23.2.2015    37

SONY ALPHA 7S… WENN TECHNIK DIE FOTOGRAFIE VERÄNDERN KANN

23. Februar 2015 | Lichtführung und setzung

Dieser Beitrag ist zwar nach einer konkreten Kamera betitelt, geht aber im Inhalt um die Denkweise welche dahinter steckt. Wie sicherlich jedem Blogleser aufgefallen ist, hinken wir mit unseren Kamera-Vorstellungen und Tests immer etwas den anderen Blogs und Feeds hinterher. Das hat den Grund, dass wir nicht nur einfach „hier ist etwas Neues“ schreiben wollen, sondern dass wir wissen müssen, über was wir da überhaupt schreiben. Eine Kamera ist wie ein Auto, man kann zwar im ersten Moment sagen ob es cool ausschaut oder ob es fährt, aber man muss schon viele Runden auf der Rennstrecke verbracht haben, um wirklich die Grenzen und die Fähigkeiten einer Karre zu kennen. Genauso ist es eben auch mit Kameras. Im Falle der Sony 7s, wir hatten die Tage ja schon über die Kamera generell geschrieben, tat sich eine Besonderheit auf mit der wir nie gerechnet hätten. Dafür mussten wir aber unzählige Fotos machen und nur mal kurz einmal in die Hand nehmen, ein kleines Minishooting und dann groß über die Kamera erzählen, das wäre lächerlich. Genau daher kommt auch die dubios-großspurige Aussage über „DIE FOTOGRAFIE“ im Titel und wir können dahinter stehen, dass es sich wirklich so verhält.

Natürlich verändert sich „DIE FOTOGRAFIE“ nicht einfach so… Das Rad wurde eben schon erfunden und komplett neu erfinden kann man es eben auch nicht. ABER, in jeder Entwicklung gibt es Sprünge. Evolution kann schleichend sein oder eben sprunghaft und bei der Sony Alpha 7s haben wir für uns so einen Sprung festgestellt. Da sich Sensoren über die Zeit immer weiter verbessern werden, wird die in diesem Beitrag beschriebene Art von Fotografie immer weiter zunehmen.

Was genau ist aber denn jetzt der Stein des Anstoßes und der Ursprung der Veränderung? Die Sony Kamera zeichnet sich durch besondere Aspekte aus. Im Grunde genommen könnte man es aber auch extrem reduzieren und die 7s als „Vollformatkamera mit wenig Megapixel dafür aber extrem guten ISO-Werten“ bezeichnen. Die ISO-Werte sind dabei sooooooo exorbitant gut, dass man beim Lesen der Datenblätter schon erblassen mag. Jeder muss weiterhin entscheiden wie viele MP er für seine Zwecke und seine Ansprüche braucht und haben möchte, ich bin weiterhin der Meinung dass 12 MP im Endformat völlig genial sind, 18-20 MP für etwas Schnitt und Drumherumfleisch wären perfekt. ISO finde ich jedoch jederzeit wichtiger als Auflösung. War bringen 50 Megapixel wenn ich a) nur Rauschen sehe oder b) gar kein Foto machen kann weil es zu wenig Licht gibt.

Anfänglich hatten wir uns noch gefragt, wozu man solche ISO-Werte denn überhaupt brauchen könnte. Aktuelle Kameras liefern doch vorzügliche Ergebnisse bis ISO3200 oder gar ISO6400, warum braucht man denn dann überhaupt noch mehr? Doch im Laufe unzähliger Fotoshootings haben wir uns vom Gegenteil nicht nur überzeugen lassen, sondern sind förmlich süchtig nach LOW LIGHT geworden.

Unsere ersten Fotoshootings mit der Sony 7s hatten wir gezielt in die tiefe dunkle Nacht gelegt. Schade dass gerade so kalt ist und kaum jemand ohne Erfrierungen in der Nacht draußen aushält, aber das ändert sich ja wieder bald.  Nichts desto trotz hatten wir am Anfang keinen anderen Einfall als die Kamera in der Nacht zu nutzen. Uns ging es im Endeffekt um die ISO-Werte, das Rauschen und das Fokussieren in wirklicher Finsternis. Herausgekommen sind einfach abgefahrene Fotos ohne die Verwendung von Blitzlicht oder sonstigen Lichtquellen.

