27. März 2017


Wäre man aktuell mit uns an Bord der AidaMar, dann könnte man sich sicherlich mit Leichtigkeit eine neue Kamera besorgen. Fast jeden Tag 🙂 Die Dinger stehen hier überall umher und klicken lustig durch die Gegend. 🙂 Wir machen viele Zeitraffer und um nicht ständig bei der Kamera dumm rumhocken und 3h neben dem regelmäßigen Klicken des Verschlusses warten zu müssen, was oft in Punkto Zeitplan auch gar nicht möglich wäre, lassen wir die Kameras oft einfach wirklich nur aufgebaut und aktiv stehen. Bisher ist noch nie was passiert außer das der eine oder andere Gast der AidaMar die Kamera sieht und leider auch anfassen muss. Das passiert selten aber hat uns schon den einen oder anderen Zeitraffer kaputt gemacht.

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Wir sind über Nacht übrigens nach Panama gefahren. Um das genauer zu erklären, nicht nach Panama City sondern in das Land Panama und in den Hafen der Stadt Colón. Colón und Panama City sind jeweils die Endstationen des Panama Kanals auf der jeweils anderen Seite des Landes. Colón liegt am Atlantik, Panama City am Pazifik.

Einmal kurz zum Pazifik und zurück

Ziel unseres heutigen FotoTrips war aber dennoch Panama City auf der Pazifikseite. Also haben wir mal kurz einen andere Ozean besucht. 🙂 Lustig irgendwie. BucketList Checkhaken gesetzt! Was aber nicht heißt, dass wir nicht bald mal irgendwas im Pazifik machen sollten :-), gell?

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Das heutige Fotothema im Crashkurs klang ebenfalls lustig. Panoramas fotografieren in Panama. 🙂 Und weil unsere beiden Schätze nicht ausschließlich Panoramen aufnehmen können, so gab es zum zweiten Male das Thema Streetphotography. Schon in Cartagena hatten beide die Aufgabe bekommen eine Bildstrecke über die Stadt in 10 Fotos zu fotografieren. Auch in Panama City gilt diese Aufgabe als gesetzt. 10 Fotos müssen die Stadt und den Tag in der Stadt zeigen und eine Wirkung rüberbringen. Jeder darf das fotografieren was er möchte und auch wie er möchte. Er darf die Wirkung erzielen die er für sich in der Stadt erkennt.

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Beide nutzen ausschließlich ihre Kameras samt Kitobjektiv. Wobei sich Rahel gestern darüber beschwert hat, dass sie gar nicht unauffällig die Menschen fotografieren kann. Na, wer kann erraten warum unsere blonde Rahel in Kolumbien nicht so richtig unbeobachtet jemand fotografieren konnte 🙂 Ich könnte mir nämlich keinen Grund vorstellen, warum jeder sofort auch nur von weiten auf Rahel gucken sollte auch selbst dann, wenn sie nicht einmal die Kamera aus der Tasche genommen hat.

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Wie man im Hintergrund erkennen kann, bin ich ständig dabei und gebe den beiden Tipps und Tricks bei der Umsetzung der Fotos. Allerdings halte ich mich aus dem Fotografieren raus und versuche auch nicht in jede Kameraaufnahme von Thilo zu springen. Auf dem nachfolgenden Foto sieht man Thilo übrigens wieder mit dem spezial Manfrotto „Schulterstativ“. Mega praktisch und wird uns in Zukunft echt häufiger auf Reportagen verfolgen. Ich glaub gerade auf Hochzeiten oder sonstigen Events könnte das einfach nur der Burner sein. Man kann „aus der Hand filmen“ und in der nächsten Sekunde kann man die Kamera auch ruhig auf das kleine Stativ stellen auf den Boden stellen.

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Panama City ist irgendwie eine komische Stadt. Einerseits gibt es dort eine Skyline welche die meisten europäischen Städte weit in den Schatten stellt. Trump Tower und Starbucks inklusive. Dazu gibt es saubere Parks ähnlich Miami und große Teile der sauberen neuen Stadt sind künstlich dem Meer geraubt. Auf der anderen Seite ist da der arme und größere Teil der Stadt und dabei befindet man sich eben in einer Mittelamerikanischen Metropole. Alleine schon die Bewaffnung der Polizisten und der präsidialen Schutztruppe Panamas lässt erahnen welche Gefahren auf den Straßen dieser Stadt potentiell irgendwo da sind.

Mittelamerika ist einfach nicht die Karibik

Selbst die Busfahrt durch einige Viertel von Colón und Panama City lässt einen teilweise mit etwas geschocktem Gesicht zurück. Während in der Karibik die Verhältnisse relativ homogen waren bzw. möglicher Reichtum nicht so dermaßen vom übrigen „Standard“ abwich, so ist in Mittelamerika die Schere einfach riesig.

