25. März 2017


Heute lief unser kleines bescheidenes Bötchen in den ersten mittelamerikanischen Hafen ein. Cartagena ist eine geschichtsträchtige Hafenstadt und so ganz anders als die Karibik die Tage vorher. Es ist sowohl ein Temperatur- als auch ein Kulturschock. Jedenfalls ein bisschen, wenn man mal so kurz 1000 nautische Seemeilen quer durch die Karibik nach Mittelamerika läuft und dann an Land geht. Die Menschen, das Umfeld, alles ist so anders als die Tage vorher… Wer auf Jamaica oder Antigua dachte es sei heiß, der hat noch nicht Cartagena erlebt. Wobei wir nur einen kleinen Vorgeschmack der Hitze-Feuchtigkeit-Hölle erleben mussten.

Uns wurde gestern bereits etwas Angst gemacht vor Mittelamerika und insbesondere eben auch Kolumbien. Gerade was Straßenraub bzw. Diebstahl generell betrifft, wurde uns gesagt: höllisch vorsichtig zu sein. Eine falsche Abbiegung in der Stadt kann in eine dunkle Gasse führen und schwups, weg ist die Geldbörse.

Also haben wir entscheiden alle kameratechnisch nackt zu gehen. 🙂 Das heißt übersetzt, niemand von uns hatte Rucksack oder ein besonders großes Objektiv dabei. Teilweise wird man nämlich auch zum Opfer, weil man einen besonders großen Rucksack dabei hat und ein potentieller Verbrecher ja nicht weiß was genau da drin ist. Jeder hatte folglich nur das dabei, was er in der Hand halten konnte. Und genau diese Sache führte zu einer ziemlich interessanten Entdeckung.

Schulterstativ für Arme

Unser kleines Manfrotto Tisch Stativ entpuppte sich als grandioses Schulterstativ und sorgte für extrem ruhige Videoaufnahmen aus der Hand. Ein Bein liegt auf der linken Schulter, ein Bein auf der rechten Schulter und das dritte Bein stützt sich auf der Brust ab. Das klappt so verdammt gut, selbst bis über 100mm Brennweite gibt es unglaublich ruhige Aufnahmen. Das aber nur mal so nebenbei.

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Zurück zum Thema. Heute stand auf dem Speiseplan des Crashkurses das Thema Streetphotography. Und Cartagena eignet sich für dieses Thema richtig gut. Zusätzlich empfing uns die Stadt mit einem Regentag. Auf jeden Fall verzog sich nach wenigen Minuten bereits die Sonne und dicke Wolken zogen auf. Lichttechnisch also gerade zur Mittagszeit traumhafte Bedingungen.

So stellt man sich Mittelamerika vor

Cartagena sieht teilweise aus wie noch zu Zeiten der Seefahrer mit ihren Fregatten und Linienschiffen. Dem Handel mit Rum und Zuckerrohr.

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Künstlerstadt

Als Künstlerstadt sind gerade die Altstadt und einige andere Stadtteile unglaublich bunt und bemalt. Tollste Motive für die Kameras von Rahel und Artur. Beide liefern wie wild gewordene Taranteln durch die Stadt und knipsten in jede Richtung.

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Rahel und Artur sind fleißig

Es ist 11 Uhr in der Früh und wir sind schon wieder seit 6 Stunden auf den Beinen, haben zwei Stunden Videoaufnahmen hinter uns und laufen bei knappen 30° bei tatsächlichen 90% Luftfeuchtigkeit durch eine riesige Stadt.

Und ich muss an dieser Stelle mal ein großes Kompliment aussprechen an Rahel und Artur. Beide sind sehr fleißig und setzen jeden Tag die von uns gestellte Aufgabe so gut es geht um. Das braucht extrem viel Durchhaltevermögen und auch eine hohe Konzentration denn jeden Tag gibt es neue Herausforderungen und beide sind jetzt nicht seit 10 Jahren mit Kameras verheiratet wie Marc und ich es sind.

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Filmen an allen Fronten

Für uns ist das natürlich auch ein Dauereinsatz und wir sehen oft total komisch aus. Wir laufen durch die Gegend und filmen was immer das Zeug her gibt. Wir laufen mit GoPros um unser Foto-Pärchen herum und versuchen auch ja keine Szene zu verpassen.

Besonders schwer ist für uns nämlich nicht zu wissen, auf welche Szene wir am nächsten Tag in der nächsten Folge Bezug nehmen. Wenn wir dann z.B. über das Fotografieren auf dem großen Hauptplatz sprechen und einen potentiellen Fehler zeigen wollen, dann brauchen wir auch das Material.
Und da wir in 4K filmen kommt eine unglaubliche Datenmenge zusammen. Eigentlich wird der gesamte Tag irgendwie festgehalten und möglichst aus allen Richtungen.

