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LICHTSETUP: RINGBLITZ ANTIKONTRAST & KONTRAST

2. Oktober 2013 | Lichtsetups

Ringblitze sind einfach nur extrem cool. Sie sind besonders und haben einfach einen grandios seltenen Look. Wir haben schon oft über das Thema RINGBLITZ geschrieben. Kurzfassung: Ein sonst nicht so vorkommendes Licht mit einer extrem frontalen Charakteristik ohne groß sichtbare Schattenwürfe.

Das Ringblitz wird von Fotografen in verschiedenen Situationen eingesetzt. Einmal als pures Führungslicht und sonst auch sehr oft als Aufhelllicht für Schattenverläufe rund um das Führungslicht. Ein Ringblitz ist aber mehr als ein einfaches Haudrauflicht. Anmachen und losfotografieren ist nicht. Das Ringblitz braucht ein gewisses KnowHow um gute Fotos damit zu machen. Und daher sprechen wir an dieser Stelle einfach mal über die Möglichkeiten das Foto mit dem Licht des Ringblitzes zu optimieren. Für das nachfolgende Foto nutzen wir einen Broncolor Ringblitz. Der Ringblitz von Broncolor ist mit einer der wenigen Ringblitze überhaupt, die auch zusätzlich über ein starkes Dauerlicht verfügen. Dazu aber später nochmals mehr. Erstmal geht es nur um den Ringblitz.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Der Ringblitz erzeugt keine wirklich sichtbaren Schattenwürfe. Das kommt daher, weil der Ring um das Objektiv den Schatten genau dorthin wirft, wo das Objektiv „nicht hingucken kann“. Das Motiv verdeckt den Schatten den der Ringblitz erzeugt und der Schatten ist daher nicht sichtbar auf dem Bild zu sehen. Und dazu kommt, dass ein möglicher seitlicher Schattenwurf über den jeweils gegenüberliegenden Lichtpunkt auf dem Ringblitz reduziert wird.

Das Licht aus dem Ringblitz wird oft als super toll und spannend und dann gleichzeitig auch oft als total langweilig und tot beschrieben. Platt, frontal und ohne richtige Tiefe.

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Und jetzt kommen die Ringblitz-Tips und Tricks.

1. Tendenziell eher im Weitwinkel als im Telebereich fotografieren! Denn der Weitwinkel reduziert die Tiefe im Bild noch zusätzlich. Um den Raum zu zeigen auf dem Foto sollten Boden, Winkel, Kanten und Verläufe zu erkennen sein. Das ist viel deutlicher auf einem WW-Bild zu sehen. Mitunter die schönste Brennweite ist zwischen 35 und 50mm (unsere Meinung!)

2. Versuchen den Raum zu staffeln! Natürlich kann man das Modell direkt vor die Wand stellen aber schöner ist es, wenn der Raum auch in der Tiefe auf dem Bild ist. Daher lieber etwas Platz zwischen Modell und Hintergrund lassen! Das verursacht einen Helligkeitsverlauf und der verdeutlicht visuell die Tiefe im Bild.

3. Kontraste suchen! Wenn das Licht schon direkt, frontal und platt ist, dann sollte wenigstens das Motiv wild und voller Kontraste sein. Die schönsten Bilder mit Ringblitz gleichen das „langweilige-schattenlose“ Licht durch Bildkontraste wieder aus.

Auf dem nachfolgenden Bild sehr ihr alle 3 Elemente vereint.

TECHNICAL Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

1. Ein leichter Verlauf auf dem Boden hin zum Schrank im Hintergrund zeigt die Tiefe. Die fehlenden Kontraste fallen durch die vielen Bildkontraste weniger auf und der relative Weitwinkel zeigt auch genügend vom Bild um die Elemente überhaupt sehen zu können.

TECHNICAL Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

Viel extremer wird der Look im noch stärkeren Weitwinkel sichtbar. Dort wird der Verlauf auf dem Boden stärker, das Chaos größer und die Kontraste höher. Dann kann das Ringblitzlicht seine wirkliche Stärke heraus lassen.

Probiert es aus. Dann ist nämlich Schluss mit plattem, langweiligem Ringblitzlicht.

Fotografiert haben wir mit einem 24-70mm Objektiv, Einstellungen waren f16 bei ISO100 bei 1/160s.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Martin & Marc

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Kommentare (7)

7 thoughts on “LICHTSETUP: RINGBLITZ ANTIKONTRAST & KONTRAST

  1. Servus,

    sehr interessanter Artikel. Aber sehe ich das richtig, dass ich den Ringblitz nur mit einem Porty betreiben kann? Oder gibts da auch eine „stationäre“ Lösung? Auf die Schnelle hab ich da nichts gefunden…

    Beste Grüße

    Johannes

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