16.9.2013    16

ELIXXIER SOFTWARE SET A LIGHT 3D

16. September 2013 | Blog

Innovation ist wichtig. Und seit längerem bin ich auf jeder erdenklichen Messe an einer Neuigkeit vorbei gekommen. Sicherlich ist es zwischenzeitlich auch keine Neuigkeit mehr sondern weithin bekannt. Trotzdem möchte ich heute etwas über eine Fotografen-Software verlieren.

Fotografen-Software? SET A LIGHT 3D heißt die Software. Da mag man fragen, was für Software braucht ein Fotograf und das war auch meine anfängliche Frage. Aber auch skeptische Gemüter sollten sich die Software mal näher anschauen. Warum handelt es sich eigentlich?

Elixxier Software, der Hersteller aus Stuttgart, hat viele Jahre getüftelt und eine Software auf den Markt gebracht, mit der man ein Fotostudio bis ins Detail simulieren kann. Lichter, Lichtformer, Modelle, Hintergründe, Reflektionen… Alles!

Der Hersteller schreibt über sein Produkt, dass es folgende Vorzüge hat.

Anfänger:
  • Sammle schnell Erfahrungen mit Lichtführung.
  • Experimentiere ohne großen Aufwand.
  • Spar bares Geld, weil du Lichtformer vergleichen kannst.
Pro`s:
  • Zeig deinen Kunden schon vorab wie das Bild aussehen könnte
  • Lass dein Team schnell wissen, wie das Setup aussehen soll

Beim ersten Punkt muss ich sagen, dass ich bei der Software die Gefahr sehe, dass man die Praxis vergisst. Fotografie lernt man an der Kamera, nicht am Rechner. Aber das ist auch ein Problem was z.B. Bücher, DVDs oder YouTube Videos haben und auch die haben ihre Vorzüge. Ich würde also sagen, dass man die Theorie mit entsprechend Praxis füllen muss.

Die Software ist meiner Meinung nach echt faszinierend. Einerseits die Präzision mit der Reflektionen im Raum berechnet werden können, andererseits natürlich auch die Möglichkeiten Dinge zu probieren.

Denn aus meiner Erfahrung, die Fotografie sich selbst beizubringen heraus, muss ich sagen, dass die größte Hürde das Experimentieren ist. Gerade wenn man Menschen fotografiert, dann steht das Experimentieren gegen die sichere Abgabe von guten Bildern. Experimente können schief gehen und das will man gerade am Anfang dem Model oft nicht antun.

Mit der Software kann man wirklich spielen. Klar, das digitale Ergebnis, selbst nach dem finalen Rendering, schaut nicht wie ein fertiges Foto aus, aber holla die Waldfee, es kommt dem finalen Ergebnis doch echt verdammt nah. Es gibt Unmengen an Informationen. Ich könnte sicherlich Tage schreiben für einen umfassenden Beitrag. Sets können gedruckt, übertragen, versendet werden, es gibt FOTO-Sets und auch Vorlagen. Und tausende Funktionen mehr…

Ich weiß nicht wie ihr dazu steht und ich würde da auch gerne mal die Meinung hier im Blog einholen. Findet ihr die Software spannend oder eher Unfug? Es gibt auch eine 15-tägige Testversion zum Rumspielen, Ausprobieren und Testen.

Ich habe mir mal die Zeit genommen und einige Sachen ausgetestet. Setups die ich aus dem Blog her kenne und die ich in der Software umgesetzt habe.

1. LIGHTING-19: “HIGH-KEY” PERFEKT DANK GALGEN

TECHNICAL Vergleich Fotos

2. SETUP-18: EIN-LICHT-SHOOT – VAR1

TECHNICAL Vergleich Fotos

3. SETUP-78: KOMPLIZIERTES STUDIOSETUP

TECHNICAL Vergleich Fotos

Kommentare (16)

16 thoughts on “ELIXXIER SOFTWARE SET A LIGHT 3D

  1. na ja, haut mich jetzt nicht vom Hocker… Gerade das untere Portrait lebt von den Streiflichtern – da ist bei der Simulation überhaupt nichts zu sehen!

    werde mir aber trotzdem mal die Testversion gönnen und ein wenig rumspielen!

