5.12.2010    9

LICHTSETUP: SUMMER THOUGHTS

5. Dezember 2010 | Lichtsetups

Boah… das ist gerade echt ar…kalt. Geht garnicht was da draußen in der Natur gerade so temperaturtechnisch abgeht. Von daher brauchen wir ein paar sonnige Gedanken und ich habe das richtige Setup für euch. Übrigens sehe ich gerade, dass wir schon bei Setup 38 angekommen sind. Das ist ganz schön viel geworden in 2 Jahren. Und wer hier an dieser Stelle nicht alle 38 Setups kennt, der soll gefälligst jetzt sofort die restlichen Beiträge aus der SETUP-KATEGORIE durcharbeiten.

So, kommen wir zum Thema. Das Foto wurde gemacht vor 2 Jahren auf der schönen Insel Texel im wunderbaren Holland. Damals waren wir mit Christian (auf dem ersten MOF-Foto rechts außen) unterwegs und haben den Preview zum Ranger Q gedreht. Und natürlich haben wir auch sonst noch Fotos gemacht. Und ein Foto davon entstand in den letzten Minuten eines kühlen Sommentages. Schaut euch erst einmal das finale Foto an, damit ihr auch wisst, worüber wir sprechen.Wir haben eine Doppelcollage gemacht um gleich zwei unterschiedliche Ausleuchtungen zu zeigen.

TECHNICAL Vergleich Fotos

 

– click on image to enlarge –

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das Foto wurde mit einem kleinen Q belichtet und aufgrund des Windes und der absolut minimalen Restleistung am Ende des Tages im Akku des Qs haben wir auch auch einen weichen Lichtformer verzichtet. Umso wichtiger ist die korrekte Positionierung des Blitzes,

Je kleiner/härter eure Lichtquelle ist, umso mehr muss die Position der Lichtquelle stimmen. Ansonsten entstehen hässliche Schattenwürfe und „falsche“ Ausleuchtungseindrücke.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Und weil die Position so extrem wichtig ist, gibt es zwei Möglichkeiten der Lichtsetzung.

  1. Einmal kann das Licht wirklich statisch gesetzt werden. GESETZT!!! Mit einem Stativ kann ich die Position des Lichts dann ganz genau kontrollieren und bestimmen. Damit habe ich größtmögliche Kontrolle über die Position der Lichtquelle.
  2. Leider ist aber das Modell kein Steinklotz sondern bewegt sich und post. Und genau da ist der Haken. Die zweite Möglichkeit ist also das Licht in der Hand zu halten und sich helfen zu lassen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Wichtig in dieser Situation sind folgende Punkte.

  • Die helfende Hand sollte wissen was sie tut! Fotografische Laien machen oft mehr Probleme als zu helfen.
  • Die Charakteristik sollte vorher zwischen Mann an der Kamera und dahinter abgesprochen sein. Es muss klar definiert werden wie das Licht aussehen soll damit das menschliche Stativ weiß, wie die Lichtquelle z.B. dem Blick des Modells folgen soll. Möglichkeiten wären z.B. die Höhe und der Winkel zu Nase oder die Position zur Sonne im HG… usw.
  • Es sollten „Minikommandos“ abgesprochen sein um die wichtigsten Änderungen an das Stativ zu übermitteln. Stärke und Position müssen super schnell angepasst werden.
  • Und der wichtigste Punkt überhaupt. Man muss das Display ignorieren können und trotz der Tatsache, dass jedes Foto evtl. etwas anders ausschaut, muss man darauf vertrauen was man tut bzw. es wissen. Man darf nicht das Modell vergessen und nur noch auf das Display starren.
  • Wenn man dann mal auf das Display der Kamera schaut, dann muss man die Fähigkeit haben innerhalb von kürzester Zeit Fehler zu entdecken. Normalerweise nutzen wir die normale Rückschauzeit von 2s!

