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LICHTSETUP: DAUERLICHT FOREVER II

15. November 2010 | Lichtsetups

Im ersten Teil des Setup-Postes ging es um folgenden Shot. Der erste Teil kann HIER nachgelesen werden. Das war das finale Foto.

TECHNICAL Vergleich Fotos

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Als kleine Erinnnerung: Es wurde gemacht in der Blendenvorwahl/Zeitautomatik bei f2.8 und hat dabei in einer Belichtungszeit um die 1/1000s resultiert. Ungefähr! Natürlich war das Foto eine Momentaufnahme.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

In diesem Post soll es darum gehen, dass man einfach mal etwas mehr ausprobiert. Etwas mehr „experimentiert“ und vor allem möchte ich einen allgemeinen Aufruf starten. Einen Aufruf für RISKY SHOTS! Was sind denn RISKY SHOTS wird sich sicherlich der eine oder andere jetzt fragen. Die Frage ist absolut berechtigt und ich möchte die Antwort nicht schuldig bleiben. Es handelt sich dabei um Aufnahmen, deren Erfolgsaussichten im traditionellen Sinne gegen Null tendieren. 🙂 Also Aufnahmen bei denen reguläre Fotografen sagen würden: „DAS IST DOCH SCHWACHSINN“.

Aber warum dann überhaupt so fotografieren? Ganz einfach, weil es gerade Aufnahmen sind, die man normalerweise nicht machen würde bzw. die andere Fotografen in dieser Situation nicht machen würden. Und je seltener und ungewöhnlicher eine Aufnahme ist, umso besser ist diese Aufnahme.

Und da wir uns heute keine Sorgen mehr über Belichtungskosten machen müssen, warum nicht. Wenn ich 300 Fotos für einen perfekten Treffer machen muss, dann mach ich es! Basta!

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Wir haben also bei unserem Shooting , auf dem dieses Bild entstanden ist, einfach mal den Modus an der Kamera geändert. Und zwar von Zeitautomatik auf Zeitvorwahl. Tv! Und haben dort der Kamera die Zeit von 1/20s vorgegeben. Und dann haben wir einfach Fotos gemacht. Und das war das Resultat aus ca. 200 Aufnahmen im Serienmodus der 1D! Während der Aufnahmen musste das Modell den Körper bewegen, sollte aber versuchen den Kopf an einer Stelle zu halten. Versucht wird, dass sich verschiedene Körperteile und Bildstellen unterschiedlich stark bewegen.

TECHNICAL Vergleich Fotos

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Die Besonderheit des Fotos liegt an der partiellen „Verschmiertheit“ des Fotos. Die Augen und die Front des Gesichts ist nicht gleich verschwommen wie andere Stellen im Bild. Und an dieser Stelle muss ich betonen, dass Foto nicht nachträglich in Photoshop verschmiert, weichgezeichnet oder sonst was wurde. Die Unschärfe kam so aus der Belichtung hervor. Und bei genauem Hinsehen sieht man, dass diese Art der Unschärfe zu 99,9% nicht nachträglich erzeugt werden kann. Denn im Foto befindet sich natürliche Bewegung und die lässt sich eben nicht simulieren.

Die obige Aufnahme ist uns vom Style her garnicht so unbekannt. Denn oft wurde früher mit langen Verschlusszeiten fotografiert und dieses Verschmieren war die notwendige Konsequenz aus diesen Belichtungszeiten. Es gab eben nicht oft das nötige Licht und mobile Blitze, LithiumAkkus oder sonst was gab es absolut nicht.

Der Knackpunkt liegt auch heutzutage darin, trotz des Vorhandenseins von anderen Möglichkeiten zurückzugehen auf diesen Makel und den Fehler gesteuert ins Bild einzubauen.

Und nachdem wir auch hier schon wieder am Ende wären, noch ein Wort zum PICTURE STYLE. Bei diesem Foto wurde das Bild direkt in der Kamera monochrom konvertiert und dabei der Bildkontrast auf Minimum gestellt. Im Vergleich zum Eingangsbild sehen wir nun den grauen Hintergrund und den extrem reduzierten Kontrast.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Viel Spaß euch mit der neuen Woche! Tolle Fotos euch!

Kommentare (3)

3 thoughts on “LICHTSETUP: DAUERLICHT FOREVER II

  1. Stimme zu, und selbst wenn bei Risky Shots nichts rauskommt, ist der Lerneffekt immer noch sehr groß.

    Wobei ich nicht auf die Idee gekommen wäre 200 Aufnahmen zu machen. Wenn die ersten 20 nichts geworden wären hätte ich etwas anderes probiert. Zeigt, dass man mehr Ausdauer haben sollte.

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