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LICHTSETUP: DER ETWAS ANDEREN ART

18. November 2009 | Lichtsetups

Heute gibt es mal ein anderes Setup-Tutorial für euch. Irgendwie ist unser Blog schon ziemlich techniklastig. Viele Infos, viele Skizzen, viel Theorie… das ist gut so, so solls sein. Aber eine zweite Seite der Fotografie geht irgendwie ziemlich unter. Und die wäre???? Naja, die Seite eben, die nix mit Technik zu tun hat und da gibt es viele Seiten.

Wir haben euch vor einiger Zeit gezeigt wie dieses Foto entstanden ist – und hier ist nochmals das Foto…

 Vergleich Fotos

 

Ganz kurze Zusammenfassung wie das Foto gemacht wurde: Aufsteckblitz, Schirm, Reflektor von unten, weißer Hintergrund etwas weiter weg vom Modell, ISO 400, f1.4, 1/200s bei 85mm.

Setup HOW TO Tutorial Photo

Wenn wir aber das Setup schon besprochen hatten, was können wir dann in diesem Setup-Tutorial überhaupt noch sagen?

Es geht um den eigentlichen Sinn eines Foto-Setups. Im Studio ist Licht unsere Möglichkeit um das Modell in Szene zu setzen. Und als Fotografen können wir viel tun, bloß nicht zaubern. 🙂

Wir haben viele Emails und Fragen bzgl. des Bildes bekommen. Tolles Foto, wie kann man so ein Foto machen, ich kriege das nicht so hin, wie geht das, habs probiert… etc. pp. Und wir konnten doch immer nur auf das Setup-Tutorial hinweisen. Denn was ist die noch eine gigantische fotografische Aussage hinter dem Foto oben.

Bei manchen „Bildinhalten“ kann man als Fotograf machen was man möchte :-)… es endet immer perfekt :-)… und genau so ein Modell war die Rahel eben. Es ist blöde zu sagen, aber wir haben da nicht viel gemacht. Es geht nicht um das Zauberlicht, denn der Zauber geht von Rahel aus.

Und daher möchte ich alle Blogleser mal darauf hinweisen, dass SETUPS, Fotoausrüstung und Co. nicht wirklich die ausschlaggebende Faktoren sind. An erster Stelle muss der Inhalt (=das Modell) stehen.

So klein dieser Post ist, so wichtig ist dessen Aussage. Schaut nochmals auf das Bild, jetzt, nachdem ihr den Post gelesen habt. Überlegt wer die Glanzleistung vollbracht hat. WIR??? Oder das Modell??? Und ich würde sagen: Technisch absolut nix Besonderes… modelltechnisch großes Kino. Nachdem wir nun bereits 19 Setups gezeigt und erklärt haben war dieser Post extrem wichtig. Licht ist wichtig… aber wichtiger ist immer noch das Modell. DON’T FORGET THIS!!!

 Vergleich Fotos

 

– click on image to enlarge –

PS: Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich auch, dass man als Fotograf die Finger von manchen „Inhalten“ lassen sollte. So… viel neutraler konnten wir es nicht formulieren. 🙂

Kommentare (8)

8 thoughts on “LICHTSETUP: DER ETWAS ANDEREN ART

  1. ist es nicht etwas unvorteilhaft in diesem fall mit offenblende zu fotografieren? der schärfeverlauf ist in diesem fall eher unglücklich, nicht wahr? in der mitte des bildes durchzieht ein unscharfer streifen das bild, um nach unten hin zum brustbereich wieder scharf zu werden. das wär doch auch anders gegangen?

  2. Mein Meister in der Ausbildung meinte damals, wenn einer so etwas behauptet, sollte man immer sagen: „Das wollte ich so!“ 😀

  3. Das stimmt alles, jedoch gehört immer beides dazu – Technik und Modell – und ich finde das diese Harmonie dann das perfekte Bild ergibt. Aber das Setup ist echt toll und einfach. Das mit dem Reflektor interessiert mich sehr, muss ich üben, denn bei normalem Blitzlicht sehe ich ja vorher nicht wohin jener reflektiert. 🙂

  4. Das mit dem Reflektor interessiert mich sehr, muss ich üben, denn bei normalem Blitzlicht sehe ich ja vorher nicht wohin jener reflektiert. 🙂

    -Da ist man dann mit „echten“ Studioblitzanlagen im Vorteil, die haben ein Einstelllicht, das einem das grob zeigt.

    Aber ich hab doch noch eine technische Frage: Ich habe schon bei Blende 2,8 das Problem, daß der Fokus nicht auf dem richtigen Punkt sitzt (und ja, sowohl Kamera als auch Objektive sind perfekt justiert). Wie machst Du das bei der 5D, Martin? Mittlerer AF-Punkt und verschwenken, obere AF-unkt oder manuell? Irgendwelche sonstigen Tipps zur Vermeidung dieses Problems??

  5. Zitat: „Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich auch, dass man als Fotograf die Finger von manchen “Inhalten” lassen sollte.“

    Besser kann man es nicht formulieren. Und wenn man doch muss, dann sollte die Vergütung entsprechend hoch angesetzt sein 😉

    Ihr habt hier ein – wie ich finde – sehr wichtiges Thema angesprochen. Du kannst dir als Fotograf, insbesondere am Anfang wenn die Referenzen fehlen, die Finger wund fotografieren und die geilsten Lichtsetups haben. Wenn das Modell und Konzept nicht stimmen, wirst du nie einigermaßen überzeugende Bilder hinbekommen.

    Meiner Meinung nach teilt sich das Ganze irgendwie so auf:

    Modell = 20%

    Visa = 20%

    Fotografie = 20%

    Konzept/ Idee = 30%

    Bearbeitung = 10%

    Sicherlich unterscheiden sich die Prozente in verschiedenen Bereichen geringfügig (beim klassischen Akt ist Licht und Modell wichtiger als Visa, bei Beauty ist dafür die Visa wieder wichtiger), aber in Summe seh ich es so, dass man durch den Ausfall einer Komponente kein Topbild bekommt.

    So long…

    Grüße

    Andreas

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