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15. Juni 2016


DAS FÄNGT JA GUT AN!

Heute gibt es nix Tolles zu berichten. Aufgewacht bin ich mit einem Schädel so groß wie ein ganzer Kontinent. Erkältung. Ich möchte jetzt nicht Grippe sagen, weil Grippe ist schon was Schlimmeres. Aber mich hat es so richtig erwischt. Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, dröhnende Nase, Husten und leichtes Frösteln. Na prima! Das an Tag Nr. 3 von 12. YIPPIE!

Aber genau sowas ist doch immer. Man kann es sich nicht aussuchen und es kommt immer so, wie man es gar nicht brauchen kann. Und trotzdem heißt es für uns alle. DURCHZIEHEN! Marc muss halt jetzt noch mehr ackern und ich muss mich etwas schonen und versuchen die 9 restlichen Tage irgendwie zum Gesunden zu nutzen. Ich habe gerade ein Foto aus den gestrigen Fotos gefunden und mein Gesichtsausdruck zeigt deutlich mein körperliches Befinden. Da planen wir übrigens gerade am Frühstückstisch den Tag und unsere heutigen Spots.

P1000670 12. Juni 2016

Für uns ist dieser Trip ja kein Urlaub. Es ist ARBEIT. Auch wenn es vielleicht äußerlich den Anschein macht, als dass wir ein paar tolle Spielzeuge dabei haben und bisschen durch die Gegend cruisen. Wir haben harte Abgaberichtlinien und ein Soll zu erfüllen. Müssen! Aus Basta Schluss. Die Modelle tun mir gerade etwas leid weil ich natürlich jetzt so ein bisschen aus dem Rennen bin und ich bin gerade sowas von happy, dass die beiden Schönheiten Kameras haben und sich selbst beschäftigen können. Die brauchen uns gar nicht mehr 🙂 die machen selbst richtig tolle Fotos.

ARSCHBACKEN ZUSAMMEN KNEIFEN, DURCHZIEHEN!

Ok, wenn Murphy es so will, dann wird es eben harte Arbeit und nix mit Erholung. Brauch ich sowieso nicht! Wofür gibt es Drogen? Also ging der erste Weg auch schnurgerade zur Apotheke. Para und weg sind die Schmerzen. Hilft nicht gesund zu werden aber da hilft eigentlich eh nur Ruhe, Trinken und Warten. Und genau diese drei Dinge sind unmöglich in den nächsten 9 Tagen.

P1000813 12. Juni 2016

Vorher haben wir noch einen kleinen Drohnenflug gemacht. Und zwar für unseren liebevollen Hotelier. Wir haben nämlich ein richtiges kleines Landgut als Hotel gefunden und wurden da fürstlich beherbergt. Und als Dankeschön haben wir die Drohne aufsteigen lassen und einige Fotos des Hotels aus der Luft gemacht. Karte direkt an der Rezeption kopiert und mit ganz viel Dank überschüttet worden.

Kim P1000494 12. Juli 2016

Dabei haben wir gar nicht viel gemacht. So sieht eines der Fotos aus der Drohne aus. Unbearbeitet und direkt als JPG gespeichert. Aber ich denke die nächsten Prospekte werden mit der einen oder anderen Aufnahme aus der Luft verziert werden. Wir haben in 10 Minuten Flugzeit so ziemlich jede Ecke aus jeder Höhe kurz fotografiert und der werte Herr Landgutbesitzer kann sich den richtigen Schuss aussuchen.

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Und genau das ist übriegns etwas, was man als Fotograf immer machen sollte. Versuchen den Leuten zu helfen und näher zu kommen mit seinen Fotos. Denn plötzlich verriet der werte Herr uns zwei richtig coole Spots in der Umgebung. Aus freien Stücken bzw. Dankbarkeit. Ein SixPack selbst gebrautes Bier und einen Wein gab es oben drauf. Wow, so sieht Dankbarkeit aus. Und das ist doch eine Sache, die wir Fotografen am Liebsten haben. Meist bekommt man nur nach Monaten irgendwann eine Überweisung aber hier gibt es einen richtigen Handschlag, Dankbarkeit und Freude in den Augen und ein gesprochenes MERCI! Das ist doch der eigentliche Sinn und Zweck von Fotos und sowas ist viel mehr Wert als hundert Kommentare bei Facebook.

