12.10.2012    9

LIGHTROOM4: DIE 5-STERNE BEWERTUNGSFALLE

12. Oktober 2012 | Photoshop Lightroom

Heute gibt es ein wichtiges Tutorial für alle Lightroom-Bildbearbeitungsnutzer. Ok, ist sogar wichtig egal ob Lightroom oder sonst ein Programm verwendet wird. Denn wir alle müssen gute Fotos von schlechten Fotos trennen und wir alle arbeiten dabei mit einem mehr oder weniger identischen Prinzip der Konkretisierung.

Und genau darum geht es denn es wird euch viel viel Zeit und Mühe sparen, wenn ihr es von vorne rein so macht, wie wir es euch gleich in diesem Beitrag raten.

Wir gehen an eine große Masse an Fotos und sortieren ersteinmal die fehlerhaften und kaputten Fotos heraus. Dann fangen wir an die besonderen Shots zu markieren. Und dann reduzieren wir die übrig gebliebenen Fotos immer weiter bis die finalen Shots über bleiben.

Und heute soll es um einen Fehler gehen, den viele Fotografen auf lange Zeit gesehen machen. Aber dazu gleich noch mehr.

Fangen wir in einem kurzen Speed-Mode bei der Sortierung an. Mit der Markierung arbeiten wir, um Fotos rauszuwerfen und ganz besondere Shots vorabzumarkieren.

LightroomTrick

LightroomTrick

Die Markierungen kann man anhand der kleinen Flaggen erkennen.

Als zweiter Schritt folgt dann sofort die Farb- und die Sternmarkierung.

LightroomTrick

LightroomTrick

Jeder muss für sich eine gewisse Systematik aufbauen. Wie er Sterne und Farben nutzt. Unseren Vorschlag haben wir ja bereits gebracht und darüber gibt es auch ein entsprechendes Videotutorial.

ACHTUNG: UNSER YOUTUBE-LEHRVIDEO-CHANNELITUNES PODCAST

Soooooo 100% richtig war das nicht. (Was nicht so richtig war, das versteht ihr gleich!) Damals waren wir aber noch nicht soooo schlau. Ich hoffe ihr verzeiht, dass unsere Erfahrungen auch wachsen und sich verändern. Zurück zum eigentlichen Beitrag und der Thematik der „5-Sterne-Bewertungsfalle“. Dieser Beitrag, der hat nämlich einen lustigen Moment als Hintergrund. Wir wurden letztens gefragt, ob wir nicht für einen Bericht über uns, die besten von uns gemachten Fotos schicken könnten. Klar, dachten wir uns… kein Problem, Lightroom angeworfen, gaaanze Platten von früher wurden importiert auf der Suche nach „den besten Fotos“ und plötzlich war die Überraschung echt groß…

Gefunden wurden von alle Bewertungen in Sternform folgende Verteilung:

  • 3 % mit 1 Stern
  • 7 % mit 2 Stern
  • 15 % mit 3 Stern
  • 14 % mit 4 Stern
  • 61 % mit 5 Stern

Ihr erkennt das Problem??? 🙂 Wir waren einfach nur aufgeschmissen. Wir hatten einfach ewig lange falsch bewertet… Im Endeffekt hatten wir suuuuper viel beste Fotos gemacht und konnten die Arbeit von vorne anfangen.

LightroomTrick

LightroomTrick

LightroomTrick

LightroomTrick

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Was ist also die Quintessenz? Bitte seid so gut und verteilt die Sterne von unter herauf.

Es sollte folgende Verteilung vorherrschen.

  • 1% mit 5 Stern
  • 5 % mit 4 Stern
  • 40 % mit 3 Stern
  • REST mit 2 und 1 Stern
Wieviele beste Fotos wollt uhr denn haben? Wieviele allerbeste Shots gibt es denn? Bei uns gibt es die meisten 3 Stern-Fotos. Damit haben wir 3 Runden der Aussortierung. Also 1 Stern, 2 Sterne und dann final 3 Sterne. 4 Sterne sind schon ab sofort besondere Fotos und 5 sind nur noch die Wahnsinns-Bomben-Fotos!
Vergesst nicht, in Lightroom gibt es zusätzlich zu den Sternen noch die Farbmarkierungen…

LightroomTrick

Lightroom gibt es übrigens in der Version 4 schon ab 129 € Adobe Photoshop Lightroom 4 WIN & MAC*. Übrigens war das mit Sterne-Problem bei uns natürlich kritisch und falsch. Es war in der Situation blöde und wir mussten viel Arbeit per Hand machen. Aber in der täglichen Arbeit ist das Problem nicht sooooo extrem bei uns, weil wir nach Abschluss eines Projekts wirklich alle Daten final backupen und verschieben.

Trotzdem, seitdem machen wir es anders! Besser! Wartet einfach bis jemand euch fragt: „Mach doch mal eine Slideshow mit deinen besten Fotos morgen Abend.“ 🙂 PROST!

LG Martin & Marc

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Kommentare (9)

9 thoughts on “LIGHTROOM4: DIE 5-STERNE BEWERTUNGSFALLE

  1. Ich habe schon seit langem das Problem mit der für mich richtigen Sortierung und Bewertung meiner Bilder. dann denkt man das ist die beste Idee, arbeitet so eine Zeit und dann. stellt man fest das was gestern noch in Ordnung war ist heute nicht mehr passend. Gerade bei den Besten ist das so. wasletztes Jahr noch 5 Sterne war ist Vlt heute nur noch 3. Das ist ein nicht enden wollender Prozess, wie das Fotografieren an sich. Danke für die guten Tipps und Inspirationen !

