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16. Juni 2016


NICHT VERZWEIFELN

Irgendwie geht es steil bergab :-)… das schreibe ich mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Meine Erkältung wird von Sekunde zu Sekunde schlimmer und gleichzeitig, als ob es da eine Verknüpfung gäbe, wird das Wetter mieser und mieser. Wir können kaum aus dem Auto aus steigen ohne dass uns die Wagentüre vom Wind förmlich zugeschlagen wird. Der Regen peitscht teilweise waagerecht durch die Gegend und die Möglichkeiten Fotos zu machen, nehmen von Sekunde zu Sekunde ab.

Ein Wunder, dass die Stimmung noch so gut ist. Ich weiß auch nicht warum aber mit den beiden Mädels haben wir echt einen Glücksgriff gezogen. So richtig viele Fotos konnten wir bisher nicht machen, liegt aber teilweise nicht nur an uns, sondern wirklich am Wetter. Und trotzdem genießen die beiden den Trip.

Am frühen Morgen dieses Tages entschlossen wir uns daher einen Trip in Richtung Süden zu machen. Als nächste große Station auf unserem Roadtrip stand sowieso das Mittelmeer und in der Bretagne sind Autobahnen nicht wirklich vorhanden. Also war es das Tagesziel einfach ein Stück in Richtung Süden vorzudringen und sich strategisch gut in Richtung Autobahnen zu positionieren. Dafür suchten wir uns die beschauliche Atlantikstadt Vannes als Ziel aus. Circa 3h Fahrt quer durch die Bretagne standen uns bevor und wir waren vorbereitet jederzeit Halt zu machen und Fotos zu knipsen.

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Pustekuchen. Die Fahrt war gesäumt von Wasser, Wasser, Wasser. Und ich meine damit nicht den Atlantik. Ich meine das hässliche Wasser was in Mikrodosen vom Himmel prasselt. Die Landschaft ist spitze, atemberaubend und faszinierend. Man kann es bloß nicht nutzen oder genießen wenn man durch den Scheibenwischer auf schnellster Stufe blinzeln muss.

kim P1000727 13. Juli 2016

By the way… so langsam können wir die Navigationsstimme echt nicht mehr hören…

ROUNDABOUT… ROUNDABOUT… ROUNDABOUT… ICH HASSE KREISEL

kim P1000716 13. Juli 2016

Angekommen in Vannes, mussten wir entstetzt feststellen, dass sich die wetterliche Lage nicht einen Deut gebessert hatte. Also entschlossen wir kurzerhand den Mädels einen Belohnungs-Spa-Tag zu gönnen. Wir suchten uns ein schickes Hotel mit SPA Bereich und fuhren auf kürzestem Wege dort hin. Der Wind war so stark, dass wir Probleme hatten geeignete Kleidung zu finden. Temperatur war gefühlt bei 8-9 Grad und es war kein Spaß.

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Lustig ist übrigens auch die Tatsache, dass WIFI als anscheinend so besonders gilt, dass Platz auf dem großen Schild am Eingang findet 🙂

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Während die Mädels Zeit im Spa verbrachten, sich den Whrilpool, die Dampfsauna und den Ruhebereich gönnten, versuchte ich meine Erkältung etwas zu zügeln. Ich versuchte über etwas kurzen Schlaf im Bett körperliche Vitalität wieder zu finden. Mit mittelmäßigem Erfolg.

WIR HABEN DIE MÄDELS NICHT GEZWUNGEN IM SPA BEREICH ZU FOTOGRAFIEREN!

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Also was solls, irgendwie muss es ja weiter gehen. Und was brauchen richtige Kerle um richtig zu Arbeiten? Richtig, Essen! Also erstmal ins nächste Restaurant und in Ruhe ein richtiges Essen eingenommen. Natürlich nicht nur ich alleine sondern wir alle zusammen.

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Die Stärkung war ausreichend genug um nochmals auf einen abendlichen Trip zu starten. Zwischenzeitlich war es 19 Uhr und auch am Vortag hatten wir ja am Abend Glück gehabt. Die Wolken brachen auf und wir erlebten mitunter den schönsten Sonnenuntergang am Meer bisher. Warum also auch nicht heute? Ein Versuch war es wert. Alle zusammen in einem Auto und los ging die Fahrt.

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Und tatsächlich fanden wir einen kleinen coolen Spot am Meer für unsere G-Klasse. Schwubs waren die Aufnahmen im Kasten und es konnte weiter gehen.

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Während die Kerle die Autos fotografierten, waren die Damen mal wieder mit sich selbst beschäftigt. Welche Tragödie, ich weiß. Aber ist halt so. Und was soll ich sagen, die Mädels haben es drauf. Guckt auf dem nächsten Bild einfach mal die Location an, die von den beiden herausgesucht wurde. Wenn das kein gutes Auge ist???