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An dieser Stelle muss man dazu sagen, dass LOW LIGHT nicht gleich LOW LIGHT sein muss. Es gibt viele Stellen in der Nacht, die durch von Menschenhand aufgestellte Strahler erhellt werden. Teilweise gibt es Stellen in der Nacht, die so hell sind, dass man auch mit jeder normalen Kamera dort problemlos fotografieren könnte.

Ich kann an dieser Stelle aber garantieren, dass wir genau solche Stellen vermieden haben. Alle Bilder oben wurden an Plätzen aufgenommen, an denen wir selbst nicht mehr wirklich sehen konnten. Jeder vor Ort ist mehrfach gestolpert weil unsere eigenen Augen nicht mehr genug Licht auf dem Boden erkennen konnten. Die Lichtquellen auf den Fotos oben sind teilweise ganz normale 60W Glühbirnen, wirken aber auf dem fertigen Foto wie 1000W Strahler :-)…

Aufgenommen wurden diese Fotos bei ISO51200 bis 204800 jeweils bei einer Belichtungszeit von um die 1/80 oder 1/100 frei aus der Hand mit einem 55mm Objektiv bei f1.8.

Besonders interessant, bei diesen Shootings in der Nacht, war die Erfahrung wie überlegen die Kamera anderen Kameras aktuell ist. Wir hatten nämlich die vorzügliche Idee unsere Mark III mit 85mm 1.2 Objektiv als eine Art Konkurrenz und Vergleichskamera zu nutzen und mussten beim ersten Foto schon feststellen, dass weder der Fokus bei f1.2 in der Nacht in der Lage war zu treffen noch, dass die Ergebnisse ansatzweise vom Rauschen erträglich waren. Wir haben 2-3 Minuten probiert und haben die Canon dann wieder eingepackt. In den nachfolgenden Shootings hatten wir dann die Canon gar nicht mehr dabei!

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Anhand der Fotos oben kann man schon erkennen, was sich in der Fotografie aktuell tut. Bisher war Fotografie beschränkt. Entweder auf Tageslicht von der Sonne oder eben zusätzliches Licht durch Blitze oder Leuchten. Es gab eine Grenze an Helligkeit, an der unser Auge zwar noch in der Lage ist zu sehen, aber die Kamera von uns eben eingepackt wurde.

Mit der Sony 7s verschiebt sich diese Grenze endlich über das hinaus, was das Auge in der Lage ist zu sehen. Bei einer gezielt langen „Hand-Belichtungszeit“ um die 1/80s bei f1.8 erlauben die ISO-Werte der Sony mehr auf das Bild zu nehmen als das eigene Auge in der Lage ist zu erkennen. Ok, vielleicht sind wir bei KG alle nachtblind, aber die Sony sieht mehr als wir!

Aufnahmen wie oben sind plötzlich ohne Hilfslicht möglich. Keine großen Strahler oder andere Aufbauten, es kann plötzlich in mit den kleinsten Lichtquellen fotografiert werden. Und genau das ist der erste Quantensprung in der Fotografie. Die Nacht wird vollumfänglich für Fotografen nutzbar aber nicht nur die Nacht sondern auch Kerzenlicht und und und.

Angefixt von den ersten Fotos haben wir einfach unseren Mut zusammengenommen und haben ein weiteres Shooting mit der Sony gemacht. Allerdings wurde dabei nur Dauerlicht in Form einer Nachttischlampe genutzt. Sieht zwar etwas komisch aus eine Nachttischlampe hochfrontal über die Kamera zu halten, aber die Ergebnisse sind einfach wow…

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Hinter diesen Fotos steckt ein wahrer Quantensprung. Nämlich die Erkenntnis, dass plötzlich Lichtquellen valide für Fotografen werden, die bisher keine Option waren. Leuchten die bisher zu schwach waren, werden plötzlich verwendbar. Während man vor 20 Jahren noch 3000Ws als Blitzlicht nutzen musste um die ISO50 bei f16 zu füllen, kann man jetzt ein ähnliches Bild mit 100W Glühbirne machen… Ok, das ist arg kranker Vergleich, aber ich möchte an dieser Stelle lieber etwas über- als untertreiben.

Neuerdings werden kleine und „schwache“ Lichtquellen nutzbar. 🙂 Und mit der Sony 7s kann man ein kleines LED Licht nicht nur als direktes HeadLight sondern auch indirekt über eine Wand oder in einem Schirm nutzen.