  2. Ich hab die Software nicht nur getestet sondern auch gekauft…zum Experimentieren hervorragend wenn man sich nicht vor dem Model zum Affen machen will durch Herumgewusel an den Blitzen und Wechseln der Lichtformer bis der Setup steht, man spart sich dadurch auch Studiozeit und Modelhonorare… aber wie üblich bekommt man nur blöde Kommentare in den einschlägigen Foren wenn man sowas verwendet..dazu kann ich nur sagen: Kommt von den antiquierten Einstellungen weg und probiert was neues…

  3. Hi Martin,

    also ich weiß ja nicht, aber wenn ich jetzt die Vergleiche anschaue kommen die dem Original doch so gleich gar nicht nah. Gerade beim 3. Setup fehlen ja komplett die Streiflichter beim gerenderten Ergebnis. Beim 1. Setup schaut mir das Gesicht viel zu dunkel aus. Am ehesten passt noch Setup 2…

    Sonst hört es sich eigentlich sehr interessant an, da man ja nicht immer die Zeit hat das ganze Zeug erstmal aufzubauen bzw. Wenn man für ein on Location Shooting plant könnte man da auch schon etwas vorab testen. Find die Idee auf jeden Fall gut…sofern die Ergebnisse dann halt auch passen würden. LG Nik

  4. Mmh, ich weiß ja nicht wie es den Rest geht, aber ich suche, gerade beim ersten Bild, noch die Gemeinsamkeiten zwischen Simulation und realen Foto…

  5. Also ich kann hier ja nur meine persönliche Meinung als engagierter Amateurfotograf ohne nennenswerte Studioerfahrung kundtun. Meiner Meinung nach kann ich mit der Software schon vorab Sachen welche ich im Kopf habe simulieren. Kommt das Licht so wie ich mir das vorstelle oder benötige ich noch Aufheller Bzw. mehr Lichtquellen. Dadurch könnte ich dann die Zeit mit meinem Model im Studio besser nutzen. Ob die Simulation dann auch der Wirklichkeit am fertigen Bild entspricht, das steht dann auf einem ganz anderen Blatt.

  6. Fertige Fotos in Software umzusetzen ist nicht das Problem, aber auch nicht die Aufgabe der Software.

    Mich würde interessieren, wie es am Ende aussieht, wenn man es am Rechner plant und 1zu1 so umsetzt.

    Ich könnte schwören, dass es nicht so optimal ist. Alleine schon deswegen, weil (vor allem bei geringen Entfernungen zum Licht) die Lampe oder das Model, nicht exakt die Entfernung zum Licht haben, wie zuvor geplant.

    Schön, dass es so eine Software gibt, aber man sollte die Fähigkeit, sich das vorzustellen, nicht verlieren.

  7. Ich finde die Software aus technischer Sicht auch sehr interressant. Eine Frage zum Beitrag habe ich allerdings noch. Zum einen wie lange hat es gedauert bis die drei Setups dann letztendlich wie im Beitrag umgesetzt wurden und zum anderen wie lange es eurer Meinung dauern würde bis die Setups wirklich zu 100% so wie euer reales Ergebnis wären? Beim ersten Setup ist ja beim „realen“ Bild Gesicht und front doch etwas stärker ausgeleuchtet und beim Setup 3 werfen die Streiflichten von hinten ja noch etwas härtere Lichter und Schatten auf Hals, Wangen und Schulter.