WAS IST SCHÖNER ALS EIN EHRLICHES DANKE?

By the way… darf man unter Paracetamol-Einfluss Drohne ffiegen?

Ok, also zurück auf die Straße. Mit unseren Autos gibt es ein morgendliches Ritual. So wie wir alle jeden Morgen unter die Dusche springen, so geht es auch für unsere Autolein in die Waschstraße. Und zwar jeden Morgen, egal wie dreckig die Autos sind, sie werden richtig sauber gemacht.

P1000714 12. Juni 2016

Das erste Auto hab ich noch angefangen, musste dann aber feststellen, dass selbst das Halten der Hochdruckreinigungsstange zu anstrengend für mich ist. Also habe ich schon wieder die Arbeit an Marc abgeben müssen.

P1000672 12. Juni 2016

Zwei Autos, richtig sauber machen, das kostet jeden Morgen eine Stunde. Aber dann spart man sich eben auch viel Retusche und Aufwand und die 5 € pro Auto sind es echt wert.

P1000680 12. Juni 2016P1000694 12. Juni 2016P1000675 12. Juni 2016P1000691 12. Juni 2016

Blöde nur, dass es just in dem Moment anfing zu regnen und für diesen Tag auch nicht mehr aufhören sollte. Aber egal, immerhin fuhren wir dann mit sauberen Autos im Regen umher. 🙂 Und übrigens perlt dann der Regen umso besser wenn der Lack richtig sauber ist. Und bei 50 Megapixel sieht man auch die einzelnen Regentropfen auf den Autos!

Wir entschlossen uns also gegen 12 Uhr, soviel Zeit hatten wir schon vertrödelt, zum Atlantik zu fahren. Wir hatten einen Tipp bekommen, dass es einen alten Schiffsfriedhof gäbe. Bloß wo genau, das wussten wir nicht. Aber wozu gibt es Sprache und Fragen kostet nix. Nur nervig sind die andauernden Sackgassen aus denen man wieder rückwärts raus rangieren muss.

Kim P1000552 12. Juli 2016

Den Friedhof hatten wir nach einiger Zeit auch gefunden. Und was soll ich sagen… Fantastisch!!! Allerdings strömender Regen. Und wenn ich gerade strömender Regen sage, dann meine ich das auch so. Atlantik-Weltuntergangsregen! Aber was solls… so eine Location lässt man sich nicht entgehen, egal wie das Wetter ist. Also raus die Kamera und Fotos geamcht.

WAS FÜR GENIALE LOCATIONS GIBT ES HIER DENN? WAHNSINN?

P1000742 12. Juni 2016P1000725 12. Juni 2016P1000720 12. Juni 2016Kim P1000543 12. Juli 2016Kim P1000540 12. Juli 2016

Wobei ich dann beim Objektivwechsel schon echt Angst hatte, dass die richtig großen Regentropfen irgendwie in die Kamera hinein kämen. Es ist eine Sache wenn die Kamera und das Okjektiv außen nass werden aber innen… AUA!!! 🙁 Und die 5DSR ist jetzt auch nicht die dichteste aller Kameras!

P1000750 12. Juni 2016

Nach unserem Shooting am Schiffsfriedhof entschlossen wir uns nochmals kurz zu einem Ausflug an die Nordküste der Bretagne. Laut der Wetter-App gab es dort einige trockene Spots in circa 100km Entfernung. Also losgedüst und ja… wir hatten wirklich Glück und konnten genau am Cap Fréhel dem Regen entfliehen. Das war der Spot an dem wir gestern schon waren.

Kim P1000571 12. Juli 2016

Zwischenzeitlich ging es mir immer schlecht und schlechter und die Mädels kamen auf die Idee, Krankheit bekämpft man am Besten mit Ablenkung!!!

P1000795 12. Juni 2016

Was soll ich sagen??? Es hat nicht geholfen!