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Ich werde noch echt zum Dauerleuchter-Anti-Blitzer. 🙂 Alle nachfolgenden Fotos wurden mit Dauerlicht und ohne Blitzlicht gemacht. Allesamt mit der Sony 7s und dabei finden sich Ganzkörperaufnahmen so wie Portraits. Der Profi-Ausleuchter aus Köln wird das nicht erstaunlich finden, aber wir Fotografen kennen auch die gängigen Leuchten-Preise. Im Falle der nachfolgenden Fotos haben wir günstige LED-Lampen verwendet bzw. meistens sogar das Einstelllicht der Blitzköpfe selbst!

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LED Leuchten werden gemeinsam mit dem ISO-Rausch moderner Kameras immer nutzbarer für die Fotografie. Früher musste man das Model Schmelzen oder Totblenden, heute braucht man das ganze Licht nicht mehr.

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Der Look der Fotos ist anders, die Bildwirkung viel weniger aggressiv als beim Blitzlicht. Viel berauschender sind aber die Möglichkeiten in dieser Veränderung. Denn dahinter steckt, dass wir weniger teure Zusatzausrüstung brauchen. Wir können mit weniger Licht arbeiten und können länger und öfters Fotos machen. Wo man sich heute vielleicht noch fragt, ob das Licht reicht, da ist das Foto plötzlich ohne Probleme machbar.

Szenen und Fotos können in der Zukunft wieder realistischer werden, weil weniger zusätzliches Kunstlicht benötigt wird. Fotografen müssen weniger Aufwand betreiben und können trotzdem solide Ergebnisse abgeben. Aktuell frage ich mich immer doppelt und dreifach was ich genau mitnehmen muss für das Shooting mit der Sony 7s. Meistens endet es dann mit einem oder zwei einfachen LED-Panels in der Tasche. Es ist so erfrischend und anders.

Unsere Sichtweise ist dabei sogar noch relativ eindimensional. Wir fotografieren Menschen! Die Kamera verändert sicherlich andere Bereiche noch mehr. In letzter Zeit sehe ich immer mehr Aufnahmen der Sterne, der Milchstraße. Im Endeffekt ist diese Entwicklung wie der HDR-Hype. Es gibt Dinge, die kann man anders eben nicht fotografieren und genau darin liegt der Reiz. Auch in der Konzert oder Partyfotografie wird die Kamera neue Bilder erzeugen. Bilder wie wir sie noch nicht kennen in der Fotografie.

Wir sind gespannt wie ihr das seht. Immerhin werden die zukünftigen Sensoren sicherlich auch immer besser und besser werden. ISO wird nicht mehr das einschränkende Element von heute bleiben, sondern Grenzen öffnen.

Liebe Grüße

Martin & Marc

Kommentare (37)

37 thoughts on “SONY ALPHA 7S… WENN TECHNIK DIE FOTOGRAFIE VERÄNDERN KANN

  1. Es ist natürlich eine unglaubliche Entwicklung. Die Möglichkeiten die sich mit solchen Leistungen ergeben sind unglaublich.
    Aber wenn wir mal etwas nüchterner auf die Entwicklung sehen (aus der Sicht eines Hobbyfuzzies, der nur „normale“ Menschen fotografiert) ist es cool, aber nicht so, dass man es unbedingt braucht. Klar, bisschen weniger Gepäck wäre schon geil. Aber so viel nehme ich momentan auch nicht mit. Ich komm mit meiner 6D nicht mal in die Bereiche der ISO Zahlen über 3200. Mag sein, dass sich das ändern wird. Kann auch sein, dass ich nicht in die Bereiche komme, weil ich es von vornherein schon weiß, dass es eben nicht möglich ist.
    Trotzdem ist es eine echt klasse Entwicklung mit einer unglaublichen Leistung seitens Sony!

