21. März 2017


Nach unserem Stop in der Domenikanischen Republik zog es die AidaMar weiter gen Osten mit den Britischen Jungferninseln als Ziel. Das ist wirklich klassische Karibik, so wie man es aus den Urlaubskatalogen kennt und man muss dazu sagen, dass es eben Außengebiete von England sind. Das konnte man schon beim ersten Anlegen direkt erkennen. Ein krasser Unterschied zum letzten Stop in der DomRep. Liegt vielleicht etwas an den Fiskalgesetzen aber da mag man ja eher mutmaßen als wissen.

Erst Tagesvideo drehen… dann Action

Für unser Pärchen ging es nach der obligatorischen Videostunde mit Martin mit einem vollen Kopf und einer neuen Tagesaufgabe auf nach Tortola. Das Schiff landete am Pier in RoadTown und das gesamte Team verließ RoadTown in Richtung Virgin Gorda per Schnellfähre.

Das Schlechte für uns ist bei all den Ausflügen und Aktivitäten, dass die meisten sich sehr strikt an Sicherheitsrichtlinien eines deutschen Kreuzfahrtschiffes halten. Gut für die Sicherheit aber eher uncool für die Kreativität. Lauter Regeln und nix ist erlaubt! 🙂  Wir müssen folglich immer viel Bestechung betreiben, sei es durch harte US-Dollar oder direkt vor Ort über eine menschliche Verbindung mit den Leuten.

Auf der Schnellfähre war es z.B. verboten auch nur aufzustehen und umherzulaufen. Blöde aber, wenn man verschiedene Zeitraffer machen möchte, ActionCams an verschiedenen Stellen des Schiffes aufbauen und abbauen muss und dazu noch das Pärchen des Crashkurses filmen möchte.

Auf jeden Fall leerte jede Aktivität unsere Dollar-Bargeld-Kasse weiter und weiter, aber im Endeffekt kommen wir auf diese Weise mit tollem Material heraus. Und das ist das Wichtigste. Die Leute hier in der Karibik halten es mit Regeln eh nicht so wie wir Deutschen und das, was am Besten funktioniert ist immer auf eine ehrliche, direkte und vertrauensvolle Ebene den Grund für unser besonders Anliegen zu erklären. Auf jeden Fall war aber die fast 1h dauernde Fährfahrt durch die Arbeit währenddessen äußerst schnell vorüber.

Lustig ist bloß immer, dass wir nie ganz genau wissen, wer die Arbeit machen muss und wer von uns im Team die Bootsfahrt nicht so gut aushält. Wir alle haben kein Problem mit Schwanken und auch keine Angst vor Wellen oder Seegang. Aber während dieses konstanten Gewackels noch durch den Sucher zu gucken und möglichst ruhig zu filmen, das ist ein ganz anderes Kaliber. Irgendwer von uns wird auf jeder Fahrt von der Übelkeit übermannt und das Hauptproblem dabei ist, dass wenn es einem mal übel ist, es kaum wieder weg geht. Und wir haben festgestellt, dass gerade die Stabilisierung in den Kameras dazu führt, dass einem besonders schlecht wird. Denn dann stimmt die Wahrnehmung des Körpers nicht mit der visuell ruhigen Sichtweise überein. Das kriegt der Kopf nicht so einfach gebacken! 🙂

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Nach circa. 1,5h Gesamtreisezeit (Es ging mit Bus weiter an den Strand!) waren wir endlich an unserem Tagesziel angelangt. VirginGorda mit den außergewöhnlichen Felsen am Strand von TheBaths.

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Wirklich sehr eindrucksvoll schlängelt sich ein Weg bis zum Strand und man kommt an fantastischen Kakteen vorbei.

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Unser Pärchen genoss den Abstieg, machte viele Fotos, nutzte den einen oder anderen Spot für ein kleines Fotoshooting. Für Thilo sah es etwas weniger entspannt aus. Er musste den beiden mit der Videokamera folgen, denn jeder Schritt soll ja dokumentiert werden und teilweise war der Weg eher ein Kletterpfad als ein „Weg“.