Das Wetter war so drückend und schlecht wie meine körperliche Verfassung und ohne dass Desiree das Steuer übernommen hätte, wäre der Trip auch evtl. sogar beendet gewesen für einige Ruhetage. So saß ich auf dem Beifahrersitz und schlummerte bzw. schnarchte den Schlaf der Gerechten.

Kim P1000581 12. Juli 2016

Zwischenzeitlich versuchten wir immer wieder mit der G-Klasse direkt ans Wasser fahren zu können. Schafften es aber den gesamten Tag nicht. Entweder Privatgelände oder eben Durchfahrtsverbote. 🙁 Arg…

Kim P1000579 12. Juli 2016

Für uns heißt es jeden Tag ein Hotel weiter reisen und während wir zum nächsten Hotel fahren, suchen wir tolle Spots und Locations für Fotos. Wir fahren dabei oft quer durch die Pampa. Und der gesamte Tag war absolut frustrierend. Nur Regen, nur Nichts! Keine Fotos, nichtmal aus dem Auto aussteigen!

So ein Wetter kann echt depressiv machen!

EIGENTLICH WOLLTE NIEMAND RAUS, WIR TATEN ES ABER TROTZDEM!

Aber nachdem wir unsere Sachen im nächsten Tages-Hotel abgestellt hatte, nahmen wir nochmals allen Mut zusammen, die Mädels und Marc trugen mich ins Auto und fuhren einfach mit der A-Klasse gen Westen. Wie sagt man, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Und Tatsache. Wir kamen am Atlantik an und wurden nicht nur mit einer großartigen verlassenen Location belohnt, die Wolken brauchen auf und die Sonne kam durch. WOW! Was für ein Moment.

Voller Begeisterung stürmten die Mädels auf die Felsen und zückten die Kameras. Die Auslöser rauchten und während Marc und ich uns ärgerten, nicht mit der G-Klasse gefahren zu sein, blieb uns bloß noch die Drohne raus zu holen und wenigstens ein paar tolle EyeCandies vom Atlantik zu machen.

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Es war faszinierend schön! Lauter Felsenansammlungen die aus dem Wasser heraus ragten. Dazwischen die untergehende Sonne!

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Und kaum hatten wir die Drohne in der Luft, was machten die Mädels? Klar, Fotos! Und da sagt man immer, dass diese bösen Fotografen so böse mit den Modellen umgehen???? Ne… die sind genauso gnadenlos miteinander. Die eine in dicker Jacke und die andere halb nackt!!! Soso!!!

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Aber anscheinend hat es sich ja gelohnt. Ich selbst habe noch kein Bildergebnis gesehen aber…

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…ich kann an dieser Stelle mal ein Bild vom vorherigen Tag zeigen. Das Foto hat Kim von Desiree gemacht. Und zwar ohne Bearbeitung, ohne RAW, direkt in der Kamera…

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Schlussendlich war ich aber auch mit meiner Kraft am Ende und daher entschlossen wir uns nochmals kurz den Abend mit einem kleinen Live-Drohnen-Stream bei Facebook ausklingen zu lassen. Da die Verbindung des Handys am Strand aber eher mau war, gab es viele Sprünge und das Video war nicht ganz zu sehen. Daher hier nochmals eine valide Version, zwar ohne Ton, aber manche Bilder brauchen gar keinen Ton. Einfach die tolle Stimmung genießen.

Es ging STRAIGHT HOME und wir alle schlummerten friedlich ein. In der Hoffnung auf a) besseres Wetter, b) besseres Wetter und c) mehr Gesundheit für mich! 🙂

Lieben Gruß

Marc, Desiree, Kim und Martin

PS: Wir befinden uns gerade immer noch in der Bretagne in der Nähe von Molaix. Einen großen Ortswechsel gab es nicht!

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Kommentare (2)

2 thoughts on “TAG 03 – TRES MALADE

  1. Dear Martin, Paracetamol muss man in Bretagne mit Chouchen trinken. Dann sollte alles besser gehen. Viele gesundheits grüße und bonjour zum team.

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