  2. Moin zusammen,
    danke für den Artikel. Dieser hat mich in meiner Entscheidung noch einmal bestätigt.
    Ich werde mich dieses Jahr selbstständig im Bereich der Fotografie machen. Was habe ich mir tagelang bzw. wochenlang den Kopf zerschmettert über das Kamerasystem. Nikon? Canon? Sony?
    Nach einer simplen Pro-Contra-Liste und nach Testaufnahmen war für mich klar: Es werden die Sony 7r und die Sony 7s. Preis-Leistung ist für mich einfach im Moment unschlagbar…und zum Glück werden ja noch Objektive folgen. Was für mich wirklich eins der wichtigeren Kaufargumente waren, ist genau diese Isoleistung. Da ich im Bereich Hochzeit tätig sein möchte ist das, gepaart mit der lautlosen Auslösung,natürlich ein richtiger Hammer. Da kann dann auch kein Pastor mehr über das ständige Klicken meckern 😉

  3. Hallo,
    genialer Artikel – vielen Dank dafür! Die Bilder sehen echt genial für die ISO-Werte aus. Woran liegt es eigentlich im Detail, dass manche Kameras mittlerweile extreme Iso-Werte haben und manche nur bis 6400?

    Ich bin mittlerweile am Testen einer Olympus.. man merkt einfach das immer mehr Richtung Systemkamera gehen..

    LG aus Wien

  4. Aus der Seele gesprochen. Genau so bin ich dazu gekommen, die Fotografie für mich neu zu entdecken. Zuerst privat, dann beruflich. Ich habe mittler Weile sogar meinen Canon-Kram verkauft und bin komplett auf so ein Lowlight Monster umgestiegen. Ich nutze wieder manuelle Linsen, jede mit ganz besonderen Eigenarten und fantastischen Abbildungsmöglichkeiten. Plötzlich habe ich eine „Immer Dabei Kamera“, die ich im Studio – aber nun auch noch viel lieber draußen nutzen kann. Mein Outdoor Equipment passt plötzlich in ein Köfferchen und statt einer Anzahl großer Blitze habe ich 2 bis 3 LED Dauerlichter dabei. Es ist fast, als hätte ich grad mit dem Fotografieren begonnen – nur viel besser!
    In diesem Sinne – allen viel Spaß beim „Neuentdecken“….!

  5. Wow, sehr interessant!
    Ich nutze momentan eine 2000 Lumen LED schon mal in einer kleinen 60er Softbox und das reicht oft schon, aber nach eurem Posting hier könnte ich sie mit der Sony auch in eine 120X80 cm oder eine große Octagon reinpacken um eine extrem mobile Lichtquelle zu haben.
    Danke fürs posten.

  6. Danke erstmal, dass ihr euch immer die Zeit nehmt um Dinge richtig zu testen, und nicht einfach so ein kurzes Review macht, ja ist neu kann dieses und jenes, und das wars dann. Ihr steckt da wirklich Mühe. Liebe und viel Zeit rein, und wie man sieht lassen sich tolle Ergebnisse zaubern.
    Bei dem Foto mit der Dame hinter dem Lkw-anhänger(?) kam in mir die Frage auf, ob als Lichtquelle die 3 Bremsleuchten eines Pkws in 2-3 Metern abstand ausreichen würden!? Man hätte zwar so einen rot/orangen Ton in der Aufnahme, aber wenn es zum Rest passt, wär dass vielleicht mal eine Idee.
    VG und macht weiter so

  7. *saugeil*

    Einfach mal tolle Bilder mit wirklich wenig Licht.
    Ich bin mal gespannt, wann / ob es eine 7s II mit eingebautem Wackeldackel und besser platziertem Auslöser geben wird.
    Da könnte ich dann echt schwach werden.
    In Verbindung mit dem Speedmaster 50 f0.95 muss das ja der Hammer sein.
    Habt ihr das zufällig auch probiert?

  8. Hallo liebes KG Team
    Ein wirklich sehr sehr interessanter Beitrag dein Du geschrieben hast! Echt mega Klasse!
    Ich bin sehr gespannt wo die sich die Fotografie hinbewegen wird ob wir irgendwann komplett in Dauerlicht umsteigen werden und
    weniger mit viel Blitzlicht Equipment herum rennen. Ich selber bin noch nicht zur Sony umgestiegen da ich vor einem guten Jahr in eine neue Kamera Investiert habe, doch wenn ich in die Zukunft schaue denke ich mir auch einen Systemwechsel vorziehe. Denn die Sony 7s ist wirklich eine mega Kamera. Da könnte sich manch ein Karma Hersteller eine gute Scheibe davon Abschneiden.
    Ich möchte mich bedanken für euern Beitrag richtig klasse eure Bilder finde ich echt mega fett! Richtig klasse!
    Einige Bilder erinnern mich so an die klassische Analoge Fotografie;)

