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3. September 2016


Was soll ich sagen? Immerhin schreibe ich diesen Beitrag ja im Nachhinein. Würde ich zum Frühstück schreiben, dann würde ich jetzt JABBA DABBA DU schreiben. Am Abend muss ich aber leider „MIMIMIMIIIIII“ schreiben.

Es ist 26°, die Sonne scheint und am Himmel sind kleine Wölkchen zu sehen. Wolken kann man das eigentlich nicht nennen. Sagen wir mal so, Jesus wollte den blauen Mittelmeerhimmel mit etwas Texture als Blickfang für uns Fotografen füllen. Traumhaft. Ich habe über 12h geschlafen und empfangen wurden wir mit einem Frühstück, was den Namen Frühstück sprengt. Unser Gastgeber, ein französisch-philipinisches Paar in Rente hat uns etwas aufgefahren was uns sprachlos gemacht hat. Einen frischen Kuchen, Obst und Gemüse aus dem Garten, 15 verschiedene selbstgemachte Marmelade und Kaffee aus dem philippinischen Eigenanbau der Großeltern. Alles so frisch, das man eigentlich am Strauch isst.

FRANZÖSISCHE GASTFREUNDSCHAFT!

desiree P1010430 15. Juni 2016

So gestärkt fühlte ich mich pudelwohl und naja, was soll ich sagen, ich hab mich mal wieder übernommen. Aber dazu im Laufe des Beitrages mehr. Chronologisch kommt das bittere Ende ja gewöhnlich am ENDE :-).

Auf jeden Fall waren wir frischen Mutes und die Mädels haben heute voller Tatendrang nach Fotos gestrebt. Wir sind also voller Energie aufgebrochen und wollten die Mittelmeerküsten erkunden.

Um auch mal zum Thema des Trips zurück zu kommen. Fotos für Mercedes! Wir haben bis zum heutigen Tag 2 Tage komplett mit Reise verschwendet und die vier übrigen Tage waren minderergiebig. Insgesamt haben wir an 9 Spots Fotos der Autos gemacht. Theoretisch hätten wir bereits jetzt bei über 30 Spots sein müssen. Die ersten Tage haben wir damit erklärt dass alles seine Startschwierigkeiten hat.

Die Tage danach haben wir uns eingeredet, dass der Martin halt mal etwas kränkelt und danach wir alle wieder los legen. Jetzt, an Tag 6 kriegen wir alle langsam Panik. Was sollen wir machen??? Ohne Fotos zurück kommen? Mercedes sagen „sorry, Martin wurde krank und das Wetter war scheiße“…

JETZT ABER VOLLE POWER! DRUCK DRUCK DRUCK!

Aber genau das ist ja der Punkt der Hobby von Beruf unterscheidet. Fehlschlag ist keine Option. Keine Fotos gibt es nicht. Es muss gute Fotos geben egal wie die Gegebenheiten drumherum sind.

desiree P1010434 15. Juni 2016

Wir haben uns daher für die G-Klasse als einziges Auto entschieden. Wir haben die letzten Tage nämlich feststellen müssen, dass beide Autos komplett andere Locations brauchen. Die Szenerie einer G-Klasse muss eher rustikal und rau sein während die A-Klasse immer irgendwas schickes verlangt. Daher ist es besonders schwierig mit beiden Autos durch die Gegend zu fahren und nach Locations zu suchen. Man ist im Kopf irgendwie verwirrt und springt gedanklich zwischen zwei Welten umher.

Sich auf eine Kategorie zu beschränken und dann die Augen weit aufzumachen um auch ja keine Location zu verpassen ist einfacher und effizienter. Nach circa 100km mussten wir aber auch um Montpellier herum feststellen, dass geeignete Locations eher selten sind. Die Südfranzosen sind wie die Spanier gewohnt erstmal einen dicken Zaun um das Grundstück herum zu ziehen auch wenn noch gar nix mit dem Grundstück angefangen wird. Man kann einfach nirgendwohin fahren. Alles ist abgesperrt oder nicht zugänglich.

Und dann kommt eine gewisse Verstörtheit dazu. Oder sagen wir Unordentlichkeit. Die Franzosen im Süden achten weniger auf die Umwelt als die Kollegen im Norden. Vielleicht auch aufgrund der Problematik im Süden mit höhere Arbeitslosigkeit und mehr Obdachlosen.

Aber wir haben dann doch zwei drei Spots gefunden. Aber nicht die eigentlich gebrauchten 10 Spots. 🙂 Gut, man kann nicht alles haben!

Auf jeden Fall bewährt sich das Walkie-Talkie immer mehr. Wenn also irgendwer mal auf den Gedanken kommt Autos zu fotografieren, dann bitte immer ein Walke-Talkie mitnehmen. Der Fahrer im Auto muss alle Anweisungen verstehen und mit offenem Fenster kann man auch nicht ständig fotografieren.

desiree P1010481 15. Juni 2016

UND TÄGLICH WÄSCHT DAS MURMELTIER!

Nach unserem ersten kurzen Ausflug mit der G-Klasse sind wir dann doch wieder zurück gefahren und haben uns die A-Klasse dazu geholt. Aber halt… ohne Wäsche läuft nix. Gerade in der warmen Gegend um das Mittelmeer sind die Fliegen eine echte Plage. Und damit meine ich nicht die Stechmücken. Ich rede von den Mücken auf dem Stoßfänger und der Scheibe.

