:
    Wenn eine 5DSR vorhanden ist, warum adaptiert man dann EF-Gläser zum Testen an eine Sony?
    Das habt ihr ja vermutlich nicht aus Langeweile oder Faulheit so entschieden, nur wiel die A7 vielleicht zufällig näher war 😉

  14. 24/1.4 oder 2.8

    Was ist jetzt nochmal der Unterschied? Wenn ich anstatt dem Sigma jetzt mein Nikkor 24-70 verwende für ähnliche Aufnahmen. Die Brennweite wäre ja die selbe nur der Hintergrund ist etwas schärfer. Wenn ihr jetzt schreibt.. „ja der ganze Bildlook ist viel schöner und vom Bokeh her sowieso“.
    Aber rein vom Objekt/Model ändert sich doch nichts oder. Und geht es nicht eher darum?

    Ist nicht negativ gemeint, mich würde nur eure Meinung interessieren. Bin ja mit meinem Sigma 35 Art auch sehr zufrieden.

    Gruß Hendrik

    1. Festbrennweite und Zoom ist wie Äpfel und Birnen. Wenn du mich jetzt fragst ob beides Obst ist… KLAR… 24mm gleich 24mm… aber das ist trotzdem kein Vergleich. Gerade wenn das Objektiv einige Jahre auf dem Buckel hat.

  15. „Die mathematische Unschärfe ändert sich nicht durch die Brennweite sondern nur über den Abbildungsmaßstab.“
    Auch wenn das ein wenig kleinkariert klingt, die Aussage ist nicht ganz korrekt. Wie in den Formeln (12) und (13) des folgenden Beitrags
    http://toothwalker.org/optics/dofderivation.html
    gezeigt, ist die Brennweite ein Teil der Tiefenschärfe. Die Aussage ist dann gültig falls das Produkt aus COC und Blendenzahl durch Brennweite viel kleiner als die Vergrößerung M ist.

    1. Ok, ERWISCHT… ich hab das auch mal ausgerechnet… die Änderung zwischen 50 und 200mm waren irgendwas von 2% mehr Unschärfe… 🙂 Und das weißt du… 🙂

  16. Das ließt sich einfach Klasse und entspricht genau dem was ich sonst so über die Linse gelesen habe. Ein ehrlicher Test eines überragenden Objektives. Ich komm wohl nicht drum herum, ich muss es haben :D. Ich hätte allerdings nicht gedacht das die Unterschiede zum Canon so heftig ausfallen, immerhin hört oder ließt man sonst nur, das die Canon 24mm Linse grandios sei. Aber wie du schon sagtest, es ist so wie es ist :D. Vor der Entwicklung von Sigma und auch Tamron der letzten Jahre kann man nur den Hut ziehen. Chapeau.

    Gruß Christian

  17. Hallo,

    verwende an meiner d5 und d4s meist das Sigma 50 mm 1,4, Sigma 35 mm 1,4 und das Sigma 150-600 s.
    Bin von diesen Objektiven total begeistert. Was die Schärfe anbelangt wesentlich schärfer als meine Nikon Objektive. Auch ist der Autofokus und die Verarbeitung top.
    LG Manfred

  18. Irgendwie habe ich zweifel den Test so akzeptieren zu können.
    Mag sein das das Sigma besser ist, hätte ich auch kein Problem damit.
    Nur habe ich selten so einen Matsch von einem Canon II dieser Baureihe gesehen.
    Es kommt mir so extrem Matsch vor das es schon schlechter aussieht als die Bilder meines xx Jahren alten 50 1.8 das noch hier rum liegt.
    Wenn ihr mal die möglichkeit habt. Versucht einfach mal für die interessierten hier das auf einer Canonkamera zu wiederholen.
    Und einfach zum Verständniss: Ich habe kein Problem wenn das Sigma schärfer ist.
    Ich habe nur ein Problem das das Canon so sehr Matsch bei dem Test Produziert..

  19. Danke! Schnelle Antwort!! Sieht aber nicht aus wie eine Ledzilla und die Wattzahl passt da auch nicht. Sorry für meine Beharrlichkeit, aber mich interessiert genau das: Dauerlicht outdoor bei Tageslicht 😉

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