  9. Das ist einfach nur gigantisch, was man da von euch zu sehen bekommt. Da, kommt man aus dem staunen nicht mehr heraus. Selbst die Bilder, die ein sichtbares Rauschen in sich tragen, sind in ihrer Ansicht noch was besonders. Das geht in Richtung – Filmqualität, denn dort hat man diese bewusst eingesetzt. Da bin ich mal gespannt wie die Neue von Pentax (Vollformat) die in diesem Jahr auf den Markt kommt, wenn sie sich auch in diesen ISO-Werten verhält, denn Sie soll mit einem Sonysensor bestückt sein. Wenn das so ist, dann geht, auch bei mir das Fotografien in ein neues Jahrhundert. Eure Begeisterung kann man nur Teilen.

  10. Moin,
    auch auf die Gefahr hin von den K&G Followern gesteinigt zu werden: ich finde einige der Beispielbilder matschig. Und ich persönlich kam noch nie in die Not bei völliger Dunkelheit zu fotografieren… Ich sehe nur eine Anwendung bei ruhigen Szenen ohne Überraschung, d.h. bei der Trauung oder einem Konzert mit klassischer Musik. Für plötzliche Ereignisse ist mir der Autofokus zu langsam.
    Grüße
    Konstantin

    1. Weit von einer Steinigung entfernt, jeder muss ja seinen eigenen Weg finden.

      Aber Dein Einwand geht meiner Meinung nach an der Sache vorbei. 1. „Matschig“ ist reine Geschmackssache – geschenkt.

      2. Aber für mich ist der faszinierende Aspekt an der Sache, dass man in jeder gegebenen Lichtsituation 3 Möglichkeiten hat:

    2. Also lieber Konstantin, ich bin auch K&G Follower und steinige dich nicht, sondern stimme dir 100%ig zu!
      Ich verstehe ehrlich gesagt den ganzen Hype nicht!
      Natürlich sehe ich die Fortschritte in der Technik und die enorme Lichtempfindlichkeit usw.
      Aber mit einem Model gehe ich z.B. nicht in die Dunkelheit wo ich selbst nichts mehr sehen kann, die würden ja Angst kriegen 😀
      Auch sonst kann ich prima Langzeitbelichtungen machen wenn es zu dunkel ist usw….
      Ich denke es ist eher was für Hobbyfotografen und Urlaubsfotografen, die sich nicht speziell auf ein shooting vorbereiten wollen, sondern in möglichst jeder Situation knipsen wollen.

      Die Bilder jedenfalls überzeugen mich von der Qualität her überhaupt nicht

    3. Ich würde es dann mal mit der manuellen Scharfstellung und dem Peaking versuchen, dass geht sehr gut konzentriert und nicht einfach den vergleichsweise ungenauen AF draufhalten!

  11. als ich die Kamera das erste Mal sah, dachte ich wow, das ist ja echt super cool, da kann man sich ja Nachts das Stativ sparen. Und was ich bei dir so lese kommt das hin. Die Bilder sind schon Klasse und das nur leichte Rauschen in ein paar Bildern wirkt auch noch richtig gut. Leider ist es aber so, das ich mich schon davor für die Fuji X-E2 entschieden hatte welche bis ISO 12800 und leichten Abstrichen ISO 25600 auch ganz nette Bilder produziert. Diese Kamera ist mir auch richtig ans Herz gewachsen, so das ich im Moment keinen Grund sehe wieder das System zu wechseln. Sollte ich mal ein paar Tausender übrig haben, dann könnte ich mir diese Kamera durchaus zusätzlich vorstellen 😉

  12. Hier wird niemand gesteinigt 🙂

    Aber meiner Ansicht nach trifft Dein Einwand nicht den Punkt, in zweierlei Hinsicht:

    1. „Matschig“ ist Geschmackssache, muss jeder selbst entscheiden. Ändert aber nichts an der eigentlichen Aussage

    2. In jeder (Licht-) Situation hat man 3 Möglichkeiten:

    a. Auf jeden Fall ein Bild machen können
    b. Vielleicht ein Bild machen können
    c. Kein Bild machen können

    Der Beitrag beschreibt Situationen, wo man bisher zwischen b und c entschieden hat, und jetzt zwischen a und b. Mich fasziniert das. Und ein besserer AF und Stabi werden die Grenzen zwischen b und c noch weiter verschieben.