    Ich finde die Idee für den Einsteiger, der ggf. erstmal ausprobieren möchte was man so alles mit 1- 2- und 3 Blitzen so machen kann spannend. Ebenso das man verschiedene Lichtformer ausprobieren kann. Ob dies für Kundenaufträge wo die Arbeitszeit für eben diese Setups nochmal dazu kommt und ob da eine Zeitersparnis am realen Set entsteht wird man von Fall zu Fall schauen denke ich mal. Ich selber würde es (noch) vorziehen das Ganze lieber IRL aufzubauen 😉

  8. Hallo,

    find ich nicht so prickelnd, man hockt länger vorm Rechner anstatt sich vorher Gedanken und dann das Foto zumachen. Es heißt doch immer, macht mehr Fotos? Vorm Rechner will ich nur hocken, wenns was neues bei Euch im live-Bereich bzw. im Blog-Bereich gibt. Alles andere find ich doof.

  9. Im Grunde genommen eine nette Spielerei.

    Der, der es kann, braucht es nicht. Der, der es noch lernen muss, kann es damit auch nicht lernen. Man kann was ausprobieren, aber das Ergebnis ist doch ziemlich anders als das fertige Resultat. Das hängt vor allem damit zusammen, dass das Ergebnis von vielen Faktoren und nicht nur von den Blitzen abhängt. Das zu simulieren ist schon schwer, Randeffekte zu berücksichtigen unmöglich.

    Ich hab es mal ausprobiert, ich persönlich finde die Steuerung auch nicht gut. Dauert zu lange, immer macht man was, was man gar nicht will. Irgendwie wurde ich dabei total „nervös“ und ich habs dann auch wieder sein gelassen.

    Ich schließe mich meinem Vorredner an: Lieber weg vom Rechner und fotografieren. Das macht auch mehr Spaß als mit virtuellen Männchen zu spielen.

  10. Ich habe die Software vor ca. einem halben Jahr ausprobiert und war völlig genervt von der Bedienlogik. Ich persönlich hatte mir mehr erwartet – einfacher, intuitiver, schneller. Bis ich ein Setup gebaut hatte, das in etwa dem entsprach, was ich mir vorgestellt hatte, hätte ich es im Studio dreimal schneller (mit Schaufensterpuppe) ausprobiert.

    Mag sein, dass sich zwischenzeitlich was verbessert hat, aber so wie ich die Software erlebt habe, war es allenfalls eine nette Idee.

  11. Ich hab die Software auch auf ner Messe ausprobiert, mich überzeugt es nicht und meine Erfahrung ist, dass gerade in der Studiofotografie kleinste Änderungen viel ausmachen, dehalb halt ich schon gar nichts davon Pläne auszudrucken und mit dem Meterstab dann nachzubauen.

    Wie das Ganze ungefähr rauskommt ist mir eh klar, bin aber auch kein Anfänger mehr, mehr ne Spielerei oder wenn man noch ganz am Anfang steht.

  12. Ich beobachte das Programm schon länger und war mir doch unschlüssig. Die Praxis hat mir aber gerne ein Bein gestellt und das Risiko möchte und werde ich mit dem Programm ausschalten. Ich fotografiere sehr viel OnLocation und oft lerne ich die Location erst am Aufnahmetag kennen. Bedeutet ich muss alles ins Auto werfen, ich muss kurzfristig vor Ort entscheiden was ich wie aufbaue. Durch das Programm kann ich verschiedene Szenarien vorbereiten und wenn zwischen Auftrag und Termin genug Zeit bleibt Informationen zur Location sammeln und am Schreibtisch vorplanen (es gibt genug andere Sachen die schief gehen können). Die aufgewendete Zeit wird mir vermutlich kein Auftraggeber bezahlen. Gelingen mir dadurch aber bessere Ergebnisse im Arbeitsablauf und im Bildergebnis ist das positive Werbung und bringt dann neue (größere) Kunden.

    Mein 6 Cent

  13. Ich hab das Programm jetzt schon seit dem Release und baue gerne mal vor dem Shooting meine Ideen darin auf um sie vorab auszuprobieren und einzugrenzen was am Geeignetsten für das Shooting sein könnte.