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Bis jetzt sind 4 Tage ins Land gegangen und wir haben noch 8 Tage über. So ein bisschen überkommt uns auch leichte Panik. Ich denke jeder Selbstständige kennt das. Vielleicht mag dieses Tagebuch auch einfach nach zu viel Spaß klingen aber Marc und ich sitzen tatsächlich im Auto und sprechen darüber, welche Dinge wirklich notwendig sind und welche Sachen zusätzliche Bonus-Dinge waren. Wir fangen gerade schon an, unsere Todo-Liste zu verkleinern und konzentrieren uns auf die wirklich wichtigen Dinge des Trips. Ja, wenn man abliefern muss, dann muss man abliefern und die Entscheiden was weg fällt und was bleibt, die ist extrem wichtig.

8 Tage sind zwar noch genügend Zeit aber viel mehr darf nicht schief gehen. Ansonsten kommen wir mit weniger nach Hause als benötigt wird und dann haben wir ein Problem. Aber gut, EASY RELAX und WIRD SCHON WERDEN…

Zurück in die Bretagne. Es war einfach nur bitterlich kalt und extrem windig und ich habe auch ein extrem schlechtes Gewissen selbst krank zu sein und die Mädels in irgendwelchen knappen Outfits in der Kälte herum springen zu lassen. 🙂 Komisch… macht mir sonst nix aus! Hähä…

BIBBER BIBBER

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Schlussendlich nutzten wir die letzten Minuten des Tages einfach nur um durch die Gegend zu fahren und wurden mit einer kleinen, fotogenen Meeresbucht positiv überrascht. Wir konnten nochmals drei vier Fotos auf die Karte pressen und auch ein gemeinsames Bild zum Abschluss des Tages.

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Morgen werden wir aus der Bretagne abreisen. Wir haben einige tolle Fotos aber im Endeffekt ist das Wetter einfach zu schlecht. Wir können nicht entspannt arbeiten, wenn es entweder regnet oder der Wind alles weg bläst. Irgendwie macht das Wetter auch leicht depri und wir brauchen Sonne und Sommer um wieder fit zu werden. Morgen geht es dann 1000 km in den Süden ans Mittelmeer. Dort sagt die Wetter-App, dass es 28 Grad gibt und Sonne pur.

Nichts desto trotz, die Bretagne war einzigartig schön. Die kleinen Dörfer mit ihren süßen Häusern, die Landschaft und das Meer. Traumhaft schön, wenn wir nicht dauernd arbeiten müssten. Dann könnte man sich dick einpacken und das schlechte Wetter genießen.

MIT DER KAMERA IST ALLES SCHÖNER

desiree P1020004 13. Juni 2016

Daher sagen wir an dieser Stelle BYE BYE BRETAGNE… morgen ist ein Hardcore-Reisetag angesetzt!

Viele Grüße

Martin, Marc, Desi und Kim

12mm P1020053 13. Juni 2016

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Kommentare (3)

3 thoughts on “TAG 04 – WENN, DANN RICHTIG!

  1. Lieber Martin,

    gute Besserung wünsche ich Dir! Ich hoffe, der wärmere Süden tut Deinem Körper gut.

    Hätte ich es vorher gewusst, wäre mir eine schöne Location in der Bretagne eingefallen. Da war Matula in der 1980ern in einer Folge von Ein Fall für Zwei unterwegs… und ich habe meine Flitterwochen in einem kleinen Fischerdorf verbracht.

    Alles Gute, schöne Grüße an Marc und die Mädels. Es macht Spaß zu lesen und zu sehen, was Ihr so macht.

    Viele Grüße
    Simon

  2. Ich freu mich jeden Tag auf Euer Reisetagebuch und natürlich auf die Bilder! Ich wünsche Euch noch einen tollen Trip und gute Besserung an Dich, Martin. Die Bretagne ist immer eine Reise wert…wenn nur das Wetter nicht oft so unwirtlich wäre 🙂
    Bin auf Eure weiteren Eindrücke sehr gespannt!!!

  3. Bon jour Bretagne,
    als ich mit Freunden in die Bretagne fuhr, wünschte uns eine Mutter einen Sturm in der Bretagne zu erleben. Leider hatten wir 2 Wochen nur Sonnenschein.
    Kann man den Sturm genießen?
    Gute Besserung Martin.
    Und nicht vergessen, eine Erkältung dauert mit Medikamenten 7 Tage, ohne Medikamente eine Woche.
    Viele Grüße
    Olaf

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