Sonnenbrand-Flavor

Dank Stabilisierungssystem und 4K/60fps kamen aber ziemlich beeindruckende und verdammt ruhige Aufnahmen heraus. Nur dem sowieso schon vorhandenen Sonnenbrand von Thilo war der gesamte Tag nicht wirklich zuträglich. Oder zuträglich schon, aber eben im negativen Sinne.

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Heute war es übrigens so heiß, dass selbst Sonnenanbeter Marc nur mit dem Handtuch über dem Kopf überhaupt das Schiff verlassen hat. Und der Sonnenbrand von Thilo wird von Tag zu Tag schlimmer :-(!

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Der Karibikstrand von TheBaths ist schon sehr beeindruckend. Wobei es schon richtig Wellengang und Brandung gibt. Ist jetzt kein klassischer Badestrand, aber es sieht einfach unfassbar beeindruckend aus.

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Ich konnte nicht anders, als eine Langzeitbelichtung bei Tageslicht mit zwei Graufiltern auszuprobieren und ich hatte gehofft, dass keine Welle für die 30 Sekunden Belichtungszeit so hoch kommen würde, wie meine Kamera am Strand stand. Falsch gedacht. Ich konnte keine einzige Aufnahme machen ohne dass eine Welle den Sand unterm Stativ weg wusch. Nach 7 Anläufen hab ich dann einfach aufgegeben!

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Da bleibt nur ein großer, fester Stein als Untergrund für eine Langzeitbelichtung, aber davon gibt es an dem Strand ja genügend!

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Nach einiger Zeit war ich mit der Sache fertig und habe mir daraufhin die Drohne geschnappt, um ein paar Aufnahmen aus der Luft zu machen. Ein bisschen hatte ich Angst vor dem Wind und es gab keine freie Landefläche außer dem Sand und das wollte ich den Motoren der Drohne dann doch nicht antun. Also blieb nix anderes über, als die Drohne aus der Hand zu starten und auf der Hand wieder landen zu lassen. Dafür konnten wir wirklich beeindruckende Aufnahmen von oben mit nach Hause nehmen.

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Rahel und Artur waren unterdessen dabei die Digipac-Wasser-Beutel für ihre Kameras in einen Extremtest zu nehmen und wagten sich tatsächlich in die Brandung.

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Rahel wurde von einer Welle leider weggespült und knallte mit Knie und Fuß an einen spitzen Stein unter Wasser. Es floss Blut… 🙁

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Marc versuchte unterdessen herauszufinden, ob seine Kamera auch ohne Tauchbeutel im Wasser funktionieren würde…

Oma sagte, Salzwasser ist gut

Anbei das letzte Foto, bevor eine von Marc wirklich unterschätzte Welle die Kamera komplett überspülte.

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Die Wellen hatten es aber auch in sich und die Gischt sprühte teilweise zwei Meter hoch. Ich konnte mir es daher auch nicht nehmen lassen Rahel mal kurz vor die Kamera zu ziehen. Wenn man schon so ein hübsches Model vor sich in den Wellen hat, dann kann man doch gar nicht anders, als auch mal selbst ein Foto zu machen… oder?

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Nach circa 6h auf Achse kamen wir gegen 16 Uhr wieder am Hafen an, konnten noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages für ein bisschen SightSeeing am Hafen nutzen und waren dann wieder froh unsere Rucksäcke in unseren Kabinen abzustellen.

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Wobei, wer jetzt glaubt, dass unser Tag mit 6h Ausflug vorbei wäre, der irrt sich ziemlich.

Abendliche Daten-Orgie

Jeden Abend müssten 4 Kameras sortiert werden, Fotos von Videos getrennt werden, zwei Projekte gleichzeitig befüllt und unterschiedlich gefüttert werden und dazu noch die Ausrüstung für den nächsten Tag vorbereitet werden. Ich werde die Tage mal was zu unserer Ausrüstung schreiben, da gibt es nämlich einige sinnvolle Tipps und Tricks für Produktionen unterwegs.

Bis bald,

Thilo, Marc und euer Martin


THANKS TO Aida Cruises, Panasonic, Manfrotto, Enjoyyourcamera.

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