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Gibt es 120% Feuchtigkeit? 🙂

Gegen Mittag gab es dann auch richtige Regenschauer und ich habe mich heute wirklich gefragt, ob es evtl. auch 120% oder 230% Luftfeuchtigkeit gibt. Das kann man sich kaum vorstellen wenn man es nicht selbst erlebt hat aber ein Regenschauer in Kolumbien ist echt eine ganz andere Hausnummer. Vor allem wenn der Regen auf heiße Kacheln oder heißen Beton trifft.

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SAIL AWAY…

Gegen 14 Uhr ging es dann schon wieder in Richtung Schiff und gegen 16 Uhr verließ die AidaMar den Hafen von Cartagena um unter vollem Dampf nach Panama Kurs zu nehmen.

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Beim Verlassen des Hafens gab es dann ein Schmankerl und zwar das allseits bekannte BECKS Schiff war im Hafen zu sehen. Ich glaub das war die Alexander von Humboldt II. 🙂 Cool! Leider war das Wetter eben echt bescheiden und so gab es nur ein leicht grünes Schiff zu sehen und nicht das allseits bekannte Becks-Grün!

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Und damit war unser Tag auch schon dem Ende geweiht… 🙂

Natürlich möchte ich auch heute wieder etwas über Technik schreiben und habe mir auch drei interessante Themen heraus gesucht. Zwei davon interessieren sicherlich vorrangig die Videographen unter uns, das letzte Thema ist wichtig für alle die Akkus nutzen.

Technik 1 – GH5

Haben uns ja die GH5 nicht ohne Grund auf die Reise genommen. Der Grund ist einfach die Qualität der Videoaufnahmen und die Möglichkeiten. 4K in 60fps nimmt die Kamera auf, kann aber auch 180 Bilder pro Sekunde bei FullHD aufnehmen. 180 Bilder pro Sekunde erzeugt eine wirklich echte SlowMotion Aufnahme.

Filmen wir dann in 4k60, können wir immer noch auf 50% der Geschwindigkeit herunter gehen und haben auch noch die Möglichkeit das Bild zu skalieren, transformieren oder die Ausschnitte zu verändern.

Der eingebaute Bildstabilisator wirkt wahre Wunder aus der Hand, ähnelt aber auch sehr dem Stabi aus der G81. Wer also die höhere FPS Zahl nicht braucht, der kann mit der G81 eigentlich genauso ruhig aus der Hand filmen.

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Technik 2 – Gimbal Zihyun

Um auch das kleinste Zittern zu reduzieren benutzen wir so oft es geht einen Gimbal. Mit 3 gyro-stabilisierten Achsen kann man mit einer Hand fast schon Kamerafahrten filmen und gerade in Verbindung mit den 180fps entstehen wirklich tolle Aufnahmen.

Unser Gimbal stammt von Zihyun und ist eine Art China-Nachbau viel teurerer Gimbals. Wir waren erstaunt, wie gut das Zihyun funktioniert. Wie lange die Akkus laufen und wie gut es mit den Bedingungen vor Ort zurecht gekommen ist. Weder Sand noch Feuchtigkeit haben die Funktion beeinträchtigt.

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Technik 3 – Massenhaft Akkus laden auf Reisen

Ich möchte heute auch mal unseren Reise-Produktions-Akku-Tipp enthüllen. Wir müssen jeden Abend ungefähr 20 Akkus laden und wenn man nicht jede 2h sich den Wecker stellen und Aufstehen möchte, so braucht man doch eine andere Option.

Wir nutzen richtig günstige Ladegeräte von Bundlestar. Diese besonderen Lader nehmen gleichzeitig zwei Akkus auf und laden auch zwei Akkus gleichzeitig. Zusätzlich werden die Ladegeräte mit einem MicroUSB Port an den Strom gebracht.

Wir nutzen daher USB-Lade-Ports mit bis zu 6 Ports und schließen damit 12 Akkus gleichzeitig zum Laden an. Damit kann man sich dann auch hinlegen und die Nacht genießen und alle Akkus sind am nächsten Tag wirklich auch geladen.

Die Qualität der Ladegeräte ist überragend und ich kann nur die besten Erfahrungen berichten.

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Das war es für heute… viel Spaß euch und bis morgen dann mit dem Bericht aus Panama City.

Euer Martin mit ganz vielen Grüßen von der AidaMar.

 

THANKS TO Aida Cruises, Panasonic, Manfrotto, Enjoyyourcamera.

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