26.10.2009    8

LICHTSETUP: HIGH ISO POOL-PARTY

26. Oktober 2009 | Lichtsetups

Schon wieder gibt es das dieswöchige SETUP-Tutorial. Wir werden euch auf ein Neues erklären, wie wir ein bestimmtes Foto gemacht haben, was es Besonderes dabei zu beachten gab und euch die Beweis-Making-Of-Fotos gleich mitliefern.

Pool Setup How To
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Um dieses Foto geht es heute und bevor wir loslegen… nein halt, wir sind ja schon mitten drin. Wir müssen das Foto ersteinmal analysieren und auswerten. Was können wir denn bereits aus dem Foto erkennen?

Wenn wir die Glotzer aufmachen und genau hingucken, dann erkennen wir folgende Punkte die für uns von fotografischer Bedeutung sind.

  • Der Körper des Modells ist leicht verschwommen an den Rändern, trotzdem aber ist das Modell scharf abgebildet.ERGO: Längere Belichtungszeit.
  • Wir können auf dem Modell nur eine Lichtquelle erkennen, Schatten sind nicht sonderlicht hart. Die Lichtquelle auf dem Modell war kein Dauerlicht, sonst wäre die Bewegung nicht eingefroren worden.ERGO: Blitz von links, weiche Lichtquelle.
  • Der Pool hinter dem Modell kann nicht durch durch die gleiche Lichtquelle belichtet worden sein. (LICHTABNAHME, denn sonst wäre das Modell ja heillos überbelichtet gewesen.) Daher befand sich wohl beim den Pool nocht eine weitere Lichtquelle.
  • Man kann eine leichte Freistellung erkennen. Ob das jetzt über eine Verwacklung des Hintergrundes geschieht, oder über eine Blendenunschärfe, das ist etwas schwieriger zu erkennen. Tendenziell ist aber doch ein Schärfeverlauf zu erkennen. Jedenfalls leicht.Blende niedriger als 5.6.
  • Das Modell ist relativ natürlich bis in die Ränder dargestellt.ERGO: Eine höhere Brennweite.

Und wenn wir genau hingucken, dann erkennen wir diese Punkte auch wirklich alle auf dem Foto. Und damit haben wir uns das Setup im eigentlichen Sinne schon selbst erklärt. Was wo wie wann war, das wissen wir eigentlich schon.

Offene Blende, längere Belichtungszeit, höhere Brennweite, Dauerlicht im Pool, Blitz von links über weichen Lichtformer. VOILA… fertig!

Und das es garnicht mehr ist, das zeigen wir euch jetzt.

So sah das gesamte Setting aus… beleuchteter Pool… Sunbounce MINI mit Ranger Quadra auf FAST KLEINSTER LEISTUNG bei ca. 6 Wattsekunden!!!!!! FÜNF!!!!

Zur Distanz zwischen Modell und Lichtquelle kommen wir gleich. Vorab aber erstmal die harten Fakten…

Photo Setup TutorialPhoto Setup TutorialPhoto Setup Tutorial

Der Sunbounce wurde in der Bespannung Zebra (Zebra ist eine gesonderte Bespannung des Reflektors welche die Farbtemperatur des reflektierten Lichts um bis zu 400°K ins wärmere färbt.) gewählt um das Licht etwas an das Kunstlicht im Pool anzugleichen. Auf dem s/w-Foto schwer zu erkennen, auf den späteren Fotos sieht man diese Änderung durch den Sunbounce-Zebra aber deutlich.

Größentechnisch haben wir hier denSunbounce MINI und nicht den MICRO MINI genommen. Durch den größeren Blitz und vielmehr durch die rabenschwarze Nacht haben wir die Möglichkeit eine größere Lichtquelle mit Blitzlicht zu versorgen. Wir haben also kein Leistungsproblem…

Photo Setup Tutorial

Durch den größeren Bouncer mussten und kontnen wir den Weitwinkelreflektor des Q nutzen. Damit haben wir auch wirklich den Bouncer bis in die Ecken mit Licht gefüllt. Und dieser konnte dann seine gesamte Fläche als Reflektionsfläche für unser Modell nutzen.

Photo Setup Tutorial

Und das Ganz auf dem Stativ ist sooooo leicht, dass wir nichteinmal Gewichte benötigen. Der Bouncer und Blitz werden gehalten vom Generator selbst. 🙂

Damit ihr auch mal seht, wie die Leistung ungefähr eingestellt war, hier das Bild vom Dispay des Q. 0.7 steht für fast kleinste Leistung. 0,4 wäre minimale Leistung. Wir haben also 3/10 Blenden mehr Leistung benötigt.

Photo Setup Tutorial

So einfach ist es… 🙂 Und damit das typische Martin GEKRITZEL nicht fehlt, kommt das hier  und jetzt! Zusammen mit den genauen EXIFs für das Foto.

Photo Setup TutorialPhoto Setup Tutorial

Denkt mal drüber nach. Wir haben das extrem harte Licht des Blitzes mit einem einfachen und simplen Reflektor super schön und total faszinierend geformt und verändert. Die Entfernung haben wir dann langsam so lange entfernt, bis wir über die Entfernung den Poolrand gleichmäßig beleuchtet hatten und zugleich das Licht noch weich und schmeichelnd genug war.

Wären wir näher an das Modell gegangen, so wäre der Rand heller belichtet worden und wir würden einen unschönen und unnatürlichen Helligkeitsverlauf um das Modell herum sehen.

Nicht immer muss man also die Weichheit extrem ausnutzen. Die Größe einer Lichtquelle kann auch dazu dienen, dass man eine größere Szenerie gleichmäßig ausleuchtet und trotzdem noch ein relativ weiches Licht erhält.

Wir sagen schon wieder tschüsss… für uns gehts die Woche noch rund und wir hoffen, dass wir euch noch ein kleines weiteres Videos diese Woche zeigen können. 🙂 BYEBYE und winkewinke mit noch zwei weiteren Ergebnissen aus dem Shoot. Und wie ihr gerade am Foto oben gemerkt habt, haben wir nicht nur ein männliches Modell ins Kühle Nass geschickt, sondern auch die Janina Wissler

Pool Setup How To
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Pool Setup How To
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Kommentare (8)

8 thoughts on “LICHTSETUP: HIGH ISO POOL-PARTY

  1. Hi Martin, geil geil!! Sehr coole Ergebnisse… High Iso bedeutet bei diesen Bildern nun genau? Welche Belichtungszeiten wurden hier benutzt?

    Kompliment! Bis dann…

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