22. März 2017


Stingray City

Ich kenne Fisch ja nur vom Teller, in Form von Fischstäbchen oder auch mal nur gedünstet. So richtig Schmusetier ist für mich ein Lebewesen aus dem Wasser nicht. Das mag man jetzt halten wie man es möchte, ist aber leider Realität.

Trotzdem habe ich es mir heute nicht nehmen lassen, mit Rochen schnorcheln zu gehen. Antigua ist berühmt für viele Dinge aber zudem gibt es eben noch eine fantastische Möglichkeit mit Rochen Tauchen zu gehen und wir wollen uns die GrandCaymans frei halten für einen freien Ausflug über die Insel. Dort wäre nämlich das Tauchen mit Rochen auch möglich gewesen.

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Die Aida legte sehr früh am Hafen in Antigua an und wir hatten keine Zeit für das Frühstück sondern machten unseren frühen Dreh am Morgen um dann direkt vom Schiff zu springen, in die Taxen hinein und auf quer über die Insel zu den Rochen.

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So ein bisschen ist eine Taxifahrt in der Karibik immer wie ein doppeltes Lotto. Erstmal kann man Glück oder Pech haben mit der Wahl vom Gefährt und dann hat man das gleiche Glücksspiel nochmals wenn es um den Fahrer und seine Fahrweise geht.

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Na und man könnte sogar noch eine dritte Lotterie benennen, wenn es darum geht ob man sich 60 Minuten lang auf Dauerschleife Bob Marley anhören muss. Ich find den Sänger ja echt klasse und auf Jamaika hat das noch total Sinn gemacht. Aber knapp 1000km weg von Jamaika noch immer von diesen Liedern förmlich verfolgt zu werden, das ist schon hart. Vor allem weil Antigua so wenig mit Bob Marley zu tun hat wie ein Hamburger mit Lederhosen und Weißwürsten.

So ein bisschen können die Taxi- und Busfahrten wirklich dazu führen, dass man noch ein Stück näher an Gott heran rückt und beginnt seine Sünden zu beichten. Und das ist jetzt echt kein Witz. Scheinbar gilt in der Karibik immer das Recht dessen, der zuerst hupt und am schnellsten fährt. Kommt dann noch ungewohnter Linksverkehr hinzu, dann ist die geistige Verwirrung komplett.

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Knapp 60 Minuten waren wir auf dem Weg zu Stingray City und konnten dort mit den Vorbereitungen für den Foto-Tauchgang starten.

Wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir Rahel und Artur nur begleiten und ihre Schritte gilt es zu filmen. Fotos sind in diesem Sinne nur unwichtiges Beiwerk für uns. Die beiden müssen die Fotos machen.

Also fing der ganze Unterwasser-Driss wieder von vorne an. GoPros wurden vorbereitet, Kameras in Beutel verpackt und alles andere musste relativ wassergeschützt verpackt werden.

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Tauchen und filmen mit Beutel

Das Fotografieren mit einem Unterwasserbeutel ist auch Teil der Urlaubsstrecke mit Rahel und Artur. Man mag sich hier fragen, ob das wirklich genügt. Ich möchte die Antwort nicht schuldig bleiben. Die Beutel sind sicher und wir haben DICAPAC schon seit Jahren im Einsatz. Nie was passiert. Die optische Qualität ist nicht so gut wie bei einem Unterwassergehäuse. Das ist klar. Wir haben auch ein Unterwassergehäuse für die GH4 und GH5 besorgt, haben es aber aufgrund von Gewichtseinschränkungen zuhause lassen müssen. Ein solides Tauchgehäuse wiegt locker 5-6kg. Der Beutel wiegt nicht mal ein Pfund. Eher 200g. Die Bedienung ist etwas mühsam, aber es funktioniert und gerade in Situationen in denen es nicht NUR um Fotos unter Wasser geht, ist der Beutel ideal und einem Gehäuse vorzuziehen.

Wir wollen filmen, fotografieren, viel über Wasser, etwas unter Wasser. Da ist es am einfachsten einen DICAPAC im Rucksack zu haben und bei Bedarf zu nutzen.

Die Qualität von Aufnahmen unter Wasser hängt unter anderem auch stark mit der Trübung des Wassers zusammen.

