4.2.2010    12

LICHTSETUP: DAUERLICHT!!! DER GEGEN-GEGEN-SHOT

4. Februar 2010 | Lichtsetups

Heute geht es weiter in der Setupreihe mit einem absoluten Klassiker der Portraitausleuchtung. Wir nennen diesen Klassiker den Con-Shot. Warum CONTRA? Ganz einfach, weil es darum geht, dass die Lichter gegensätzlich ausgerichtet sind. Und diesmal reden wir nicht über die Lichter sondern vielmehr über den Schattenverlauf.

Kernwissen für das Setup ist folgende Lichtlogik: JEDE LICHTQUELLE ERZEUGT AUF DER GEGENÜBERLIEGENDEN SEITE DES AUSZULEUCHTENDEN OBJEKTS EINEN SCHATTEN.

Bei einer leicht schrägen Annordnung des Hauptlichtes bedeutet dies, dass die Schattenwürfe unseres Modells nach Hinten und zur Seite gehen. Dies wiederrum bringt mit sich, dass die Schattenwürfe auf dem Modell sich meisten noch mit dem Hintergrundschatten verbinden und das Modell somit im Schatten „versinkt“. Das Modell und dessen Konturen sind also gegenüber dem dunkeln Hintergrund nicht wirklich deutlich zu sehen. Wir können dabei über die Hintergrundfarbe oder aber über die Distanzen zum Hintergrund etwas „schummeln“. Die Problematik bleibt aber bestehen.

Schauen wir uns aber direkt mal das Setup an, denn dann sehen wir gleich, worauf es hinauslaufen wird. 2 Leuchten haben wir verwendet. Dauerlichtleuchten Bauart Hedler. Einmal dazu einen einfachen silbernen Reflexschirm und dann dazu noch Klappen auf der zweiten Leuchte.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

SETUP HOW TO Tutorial Photo

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Für das eigentliche Foto haben wir dann die Positionen der Leuchten von links nach rechts gespiegelt. Deshalb sieht die Skizze entgegen der Aufnahme oben genau so aus:

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Und aus der Vogelperspektive sehen wir deutlich die Charakteristik um die es uns geht. Wir haben durch das Führungslicht auf der rechten Seite einen Verlauf des Schattens nach links hin. Und der Hintergrund wird durch das Licht von der linken Seite mit einem Verlauf nach rechts hin ausgeleuchtet.

Dadurch erzeugen wir ein Contra der Ausleuchtungen im Schattenverlauf und trennen diese Charakteristika noch zusätzlich über die Beleuchtungsebene. Einmal haben wir das Licht auf dem Hintergrund und dann auf dem Modell. Der tief schwarze Schatten auf der rechten Seite des Modells wird abgeschlossen mit einem harten Gegensatz. Denn hinter der dunkelsten Stelle auf dem Modell befindet sich die hellste Stelle auf dem Modell.

Hier sehen wir im Vergleich die Lichtwirkung im Resultat verdeutlicht.

SKIZZE HOW TO Tutorial Photo

Das Tolle an dieser Ausleuchtung ist die Surrealität der Bildwirkung. Das Hauptlicht ist absolut „normal“ und realistisch aber in Kombination mit dem Hintergrund wird eine Freistellung und künstliche Herausarbeitung des Motivs gewonnen. Natürlich kann man diesen Effekt durch die Helligkeit des Hintergrundlichts fein“tunen“. Je heller und krasser der Verlauf im Hintergrund ist, umso stärker wird der Effekt der Kanten und Freistellung erzeugt. Je schwächer der Verlauf ist, umso realistischer sieht das Foto schlussendlich aus.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Dieses Setup ist besonders für charaktervolle Portraits sehr ans Herz zu legen. Im Beispiel oben haben wir den Effekt sehr sehr stark werden lassen, um dadurch die Freistellung im Extremen zu zeigen. Probiert das Setup und probiert den Effekt etwas schwächer und ihr werdet erstaunt sein, wie viele Variationen man damit erzeugen kann. Wir haben auch deshalb eine schwarzweiss Konvertierung gezeigt um gerade den Effekt der Licht zu zeigen… natürlich kann das Setup auch sehr sehr dolle in Farbe genutzt werden.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Fotografiert haben wir übrigens mit dem 100er Macro von Canon. Gerade bei Dauerlicht kann der IS nochmals alle Stärken ausnutzen und wir bekommen gleichzeit eine schöne Portrait-Telebrennweite.

Kommentare (12)

12 thoughts on “LICHTSETUP: DAUERLICHT!!! DER GEGEN-GEGEN-SHOT

  1. Hi Martin,

    das Ergebnis gefällt mir und das Licht scheint einfach zu Handhaben. Ich werd´s beim nächsten mal auf jeden Fall ausprobieren. Dank Dir. Wie immer Top.

    Gruß

    Simon

  2. hmm…. Merkwürdig. Welchen Browser nutzt du? Weder Firefox, Chrome noch IE zeigen es bei mir an. Beim Firefox seh ich anstelle des Bildes die Bild-URL im Browserfenster, bei den anderen beiden die das-Bild-gibts-nicht-Grafik. Wenn ich dann z.b. im Chrome auf Quelltext anzeigen gehe, fängt es mit einem längerem XML RDF Part an, wohl von Photoshop erstellt, bevor dann irgendwann die JPEG typischen Daten kommen, wie bei den anderen Bildern in eurem Blog. Ich habe gerade auch nochmal Safari frisch zum allerersten mal überhaupt installiert. Auch hier seh ich nur die ?-Grafik.

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