1.6.2013    4

LICHTSETZUNG: LICHTWIRKUNG

1. Juni 2013 | Lichtführung und setzung

Irgendwie passt das gerade zu unserem Aufenthalt in Zingst. Weil wir uns selbst bei herrlichem Sonnenlicht am Strand befinden, gibt es heute auch ein Tutorial vom Strand. Wir haben zwar auch viele neue Dinge hier fotografiert und gefilmt, kommen aber gar nicht mehr dazu die so schnell fertig zu machen. Das wird wieder einige Wochen brauchen 🙂 Kennt uns ja… Daher ein anderes Strandfoto in der Hoffnung dass die Sonne in Deutschland uns bald auch wieder ähnliche Gegebenheiten schenkt.

Heute geht es um Licht und die Bildwirkung von verschiedenen Lichtpositionen. Wie oft hier im Blog zu lesen lautet die Devise Lichtposition geht vor Lichtformung. Denn während die Lichtformung „nur“ Schattenverläufe und Lichter ändern, sorgt die Position der Lichtquelle für den Bildlook. Wo ich meine Lichtquelle im Raum positionieren bestimmt nämlich z.B. ob oder wie viel Schatten zu sehen ist und wo der Schatten im Bild liegt. Erst dann kann man über die Formung die Lichtart anpassen und das Bild perfektionieren.

Fotografiert haben wir daher am Strand mit eine kleinen Blitzgenerator mit maximal 400Ws und einer mickrigen 40x40cm Softbox. Leonie war unser bezauberndes Modell und die Location war ein Teil des Strandes mit bezaubernden Felsen.

Am Anfang wollen wir einfach mal schauen, wie unterschiedlich eine Blitzcharakteristik sein kann und welche groben Unterschiede es gibt. Positioniert haben wir den Blitz leicht oberhalb des Kopfes und dann einmal mit der Kamera fotografiert und einmal seitlich schräg zum Modell.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Beide Fotos sind zwar identisch belichtet aber ergeben ein komplett anderen Bildlook und Lichtsprache.

TECHNICAL Vergleich FotosTECHNICAL Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

Eine seitliche Position der Lichtquelle führt zu hoher Tiefe und Dreidimensionalität. Gleichzeitig kann man aber beim Blick auf das Bild erkennen, dass das Licht sehr distanziert wird. Damit ist jetzt nicht die Lichtwirkung gemeint sondern die Bildwirkung. Das Bild wirkt schön ausgeleuchtet aber das Licht stellt keine direkte Verbindung zum Modell her. Ganz anders das frontale Licht der Kamera. Auf dem Bild der linken Seite kann man erkennen, dass eine frontale Ausleuchtung eine sehr starke Verbindung zum Model aufbaut. Das Licht ist so direkt, dass es förmlich zurück aus dem Bild springt ins Auge springt. Vergleicht mal beide Fotos und ihr sehr direkt den Unterschied. Das Bild links ist deutlich penetranter von der Lichtwirkung:

MERKE: Direktes Licht mit der Kamera wirkt sehr viel aggressiver auf den Bildbetrachter.

Steigern können wir diese Aggressivität nur noch durch ein weiteres Annähern an die Kamera. Auch das haben wir gemacht. Sämtliche Einstellungen sind identisch geblieben, nur die Lichtquelle hat sich der Kamera angenähert.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Und wow, der Unterschied der 50-60cm ist extrem sichtbar. Das Bild wirkt unglaublich direkt und penetrant…

TECHNICAL Vergleich FotosTECHNICAL Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

Beim Thema Licht gibt es für jede Lichtposition eine Lichtsprache / Lichtwirkung. Je direkter das Licht mit der Kamera kommt, umso aggressiver ist auch der Look. Und mit Aggressivität meine ich, dass die Lichtwirkung eben umgekehrt zurück aus dem Bild kommt.

Probiert es aus, überlegt euch mal vorab welche Wirkung ein Bild haben soll und wie das Licht dazu passend gesetzt werden muss. Folgt keinen Regeln oder Büchern sondern überlegt einfach mal probeweise anhand der Lichtwirkung. Indirekt gibt eben einen indirekten Look, direkt und frontal ebenso einen harten Frontallook.

Martin (& Marc)

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Kommentare (4)

4 thoughts on “LICHTSETZUNG: LICHTWIRKUNG

  1. …. und wird wie öfters, erst durch ein geschriebenes und danach veröffentlichtes Kommentar sichtbar…daran muss noch gearbeitet werden….

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