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Das nachfolgende Foto haben ich durch einen DICAPAC über Wasser fotografiert und was häufig vorkommt ist, dass die Frontlinse etwas beschlägt. Das hängt aber vom Klima vor Ort ab. Hier in der Karibik ist die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass man immer auch Feuchtigkeit in den Beutel bekommt. Egal was man wie macht. In anderen Ländern mit niedrigerer Feuchtigkeit ist das Problem komplett weg.

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Es gibt den DICAPAC in verschiedenen Größen und Rahel hat ihre kleine Urlaubskamera auch in einem passenden Beutel…

Artur, hier schwimmend unter Wasser, hat einen größeren Beutel für seine größere Kamera. Wie man am Foto erkennen kann, die Qualität ist außergewöhnlich gut, wenn man mal davon absieht, dass unter Wasser das Licht sowieso nur noch grottig ist (hat ja was mit der Filterfunktion des Wassers zu tun!).

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Mit einem solchen Beutel lassen sich auch unter Wasser wirklich beeindruckende Aufnahmen machen.
Für uns gab es aber eine andere kleine Einschränkung, weshalb wir auch leider nicht die Drohne starten lassen konnten.

Der Wettergott meinte es nicht so gut mit uns.

Der Wind war so stark, dass weder die Drohne fliegen konnte, noch der Sand am Boden des Meers blieb. Je unruhiger das Meer ist, umso trüber wird es leider auch, und auch wenn man es gar nicht so erkennt vom Boot aus, unter Wasser merkt man die aufgewühlten Sandpartikel deutlich.

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Die Karibik kann da deutlich mehr, aber leider war es uns eben nicht möglich das zu erleben. Aber trotz der widrigen Umstände, das Foto oben hat Artur gemacht und wenn man einen Rochen mal so nah so gut fotografiert hat, dann ist man kein blutiger Anfänger mehr.

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Erster Teil des Tages, dann ging es weiter

Das Tauchen mit den Rochen ging natürlich nicht den ganzen Tag und die Tagesaufgabe der beiden Urlaubs-Fotografierenden konnte beim Tauchen auch nicht vollständig umgesetzt werden. Daher ging es am Nachmittag nochmals weiter in die wundervolle karibische Hafenstadt.

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Besonders beeindruckend hier sind die Wechsel. Teile der Stadt sind total bunt, farbenfroh und trotzdem ist der Niedergang immer in der Nähe…

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… biegt man eine Straße „falsch“ ab, dann erwartet einen purer Verfall.

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Und trotz Verfall ist es irgendwie noch ästhetischer Verfall. Was mir auch gerade in Antigua aufgefallen ist. Es liegt nirgendwo Müll rum. Komisch… da zerfallen Häuser und Straßen brechen auf aber nirgendwo sieht man auch nur eine leere Dose oder sonst Müll rumliegen. Ich versteh gar nicht wie das geht.

Und damit war der Tag auch schon wieder fast vorbei. Wir haben doch noch 3 Stunden mit weiteren Aufnahmen für die zweite Produktion verbracht und konnten dann endlich voller Erschöpfung in die Betten sacken.

Liebe Grüße aus der Karibik

Marc, Thilo und euer Martin


THANKS TO Aida Cruises, Panasonic, Manfrotto, Enjoyyourcamera.


Anm. d. Red.: Wer sich jetzt fragt, warum Rahel unter Wasser StrickHandschuhe trägt, dem sei gesagt, dass wir allesamt unsere Haut an den Händen beim gestrigen Quadfahren sehr belastet haben. Einige über das sinnvolle Maß hinweg, andere knapp dran. Rahel wollte ihren schon vorhandenen Sonnenbrand an den Händen nicht verschlimmern und das einzige verfügbare Mittel um die Hände zu verbergen waren die Stricksachen. Wer Karibik-Sonne kennt, der versteht das.

Kommentare (1)

One thought on “CRASHKURS: DAS PERFEKTE URLAUBSFOTO 07

  1. Wenn ihr solche Probleme mit dem Sonnenbrand habt schaut das ihr beim Nächsten Stopp eine hochprozentige Aloe Creme bekommt oder Direkt ne Aloe 🌱 hilft bestens. Hatte ich auch in der DomRep. Sonnenbrand am Fuß (einzige Stelle die ich nicht eingekremt hatte) im Hotel hat ein Angestellter ne Aloe angeschnitten und den Saft auf den Fuß geschmiert am nächsten Tag wars wieder ok👌
    Noch viel Spaß für die nächsten Tage

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