  13. Nach ein paar Jahren Focus auf „available light“ bin ich -lesetechnisch und mit Selbstversuchen- mal in die Blitz-Scene hinüber gewechselt. Von aussen betrachtet hat mich in den Recherchen die geführte Licht-Material-Schlacht sehr schwer beeindruckt und nun freue mich, dass auch dort der Weg in die richtige Richtung engeschlagen wird. Leichteres Gepäck, mehr Kreativität bei perfekten Fotos. Das ist er eigentliche Fortschritt! Weiter so!

  14. die 7s würde mich schon wahnsinnig reizen. Ich fotografier unheimlich gerne abends/nachts in Städten, Architektur, Schaufenster, Portrait etc..
    Hab bislang eine 100D, eine 5DII und Lichtstarke Gläser oder mit IS.
    Haben wollen ganz klar, finanzielle Mittel dafür nein. Ich hab derzeit einfach keine Lust meine ganzen Objektive loszuwerden. Diese sind auch nicht mehr soo wertstabil wie sie mal waren. Ich hoffe mal das Canon mal was vergleichbares rausbringt. Bin gerade von der 100D als 2. Body sehr begeistert, aber nach unten fehlt was. Die bisherige EOS-M sagt mir gar nicht zu.

  15. Wow,

    schöner Beitrag und sehr interessant. Ich muss sagen angefangen in der professionellen Fotografie bin ich mit viel Blitzlicht, und mittlerweile wird es immer weniger. Ich liebe das natürliche Licht und die weiche Ausleuchtung. Neben euren Beispielen sehe ich es auch als Revolution in der Hochzeitsfotografie. Man stelle sich einen riesen Dom vor, der na, ja wie jede Kirche eher atmosphärisch beleuchtet ist und kann bei ISO ISO51200 bis 204800 arbeiten. Einerseits zerstört man die Lichtstimmung der Kirche nicht und hat korrekt belichtete Bilder vom Brautpaar ohne harte Schatten und/oder abfallendes Licht.

    So wird die Sony 7s vielleicht wirklich eine interessante Alternative! Ist wirklich eine Revolution der Fotografie in Aussicht? Entweder DSLR Kameras mit einer wahnsinns Lichtausbeute und bestechenden Bildern bei hohen ISO-Werten und spiegellose Rivalen zur DSLR. Hmmm….es wird auf jeden Fall spannend in den nächsten Jahren.

    1. Durch den Spiegelreflexsucher der D750 steht man bei dieser Art von Aufnahmen total im Dunkeln! Das funktioniert nur mit einem elektronischen Sucher z.B. der Sony A7s!

    2. Ich besitze die Nikon D750 und habe vorgestern die A7s mit 55mm f1,8er Zeiss und 24-70 f4 Zeiss ausgeliehen ( reizte mich schon ne weile ). Ich habe kein Labor und bin auch kein Profi, habe aber trotzdem ein paar Vergleichsaufnahmen gemacht. Ich behaupte die D750 kann locker bis zu ISO 51200 mit der A7s mithalten. Klar…die A7s kann bei viel weniger licht Fokussieren, aaaber durch den elektronischen Sucher (Verzögerung) geht das auch nur mit statischen Motiven…sich bewegender Hund im schwach beleuchteten Wohnzimmer habe ich nicht hinbekommen. Die D750 hat einen Bomben Autofokus der mit relativ wenig Licht noch gut ( und schnell ) funktioniert und dann ist sie im Rauschen noch sooo gut bis ISO 51200…..die A7s ist sicher ein tolles Gerät, aber kommt für mich nicht in frage…mir reicht ISO 51200…alles was höher ist….naja Geschmackssache. Bin gespannt ob noch jemand diesen Vergleich gemacht hat…oder macht…würde mich Interessieren!

  16. Wenn man schon schummelt, sollte man es richtig machen und die Exif entfernen. Solche Berichte nimmt man nicht ernst wenn bei den Beispielbildern Canon 5D Mark II und Mark III in der Exif steht.

    1. Oh, welche Fotos… dann war das mein Fehler… Sorry, bei so vielen Fotos kann das passieren. Welche Fotos wurden mit Mark II und Mark III gemacht?