SETUP HOW TO Tutorial Photo

In der hier vorherrschenden Situation haben wir uns auf eine Höhe von ca. 70-80cm über der Kamera entschieden. Damit der Look nicht zu kontrastlos erscheint hilft das Wegbringen der Lichtquelle von der Kamera.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Wir wissen ja alle, dass bei gleichbleibender Entfernung der Lichtquelle zum Modell auch die Lichtstärke der Licthquelle auf dem Motiv gleich bleibt. Von daher ergibt sich die Tatsache, dass sich das Stativ frei bewegen kann aber eben nur in einem Kreis mit gleichbleibender Entfernung um das Modell herum bewegen darf.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

So, das war es schon an Besonderheiten. Ihr werdet sehen, dass es nicht so schwer ist, wie es anfangs erscheint. Aber durch die komplett freie Position des Lichtes kann man sich viel viel besser an ein posendes Modell anpassen. Ein großer Fehler vieler Fotografen ist nämlich dass sie die Position des Lichts zwar haarfein einstellen und ausrichten, das Modell aber Purzelbäume schlagen darf.

Oft sind es nur wenige Grad im Winkel der Nase zur Lichtquelle die zwischen GUT und BÖSE unterscheiden. Und genau darauf kann man dann nicht mehr reagieren.

An dieser Stelle auch noch die grundlegenden Infos zu den Einstellungen. Ihr seid ja unser Gekritzel schon gewöhnt! Viel Spaß! 🙂 Ihr seht, es waren ganz normale Kamerawerte. Kein besonderes Objektiv, kein maximalen ISO-Werte…

SETUP HOW TO Tutorial Photo

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Auf dem linken finalen Shot sieht man deutlich, wie das Licht bei einer hochfrontalen Position der Lichtquelle genau über der Kamera ausschaut, beim Shot auf der rechten Seite hat sich Marc seitlich im Kreis nach links bewegt und somit die Schatten etwas auf die rechte Seite projiziert.

TECHNICAL Vergleich Fotos

 

– click on image to enlarge –

Probiert es auch. Man braucht nicht immer ein Stativ und wenn man etwas geübt ist, kommt man an Shots die sonst nicht zu erreichen sind. Oder auch an Orte die sonst nur schwer zugänglich wären.

Gruß und Schluss für heute!

Martin

Kommentare (9)

9 thoughts on “LICHTSETUP: SUMMER THOUGHTS

  1. hey martin 🙂
    danke für diesen post. ist wirklich gut, mal solche bilder zu sehen damit man nicht ganz vergisst es gibt auch wieder einen sommer 😉 weiter so!
    liebe grüße
    simon

  2. Wieder sehr gelungener Artikel.Aber eine Frage bleibt mir.Was wären denn hier „hässliche Schattenwürfe“ und falsche Ausleuchtungseindrücke?

    LG Jan

    1. Du hast völlig Recht Jan, wir müssen anfangen FALSCHE FOTOS zu zeigen. Aber das ist echt nicht leicht für mich, falsche Fotos zu zeigen. Nicht weil ich keine mache, ganz im Gegenteil. Aber ist doch ein komisches Gefühl „schlechte“ Fotos zu zeigen! 🙂

  3. Das kann ich echt gut nachvollziehen.Hätte auch ein komisches Gefühl, Bilder online zu stellen, hinter denen ich nicht stehe. Zumal hier ja auch bestimmt viele englischsprachige Leute den Blog verfolgen, die den Kontext bei deutschen Texten dann nicht verstehen und aufgrund dieser Bilder auf eure photographischen Fähigkeiten schließen könnten…

    Naja, aber wenn ich euch richtig verstehe gibt es ja auch keine falsche Ausleuchtung,sondern nur situationsbedingte falsche Ausleuchtung.

    Zb. Licht von unten oder „Totenkopfaugen“ können in bestimmten Situationen stimmig sein.

    Das wiederum finde ich dann meist eine subjektive Einschätzung.Wenn man das linke Bild oben, intuitiv und aus der Sicht eines Laien betrachtet, dürften doch die Schatten an der Seite/bzw hinter dem Model nicht sein,da diese durch die Sonne belichtet würden?!Wenn man jedoch weiss wie das Photo entstanden ist(vordere Lichtquelle stärker) machts wieder Sinn…

    Naja genug meiner gedanklichen Verwirrungen;-)! Danke für die Rückmeldung und macht weiter so!

    LG Jan

  4. Waauw!! Super setup tutorial!

    Ich wollte die andere tutorials nochmal ‚durcharbeiten‘ aber tutorial 1 bis 3 sind verschwunden. 🙁

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