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Zurück zum Landgang auf unserer Kreuzfahrt durch die Karibik. In Panama haben wir uns zusammen für einen Aida Ausflug in die historische Altstadt entschieden. Von Colón fährt man mit dem Bus circa eine Stunde nach Panama City und hat dann mehrere Stunde in der Gruppe mitsamt einheimischen Führer in der Stadt. Eigentlich wollten wir zusammen mit Rahel und Artur an irgend so einer Leine durch den Urwald flitzen aber haben diese Idee aufgrund der fehlenden Möglichkeit tolle Fotos zu machen leider verwerfen müssen. Es ist halt doch etwas schwierig eine Foto-Tagesaufgabe zu erfüllen wenn man einige Stunden den Tag im Bus auf dem Weg in den Urwald verbringt und dann nur ein paar Minuten Zeit hat an einer Leine gekettet bei 30-40km/h noch die besten Fotos des Jahrtausends zu machen. Dann doch lieber die Füße angestrengt und per pedes durch die Altstadt.

Und die steht jedenfalls im krassen Gegensatz zur modernen Skyline auf der genau gegenüberliegenden Seite der Bucht.

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Heute möchte ich mal eine Besonderheit zulassen. Und zwar haben wir bisher keine Fotos von Rahel oder Artur gezeigt. Die soll es in der Strecke zu sehen geben. Da machen wir heute mal eine Ausnahme. Wir zeigen die 10-Foto-Panama-City-Bildstrecke von Rahel und Artur. Aber es bleibt eine Ausnahme. Wer alle Fotos sehen möchte, der kann sich ja bald einfach die kompletten Tutorials angucken.

Heute gibt es mal Ergebnisse zu sehen

Bevor aber direkt die Fotos kommen, möchte ich nochmals an einige Details erinnern. Beide fotografieren erst seit wenigen Tagen mit einer Systemkamera und haben vor der Kreuzfahrt mit der Aida AUSSCHLIEßLICH mit dem Handy fotografiert. Sie haben jeweils beide eine mft Kamera mit Kit-Objektiv, Artur hat 24-120mm Brennweite und Rahel 24-64mm. Beide Kameras kosten weit unter 1000€ inklusive Objektiv. Und Rahel und Artur fotografieren beide in JPG, stellen eigenständig Weißabgleich, Schärfe, Kontrast und Sättigung ein.

So, dann kann es mal los gehen mit der Strecke von Artur. Artur hat sich mehr auf die Menschen und die Gegensätze der Stadt fokussiert.

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Und hier die Bildstrecke von Rahel. Anders als Artur hat sich Rahel eher von einzelnen besonderen Momente leiten lassen.

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Na, das nenn ich mal solide Fotografie. Vielleicht müssen beide noch etwas mehr ihren Stil finden aber nach genau 10 Tagen mit einer richtigen Kamera möchte ich auch nicht zu viel verlangen. Die Bilder sind vom Motiv top, der Bildaufbau ist nicht langweilig normal sondern schon kreativ und die Belichtung bzw. technischen Aspekte sind absolut perfekt.

Nachschicht nach dem Tag

Was ich ganz vergessen hatte war zu erwähnen dass wir heute richtig früh vom Schiff mussten. Der Kahn hat so früh angelegt, dass wir nicht mehr in der Lage waren vor dem Landgang unsere tägliche Folge zu drehen und das ist richtig blöde. Denn nachdem man knapp 5h ohne Mittagessen durch eine Stadt mit über 30°C gewatschelt ist, dann noch nebenher die ganze Zeit auf voller Aufmerksamkeit nach Motiven gesucht hat und dabei noch versucht die besten Motiv-Funde perfekt auf den Sensor zu bringen, dann noch auf dem Schiff weitere 2-3h eine komplette Videotutorial-Folge abzudrehen geht wirklich an die Substanz. Aber hey, immerhin einer hat Spaß… 🙂

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Und wie man sehen kann, niemand sonst kommt auf so eine blöde Idee. 🙂 Alle normalen und denkenden Menschen sind da bereits beim Abendessen und lassen sich es gut gehen. Wir hingegen waren noch nicht einmal geduscht.

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Aber dafür hatten wir immerhin absolute Ruhe für den Dreh. Und das erhöht auch wieder die Qualität der Inhalte. 🙂 Immer positiv denken!

So, während auf der AidaMar gerade wieder das schöne SAIL AWAY ertönt und wir mit einem freundlichen Dreifach-Hupen des Schiffshorns den Hafen verlassen, sitze ich gerade in meiner Kabine und versuche mit letzter Kraft noch diesen Beitrag fertig zu stellen.

Ich wünsche allen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine geruhsame Nachtruhe wobei man ja eigentlich schon fast GUTEN MORGEN sagen muss. Aktuell ist Deutschland 7 Stunden vor der lokalen Zeit.

Viele Grüße,

eure Marc, Thilo und Martin!

 

THANKS TO Aida Cruises, Panasonic, Manfrotto, Enjoyyourcamera.

Kommentare (3)

3 thoughts on “CRASHKURS: DAS PERFEKTE URLAUBSFOTO 10

  1. Schön eure Erlebnis mitlesen zu können. Hatte vor Jahren auch diese Route gemacht und ähnliche Wege gewählt um mehr zu sehen wie der Standard. Bin gespannt auf das Crash Kurs Endprodukt.

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