      1. @MICHAEL Hab gerade alle Bilder durchgesucht. 2 Studioshots ohne HighIso waren vertauscht. Einmal Canon, einmal Fuji… da hast du Recht. Auch wenn ich es unschön finde, dass du uns direkt schummeln vorwirfst. Haben wir irgendwie deinen Zorn verdient oder warum gleich so aggressiv? Ich habe die Bilder ausgetauscht mit den entsprechenden Sony Shots. Sollte jetzt alles stimmig sein.

    2. Solche Aufnahmen kann man, pfeif‘ auf EXIF, weil man ja so gut wie nichts sehen kann, mit der Canon 5DMkII oder III nicht machen, geschweige scharf fokussieren! Der AF der Canon’s geht da wohl völlig unter!

  17. Als jahrelanger Sonynutzer freue ich mich natürlich abseits der sonst üblichen C&N Beiträge auch positives über die Marke SONY zu lesen. Umso mehr, als dass ich selber vor der Wahl neuer Kameras für meine Verwendungszwecke stehe. Und hier liegt die Krux.

    Die Kamera A7s und die A7r sind unbestritten wahre Spezialisten für die Portrait, Landscape (A7r) und zum FIlmen (A7s) und in den Bereichen über jeden Zweifel erhaben. Sie bieten jedoch meiner Ansicht nach zwei nicht zu negierende Nachteile. Zum einen ist der Autofokus bei schnellen Motiven nur brauchbar, wenn mit dem LA-EA4 Adapter für die alten A-Mount Objektive (dann mit der A99 vergleichbar) gearbeitet wird. Dann habe ich aber wieder viel Gewicht und verliere damit die Handlichkeit. Zum anderen gibt es momentan nur wenig brauchbare Linsen auf dem Markt. Klar ist das 55 1.8 Otus ein tolles Teil und auch die anderen Zeiss Linsen sind superb. Dennoch bedient Sony bisher im E-Mount den 1.4er Blendenbereich nicht. Wenn man radikal freistellen möchte (Bokeh Bokeh Bokeh 🙂 ), bietet sich hier nichts ausser ggf Drittanbieter Linsen wie Leica oder C&N per Adapter an.

    Willsagen:
    Einer muss den Anfang machen, wenn es um innovative neue Konzepte geht und das ist auch gut so. Wer aber auf Hochzeiten oder der Sportfotografie trotzdem noch auf einen schnellen Autofokus und gutes Freistellen angewiesen ist, wird weiterhin zu A99, A77II oder vergleichbare Modelle wie 5D Mark III, D4s oder D810 greifen.

    PS:
    Wer aber noch etwas Geduld hat, wird die noch für 2015 erwarteten A99 II, A9 oder A7rII erwarten können. Lassen wir uns überraschen, was da noch kommen wird.

    1. Der gute Mann ist nicht ganz auf dem letzten Stand informiert, als ein 1,4er Objektiv, kommt demnächst ein SONY/ZEISS FE AF Distagon 1,4/35mm! Nicht mit dem ZM 1,4/35mm zu verwechseln, dass speziell für die LEICA’s gerechnet wurde!

  18. Hat was von einem Film-Kamera Look. Finde ich echt Klasse! Endlich mal ein „sauberes“ Rauschen ohne hässliche Flecken.
    Wenn die Kamera jetzt nur nicht so unheimlich teuer wäre…

  19. Danke für den sehr guten Bericht über die SONY A7s! Ich habe „nur“ eine A7 und bin doch sehr erstaunt, was ich damit mit meinem SONY G FE 4/70-200mm OSS Zoomobjektiv mit hohen ISO-Einstellungen aus der Hand noch fotografieren kann. Das geht mit der A7s natürlich noch weitaus besser, aber das was da die A7 schon kann, reicht mir völlig aus. Dabei ist nicht zu vergessen, es geht ja auch per Adapter mit fast allen „Fremdobjektiven“ mit der erstaunlichen „Peaking-Mode“! Einfach nur erste Sahne!

  20. Auf der Suche nach einer guten Digitalkamera für meinen Fitness-Blog, wurde ich von einem Verkäufer des Fotofachgeschäfts Calumet (München) auf diesen Artikel hingewiesen. Die Sony Alpha 7s scheint die perfekte Digitalkamera für meine YouTube Fitness-Videos zu sein.

    Schneidet die Panasonic Lumix GH4 in der Videoqualität ähnlich ab? Wäre für mich auf jeden Fall eine günstigere Alternative…

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