Wir wollen uns die Nachbearbeitung so gering wie möglich halten und daher ist es wichtig auch mit sauberen Autos zu fotografieren. Das Problem ist nur, dass die Autos nach einigen Kilometern sofort wieder dreckig sind. Konsequenz? Wir haben heute schon 3 mal in der Waschstraße und es ist noch nicht mal Abend.

kim P1010015 15. Juni 2016kim P1010017 15. Juni 2016kim P1010037 15. Juni 2016

Es war so gegen 15 Uhr, das dritte mal in der Waschstraße und ich war kaputt. Was war passiert? Ich war halt doch nicht gesundet in einer Nacht. Es war eine geheuchelte Gesundheit. Trügerisch und ich bin drauf rein gefallen. Ich bin kaputter und fühle mich elender als je zuvor. Die Hitze, der Stress, die Anstrengung bei fast 30° und die trockene Luft haben meine Stimme innerhalb der letzten 6h fast völlig verschwinden lassen. Ich krächze die ganze Zeit nur noch und mein Kopf platzt.

Ich schlucke Pillen wie ein Kind die Haribos im Lagerverkauf in Bonn. Ibuprofen, Grippostadt und ich sehne mich trotzdem noch nach WickDayMed. Ich weiß, alles ist nur weiter geheuchelte Gesundheit. Symptombekämpfung ohne die Wurzel anzupacken. Aber was soll ich tun? Irgendwie muss es weitergehen und wir brauchen Fotos. Noch mehr „Ruhetage“ können wir uns einfach nicht leisten. Ich hätte dann doch etwas zurücktreten müssen.

KLEINE SÜNDEN BESTRAFT DER LIEBE GOTT SOFORT!

Die Mädels springen schon an zehn Ecken gleichzeitig ein. Autos putzen, Aufräumen, Packen, Einkaufen, Fahren und und und… Ich weiß noch nicht wie es weiter geht aber ich sag jetzt schon mal Danke. Eigentlich hatten wir auch vor etwas „Urlaub“ zu machen aber seit 4-5 Tagen ist es einfach nur noch Stress.

Daher musste ich auch nach 3 weiteren Stunden die Heimreise in unsere Pension antreten.

kim P1010050 15. Juni 2016

So sieht es übrigens dort aus. Das ist das Zimmer der Mädels. Die haben nicht mal Zeit sich kurz zu sortieren. Koffer raus, Zeugs was man braucht raus ziehen und los gehts Fotos machen.

kim P1010078 15. Juni 2016

Aber bei aller Krankheit, Trübheit und Schmerzen darf man nicht vergessen dass es auch schöne Momente gibt. Dieses Tagebuch ist ja auch etwas einseitig. Das darf man nicht vergessen. Es gibt, auch wenn sie richtig anpacken und arbeiten müssen und meinen Arbeitsausfall ausgleichen müssen, noch immer drei gesunde Menschen hier mit mir. Und die haben dann doch etwas mehr Spaß als hier zu lesen ist.

Es gibt tolle Momente an jeder Ecke. Momente die mir zwar entgehen aber die ich auch etwas über dieses Tagebuch rekapituliere. Die Bilder kommen ja aus den Kameras der Mädels und es gibt tolle Szenen. So wie der nachfolgende Schuss. Der zeigt die Idylle unsere Pension perfekt. Und für die A-Klasse gab es auch ein schattiges Plätzchen zwischen Blüten und Obstbäumen.

kim P1010094 15. Juni 2016

Und was wir natürlich auch nicht vergessen dürfen ist die Tatsache, dass wir einen krassen Wechsel erlebt haben. Gestern in der Früh waren wir noch bei 12°C im Regen am Atlantik. Heute Abend sind die Mädels mit Marc ans Meer gefahren und haben ihre Füße in den warmen Sand gesteckt.

ERST SCHLAMM, JETZT SAND, BALD SCHNEE!

kim P1010185 15. Juni 2016

Montpellier ist eine schöne idyllische Stadt und die kleinen Gässchen sind eigentlich tolle Motive. Wenn da nicht die Enge wäre und die ganzen anderen Autos. Wir haben heute früh probiert einige Spots in der Stadt auszunutzen wurden aber durch andere Autos immer wieder gezwungen weiter zu fahren. Man kann einfach ohne etwas Ruhe keine Fotos machen.

Wir haben heute 3 weitere gute Fotos der Autos in den Kasten bekommen. Auch wenn Marc alleine los musste und ich im Bett blieb, wenigstens etwas.

Danach konnten wir uns zum Abschluss des Tages dann doch noch einige Bierchen gönnen. Hier sieht man übrigens einen normalen RoadTrip Abend für Marc… 7 Minibierchen und dann Bett. Mehr geht nicht, wenn man am frühen Morgen dann ohne Restalkohol aufwachen möchte. Don’t Drink And Drive!

PROST UND GUTE NACHT

kim P1000995 15. Juni 2016

Fazit des Tages? Boah… schwierig. Einerseits sind wir glücklich am Meer zu sein aber andererseits bin ich kranker als noch gestern oder die Tage vorher. Es wird kritisch! Wir kriegen Fotos in die Knipskiste aber weniger als eigentlich benötigt!

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Kommentare (1)

One thought on “TAG 06 – MONTEPELLIER + SONNE = GEIL

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