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2. September 2016


Es geht nix mehr. Ich bin froh kein Thermometer dabei zu haben. Ich denke würde ich Fieber messen, dann würde ich nicht mehr weiter fahren sondern zum Arzt gehen. Aber da ich nicht messen kann, hab ich kein Fieber. Jedenfalls nicht dass ich davon wüsste.

REGEN NICHTS ALS REGEN

Man kann im Leben Glück haben und man kann Pech haben. Ich denke die letzten Stunden haben uns die Pech-Seite gezeigt. Klar, die Bretagne hat sicherlich auch schöne Seiten. Bloß wo? Vor allem war in den letzten Stunden der Regen so stark, dass wir uns nicht mal aus dem Auto trauten.

desiree P1010390 14. Juni 2016

Wir hatten beschlossen dem Norden Frankreichs endlich den Rücken zu kehren und dem Süden entgegen zu fahren. Wir wollten in einem Tag von wirklich ganz oben nach wirklich ganz unten düsen und damit dem Regenwetter ein Riegel vorschieben.

Knapp 1000km lagen auf dem Tagesplan und ohne Frühstück im Hotel starteten wir auf unsere Reise. Kein Stoppen, kein Sightseeing, einfach nur Effizienz.

Jeder Tag kostet uns Bilder. Wir haben ein Abgabe von X Bildern pro Produktionstag versprochen und ein Tag nur durch die Gegend eiern bedeutet im Umkehrschluss dass wir die Bilder an anderen Tagen zusätzlich umsetzen müssen. Das ist leichter gesagt als getan. Eigentlich geplant war jeden Tag nur etwas mit dem Auto zu fahren. So zwischen 200 und 400km war angemacht. Dabei bleiben nämlich noch einige Stunden für die Fotos, Einchecken und Co. Naja, Pläne sind für einen roten Faden, nicht um sich daran zu halten 🙂 *ZWINKER!

kim P1000885 14. Juni 2016

WHATSON ÜBERNEHMEN SIE!

Ich bin heilfroh dass wir gestern Desiree dabei hatten und die unerschrockene Hamburgerin das Autofahren liebt. Ok, wer auf einen Roadtrip mit komme, der braucht eine seichte Affinität für Autos. Aber zwischen „ok ich komme gerne mit, ich mag Autos irgendwie“ und „yippie ich darf 1000km nonstop fahren, megaaaaaa“ liegt dann doch noch ein großer Unterschied.

Ich musste mich nämlich komplett vom Steuer zurück ziehen. Es ging einfach nicht. Ich war zu platt und es wäre zu gefährlich gewesen. Außerdem wollte ich den sowieso verschwendeten Reisetag auch gleichzeitig als Ruhetag nutzen. Mit Nackenhörnchen so viel schlafen wie möglich und Energie tanken.

kim P1000894 14. Juni 2016

Während ich schlief fütterte Marc weiterhin die französischen Mautautomaten mit hart verdienten Euronen. Ich muss sagen, ich bin wirklich froh dass wir in Deutschland sowas nicht haben. Es nervt dauernd anzuhalten und Geld rein zu stecken und es ist Schweine teuer. Wir haben bisher schon alleine für Maut hunderte von Euro ausgeben. Hunderte!!!!

desiree P1010399 14. Juni 2016

Aber ich möchte nicht meckern. Denn mit jedem Kilometer auf der Reise gen Süden wurde das Wetter besser und besser. Die Straßen wurden trocken und der Himmel war sogar plötzlich als solcher Erkennbar. Die graue Suppe war verschwunden und stellenweise konnten wir blaue Stellen erahnen. Jede wurde freudig durch das Walkie-Talkie weitergegeben. „SEHT IHR DA OBEN RECHTS? DA IST BLAU ZU ERKENNEN!!! ODER???“. Die Stimmung wurde mit jedem km freudiger und freundlicher. Es wurde sogar stellenweise wieder gelacht.

DAS WETTER WIRD BESSER, DIE STIMMUNG AUCH!

kim P1000938 14. Juni 2016

Ziel unsere heutigen Reise war Montpellier. Ein anscheinend wunderbares Städtchen im Süden Frankreichs. Deutlich weg vom Negativ-Molloch Marseilles aber schon nah genug am Mittelmeer für absolut mediterranes Klima.

kim P1000960 14. Juni 2016

Dort angekommen konnten wir endlich mal wieder die Kameras raus holen. Ohne Regenschirm und dicker Winterjacke war es einfach nur toll wieder laufen und fotografieren zu können.

Wir hatten für die Nacht eine kleine AirBnB Wohnung gemietet. Also kein Hotel sondern eine privat geführte Pension. Durch die letzten Tage waren wir ausgehungert durch ständig McDonalds und sonstigen Schrott. Da der Tag sowieso bereits „verschwendet“ war und wir jetzt nicht auch die letzten Stunden durch die Gegend rasen wollten um doch noch eine schöne Location für die A oder G-Klasse zu finden, entschieden wir uns einfach richtig gut essen zu gehen.

Wir fragt unseren Gastgeber nach einer Empfehlung und wurden von diesem sogar persönlich durch das Dorf zum Ladenlokal gebracht. Persönliche Vorstellung und Empfehlung inklusive.

desiree P1010409 14. Juni 2016

Und was soll ich sagen??? Langsam verstehe ich den Begriff GOTT IN FRANKREICH. Das Essen war einfach nur großartig. Sowohl die Zutaten als auch die Kombination.

Da war auch für kurze Zeit meine Krankheit, Fieber und meine Gliederschmerzen weg.

desiree P1010424 14. Juni 2016desiree P1010421 14. Juni 2016kim P1000981 14. Juni 2016kim P1000976 14. Juni 2016

Das gute Wetter hatte auch meine Kräfte wieder hervorgeholt. Ich fühlte mich frei und frisch. Auf dem Weg zu Besserung ging ich trotzdem früh ins Bett, die anderen setzten sich noch an das Instax-Buch und tranken einige Dosen Bier. Ich war da hingegen schon lange im Traumland um mit neuer Energie in den morgigen Tag zu starten.

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