10.9.2012    13

LICHTSETUP: BUNKER NR.2

10. September 2012 | Lichtsetups

Hallo liebe Blogleser… heute gibt es ein Setup Revival und zwar von einem Videotutorial. Ich schätze immernoch, dass das einige der besten Fotos von uns sind, die wir im Jahr 2011 gemacht haben… naja, aber das ist ja Geschmacksache. Interessant ist auf jeden Fall das dazugehörige Licht und ich finde es immernoch spannend… so spannend, dass es sich lohnt mal aus einem anderen Aspekt auf das Licht zu schauen.

Im Endeffekt geht es darum, dass wir mit zwei Lichtquellen eine Lichtquelle bauen. Also obwohl wir zwei Blitze im Einsatz haben, wirken beide Blitze auf dem Bild wie eine Lichtquelle zusammen. Ersteinmal aber nochmals das Video zum Angucken… Viel Spaß… dann sehen wir uns gleich wieder zur textlichen Besprechung.

ACHTUNG: UNSER YOUTUBE-LEHRVIDEO-CHANNELITUNES PODCAST

Wozu überhaupt Blitzlicht? Wenn wir uns das nächste Bild anschauen, dann sehen wir beim Making-Of Shot eine erstaunliche Sache. Selbst ohne Blitzlicht bekommen wir den Hintergrund mit dem Meer und den Bergen auf das Foto. Das Modell steht im Schatten und ist auch nicht total dunkel. Die Rohdatei der AL-Aufnahme fängt die Dynamik also gerade noch so auf.  Warum also noch Blitzlicht?

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das Blitzlicht sorgt dafür, dass wir in der Lage sind, das Bild im Hintergrund noch weiter runter zu holen. In der Helligkeit können wir also den hellen Horizont dunkler und damit kontrastreicher belichten. Hier haben wir aber ein viel größeres Problem als nur das Licht im Hintergrund.

Die wahre Schwierigkeit dieser Situation liegt nämlich darin, dass wir keine Möglichkeit hatten das Licht zu setzen und das Modell korrekt zu belichten, ohne gleichzeitig andere Stellen deutlich überzubelichten. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass Licht in der Entfernung abnimmt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Lichtquelle nahe Objektiv viel heller belichtet werden als weit entfernte Quellen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Wir haben unser Modell auf die Treppe außerhalb des Gebäude gestellt und den Blitz konnten wir nur im Gebäude selbst positionieren. Würden wir das Modell mit nur einer Lichtquelle belichten, dann würde das Rauminnere immer um mehrere Blenden heller werden als das Modell. Je heller wir das Modell belichten würden, umso überbelichteter würde der Raum werden. Im Endeffekt hätte eine Softbox auch aus dieser Distanz für das Modell ausgereicht. Aber wir hätten aufgrund der Tiefenstaffelung zwischen Raumwand und Modell nie eine einheitliche Ausleuchtung erzeugen können.

SETUP HOW TO Tutorial PhotoSETUP HOW TO Tutorial Photo

Für uns war eine Arbeitsweise sehr wichtig. Und zwar muss man zwei Lichtquellen, die zu einer Lichtquelle verschmelzen sollen, immer auf einer entsprechenden Achse zum Modell setzen. Das hat den Grund, dass die Schattenverläufe von zwei Lichtquellen fast nie verschmelzen. Aber wenn die Schatten nicht gleich sind, dann doch wenigstens in die gleiche Richtung. Gegensätzlich fallenden Schatten fallen extrem auf und daher bitte immer in eine Richtung setzen.

Beide Lichtquellen, sowohl die Box als auch die Wabe mit Reflektor sind komplett getrennt. Die Effekte sind getrennt als auch deren Ausleuchtungsbereich. Trotzdem verschmilzt die Wirkung zu einer Lichtquelle. Aufgrund der Lage und Position und Lichtrichtung.

Hier nochmals das Bild. Ohne Blitzlicht haben wir die gesamte Szenerie tief und deutlich unterbelichtet.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Das Blitzlicht aus der Wabe erwischt gezielt und eng das Modell auf den Treppen. Der Rand und der Raum von innen wird nicht belichtet.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Erst der zusätzliche Blitz mit der Softbox leuchtet von innen den Raum aus. Das Modell weiter hinten wird von diesem vorderen Blitz gar nicht getroffen.

SETUP HOW TO Tutorial Photo

Und hier nochmals ein paar der Ergebnisse… 🙂

TECHNICAL Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

TECHNICAL Vergleich Fotos

– click on image to enlarge –

Und zu guter Letzt eine interessante Geschichte. Um auch mal einige Fehler von uns zu zeigen. Wir haben tatsächlich bei diesem Setup vergessen die Kamera von sRAW auf Vollauflösung zu stellen. Ja, ihr lest richtig. Alle Fotos aus diesem Setup sind mit 3MP aufgenommen. Und ich ärgere mich gerade jetzt noch darüber! 🙂 Just in diesem Moment! ARGGG!!! WÜRGGGG! Von 5 Leuten vor Ort hats niemand gemerkt… 🙁

Martin & Marc

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Kommentare (13)

13 thoughts on “LICHTSETUP: BUNKER NR.2

  1. Das ist wirklich ärgerlich. Aber ich frage mich gerade, warum stellt man überhaupt sRAW ein? Braucht doch echt kein Mensch. Immer in voller Auflösung fotografieren und dann später am PC runter rechnen. Zumindest mache ich das so.

  2. Li-Ion-Akkus mögen es am liebsten, wenn man sie nicht ganz voll aber auch nicht ganz leer macht. Wenn man sie nie leerer als 20% und nie voller als 80% macht, leben sie am längsten.

  3. Hammer Resultat. Was mich mal interessieren würde: Wie schafft ihr das eigentlich mit der Logistik? Wie bekommt ihr all das Equipment nach Spanien an eine abgelegene Ruine?

  4. Äußerst schicke lowres-Fotos….

    Coole Location und einfache, schlüssige Lichtführung. Schön, dass ihr solchen Highlights mit der ganzen Welt (und dann auch noch für umme) teilt. Das Sahnehäubchen ist allerdings der unterlaufene, noch mehr Sympathie einbringende, Fehler. Bei mir sind es schon öfter ISO 800 Bilder am nächsten sonnendurchfluteten Tag geworden. Same shit!

    Danke für die Inspiration und macht weiter so!

  5. Ja, wie gerne würde ich an so einem Ort auch mal Fotos mit diesem Equipment machen, aber wie Michael schon sagt…wie bekommt man das Zeug nur dahin? Kostet doch unglaublich viel oder? LG Nik

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