  2. Hey…..hat das mit dem HSS Kurzzeitblitz Beitrag mit dem Yongnuo YN622C nichts gebracht…war er euch etwa „peinlich“…oder was?

    Denn ihr hat ihn ja (leider) rausgenommen:

    http://www.krolop-gerst.com/blog/technical-tutorial/yongnuo-622-supersync-preview/

    PS: der LR Beitag ist schon gut aber:

    Ich bin da etwas radikaler:

    „ALLES RAUS WAS KEINE MIETE ZAHLT!!!!“

    (ich lösche ALLE Bilder die mir nicht gefallen!)

    Da gibt es keine Sterne…..die schlechten Bilder „sehen höchstens Sterne“ 😉

  3. Hey, ich erkenne mich wieder 🙂

    Den gleichen Prozess habe ich auch schon durchlaufen, nachdem meine Festplatte mit Bildern vollgemüllt war, die ich nie wieder brauchte. Das Aufräumen nach folgendem Muster hat mich etwa ein Wochenende für 2011/2012 gekostet. Mein System heute ist wie folgt:

    Ich habe folgende Ordnerstruktur: Thema/Jahr/NameModel/Arbeitsordner
    ?Arbeitsordner? sind eigentlich drei Unterordner: raw/bearbeitet/abgelehnt

    Also z.B.: People/2012/DeniseMuster/raw

    Wenn ich mehrere Shootings pro Jahr mit einem Model habe, lege ich im ?raw? noch Unterordner an (z.B. Juni, Oktober). Das muss aber nicht sein. Auch im ?bearbeitet? Ordner habe ich mit jpeg und psd zwei Unterordner. Muss auch nicht sein, ich hab´s halt gern strukturiert 🙂

    Die Sortierung läuft nach folgendem Muster:
    1. Alle schlechten Bilder (unscharf, Augenlider auf halb acht?) als abgelehnt markieren (Taste x). Das geht recht flott. Ziel: max. 100 übrig. Also nicht zu zaghaft sein (bei mir kommen ca. 250 ? 400 Bilder pro Shooting zusammen).
    2. Alle abgelehnten Bilder in den Ordner ?abgelehnt? verschieben und am Ende des Prozesses löschen.
    3. Die 100 (oder weniger) restlichen noch einmal durchsehen und die guten mit einem Stern versehen..
    4. Dann alle 1 Stern Bilder je Set (z.B. Outfit 1 vor Weiß) markieren und in der Übersicht (Taste N) ansehen. Das sind meist 5-10 Bilder.
    5. Aus diesen 5-10 pro Set die besten mit 2 Sternen versehen. Das für alle Sets wiederholen.
    6. In der Rasteransicht alle 2 Sterne Fotos markieren und nochmal durchgehen. Die besten mit drei Sternen bewerten (Ziel: max. 10)
    7. Je nachdem, ob ich das Model gut kenne oder nicht, gebe ich schon mal nach dem Shooting unbearbeitete Bilder zur Auswahl mit (ja Martin, ich weiß…;-)). Die Auswahl des Models (max. 5) wird dann mit Lila markiert.
    8. Am Ende des Jahres nehme ich mir die Zeit und gehe alle drei Sterne Bilder nochmal durch und suche meine Favoriten des Jahres -> 4 Sterne.
    9. Die, die ich dann in 70x100cm ausdrucken lasse werden noch „rot“ markiert.So habe ich noch Luft bei den Sternen und auch bei den Farben.

    Bei ca. 30 Shootings pro Jahr sind es so ca. 200-300 Bilder, die um Weihnachten herum nochmal in Ruhe begutachtet und mit etwas Abstand betrachtet in die Hitliste kommen oder nicht. Bei mehr als 30 Shootings pro Jahr ist das sicher unpraktikabel und sollte daher vielleicht einmal am Ende des Monats oder des Quartals gemacht werden.

    Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen hier?

    VG
    Peter

  4. @Peter

    Hi,

    ich arbeite nach der selben Ordnerstruktur wie Du mit einem kleine Unterschied. Ich numeriere den RAW-Ordner und bleibe bei Deinem Beispiel:

    z.B.: People/2012/DeniseMuster/RAW_01

    Ein zweites Shooting:

    z.B.: People/2012/DeniseMuster/RAW_02

    Auch wenns bei einem Model nur bei einem Shooting bleibt heißt der letzte Ordner RAW_01.

    Die zugehörigen PSD’s kommen in PSD01, die bearbeiteten Jpegs in BEARBEITET_01.

    Die verkleinerten „Kunden“-Bilder kommen in VORAB_01

    Alles mit Endung „_01“ gehört zum Shooting 01, alles mit „_02“ zum folgenden Shooting, und so weiter.

    Auf diese Weise erkenne ich allein schon aus der Ordnerstruktur, wieviele Shootings ich mit einem Model / Projekt gemacht habe. Zum andere kenne ich sofort die bearbeiteten PSD’s und bearbeiteten Jpegs.

    Und für jede Jahr eine eigene externe Platte.

    Mit der Markierung der Bilder habe ich noch nicht das gelbe vom Ei für mich gefunden.

    LG Stephan

  5. witzig, ich habe immer schon so bewertet, wie es sein soll – wahrscheinlich einfach aus der logik heraus, dass man mit „0“, jegliche stern-wertung wieder rückgängig machen kann. deshalb sind in meinem katalog wirklich nur die absoluten bomben-fotos mit 5sternen vergeben 🙂

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