26. März 2018


#TRANSPARENZ -> Das fertige Endergebnis, nämlich die freie YouTube Videostrecke DESTINATION NEUSEELAND ist finanziert durch Nikon Deutschland. Mehr Infos! Dieser Blogbeitrag hat nichts mit irgendeiner Abrede zu tun. Wir haben schon in Island und während Frankreich ein Tagebuch geschrieben. Hier gibt es auch keine Amazon Links und keine sonstigen „Werbelinks“. Einfach nur ein ehrliches Tagebuch über das Leid zweier armer kleiner Fotografenhanseln.

04.03.2018 – Heute, am letzten Tag, muss ich das Tagebuch leider etwas brach liegen lassen. Mir fehlen schlichtweg Fotos von den letzten 40 Stunden. Genauer gesagt der letzten 41h25min35sec. So lange haben wir gebraucht von Tür zu Tür. Also vom Moment in dem wir die Türe am Camper geschlossen und die Türe zum Studio in Köln betreten haben. Wir waren während dieser Zeit so sehr mit Arbeiten beschäftigt, dass wir die Kameras ganz vergessen haben. Es war einfach zu viel zu machen und nichts davon hatte mit Fotografie zu tun, sonst hätten wir sicherlich mehr Fotos gemacht.

Entschuldigt auch wirklich meine leichte Leb- und Lustlosigkeit. Die Akkus waren seit Tagen schon leer. Aber jetzt mit dem dem letzten Tag hat uns alle Kraft verlassen. Sagt der  Begriff ZOMBIE etwas? Nein? Dann mal bitte googeln…

Unsere Körper und Geister haben bis zum letzten Moment noch funktioniert aber irgendwann ist damit eben Schluss und das ist bei mir z.B. der Fall, wenn ich weiß, dass die Daten auf der Festplatte sind und nichts mehr getan werden kann. Daher ist mein heutiges Schreiben auch nicht mehr wirklich energetisch und voller Euphorie.

Ich habe im Flugzeug die Strecke der letzten 13 Tage zusammengesetzt. Unser GPS-Tracker hat einen feinen Job gemacht und bis auf ein paar mini Lücken die gesamte Strecke perfekt zusammen bekommen.

Aber zurück zu den wirklichen letzten Minuten auf der Pazifik-Insel Neuseeland. Wie schon angedeutet, die Nacht und der letzte Morgen waren schlichtweg verrückt. Schlaf Fehlanzeige.

Immerhin musste alle Ausrüstung sauber sortiert, überprüft und gezählt werden. Wir mussten feststellen, ob wir auch wirklich alles beisammen hatten und viel schwieriger, alles musste auf die Koffer verteilt werden. Und zwar erneut in der entsprechenden Logik. Lithium Akkus raus aus den Geräten ins Handgepäck aber alles so verteilen, dass es eben keine Probleme mit den Gewichtsgrenzen geben würde. Also nie mehr als 6-7kg zu viel Handgepäck. 🙂 Hihi…

Das wäre alles viel einfacher gewesen, hätte es nicht geregnet über die Nacht. Heute früh waren wir wirklich alle Gaga. Komplett Gaga!

Die Koffer waren in der Früh gepackt und standen bereit für den Flug. Unsere Koffer sind Schalenkoffer und innen drin befinden sich teilweise ganze Rucksäcke voll Ausrüstung. Also ist der Koffer teilweise nur eine Art Schutzhülle für Rucksäcke. Mit den Koffern können wir ja nicht arbeiten, dafür brauchen wir aber die Rucksäcke! In die großen Koffer gehen zwei Rucksäcke perfekt rein.

Das letzte Essen wurde gegessen. 🙂 Der Trip endet wie er angefangen hat. Nämlich mit kulinarischen Tiefpunkten.

Es gab Fertignudelsuppe und…

…Würstchen mit Cashewnüssen!

Und ein finales Putzen gab es auch. Der Schmutz von 14 Tagen musste weg und es wurde ordentlich geschrubbt. Wir hatten damit bis zum letzten Moment gewartet um nicht nach dem Frühstück nochmals putzen zu müssen.

Thilo war dann irgendwann der letzte in unserem Höllenmobil und durfte obligatorisch die Türe ein letztes Mal schließen.

Abflug war von Christchurch nach Melbourne um circa 15 Uhr, wir verbachten davor noch leider 4 Stunden am Flughafen schließlich mussten wir den Camper bis 10 Uhr zurück bringen.

Der Flug nach Abu Dhabi von Melbourne ging dann um 21 Uhr nachts los…

…und ab da gibt es nix mehr… wir waren alle froh die Kamera weg legen zu können. Irgendwo ist auch Schluss mit Fotografieren. Ich glaube keiner von uns hat noch irgendwas fotografiert.. Noch nicht einmal mit dem Handy.

Ich versteh irgendwie nicht, wie man ständig posten und instagrammen kann. Bei uns muss das irgendwie passen und irgendwann gibt es eben auch Momente, da ist die Lust und der Spaß einfach weg. Wir waren auf jeden Fall mächtig froh, als wir wieder auf deutschem Boden landeten und die Tür zum Studio aufschlossen.

Jetzt nur noch schnell auspacken und dann hoffen, dass der Jetlag uns nicht komplett kaputt macht.

Marc, Thilo, Julian und Martin


Kommentare (8)

8 thoughts on “K&G DESTINATION NEUSEELAND – 13

  1. Eine wirklich großartige Serie. Den Bildlook verstehe ich zwar die ganze Serie schon nicht, habe trotzdem jeden Tag gewartet und gefiebert auf Eure Beiträge. Danke dafür!!!

    Gibt es denn schon ein „Launch-Date“ der Videos und Ergebnisse Eurer Tour durch Neuseeland?

  2. Wirklich super Berichte.
    Ihr habt mir wirklich viele Tage versüßt.
    Es hat richtig Spaß gemacht zu lesen, was Euch so widerfahren ist.
    Freue mich schon auf die Videos.
    Bis hierhin sage ich jetzt erstmal ganz herzlich, vielen Dank für die tollen Geschichten.
    LG Jan

  3. Bleibt nichts mehr zu sagen außer DANKE! Danke das ihr uns durch eure Hochs und Tiefs mitgenommen habt. Durch den Sturm, den Regen, den Staub in eurem 2-Mann-Luxus-Camper… das tägliche 4 in 1 Gänge-Menü von Eiern, Bohnen, Käse und Zwiebeln… euren fairen Game-Play bei Schere-Stein-Papier und dann doch IMMER Thilo im Wasser stand. Ihr seid Super und das was ihr macht inspiriert andere!

  4. Tolle Arbeit und danke für den ausführlichen Reisebericht! Nachdem Jörg etwas über den Reisebericht gepostet hatte, habe ich jeden Abend die neuen Beiträge durchgelesen und bin angetan.

    Viele der Bilder sind mir persönlich etwas zu Farblos. Ich bin sehr auf die Videos gespannt.

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