    Manchmal nehme ich auch mein Notebook mit ins Studio und simuliere erst einen Schritt, bevor ich mich ans Umbauen mache, vor allem wenn farbiges Licht mit farbigen Hintergrunden ins Zusammenspiel kommt, ist es mir meist zu aufwendig das gleich in echt umzuräumen, vor allem, wenn cih eine neue Rolle aufhängen muss und davor erstmal alle Lichter wegtragen muss, ist es echt praktisch.

    Hab auch schon öfters Kunden da gehabt, die keine genaue Vorstellung hatten, was sie wollen und ihnen dann ein paar Lichter ind er Software aufgebaut. Zu meinem Ersztaunen, wussten sie dann meistens recht schnell was sie haben wollen und ich konnte ihnen die Unterschiede schnell aufzeigen.

    Ich selbst hab meine Settings zwar alle im Kopf und lasse mich oft vom Moment treiben, erfahrungsgemäß werden meine Studio-Shootingergebnisse aber nochmal etwas besser, wenn ich einen genauen Plan habe. So nehm ich mir manchmal ein paar Setpläne mit, hänge sie an die Wand, um mich daran zu erinnern, was ich alles machen wollte.

    Für Modekunden plane ich sowieso oftmals ausgefallenere Sets, die kann ich zudem mit den transparenten PNGs als Bildwand in der Räumlichkeit sehr gut vorplanen, zumindest, wenns an die finale Ideenvorstellung vor dem Kunden geht. Aber das hängt sicherlich sehr davon ab, wie man selbst tickt, und wie man seine Ideen gerne visualisiert.

    Obwohl ich mich auch technisch gut auskenne, hab ich durch die Arbeit mit der Software manche Sachverhalte erst richtig verstanden.

    Ich selbst komme mit der Bedienung gut klar und die meisten Sachen erklären sich von selbst, ich bin aber mit Grafiktablett und in Programmen genrell recht fix unterwegs, kann also schon verstehen, dass sich da manche Leute zu Beginn etwas schwer tun. Naja, Übung macht den Meister 😉 und ich hab ncoh kein Programm erlebt (inkl. Photoshop), wo mich mal nichts genervt hat…so eine Software wächst mit ihren Benutzern und mit der Zeit.

  14. Ich bin erst vor ein paar Monaten auf die Software aufmerksam geworden.
    Es hat sich seit dem Bericht hier wohl sehr viel getan.

    Zu Weihnachten hab ich mir die Software dann gegönnt und ich kann nur positives berichten!
    Ich weiß jetzt natürlich nicht wie die Bedienung früher war, aber jetzt läuft alles super und ist intuitiv.
    Ich kann es nur empfehlen.

  15. Ist ja interessant, dass Martin da vor drei Jahren schon drüber berichtet hat 😉 Ich bin erst vor einigen Wochen durch ein YT Video bei Joe Edelman auf die Software aufmerksam geworden und habe dann zum photokina Sonderpreis gleich zugeschlagen.
    Erster Eindruck: Für mich als Anfänger ohne eigenes Studio eine gute Möglichkeit, Ideen mal durchzuspielen.

    Aufbauen daheim im Arbeitszimmer scheitert oft am Platz, selbst bei Ganzkörperaufnahmen, trotz geduldigem Kunststoffmodell. Aber wenn ich mal die Blitze und das ganze Geraffel einpacke kann ich so vorher schonmal Ideen ausprobieren und eine erste Idee bekommen, was gehen könnte. Alleine schon sowas wie „Wie leuchte ich ein Gruppenfoto mit 10 Leuten in der Firma aus“ mal vorher am Bildschirm auszuprobieren, was ich nicht mit Schaufensterpuppen aufbauen kann. Oder Ideen wie ein Shoot mit Tänzern in einem schönen Parkettsaal, wo ich nicht vorher erstmal zum Probeaufbau vorbeifahren kann.

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